Agentur für Arbeit Montabaur

Durch gezielte Förderung neue Fachkräfte gewinnen

Hohe Beschäftigung und niedrige Arbeitslosigkeit: Bilanz des Jahres 2016

07.01.2017 - 10:06

Westerwaldkreis/Rhein-Lahn-Kreis. Am regionalen Arbeitsmarkt hat sich 2016 die positive Entwicklung fortgesetzt und gefestigt. Die Zahl der Menschen ohne Arbeit nahm im Jahresverlauf stetig ab, während die Beschäftigung zunahm. Im Durchschnitt waren im Bezirk der Agentur für Arbeit Montabaur – das sind der Westerwald- und der Rhein-Lahn-Kreis – 6.488 Menschen ohne Job gemeldet. Der Mittelwert der Arbeitslosenquote lag bei 3,7 Prozent. Gegenüber 2015 bedeutet das einen Rückgang um 703 Personen bzw. 0,4 Prozentpunkte. Zum Stichtag 30. Juni 2016 (das ist der aktuellste Wert) waren 96.770 Männer und Frauen sozialversicherungspflichtig beschäftigt; das ist ein Plus von 1.255 Personen bzw. 1,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal.

„Unser Blick ins neue Jahr ist optimistisch“, sagt Madeleine Seidel, Leiterin der Agentur für Arbeit Montabaur. „Die jüngste Regionalprognose des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (iab) geht davon aus, dass die Arbeitslosigkeit 2017 um 3,1 Prozent sinkt und die Beschäftigung um 1,1 Prozent wächst. Das ist erfreulich, bedeutet jedoch auch, dass die zentralen Herausforderungen größer werden, denen wir gemeinsam mit unseren Netzwerkpartnern am Arbeitsmarkt begegnen: Wie bringen wir auch Menschen in Arbeit, die Handicaps und Defizite mitbringen? Welche Potenziale können wir erschließen, um die Fachkräfte zu sichern, die die Wirtschaft so dringend braucht?“

Ein Weg, den die Agentur erfolgreich beschreitet, führt über Qualifizierung. Nicht zuletzt dank gezielter Förderung konnte die Zahl der Langzeitarbeitslosen um 11,7 Prozent gesenkt werden – von durchschnittlich 1.897 Personen im Jahr 2015 auf 1.676 Personen im Jahr 2016. „Noch immer stellt diese Gruppe ein Viertel aller Arbeitslosen, und sie bleibt daher im Fokus“, erklärt die Agenturleiterin. Auch die intensive Beratung und Unterstützung Schwerbehinderter werde fortgeführt: „Beeinträchtigte Menschen sind gerade in der heutigen Zeit in der Lage, die erwartete Leistung am Arbeitsplatz zu erbringen. Die moderne Technik und eine entsprechende Organisation schaffen die Basis dafür.“

Arbeit und einen Verdienst zu haben bedeutet nicht nur finanzielle Eigenständigkeit und Sicherheit, sondern auch soziale Teilhabe. „Dies ist besonders wichtig für die vielen Menschen, die zu uns geflüchtet sind“, betont Madeleine Seidel. „In der ersten Phase stand der Spracherwerb im Vordergrund, und wir konnten auch schon gute und ermutigende Integrationserfolge erzielen. 2017 bleibt die Integration der Flüchtlinge ein zentrales Thema. Hier streben die Agentur für Arbeit und die Jobcenter eine noch engere Kooperation mit Arbeitgebern an. In diesem Modell kann auch während einer Beschäftigung gefördert werden.“

Eine Personengruppe konnte die ohnehin niedrige Arbeitslosigkeit noch unterschreiten: Die unter 25-Jährigen kommen auf eine Arbeitslosenquote von 2,7 Prozent (Vorjahr: 2,9 Prozent). Durchschnittlich 532 Angehörige dieser Altersklasse waren 2016 ohne Beschäftigung, gegenüber 2015 ist dies ein Rückgang um 58 Personen oder 9,8 Prozent. Junge Menschen, die nach der Schule in ein erfolgreiches Berufsleben starten möchten, haben beste Chancen – zumal, wenn sie sich für eine „klassische Lehre“ entscheiden. „Der Ausbildungsmarkt hat sich zum Bewerbermarkt gewandelt und bietet viele attraktive Perspektiven“, sagt Madeleine Seidel. Die Agenturchefin weiß jedoch, dass nicht jeder Jugendliche optimale Voraussetzungen mitbringt. Und sie kennt die Sorgen der Unternehmen, die oft nur mit Mühe den Azubi findet, der ihrem Anforderungsprofil entspricht. Damit beide Seiten zueinander finden, bietet die Arbeitsagentur vielfältige Unterstützung an – darunter die assistierte Ausbildung mit intensivem und individuellem Coaching.

