Kreis Ahrweiler

Abschied von namenhaften Personen des Gemeindewesens im Kreis Ahrweiler

03.01.2018 - 14:29

Ahrweiler. Auch im Jahr 2017 musste das Gemeindewesen des Kreis Ahrweiler schmerzliche Verluste einbüßen, da viele geschätzte, für das Gemeindewesen wichtige Menschen starben. Es werden nun namenhafte Persönlichkeiten des Kreises genannt und ihren Verdiensten gewürdigt.

- Hans-Willi Adams (* 30. März 1944 in Bad Breisig, † 1. Mai 2017) fungierte von 1995 bis März 2004 als Wehrleiter der Freiwilligen Feuerwehr der Verbandsgemeinde Bad Breisig, nachdem er zuvor bereits viele Jahre lang deren stellvertretender Leiter gewesen war.

- Alfons Andre (* 1. Juni 1930, † 11. Mai 2017) war von 1978 bis zur Kommunalwahl 1999 Ortsbürgermeister von Wehr. In seine Amtszeit fielen der Bau der Römerhalle, etliche Straßenbaumaßnahmen, die Wasserversorgung des Orts und die Erschließung von Neubaugebieten, der Bau des neuen Sportplatzes, die Erweiterung des Friedhofs und der Beitritt von Wehr zum Zweckverband „Gewerbegebiet Brohltal Ost“. Daneben war Andre Vorsitzender des Fußballvereins „Vilja“ Wehr 1925 sowie über Jahrzehnte hinweg Mitglied des Verwaltungsrats sowie des Pfarrgemeinderats der Katholischen Pfarrgemeinde „St. Potentinus“ Wehr.

- Der mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnete Dipl.-Ing. Ingmar Barthel (* 19. Februar 1933, † 16. Juni 2017) war nach Gründung der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler ehrenamtlicher Beigeordneter der Kreisstadt, später Mitglied des Stadtrates und – bis zur Kommunalwahl 2009 – des Bachememer Ortsbeirats.

- Margarete Becker (* 1923, † Herbst 2017) übernahm 1968 die Leitung der Katholischen Öffentlichen Bücherei „St. Mauritius“ Heimersheim. Ihrem Engagement ist es zu verdanken, dass in Heimersheim, anders als in den Nachbarpfarreien, in denen Pfarrbüchereien geschlossen wurden, bis heute eine Bücherei gibt, die von vielen Einwohnern gerne genutzt wird. Im Mai 2017, wenige Monate vor ihrem Tod, nahm sie noch an der Einsegnung der neuen Räume im ehemaligen Pfarrbüro an der Bachstraße hinter der Kirche teil.

- Rosemarie Bongart (* 2. März 1931, † 26. Juni 2017) war es ein großes Anliegen, die Erinnerung an alte Zeiten zu bewahren und die heimische Mundart zu pflegen. Mit ihrem Buch „Für en Grosche Kamelle“ etwa bewahrte sie die Erinnerung an das Leben am Rhein zu Kriegs- und Nachkriegszeiten. Den britischen Militärhistoriker Martin Middlebrook führte sie für sein Buch „In der Nacht, als die Bomber starben“ zu den Plätzen in der Umgebung von Sinzig, an denen englische Piloten gestorben waren. Sie engagierte sich im Verein zur Förderung der Denkmalpflege und des Heimatmuseums in Sinzig und war Mitgründerin des Sinziger Mundartkreises. Außerdem leitete sie 14 Jahre lang die Stadtranderholung der Sinziger AWO.

- Pastor Hans Buschmann (* 27. Dezember 1926, † 17. August 2017) zog nach seinem Wechsel in den Ruhestand im Dezember 1993 nach Sinzig. Hier half er Pastor Gerhard Hensel bei der Betreuung der katholischen Gläubigen in Sinzig, Koisdorf und Franken. Als Krankenhausseelsorger tat er zudem alle 14 Tage Dienst im Maria-Hilf-Krankenhaus in Bad Neuenahr.

