Narren stürmten das Rheinbacher Rathaus

Die Prinzessin verhandelte clever

Astrid I. kürzte die Kampfhandlungen mit einem unwiderstehlichen Angebot an den Stadtchef ab

13.02.2018 - 11:54

Rheinbach. Es war ein imposantes Bild, als am Karnevalssamstag bei strahlendem Wetter die Karnevalsvereine der Stadt Rheinbach mit ihren Mitgliedern und Tollitäten auf dem Vorplatz des Rathauses einzogen. Begleitet von ihren Musikzügen kamen die Stadtsoldaten Rheinbach, der NCR Blau-Gold, das Karnevalskomitee Blau-Weiß, der Närrische Schornbusch, die Gro-Rhei-Ka Prinzengarde, die Karnevalsvereine aus Merzbach, Hilberath, Wormersdorf, Queckenberg, Oberdrees und der Prinzenklub Groß-Rheinbach, um das Rathaus zu erobern.

Angeführt wurden die Narren von den Tollitäten der Kernstadt, Prinzessin Astrid I. und dem Kinderprinzenpaar Emma I. und Amira I. Unterstützt wurden sie von den Tollitäten aus Wormersdorf mit Prinz Dirk III., Bauer Zappes I., Jungfrau Tonia I. und Kinderprinzessin Johanna II. Aus Queckenberg waren Prinz Johannes I., Bauer André I. und Seine Lieblichkeit Dominika I. zum Rathaus gekommen.


Kanone war bereits in Stellung gebracht


Die Wortführung auf der Erobererseite, und in Vertretung des Kommandanten der Stadtsoldaten Willi Hohn, übernahm dessen Stellvertreter Rainer Thelen, nachdem die Kanone von der Infanterie in Stellung gebracht worden war. An seiner Seite hatten sich die Kommandanten Dieter Bückmann vom NCR Blau-Gold, von der Gro-Rhei-Ka Lars Klier, vom Karnevalskomitee Blau-Weiß Sigrid Wirsberg und Peter Kochems vom Närrischen Schornbusch untergehakt, um gemeinsam zu schunkeln.

Auf dem Balkon des Rathauses standen die Verteidiger in Position, vorneweg Bürgermeister Stefan Raetz, als Panzerknacker kostümiert, mit seinen Vertretern Claus Wehage und Kalle Kerstholt. Als Gast war General Wolfgang E. Renner mit dabei, leider zum letzten Mal, da er im März zu einer anderen Dienststelle wechseln wird. Auch der Landtagsabgeordnete Oliver Kraus gesellte sich zu den Verteidigern. „Ihr könnt ruhig stürmen. In der Kämmerei bitte einzeln eintreten, da dort sowieso nichts zu holen ist“, frotzelte Raetz.

Die Musikzüge spielten zum Tanz der Tollitäten auf, sodass es ganz neue Paarkombinationen gab. Auch galt es nun für die Verteidiger auf dem Rathausbalkon, ein Gebot der Kernstadt-Prinzessin zu erfüllen. Die Kommunalpolitiker mussten von Balkon herunter das Lied „Zehn Liter Kölsch“ singen. Schön klingt anders, aber Astrid I. war mit dem Ergebnis leidlich zufrieden.

Dann sollten die närrischen Waffen zum Einsatz kommen. Aber außer einem Schuss aus der Kanone war nicht viel zu vernehmen. Plötzlich gab es in den Verhandlungen um die Rathauserstürmung ganz neue Vorschläge. Prinzessin Astrid bot ihrem Vorgesetzten und Chefverteidiger Bürgermeister Stefan Raetz an, in den nächsten Stunden der Prinz an ihrer Seite zu sein. Raetz fand dieses Angebot so verlockend, dass er sich spontan den Stadtschlüssel schnappte und den Balkon im Laufschritt verließ, um den Schlüssel an die Prinzessin zu übergeben. Als Dankeschön tanzte Raetz zur Musik der Musikkapellen einen flotten Tanz mit der Prinzessin. Dies war die erste kampflose Eroberung des Rathauses, die durch einen cleveren Deal der Prinzessin zustande kam.

Auf dem Balkon angekommen mahnte Prinzessin Astrid I., dass alle ihren Teller leer essen sollten, damit schönes Wetter während des Veilchendienstagszuges herrsche.

„Ich habe einen roten Gas-Luftballon geschenkt bekommen, der in meinem Büro in der Verwaltung an der Decke hängt. Ich gebe meine Regentschaft erst auf, wenn dieser von allein herunter kommt“, scherzte die Prinzessin.

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Kommentare
Christoph Wagner:
Gute Sache!
Andreas Nöthen:
Die ewig gestrigen dürfen nicht gewinnen. Die Aussage eines Dr. Fleischer der Marktplatz sei belebt genug ist dumm und hat mit städtischer Entwicklung nun gar nichts zu tun. Diese im Fernsehen von Fleischer geäußerte Meinung ist kontraproduktiv. Der Marktplatz kann nach meiner Meinung nicht belebt genug sein. Dies zum Wohle aller Bürger und so ist der "Fleischer Beitrag" mehr als nur zu vernachlässigen. Genau die Leute, die in anderen Städten die Ratsstuben bewundern wollen sie in Mayen nicht und lehnen Investoren ab um die sich jede andere Gemeinde wohl ein Bein ausreißen würde. Wer soll denn dies verstehen.
juergen mueller:
Ich finde es gut, dass es so etwas wie die AG-60-Plus gibt und damit ältere Menschen (wie auch meine Wenigkeit), die ihr politisches Interesse offen aufzeigen, auch wenn man einen Tagesordnungspunkt wie GroKo (mit berechtigten Bauchschmerzen) nur "abhaken" kann. Bauchschmerzen sind angesagt, wenn man sich den Koalitionsvertrag mit seinen über 170 Seiten einmal reingezogen hat, in dem das Wörtchen "SOLLEN" gleich hundertfach vorkommt, denn ... SOLLEN ... heisst NICHT WOLLEN, sondern nur, dass man beabsichtigt oder in Erwägung zieht, dass es so umgesetzt wird wie es "gesollt" wurde. Was letzten Endes für UNS dabei positiv herauskommt, dürfte nicht so wichtig gewesen sein, sondern nur, dass es zu einer Regierungsbildung und natürlich zu einer Verteilung lukrativer, politischer Posten gekommen ist. Letzten Endes ging es nur um ein Kämpfen gegen Verlust von Amt u. Mandat, von Posten, Diäten, Bezüge, von Macht, Anerkennung u. (vermeintlichem) Ansehen. Alles andere ist blauäugiges Denken.
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