Ausflügler mit Rückenwind aus dem Akku bekommen den jetzt auch im neuen Touristenführer

15 Westerwaldtouren für das Rad der Zeit

In Waldbreitbach wurde drei Landräten und Touristikern ein neuer Führer für E-Biker präsentiert

21.04.2017 - 14:11

Waldbreitbach/Region. „Im Westen nichts Neues“, heißt ein Film aus dem Jahre 1930. Doch im Westerwald gibt es 87 Jahre später ganz viel Neues: ein geniales Tourismuskonzept und einen mit dem Internet und GPS-verbundenen Tourenführer für E-Biker. Den stellte jetzt in Waldbreitbach Uwe Schöllkopf, Geschäftsführer des Neuwieder Verlags ideemedia, drei Landräten und Touristikern vor.

„Das Rad der Zeit heißt E-Bike“, sagte Schöllkopf und weiter: „Mehr als eine Million E-Bikes (Pedelecs) werden zwischenzeitlich pro Jahr in Europa verkauft – fast 400 000 davon alleine in Deutschland.“

Davon profitiert auch der Westerwald, denn durch Rückenwind aus dem Akku sind die Hügellandschaften kein Problem mehr, sondern werden sogar Höhepunkte für Freizeitradler, ohne dass die aus der Puste kommen.

„Für uns als ideemedia-Verlag Grund eine neue Produktlinie zu entwickeln, ein Führer für Genussradler und E-Biker für den Bereich Sieg, Wied und Lahn“, erklärte Schöllkopf und dankte der Westerwald-Touristik in Montabaur, die den Autor Hartmut Schönhöfer perfekt unterstützt hatte. Der sieht die Strecken, ausschließlich Rundtouren mit maximal 70 Kilometern (so lange hält der E-Bike-Akku), anders als mancher Touristiker oder Kommunalpolitiker. Denn Stadt-, Gemeinde-, Kreis- oder Landesgrenzen spielen hier keine Rolle. „Kriterium für uns ist: Es muss ein schöner Ausflugstag werden“, betonte der Geschäftsführer. Daher enden die Rundtouren entweder dort wo die Biker sie begonnen haben oder wo der Rückweg auch an Wochenenden durch Bus oder Bahn möglich ist.“

Beim Wied-Radweg geht es beispielsweise von Neustadt aus Flussabwärts nach Roßbach und Waldbreitbach. Im Führer werden auch Gaststätten genannt und Abstecher zum Roßbacher Häubchen oder der Nasses Mühle. In Waldbreitbach sind Ölmühle und Weihnachtsdorf mit der größten Naturwurzelkrippe der Welt aufgeführt. In Hausen geht es um das Wiedtalbad und das Kloster Marienhaus.

In Niederbreitbach führt der Weg ins Fockenbachtal, das mit der Nassens Mühle als landschaftlicher Höhepunkt der Tour bezeichnet wird. Aufwärts dann nach Hollig, Siebenmorgen, Dasbach, Epgert und wieder runter über Obersteinebach, Niedersteinebach nach Oberlahr mit Blauer Mühle und Burgruine im Wiedtal. Durch die Lahrer Herrlichkeit und vorbei am Kloster Ehrenstein sind die Biker nach 54 Kilometern wieder am Ausgangpunkt Neustadt.

Man kann ab Niederbreitbach aber auch den Wiedtal-Radweg weiter über Datzeroth nach Altwied fahren und dann mit dem zurück nach Neustadt fahren, heißt es in dem Führer, der im Buchhandel, in vielen Tourist-Infos oder über www.ideemediashop.de erhältlich ist.

Und wie findet der E-Biker diese unbeschilderten Routen? Mit seinem Smartphone per App, QR-Code aus dem 192 Seiten starken Traumtourenführer und GPS, das entsprechend navigiert.

Apropos Wiedtalradweg: Der wird zwischen Laubachsmühle und Neuwied im Herbst für Radfahrer hergerichtet versprach Landrat Rainer Kaul: „Das Teilstück kostet rund 360 000 Euro und ist spätestens nächstes Frühjahr fertig. Der Radweg ist dann eine große Klammer zwischen drei Kreisen und ermöglicht die Wied über 100 Kilometer von der Quelle bis zur Mündung zu erleben“, freute sich der Neuwieder Kreischef und seine Kollegen Michael Lieber (Kreis Altenkirchen) und Achim Schwickert (Westerwaldkreis) stimmten ihm zu.

HEP

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Kommentare
Uwe Klasen:
Über 25.000 Windenergieanlagen drehen mittlerweile in Deutschland ihre Rotoren und trotzdem liefern diese, je nach "Ertragsjahr", nur zwischen 15% - 25% des benötigten Stroms. Und diesen auch nur Zufälig, keinesfalls nach Bedarf. Die "ertragreichen" Standorte sind längst zugebaut mit Windrädern, nun sollen, auf Druck der Lobbyisten, auch noch die letzten, möglichen, Standorte folgen. Dabei sind diese nur rentabel weil die durch die Förderung nach dem EEG erhalten! Arten- und Menschenschutz werden dazu ausgeblendet!
Daniel Faßbender:
Familien sind doch nicht die Zielgruppe dieses Bades. Das war es nie und wird es auch in Zukunft nicht sein. Kinder sind eher ein Ärgernis für das wirkliche Klientel. Früher waren es die Kurgäste, heute sind es salopp geschrieben, die überwiegend zahlungskräftigen Rentner und ein paar Hotelgäste aus dem Quellenhof. Welche Familie mit einem oder mehreren Kindern kann oder will sich denn den Eintritt überhaupt noch leisten? Der Tageseintritt für zwei Erwachsene mit zwei Kindern liegt bei fast 40 EUR. Für mich ein Grund da nicht hinzugehen.
Michael Daum:
Es ist wirklich unfassbar! Jetzt wo das bestellte Gutachten nicht das erhoffte Ergebnis zeigt, ist es plötzlich nicht aussagekräftig bzw. war nicht umfangreich genug. Da man sich ja offenbar so in die alternativlose Einschätzung verrannt hat, dass Bad Breisig ohne Therme nicht vorstellbar ist, fragt man sich doch, warum man dann Geld (ich meine mal etwas von 30.000€ gelesen zu haben) für ein Gutachten verschwendet. Offenbar sind nur Gutachten, die die eigene Weltsicht unterstützen, ordentliche Gutachten. Und wenn die Ergebnisse erst dann vorliegen, nachdem die Weichen für eine Sanierung schon gestellt sind, spricht das auch für sich. Eine merkwürdige Einstellung und sicherlich eine gute Erklärung für die vielen Probleme der Stadt. Wenn man auf die hohe Lebensqualität in der Stadt abstellt, so sollte man vielleicht auch mal darlegen, wie man diese auf lange Sicht zu finanzieren gedenkt. Leider ist die Enteignung der Bürger über immer höhere Steuern und Abgaben ja zu einfach.
Gudrun Freier:
Schön, dieser Bericht von dem großen Ereignis
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