- Werner Euskirchen (* 25. Juni 1934, † 24. September 2017) gründete 1961 in Oberwinter einen Maler-Fachbetrieb. Daneben engagierte er sich ehrenamtlich, wofür er im Jahr 1981 mit der Ehrennadel des Landes Rheinland-Pfalz ausgezeichnet wurde. Und in Anerkennung seiner Verdienste um den Berufsstand ernannte ihn die Maler- und Lackierer-Innung des AW-Kreises zu ihrem Ehrenobermeister.

- Franz Josef Henning (* 11. Juli 1929, † 7. Dezember 2017) war 18 Jahre lang Vorsitzender des VdK-Ortsverbands Gelsdorf und 39 Jahre lang Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Vettelhoven – von 1967 bis 1989 als Wehrführer. Darüber hinaus war er von 1972 bis 1989 Wehrleiter der Freiwilligen Feuerwehr Grafschaft. Anschließend wurde er zum Ehrenwehrleiter ernannt. Acht Jahre lang war er Mitglied des Gemeinderats der damals selbstständigen Gemeinde Vettelhoven, anschließend acht Jahre lang Mitglied des Ortsbeirats Vettelhoven. 24 Jahre lang gehörte Henning dem Verwaltungsrat der katholischen Pfarrgemeinde „St. Martin“ Holzweiler an.

- Paul Herf (* 14. November 1950, † 22. November 2017) war von 1999 bis 2004 stellvertretender Ortsvorsteher von Bad Bodendorf, außerdem war er Gründungsvorsitzender des 1994 gegründeten SPD-Ortsvereins Bad Bodendorf.

Herf fungierte als Schlagzeuger, Gitarrist und Sänger der Ricomagus Mösche aus Remagen und der Sinziger Band „Flamingos“, er war Jugendleiter beim SC 1919 Bad Bodendorf und beim Ahrweiler Ballspiel-Club 1920. Außerdem war er Mitgründer eines Gewerbestammtischs in Bad Bodendorf, aus dem später der örtliche Gewerbeverein hervorging. Auch im Heimat- und Bürgerverein Bad Bodendorf engagierte er sich.

- Bruder Hilarius (Franz Wittmers) (* 13. Januar 1934, † 27. August 2017), Mitglied der Benediktinerabtei Maria Laach, leitete von 1969 an die Klostergärtnerei und baute sie zu einem modernen Gartencenter mit Eigenproduktion und breit gefächertem Angebot aus und erwarb sich dabei Verdienste auch um die Lehrlingsausbildung. Seine Kenntnisse aus mehr als 50 Jahren Gärtnerarbeit fasste Bruder Hilarius in einem Buch mit dem Titel: „Altes Wissen aus dem Klostergarten – Bruder Hilarius und seine Pflanzengeheimnisse“ zusammen.

- Karl-Heinz Inhoffen (* 24. Mai 1933, † 2. Dezember 2017) wurde am 5. Januar 1958 zum Gründungsvorsitzenden des Sinziger Clubs für Tischtennis (CfT) gewählt, der ihn später zum Ehrenpräsidenten ernannte. Außerdem war der Immobilienmarkler Vorsitzender des Förder- und Freundeskreises Franziskushaus in Sinzig, Mitglied von Ortsbeirat und Stadtrat Sinzig sowie Vorsitzender des CDU-Stadtverbandes.

- Jean(ne) Lessenich (* 29. September 1942 in Remagen, † 9. Mai 2017 in Siegburg) war als Illustrator(in), Autor(in) und Maler(in) tätig und eine wahrhaft schillernde Person. Er/sie zeichnete für Magazine wie „Playboy“ und „Spiegel“, für „Bunte“ und „Zeit“. Während der letzten Jahre in Waldorf entstanden vor allem Naturansichten und Porträts.

- Werner Lücke (* 30. Oktober 1926, † 2. März 2017) war einer der besten Fußballer, die im Kreis Ahrweiler je auf Punktejagd gingen. Das „Lücke-Elf“ genannte Erfolgsteam des SC Rhein-Ahr Sinzig stieg in den späten 1950er und frühen 1960er Jahren bis in die höchste Amateurklasse auf. Ab 1965 kümmerte sich Lücke als Hausmeister und guter Geist um das Sinziger Schloss.

