Städtische Kindertageseinrichtung Löwenzahn erhält das Kita-Vital-Zertifikat

Ein freudiges Ereignis

Erster Beigeordneter Holger Jung gratuliert dem Team um Monika Kerstholt

Ein freudiges Ereignis

Im Beisein der Löwenzahn-Kinder und zahlreicher Gäste wurde das Kita-Vital-Zertifikat an die städtische Kindertageseinrichtung Löwenzahn übergeben. Foto: Stadt Meckenheim

13.02.2018 - 10:55

Meckenheim-Merl. Das Jahr hat für die städtische Kindertageseinrichtung (Kita) Löwenzahn in Meckenheim-Merl mit einem freudigen Ereignis begonnen. In Anwesenheit des Ersten Beigeordneten der Stadt Meckenheim, Holger Jung, nahm die Leiterin der Einrichtung, Monika Kerstholt, von Dr. Rainer Meilicke, Leiter des Kreisgesundheitsamtes aus Siegburg, das Zertifikat „Kita Vital - Gesunde Kindertagesstätte“ entgegen. „Die Auszeichnung ist eine Bestätigung unserer Arbeit“, resümierte Monika Kerstholt, während Holger Jung die herzliche Gratulation zur Zertifizierung im Namen der Stadt Meckenheim und des Bürgermeisters Bert Spilles überbrachte. „Ich finde es toll, dass Ihr Euch auf den Weg gemacht habt“, sagte der Erste Beigeordnete freudestrahlend. Die Übergabe des Zertifikates stieß auf große Resonanz. Neben dem Ortsvorsteher von Merl, Michael Sell und der Meckenheimer Ehrenbürgerin Erika Meyer zu Drewer hatten sich unter anderem Helmut Thillmann, Vorstandsmitglied des kivi e.V., Norbert Eckschlag, Geschäftsführer des Wahnbachtalsperrenverbandes und Maria Ellenbürger, Fachberatung städtische Kindertageseinrichtungen der Stadt Meckenheim, in der Kita eingefunden. Auch die Ökotrophologin Yasmin Gross, der in der Zertifizierungsphase die Projektleitung oblag, lauschte dem Gesang der Kinder. Diese hießen die Gäste mit drei Liedern willkommen. Im Rahmen der Zertifizierung wurde der Speiseplan der Kita Löwenzahn bewertet, durch Fotos der Gerichte in eine für die Kinder verständliche Form gebracht und ausgehängt. Hier wird auch auf Allergene und Inhaltsstoffe hingewiesen. Die drei Säulen des Kita-Vital-Projektes „Bewegung - Entspannung - Ernährung“ stellten sich als sinnvolle Erweiterung des auf ganzheitliche Förderung angelegten Kita-Konzeptes der Erziehung und Bildung dar. Es bot der Einrichtung die Möglichkeit, neue Erkenntnisse einzuarbeiten und mit dem bisherigen Konzept abzugleichen.


Die Entstehung von Nahrungsmitteln hautnah erlebt


Bei Exkursionen und Ausflügen, die immer mit viel Bewegung verbunden sind, wurden die Kinder mit dem Entstehen von Nahrungsmitteln vertraut gemacht. In der Plantage des Obsthofes Manner konnten die Kinder an einem Patenbaum den Prozess eines Apfels von der Blüte bis zur reifen Frucht verfolgen. Auf dem Milchbauernhof Kasper in Fritzdorf erfuhren die Kinder viel über die Haltung von Kühen und Kälbern. Im Melkstall sahen sie, wie die Milch bei der Kuh gemolken und anschließend in einem Kühltank gelagert wird. Besuche auf weiteren Höfen zeigten den Kindern, wie Kartoffeln gesetzt sowie geerntet und wie Hühner artgerecht gehalten werden.


Räume verwandeln sich in Bewegungsparks


Die bisherige Arbeit der Kita wurde reflektiert und dokumentiert. Weitere gesundheitsfördernde Elemente wurden hinzugefügt. Es befindet sich nunmehr in jeder Gruppe eine Wasserstation, die es den Kindern ermöglicht, jederzeit ihren Durst zu löschen. Angeleitete Bewegungsangebote finden nun regelmäßig statt. Waldtage sind festgeschrieben und Gruppenräume werden zu bestimmten Zeiten in bewegte Räume umgestaltet. Stühle und Tische fungieren als Turnelemente, sodass sich Räume in Bewegungsparks verwandeln. Regelmäßige Entspannungsangebote wurden in den Tagesablauf integriert und den Kindern Entspannungstechniken vermittelt. Die Erzieherinnen nahmen unter anderem an Fortbildungen sowie Workshops teil und erhielten wertvolle Tipps für das Arbeiten mit den Kindern und den Eltern. Beispielhaft sei hier das Einführen einer Kinderkonferenz genannt, bei der auch schon zweijährige Kinder durch die Abgabe von Button und Steinen an Befragungen teilnehmen und so zur Mitbestimmung aufgefordert werden können. Diese Form der Teilhabe wird zukünftig im Kita-Konzept verankert.


