„teil´ Zeit“ - Neues Angebot im Rahmen der „Frühen Hilfen“

Den Alltag ein kleines Stück begleiten

Den Alltag ein kleines Stück begleiten

Iris Emmerich, Leitung der Katholischen Familienbildungsstätte; Melanie Hellmann, pädagogische Mitarbeiterin der FBS und Koordinatorin teil´ Zeit; Mona Simon, Koordinatorin „Frühe Hilfen“ der Stadt Mayen; Sandra Dietrich-Fuchs, Bereichsleitung des Stadtjugendamtes (v.l.). Foto: privat

21.04.2017 - 16:07

Mayen. Die Bereichsleitung des Stadtjugendamtes, Sandra Dietrich-Fuchs und die Koordinatorin für „Frühe Hilfen“ der Stadt Mayen, Mona Simon, haben ein neues Angebot „teil´ Zeit“ angestoßen, welches von der Katholischen Familienbildungsstätte Mayen e.V. umgesetzt wird. „teil` Zeit“ ist ein ehrenamtliches Unterstützungsangebot für werdende Eltern und Familien mit Kindern im ersten Lebensjahr. „Die Grundidee dieses Angebotes ist es, ein individuelles, aufsuchendes und kostenfreies Unterstützungsangebot für alle Familien in und um Mayen zu schaffen“, so Melanie Hellmann, Mitarbeiterin der Familienbildungsstätte und Koordinatorin des Angebotes. Gesellschaftliche Veränderungen wie der demografische Wandel, Flexibilität im Beruf und damit einhergehende Wohnortwechsel sowie sich verändernde Familiensysteme haben zur Folge, dass nicht jede Familie „Helfer“ wie Oma/Opa, Freunde, Nachbarn, et cetera zur Verfügung hat. Jedoch bringt die Geburt eines Kindes in vielen Familien gerade im ersten Lebensjahr einige, oft auch unerwartete, Veränderungen mit sich. Hier soll „teil´ Zeit“ wirksam sein und unkompliziert den Alltag ein kleines Stück begleiten. Ehrenamtliche kommen ein bis zweimal pro Woche zu den Familien nach Hause, um sie vor Ort zu unterstützen. So gehen sie zum Beispiel mit dem Baby spazieren oder bewachen den Schlaf, während sich die Mutter/ der Vater etwas Gutes tun. Sie betreuen das Neugeborene, damit Mutter oder Vater zum Beispiel schlafen, duschen oder einkaufen kann.

Auch begleiten sie einen Arztbesuch, spielen mit dem Geschwisterkind oder unterstützen Zwillingseltern. Das Angebot ist für jede Familie gedacht, unabhängig von Konfession, Herkunft und Einkommen, die sich subjektiv hilfsbedürftig fühlt (Schlafmangel, Erschöpfung, fehlende Familienmitglieder oder Freunde, sich alleine fühlen, Mehrlingsgeburt, Frühgeburt, Trennung und so weiter). Die Ehrenamtlichen unterstützen dort, wo sie mit ihrer Zeit und ihrer Lebenserfahrung helfen können. Dabei können sie sich ihr Engagement zeitlich flexibel einteilen. Sie haben Freude und Sicherheit im Umgang mit Kindern, sind einfühlsam, zuverlässig und verschwiegen. Der Unterstützungsbedarf wird vorab in einem Erstgespräch mit der Koordinatorin und dem ehrenamtlichen Helfer besprochen. „Wichtig ist, dass diese ehrenamtliche Hilfe kein Ersatz für Hebammen, Familienhebammen, sozialpädagogische Fachkräfte, Haushaltshilfen oder Babysitter ist und lediglich als Ergänzung verstanden werden kann“, erklärt Frau Emmerich, Leitung der Familienbildungsstätte. Mit „teil´ Zeit“ soll eine Anlauf- und Vermittlungsstelle für junge Familien mit Kindern im ersten Lebensjahr, geschaffen werden, die sich punktuelle Unterstützung durch einen ehrenamtlichen Helfer wünschen.

Wer sich als ehrenamtlicher Helfer engagieren oder weitere Informationen zu „teil´ Zeit“ haben möchte, wendet sich an die Familienbildungsstätte, Melanie Hellmann, Tel. (0 26 51) 68 00 oder hellmann@fbs-mayen.de.

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Uwe Klasen:
Es sprach am Wahlabend, Mister 100%, Martin Schulz von einem „schweren und bitteren Tag für die deutsche Sozialdemokratie“ und versicherte, es werde keine Fortsetzung der Großen Koalition mit der Union geben, jedenfalls nicht mit ihm und nicht mit Angela Merkel. Wenn die SPD-Genossen noch einen Rest an Glaubwürdigkeit vermitteln möchten, dann muss eine GroKo abgelehnt werden! Denn das, was derzeit stattfindet, ist doch nur noch ein Totentanz um das goldenen Kalb "Merkel"!
Claus:
"Dabei legte der Bürgermeister auch dar, warum die VG-Weißenthurm einen solchen Aufschwung hat." Letztlich immer noch deshalb, weil man sich bei der Einrichtung des Gewerbegebietes nichts um die Bedenken aus Koblenz (und auch nicht unbedingt was um das geltende Recht, Planverfahren und so...) geschert hat. Damit hat man den Grundstein für die finanzielle Situation der heutigen Verbandsgemeinde gelegt, vielleicht nicht ganz fair, aber auf jeden Fall erfolgreich.
Claus:
Eine sehr schöne Idee, mal so einen Rückblick mit eher regionalen/lokalen Persönlichkeiten zu füllen. Welche ehemaligen Stars gehen mussten, kommt in zig Sendungen und Zeitungen vor. Der gesellschaftliche Nutzen der hier genannten ist wahrscheinlich noch höher zu bewerten. Danke dafür.
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