Caritasverband Westerwald-Rhein-Lahn e. V.

Eine Spende, die hoffentlich nie zum Einsatz kommt

Defibrillatoren an Caritas-Einrichtungen in Arzbach und Montabaur übergeben

Eine Spende, die
hoffentlich nie zum Einsatz kommt

Die Caritas-Werkstätten in Montabaur freuen sich über den neuen Defibrillator. Foto: privat

20.03.2017 - 11:19

Montabaur. Über eine Spende der besonderen Art konnten sich jetzt das Caritas-Altenzentrum St. Josef in Arzbach sowie die Caritas-Werkstätten Westerwald-Rhein-Lahn in Montabaur freuen: In beiden Einrichtungen hängen ab sofort Defibrillatoren, die im Notfall zum Lebensretter werden können. Weitere Geräte in anderen Einrichtungen des Caritasverbandes Westerwald-Rhein-Lahn sind bereits in Planung.

Der plötzliche Herztod kann jeden treffen. In Deutschland versterben daran jedes Jahr mehr als 100.000 Menschen. Das sind doppelt bis dreimal so viele wie bei Verkehrsunfällen. Bei rund 85 Prozent aller plötzlichen Herztode liegt anfangs ein Kammerflimmern vor. Hier entscheiden oft wenige Minuten über Leben und Tod. Zum Unterbrechen von Kammerflimmern und anderen lebensgefährlichen Herzrhythmusstörungen eignen sich Elektroschocks. Sie sorgen im Herzen zunächst einmal für Ruhe, indem sie alle Erregungen unterbrechen. Dadurch hat das Herz die Chance, wieder einen geordneten Herzschlag zu beginnen. Und genau das macht der Defi, wie der Defibrillator im Ärztejargon gerne genannt wird.

Jeweils einen solcher „möglichen Lebensretter“ hat die Firma ToMa Marketing GmbH aus Neustadt an der Weinstraße jetzt im Caritas-Altenzentrum in Arzbach sowie in den Caritas-Werkstätten Westerwald-Rhein-Lahn in Montabaur installiert. „Aufgrund der Lage unserer Einrichtung kann es rund 20 Minuten dauern, bis der Notarzt hier ist. Je nach Notfall kann es dann bereits zu spät sein“, betonte Rita Schlageter bei der Übergabe des Defibrillators. „Daher“, so die Leiterin des Arzbacher Caritas-Altenzentrums, „sind wir sehr froh über diese Spende. Wenngleich wir hoffen, dass sie nie zum Einsatz kommen muss.“

Genau so sieht dies auch Martin Sobotta, Betriebsleiter der Caritas-Werkstätten in Montabaur: „Wir haben zwar das Krankenhaus quasi um die Ecke, aber in unseren Werkstätten sind tagtäglich viele Menschen unterwegs. Bei einem Notfall entscheiden wenige Minuten, daher sind wir sehr froh, dass unsere Einrichtung ab sofort über einen eigenen Defibrillator verfügt.“

Die Firma ToMa hat die Defibrillatoren nicht nur installiert, sondern übernimmt im Rahmen ihrer Kampagne „Kampf dem Herztod“ künftig auch kostenlos alle notwendigen Wartungen der Geräte. Finanziert wird die Lebensrettungs-Kampagne durch regionale Unternehmen, die sich auf einer Notfalltafel präsentieren, die direkt neben den Defibrillatoren angebracht ist. Angst, beim Einsatz des Defi etwas falsch oder gar schlimmer zu machen, muss übrigens niemand haben, wie Manfred Teschendorf von der Firma ToMa erläuterte. „Das Gerät spricht mit dem Benutzer. Ruhige, klare Sprachanweisungen führen den medizinischen Laien Schritt für Schritt durch den Rettungsablauf“, erklärte der Fachmann und betonte: „Es gibt nur einen Fehler, den man bei einem Notfall tun kann. Und der ist – NICHTS zu tun!“

Pressemitteilung

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Dörflinger André:
Betr. Deutsche Sprache: 28.4.17 Ist mir schlicht schleierhaft, wieso man nur von "Reanimation" statt WIEDERBELEBUNG und anderswo auch nur von "Herz-" "Transplantation" statt "Herz-""VERPFLANZUNG" spricht/schreibt ?!? Hat denn die Menschheit sooo wenig Sprachgefühl? , um das nicht selber zu merken? Wer... und weshalb will uns solchen unnötigen Wort-unschatz aufnötigen?
 
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