„Weihnachten im Schuhkarton“ startet in die 22. Saison

Durch Schuhkarton vom Waisenkind zur Hoffnungsbotin

Durch Schuhkarton vom
Waisenkind zur Hoffnungsbotin

13.10.2017 - 15:00

Mayen. Wie ein Schuhkarton das Leben eines Mädchens auf den Kopf gestellt hat, erzählt beispielhaft die Geschichte von Margarita aus Weißrussland. Bereits als Baby wurde sie von ihrer Mutter verlassen und wuchs im Waisenheim auf. Dort kommt sie mit „Weihnachten im Schuhkarton“ in Berührung und erfährt zum ersten Mal Liebe und Hoffnung in ihrem Leben. Heute hat sie einen festen Job, eine Familie und ist für viele zu einem Hoffnungsträger geworden. Seit über 20 Jahren werden Kinder wie Margarita weltweit durch die jährliche Geschenkaktion „Weihnachten im Schuhkarton“ erreicht. Auch in diesem Jahr ruft der Träger der Aktion, das christliche Werk Geschenke der Hoffnung, wieder dazu auf, mit einem Geschenkkarton mehr als einen Glücksmoment für bedürftige Kinder zu bewirken. Die Päckchenspenden können bis zum 15. November auch an vielen Annahmestellen in Mayen und Umgebung abgegeben werden. „Der Grundgedanke der Aktion ist es, durch einen einzelnen Schuhkarton Glaube, Hoffnung und Liebe für Kinder rund um den Globus greifbar zu machen“, fasst Gabriele Lippoldt zusammen. Verteilt werden die Päckchen in diesem Jahr unter anderem in der Ukraine, Serbien, Montenegro und der Mongolei.

Überreicht werden sie von Kirchengemeinden unterschiedlicher Konfessionen, die dafür extra geschult werden und ein Berichtswesen einhalten müssen. „Viele der Jungen und Mädchen wachsen unter schwierigen Lebensbedingungen auf. Ein liebevoll gepackter Schuhkarton ist für sie häufig nicht nur das erste Weihnachtsgeschenk ihres Lebens, sondern vermittelt den Kindern auch das Gefühl von echter Zuneigung und Hoffnung.“ Darüber hinaus ermöglichen zusätzliche Angebote der lokalen Verteilpartner den Kindern und ihren Familien, mehr über den christlichen Glauben zu erfahren. „Oft entstehen durch diese Angebote persönliche Beziehungen, aus denen die Familien Ermutigung und Kraft schöpfen können. Manche Orte haben sogar neue Initiativen gegründet, die bedürftige Familien auch über die Weihnachtszeit hinaus mit lebensnotwendigen Dingen, wie Nahrung, Kleidung und Schulbildung, versorgen“, berichtet Lippoldt. Es gäbe inzwischen viele Berichte von jungen Erwachsenen, deren Leben durch „Weihnachten im Schuhkarton“ eine positive Wendung erfuhr.


Jeder kann mitmachen!


Mitmachen ist ganz einfach: Nach Möglichkeit acht Euro pro beschenktes Kind zurücklegen – damit wird die Durchführung der Gesamtaktion finanziert. Deckel und Boden eines Schuhkartons separat mit Geschenkpapier bekleben. Das Päckchen mit neuen Geschenken für einen Jungen oder ein Mädchen der Altersklasse zwei bis vier, fünf bis neun oder zehn bis 14 Jahren füllen. Bewährt hat sich eine Mischung aus Kleidung, Spielsachen, Schulmaterialien, Hygieneartikeln und Süßigkeiten. Packtipps und Hinweise, was nicht eingepackt werden sollte, sind im Flyer zu finden, der über die Webseite der Aktion bestellt und heruntergeladen werden kann, aber auch in vielen Geschäften in der Region ausliegt. Dann rechtzeitig zur nächstgelegenen Abgabestelle bringen. Alle Informationen erhält man unter www.weihnachten-im-schuhkarton.org oder der Hotline (030) 76 883 883. Wer die Aktion finanziell unterstützen möchte, findet auf der Webseite des Vereins ein sicheres Online-Spendenformular oder kann klassisch per Überweisung spenden: Geschenke der Hoffnung, IBAN: DE12 3706 0193 5544 3322 11, BIC: GENODED1PAX, Verwendungszweck: 300500/Weihnachten im Schuhkarton.