- Dr. med. Norbert Nikolai (* 10. April 1929, † 30. Januar 2017) kam am 1. Januar 1965 ans Krankenhaus „Maria Hilf“ in Bad Neuenahr. Er war der erste angestellte Chefarzt und später auch ärztlicher Direktor des Hauses, dessen medizinisch-technische und bauliche Weiterentwicklung er mit großer Weitsicht förderte. 1994 wurde Nikolai in den Gründungsvorstand des Krankenhaus-Fördervereins gewählt.

- Der Fußballspieler und -trainer Jakob „Jack“ Oden (* 1919, † 25. Juni 2017) war einer der bekanntesten Sportler im nördlichen Rheinland-Pfalz. Als Trainer leistete er im Rheinland und im Saarland genauso Pionierarbeit wie im Damenfußball. Ab 1965 trainierte er die Damen des SC Bad Neuenahr und führte sie zur Rheinlandmeisterschaft und zum Pokalsieg.

- Der Romanist und Literaturwissenschaftler Prof. Dr. Gert Pinkernell (* 7. September 1937, † 23. Januar 2017) war bis 2004 Professor an der Bergischen Universität Wuppertal. Anschließend schrieb oder verbesserte er etwa 100 Wikipedia-Artikel zu französischen Autoren und anderen historischen Persönlichkeiten. Im März 2012 wurde er zum Vizepräsidenten der Ahrtal-Bouler gewählt.

- Heinz Rech (* 14. November 1936, † 9. Oktober 2017) war Mitgründer und später Ehrenmitglied und Ehrenkommandant der KG „Blau-Weiß“ Neuenahrer Schinnebröder. Als „Jungfrau Heidelinde“ war Heinz Rech in der Session 2012/13 Mitglied des Dreigestirns der Schinnebröder. Außerdem war er Mitgründer der Frauenfußball-Abteilung des SC 07 Bad Neuenahr.

- Walter Schmitt (* 26. Juli 1928 in Sinzig, † 6. Januar 2017) war 36 Jahre lang Vorsitzender des Eifelvereins Sinzig und fast 30 Jahre lang Schatzmeister des Sinziger Vereins zur Förderung der Denkmalpflege und des Heimatmuseums. Tatkräftiges Zupacken bei Arbeiten an Wegkreuzen und anderen Kleindenkmälern, die der Verein in seiner Anfangszeit erfasste und sicherte, gehört ebenfalls zu Schmitts Verdiensten.

- Heinz Schweden (* 1. Februar 1930, † 4. August 2017 in Bad Neuenahr) war 1969 der erste Frauenfußball-Trainer des Sportclubs 07 Bad Neuenahr. Als der SC im Jahr 1978 die deutsche Meisterschaft gewann, was das maßgeblich seiner Arbeit zu verdanken. Anschließend war er viele Jahre lang Jugendleiter des SC und zeichnete sich als Organisator der Mai-Turniere im Apollinaris-Stadion aus.

- Der Politikwissenschaftler Carl-Christoph Schweitzer (* 3. Oktober 1924 in Potsdam, † 4. Juli 2017 in Bonn) trat bei der Bundestagswahl 1972 für die SPD im Wahlkreis Ahrweiler an und zog über die Parteiliste ins Parlament ein, dem er insgesamt zwei Legislaturperioden lang angehörte.

- Dr. Hans Walter († 25. Februar 2017 im Alter von 87 Jahren in Essen) war Planer des Ausweichsitzes der Verfassungsorgane der Bundesrepublik Deutschland im Ahrtal und später Ehrengästeführer der Dokumentationsstätte Regierungsbunker in Ahrweiler.

- Paul Zimmer (* 24. April 1925 in Wimbach, † 3. Juli 2017) war 25 Jahre lang Mitglied im Gemeinderat Wimbach, 23 Jahre Ortsbürgermeister von Wimbach und zehn Jahre Mitglied des Verbandsgemeinderats Adenau und mehrerer Ausschüsse sowie stellvertretender Schiedsmann. Für seine Verdienste wurde er mit Ehrennadel und Verdienstmedaille des Landes sowie Ehrenurkunde des Gemeinde- und Städtebundes Rheinland-Pfalz sowie mit der Keramikschale und der Wappennadel der Verbandsgemeinde Adenau ausgezeichnet. ASI

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Kommentare
12.01.2018 08:49 Uhr
Claus schrieb:

Eine sehr schöne Idee, mal so einen Rückblick mit eher regionalen/lokalen Persönlichkeiten zu füllen.
Welche ehemaligen Stars gehen mussten, kommt in zig Sendungen und Zeitungen vor. Der gesellschaftliche Nutzen der hier genannten ist wahrscheinlich noch höher zu bewerten.
Danke dafür.



