Kirmes wird in Hundsdorf

Auf der Kirmes wird um die Wette genagelt

Männer und Frauen kämpfen um die Wanderpokale – Geselliges Treiben an zwei Tagen vor dem Gemeindehaus

08.08.2017 - 10:29

Hundsdorf. Ganz allein steht der Kirmesbaum im Ort. Von dem, wofür er aufgestellt wurde, kriegt er nur wenig mit. Die Kirmes wird mittlerweile an der alten Schule, dem Hundsdorfer Gemeindehaus gefeiert. Da tobt das Leben, bewirten die Mitglieder der Kirmesgesellschaft ihre Gäste am Bierbrunnen und an den Tischen, sogar die Imbissbude wird in diesem Jahr mit eigenen Leuten bewirtschaftet. Christian Köster ist Vorsitzender der Kirmesgesellschaft Hundsdorf. Er sagt: „Wir sind seit 44 Jahren Veranstalter der Kirmes in Hundsdorf. Mit unseren aktuell zwölf Mitgliedern stemmen wir diese Veranstaltung in diesem Jahr.“ Und das gelang den zwölf Hundsdorfer Kirmesleuten auch in diesem Jahr wieder ausgesprochen gut. Respekt, wenn es einer so überschaubaren Zahl von aktiven Vereinsmitgliedern gelingt, eine zweitägige Veranstaltung mit so vielen Gästen auszurichten. „Vier Bier, zwei Radler, eine Limonade“, wird Christian Köster während des Gesprächs mit BLICK aktuell zugerufen. Sofort gibt er die Bestellung am Bierbrunnen in Auftrag und liefert sie innerhalb kürzester Zeit aus.


Nagelturnier als Highlight


Eine kleine Attraktion der Hundsdorfer Kirmes ist das Nagelturnier. Hier geht es darum, mit der Spitze des Hammers einen Nagel möglichst ohne viele Fehlschläge in einen aufgestellten Baumstamm einzuschlagen. Zumindest so schnell, dass der eigene Nagel schneller als der der Mitbewerber im Holz versenkt wird. Der Gewinner des Wettbewerbs - Männer und Frauen treten in getrennten Klassen an – wird mit dem Wanderpokal der Hundsdorfer Kirmesgesellschaft belohnt. Vorsitzender Köster sagt: „Der Wanderpokal wird tatsächlich heute Abend zum 20. Mal ausgespielt. Wir hatten im vorigen Jahr die besondere Situation, dass jemand von außerhalb des Dorfes den Pokal gewann. Deshalb ist es natürlich der Ehrgeiz der Hundsdorfer Jugend, dass der Pokal am heutigen Samstagabend wieder in den Ort zurückkommt.“ Sage und schreibe 30 Teilnehmer hatte der Hundsdorfer Kirmes-Nagelwettbewerb in diesem Jahr. Das führt logischer Weise dazu, dass bis zum Ende des Wettbewerbs einige Zeit vergeht. KG-Vorsitzender Christian Köster rechnete auch in diesem Jahr mit einer Zeit von zwölf oder ein Uhr nachts bis zum Ende des Nagelwettbewerbs und Verkündigung der Sieger.


Stimmung beim Frühschoppenkonzert


Am Sonntag, nach der anstrengenden Samstagnacht, spielte der Musikverein Haiderbach zur Unterhaltung der Hundsdorfer Kirmesgäste ein Frühschoppenkonzert. „Eigentlich ist das nichts anderes als eine gemütliche kleine Dorfkirmes“, sagt Köster. Dafür ist seinen Mitstreitern aber kein Aufwand zu groß. Im Imbisswagen gibt es zum Beispiel selbst gemachte Currysauce zur Wurst und am Sonntag einen leckeren Aschenbraten. Von so tollen Angeboten fühlen sich auch immer wieder Gäste von außerhalb angezogen, so in diesem Jahr ein älterer Jahrgang der Kirmesgesellschaft Ransbach-Baumbach, der im vereinseigenen Outfit in Hundsdorf mitfeierte. Zur Kirmeseröffnung bekommen die Hundsdorfer immer Unterstützung von der örtlichen Brauerei, die den Gerstensaft für den traditionellen Faßanstich spendiert. Das Gebräu zum Fließen bringen müssen dann Ortsbürgermeister Eckhard Niebich und der Vorsitzende der Kirmesgesellschaft. Er steht seit 14 Jahren an der Spitze seines Vereins. Jochen Conrad, ein gebürtiger Hundsdorfer, übernimmt am Kirmes-Samstagabend die Funktion des DJs und die Moderation des Nagelwettbewerbs.

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Kommentare
Thomas Schäfer :
Schade, dass der Verlag diese und andere als Leserbriefe eingesandten Lesermeinungen der gedruckten Ausgabe vorenthalten hat ??
Jürgen Scholten:
Was ich noch vergessen habe !!! Traurig das ein Personalratsvorsitzender solche Kommentare ab gibt !!! Das zeugt von einer großen Voreingenommenheit !!!
Jürgen Scholten :
Sorry dürfte ich mal wissen welche Parteibücher die Herrn haben die diese Kommentare ab geben ??? Unter der Gürtellinie !!!!

Ein Fest, das seinesgleichen sucht

Christian Döpgen:
Handgemachtes von der Firma LivingWood aus Zell (Mosel) www.living-wood.net
juergen mueller:
Warum wurde nicht bereits VOR der Bauphase daran gedacht, dass SAND als Untergrund den Anforderungen eines LKW-Anlieferung- sowie z.B. Müllwagen-Verkehrs (26 Tonnen) nicht standhält? Warum ist der SPD-Altstadt-Mitte bei ihren Begehungen (auch der Kornpfortstrasse während der wochenlangen Bauphase) dieser Makel, dessen Beseitigung nun wiederholt Steuergelder kosten soll, nicht aufgefallen? Eine Schuldzuweisung alleine zu Lasten der Verwaltung oder der ausführenden Baubehörde erscheint mir hier als zu einfach gedacht.
juergen mueller:
Die Aussage der Verwaltung u. die (zu)späte Feststellung der SPD-Altstadt-Mitte, die Pflasterung der Kornpfortstrasse vertrage den LKW-Verkehr nicht, spricht Bände. Hat die Verwaltung etwa geglaubt, die Warenanlieferung erfolgt mit der Sackkarre? Was ist mit der wöchentlichen Leerung der Mülltonnen mit einem 26-Tonner? Wenn der SPD-OV-Mitte schon anprangert - FRAGE: "Warum ist hier nicht schon während der monatelangen Bauphase aufgefallen, dass SAND NICHT als LKW-tragfähiger-Untergrund geeignet ist, was jedes Kind bereits weiß? Wozu dann die wöchentliche Begehung der Altstadt(straßen),wenn so etwas nicht auffällt? Die Kornpfortstrasse ist in ihrer GESAMTHEIT NICHT gelungen, wenn neben einer ansehnlichen Oberfläche ein tragbarer Untergrund für die normalen Dinge des Lebens fehlt, Dinge, die es nun einmal mit zu berücksichtigen gilt, wenn man solche Bauvorhaben durchführt. Der Verwaltung die Schuld zuzuschieben an etwas was man mit verbockt hat ist zu einfach aber eben Politik
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