Einführung eines Hygienekoffers


Ein weiteres Element der Zertifizierung war die Durchführung einer Gefährdungsanalyse und die Reflexion des Tagesablaufs unter dem Gesichtspunkt der Hygienevorschriften in der Kita. Die im Rahmenplan vorgesehene Einführung eines Hygienekoffers zeigte den Kindern auf, wie wichtig das Händewaschen im Alltag ist und eine grundlegende Maßnahme zur Vermeidung von Krankheiten darstellt. Auch auf die tägliche Zahnpflege legen die Kinder großen Wert.

An die Gesundheit der Mitarbeiterinnen wurde ebenfalls gedacht. Neben dem Beschaffen von ergonomischen Stühlen für die Erzieherinnen wurde ein weiterer U3-Raum mit einem rückenschonenden Wickeltisch ausgestattet.

Maria Ellenbürger stand der Kita während der Zertifizierungsphase aufseiten des Jugendamts der Stadt Meckenheim als Ansprechpartnerin zur Verfügung. Projektleiterinnen in der Einrichtung waren Nadine Ramershoven und Gerlinde Regenhardt. Eine weitere Neuerung in der Kita Löwenzahn steht kurz vor der Einführung. Im Flurbereich wird im Zuge der Kivi-Zertifizierung ein Monitor installiert, auf dem die Eltern demnächst Einblick in den Tagesablauf der Kita erhalten, zeitnah Informationen und Termine publiziert werden und auf Aktionen aufmerksam gemacht wird.


Zum Hintergrund


Das Kreisgesundheitsamt hat gemeinsam mit dem kivi e.V. ein überregional anerkanntes Gesundheitsprogramm auf den Weg gebracht, das Kindertageseinrichtungen, die sich in nachgewiesener Weise besonders um die gesunde Entwicklung der Kinder kümmern und langfristig daran arbeiten, auszeichnet. „Kita Vital“ steht für eine ganzheitliche Gesundheitsförderung, die Gesundheitsressourcen von Kindergartenkindern stärkt und einen positiven Einfluss auf Bildungs- und Entwicklungsprozesse hat. Der zahnärztliche Dienst des Rhein-Sieg-Kreises und die Unfallkasse NRW unterstützen ebenso wie der Wahnbachtalsperrenverband, der das Programm finanziell fördert.

Pressemitteilung der

Stadtverwaltung Meckenheim

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Kommentare
Christoph Wagner:
Gute Sache!
Andreas Nöthen:
Die ewig gestrigen dürfen nicht gewinnen. Die Aussage eines Dr. Fleischer der Marktplatz sei belebt genug ist dumm und hat mit städtischer Entwicklung nun gar nichts zu tun. Diese im Fernsehen von Fleischer geäußerte Meinung ist kontraproduktiv. Der Marktplatz kann nach meiner Meinung nicht belebt genug sein. Dies zum Wohle aller Bürger und so ist der "Fleischer Beitrag" mehr als nur zu vernachlässigen. Genau die Leute, die in anderen Städten die Ratsstuben bewundern wollen sie in Mayen nicht und lehnen Investoren ab um die sich jede andere Gemeinde wohl ein Bein ausreißen würde. Wer soll denn dies verstehen.
juergen mueller:
Ich finde es gut, dass es so etwas wie die AG-60-Plus gibt und damit ältere Menschen (wie auch meine Wenigkeit), die ihr politisches Interesse offen aufzeigen, auch wenn man einen Tagesordnungspunkt wie GroKo (mit berechtigten Bauchschmerzen) nur "abhaken" kann. Bauchschmerzen sind angesagt, wenn man sich den Koalitionsvertrag mit seinen über 170 Seiten einmal reingezogen hat, in dem das Wörtchen "SOLLEN" gleich hundertfach vorkommt, denn ... SOLLEN ... heisst NICHT WOLLEN, sondern nur, dass man beabsichtigt oder in Erwägung zieht, dass es so umgesetzt wird wie es "gesollt" wurde. Was letzten Endes für UNS dabei positiv herauskommt, dürfte nicht so wichtig gewesen sein, sondern nur, dass es zu einer Regierungsbildung und natürlich zu einer Verteilung lukrativer, politischer Posten gekommen ist. Letzten Endes ging es nur um ein Kämpfen gegen Verlust von Amt u. Mandat, von Posten, Diäten, Bezüge, von Macht, Anerkennung u. (vermeintlichem) Ansehen. Alles andere ist blauäugiges Denken.
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