Auch 2016 war der Arbeitsmarkt in lebhafter Bewegung: 27.952 Personen meldeten sich arbeitslos; auf der anderen Seite wurden 28.787 Abmeldungen aus Arbeitslosigkeit verzeichnet. Die Nachfrage nach Arbeitskräften hat sich 2016 erneut verstärkt. Darin spiegelt sich einmal mehr der wachsende Fachkräftebedarf. Von Januar bis Dezember meldeten die Unternehmen dem gemeinsamen Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit Montabaur und der beiden Jobcenter Westerwald und Rhein-Lahn 9.318 Stellen, die zumeist sozialversicherungspflichtig, unbefristet und zeitnah zu besetzen waren. Das ist im Vergleich zum Vorjahr ein Anstieg um 457 Jobangebote oder 5,2 Prozent. Noch stärker, sprich um 335 Stellen bzw. 13,5 Prozent erhöhte sich der Bestand an Stellen: im Jahresmittel 2015 waren es 2.824.

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Kommentare
Gudrun Freier:
Schön, dieser Bericht von dem großen Ereignis
Michael Daum:
Es ist wirklich unfassbar! Jetzt wo das bestellte Gutachten nicht das erhoffte Ergebnis zeigt, ist es plötzlich nicht aussagekräftig bzw. war nicht umfangreich genug. Da man sich ja offenbar so in die alternativlose Einschätzung verrannt hat, dass Bad Breisig ohne Therme nicht vorstellbar ist, fragt man sich doch, warum man dann Geld (ich meine mal etwas von 30.000€ gelesen zu haben) für ein Gutachten verschwendet. Offenbar sind nur Gutachten, die die eigene Weltsicht unterstützen, ordentliche Gutachten. Und wenn die Ergebnisse erst dann vorliegen, nachdem die Weichen für eine Sanierung schon gestellt sind, spricht das auch für sich. Eine merkwürdige Einstellung und sicherlich eine gute Erklärung für die vielen Probleme der Stadt. Wenn man auf die hohe Lebensqualität in der Stadt abstellt, so sollte man vielleicht auch mal darlegen, wie man diese auf lange Sicht zu finanzieren gedenkt. Leider ist die Enteignung der Bürger über immer höhere Steuern und Abgaben ja zu einfach.
Uwe Klasen:
Sehr geehrter Herr Müller, vielen Dank dass Sie mit jeder Zeile ihrer Kommentare meinen Eindruck, den ich von ihnen gewonnen habe, bestätigen! Zum Leidwesen der meisten anderen Menschen scheinen Sie sehr Intolerant zu sein und Andersdenkende lieber zu diffamieren anstatt sich mit diesen Menschen auseinanderzusetzen bzw. auch deren Meinung gelten zu lassen!
juergen mueller:
Ich müsste mich eigentlich glücklich schätzen erfahren zu dürfen, dass es Menschen wie Sie gibt, die nie interpretieren, dafür aber aus dem Belehren nicht mehr herauskommen, was wie eine Zwangsjacke sein muss, deren Leben wohl nur aus Sachlichkeit und Objektivität besteht, Menschen, die andere, die nicht Ihre Meinung vertreten, in eine Schublade stecken und ihnen geistige Grundlagen unterstellen, die unsere Demokratie gefährden. Mein lieber Herr Klasen, nehmen Sie es mir nicht übel, aber ich habe mein Leben lang mit Klugscheissern wie Ihnen zu tun gehabt und dies auch noch heil und geistig frisch überstanden u. mir meine persönliche, demokratisch verordnete Gedankenwelt erhalten. Und was mein Recht ist oder nicht, das können Sie selbst in Erfahrung bringen, wenn Sie sich einmal mit dem Wort Demokratie auseinandersetzen. Hierzu interpretiere ich z.B. WIKIPEDIA.
Uwe Klasen:
Her Mueller, Sie interpretieren anstatt sachlich und objektiv zu beurteilen! Es ist ihr gutes Recht ihre Ansichten bzgl. anderen Parteien kund zu tun, aber damit einhergehend ist es NICHT ihr Recht, Andersdenkenden etwas Vorzuwerfen was nicht ihrer persönlichen Gedankenwelt entspricht und dafür noch geistige Konstrukte zu bemühen die in dieser Art und Weise nicht existieren! Von welcher Partei werden die Autos der Mitglieder verbrannt oder die Hauswände ihrer Wohnhäuser (bestenfalls) mit Farbe beschmiert, welcher Partei werden regelmäßig die Büros zerstört? Das solche, undemokratischen (!), Handlungen, die auch auf solch geistigen Grundlagen wie z.B. ihren Kommentaren beruhen, wird die Demokratie MEHR gefährdet als durch die "AfD" oder "Die Linke"! Übrigens, eine direkte Demokratie, wie z.B. die, seit Jahrhunderten, funktionierende und sich daraus immer weiter entwickelnde Schweiz ist, entgegen ihren Ansichten, eine durchaus gute funktionierende Demokratie!
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