 
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Kommentare
M.Hambürger:
Wenn Herr Schulz am Wahlabend öffentlich gesagt hätte das "wir die Möglichkeit einer eventuellen Koalition mit der CDU/CSU prüfen werden" - dann hätte es dieses Drama nicht gegeben. Eine Absage hätte man man der CDU immernoch nachher geben können.. Das alle beteiligten Parteien keine Neuwahlen möchten kann ich nachvollziehen, auch im Hinblick darauf das bei Neuwahlen die AfD noch mehr Wähler anziehen würde die ihren "alten" Parteien aus Protest den Rücken zuwenden! Tja - "Mutti" hat schon einige "mitregierende" Parteien ins Abseits geschossen (wie zuletzt die FDP). Es ist echt traurig das sich unsere gewählten Politiker nicht der Verantwortung stellen unser Land regieren zu WOLLEN sondern sich lieber auf die Oppositionsbank "flüchten". Und kann es ihnen irgendjemand übelnehmen bei Frau Merkels Kommentar: "ich weiß nicht was wir hätten anders machen sollen" ? Nur die Hände rautenförmig zu halten und alles für das Land Wichtige aussitzen reicht Ihren Wählern nicht mehr Frau Merkel !
Uwe Klasen:
Es sprach am Wahlabend, Mister 100%, Martin Schulz von einem „schweren und bitteren Tag für die deutsche Sozialdemokratie“ und versicherte, es werde keine Fortsetzung der Großen Koalition mit der Union geben, jedenfalls nicht mit ihm und nicht mit Angela Merkel. Wenn die SPD-Genossen noch einen Rest an Glaubwürdigkeit vermitteln möchten, dann muss eine GroKo abgelehnt werden! Denn das, was derzeit stattfindet, ist doch nur noch ein Totentanz um das goldenen Kalb "Merkel"!

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juergen mueller:
Das Bemühen um den Erhalt von Streuobstwiesen bzw. das Anpflanzen von alten Apfel- u. Kirschsorten darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass es Obstbauern schwer haben, sich gegen Auslandsimporte und damit Preisschwund eigener Produkte zu behaupten. Die Pflege von Apfel-, Kirsch-, Pflaumenplantagen ist mit einem erheblichen Aufwand verbunden, der in keinem Verhältnis zum finanziellen Nutzen steht. Desweiteren sind oft Nachwuchsprobleme der Grund, dass aus Obstanbauflächen reine Ackerflächen werden, was sich wiederum ökologisch negativ auf die Artenvielfalt der Insektenpopulation (Bienen, Hummeln etc.) niederschlägt. Wie man es dreht oder wendet, es ist nichts mehr so wie es früher einmal war.
juergen mueller:
Ob Veranstaltung SPD "Was nun", Neujahrsempfang in gemütlicher Runde, kontroverse Debatten etc., die immerwährenden Durchhalteparolen, Erneuerungswünsche, Selbstlobhudelei und Wortspielchen "Auf vielen Wegen zum Erfolg" täuschen nicht darüber hinweg, dass sich die SPD selbst abschafft. Selbstlob stinkt bekanntlich und das scheinen diverse sogen. Gastredner noch nicht verinnerlicht zu haben. Von den ersten Anzeichen abgesehen, die nach der verheerenden Wahlschlappe zu früh von Herrn Schulz hinaus posaunten Worte "Mit uns keine Große Koalition mehr, Wir gehen in die Opposition", das darauf folgende Einknicken waren weitere Anzeichen dafür, dass die Ära einer großen Partei faktisch keinen Bestand mehr haben wird und in der Folge die Zeit für eine grundlegende Erneuerung gekommen ist. Herr Pilger hat letztlich noch den Aufsprung auf den lukrativen Bundestagszug für weitere 4 Jahre geschafft, was ihm ebenso lukrative Ruhestandsbezüge (wofür 8 Jahre als MdB nötig sind) gewährleistet.
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