Auch Sachspenden sind gefragt


„Wer es zeitlich nicht schafft, einen eigenen Schuhkarton zu packen, darf uns auch Sachspenden zur Verfügung stellen, mit denen wir weitere Schuhkartons füllen können“, sagt Lippoldt. „Wir freuen uns auch über Personen, die die Aktion finanziell unterstützen, ganz gleich, ob sie das mit einem Euro tun oder einen ganzen Transport mit tausenden Schuhkartons finanzieren können.“ Seit 1993 wurden im Rahmen der globalen Aktion „Operation Christmas Child" bereits über 146 Millionen Kinder erreicht. Allein 2016 gingen fast 11,5 Millionen Päckchen auf die Reise. Im deutschsprachigen Europa wurden im Jahr 2016 rund 400.000 Geschenkpakete gesammelt, die vorwiegend in Osteuropa verteilt wurden. Mayener und viele Menschen aus der Umgebung packten 2016 insgesamt 1351 Schuhkartons. Lippoldt hofft, dass sich auch dieses Jahr viele Bürger, Unternehmen, Schulen, Kitas und Kirchengemeinden motivieren lassen, sich an der Aktion zu beteiligen.


Über „Weihnachten im Schuhkarton“


„Weihnachten im Schuhkarton“ ist Teil der internationalen Aktion „Operation Christmas Child“ des christlichen Hilfswerks Samaritan’s Purse. Träger im deutschsprachigen Raum ist das christliche Werk Geschenke der Hoffnung. Im vergangenen Jahr wurden weltweit rund 11,5 Millionen Kinder in etwa 100 Ländern durch die Aktion erreicht. Die Abgabestellen in diesem Jahr sind: Gabriele Lippoldt, Golostraße 12, 56729 Ettringen (02651) 9519 172, Heike Konrath, Keltenstraße 5, 56332 Alken (026605) 4 27, Bäckerei Lenartz (ehemals Meid), Hinter Burg 21, 56727 Mayen, Praxis Dr. Mercier, Am Streite 3, 56729 Nachtsheim, Steffi Adolph, Netterweg 5, 56745 Hausten (02655) 738 244, Medlon Fitness und Physiotherapie, Marktplatz 32-34, 56727 Mayen, Eveline Matyssek, Brunnenstraße 16, 56751 Gering, Dr. med. dent. Andreas Gödeke, Klöppelstraße 30-32, 56751 Polch, Föhr, Auf der Krejuhl 8, 56332 Hatzenport, Sascha und Diana Bamberg, Nettetalstraße 14, 56745 Weibern, Auf Buschacker 12, Gaby Schaefer, Hinter der Kirch 10, 56767 Uersfeld, (02657) 17 12 und Julia Weinecke, Lavastraße 3, 56743 Mendig, (02652) 5579 997.

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Kommentare
Anita Wagner:
1. Street Food Festival in Remagen, was für eine Enttäuschung. Statt kulinarischer Vielfalt das ewig gleiche Einerlei von Kirmes-Fressbuden. Schade.
Bernardy Alain:
War letztes Jahr selber Praesent ,habe die 100 km absolviert und kann nur sagen absolut Klasse und ne super Organisation ,Strecke war gut markiert und fabelhafte Leute unterwegs kann nur sagen Top Frank und an alle deine Helfer die sich viel Muehe geben diesen Marsch reibungslos ueber die Buehne zu kriegen
juergen mueller:
Da wird sich jetzt festgebissen an der Causa Hofmann-Göttig. Das Vorgehen von Kurt Beck wird bezeichnet als der geltenden Rechtslage entsprechend, bei der es einen "weiten" Ermessensspielraum gebe. Wer macht es möglich - die Politik. Bei alldem scheint man zu vergessen, dass ein solcher Ermessensspielraum jedem offensteht, der politisch tätig ist, wie z.B. Stadtratsmitgliedern seiner Partei oder wie der der CDU, die auch ihre Ämter/Mandate als Aufsichtsrats- oder Vorstandsmitglieder in Gremien inne haben, davon profitieren u. nutzen ziehen. Wenn ich lese, dass die SPD-Stadtratsfraktion eines ihrer Mitglieder als Ehrenamtmann durch u. durch bezeichnet u. auszeichnet, dann frage ich mich, wie passt dessen Äusserung dazu:"Wenn ich meine Zeit schon opfere, will ich die auch bezahlt haben!" - u. sich damit selbst entlarvt hat. Jede politische Tätigkeit hat ihre Geschmäckle u. wer immer wieder auf sein angebliches soziales Engagement als Volksvertreter hinweist, der lügt.
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