Nach fünf Jahren übergab Hauptbrandmeister Sascha Wiemer die Wehrführung an Akin Karga

Einer der jüngsten Wehrführer im Kreis Neuwied

Einer der jüngsten
Wehrführer im Kreis Neuwied

Sascha Wiemer überreichte seinem Nachfolger Akin Karga eine Pfeife, um sein Team zurückpfeifen zu können

11.01.2017 - 08:39

Unkel. „Wenn man in einigen Jahren bei der Feuerwehr Unkel auf das Jahr 2016 zurückblickt, wird man vermutlich weniger auf die Anzahl der Einsätze, als vielmehr auf den Wechsel in der Wehrführung blicken“, konstatierte der Chef der Unkeler Wehr, Verbandsbürgermeister Karsten Fehr am Sonntagvormittag beim Neujahrs-Frühschoppen des Löschzugs im Scheurener Hof. Da Hauptbrandmeister Sascha Wiemer nach fünf Jahren zum 31. Dezember aus privaten Gründen sein Amt niedergelegt habe, müsse er ihn nun nach 18 Jahren Dienst in der freiwilligen Feuerwehr Unkel und 27 Jahren im Dienst der Feuerwehr heute verabschieden. „Zum Glück aber nur als Wehrführer und nicht aus der Feuerwehr. Als Feuerwehrkamerad bleibt er uns weiterhin erhalten“, tröstete Karsten Fehr die Feuerwehrleute. Bereits am 19. Dezember hatten sich zwei Kandidaten zur Wahl des Wehrführers gestellt.

„Herr Akin Karga ist mit deutlicher Mehrheit zum neuen Wehrführer gewählt worden. Mit seinen 28 Jahren dürfte er einer der jüngsten Wehrführer im Kreis Neuwied sein, auch wenn ich ihn heute zunächst nur zum kommissarischen Wehrführer ernennen darf“, erklärte der VG-Chef, bevor er dem gerade Ernannten unter der Beifall der Feuerwehrleute allzeit eine glückliche Hand als neuer Wehrführer wünschte.

„Du hast das Amt des Wehrführers vorbildlich ausgeführt, seit du nach dem Rücktritt von Axel Rother mit deutlicher Zustimmung der Kameraden gewählt worden bist“, erinnerte Akin Karga, der das Amt des Wehrführers als sehr zeitaufwändig und äußerst verantwortungsvoll bezeichnete. Dieser Herausforderung habe sich Sascha Wiemer stets gestellt und dabei oft private und persönliche Dinge hintanstellen müssen. „In diesem Zusammenhang danke ich auch deiner Familie, insbesondere deiner Frau Saskia“, so der neue Wehrführer. Sein Vorgänger habe während seiner Amtszeit stets zum Wohle „seiner“ Feuerwehr gehandelt und mit Bedacht, Weitsicht sowie mit fachlicher Kompetent immer den richtigen Weg gefunden. Mit Hilfe seiner beiden Stellvertreter habe Sascha Wiemer es immer verstanden, die passenden Worte und Entscheidungen zum richtigen Zeitpunkt zu wählen. „Alleine deshalb haben auch deine Kameraden aus dem Löschzug auch immer hinter dir gestanden“, hob sein Nachfolger hervor, um abschließend dann an die Neuanschaffung eines Rettungsbootes zu erinnern, die Sascha Wiemer maßgeblich gestaltet und organisiert hat.

„Quasi als letzte Amtshandlung möchte ich mich bedanken. Es war für mich eine Ehre, diese Funktion im Löschzug ausüben zu dürfen“, erklärte der Ex-Wehrführer. Einem so verantwortungsvollen Job könne man nur gerecht werden, wenn man ein wirklich tolles Team im Rücken habe, bescheinigte er seiner alten Mannschaft eine exzellente Ausbildung bei hoher Motivation und großen Engagement. Anschließend sprach Sascha Wiemer sowohl seinen Wehrführer-Kollegen als auch der Wehrleitung und der Verwaltung seinen Dank aus.

„Auch wenn du wahrscheinlich niemand aus dem Löschzug anpfeifen musst, vermache ich dir doch vorsichtshalber die Pfeife, die mir mein Vorgänger Axel Rother vor fünf Jahren überlassen hat“, wandte er sich an seinen Nachfolger, damit er jeden zurückpfeifen könne, der aus der Spur zu laufen drohe.

DL

Artikel bewerten

rating rating rating rating rating
Kommentare
Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.
Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag erstellen zu können.
 
Weitere Artikel

VHS hilft Grundschulkindern mit Migrationshintergrund

Sommerferiensprachkurs

Andernach. Kinder aus Andernacher Grundschulen hatten wiederum während der Sommerferien 2017 die Möglichkeit, ihre Deutschkenntnisse in einem zweiwöchigen Feriensprachkurs in der Grundschule St. Stephan erstmals unter der Leitung der qualifizierten Sprachförderkraft Lisa Hachenberg zu verbessern. Dieser Feriensprachkurs wird auch im Jahr 2017 von dem rheinland-pfälzischen Landesministerium für Bildung... mehr...

Erneuter Feriensprachkurs der Volkshochschule Andernach

Integration leicht gemacht

Andernach. Ferien bedeuten für Schüler meist Spaß ohne Lernen. In einem erneuten Feriensprachkurs der Volkshochschule der Stadt Andernach wurde versucht, mehr...

Frauenselbsthilfe nach Krebs e.V. lädt ein

Treffen im Dahliengarten mit Picknick

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Lust auf… Picknick? - so lautet das Thema des nächsten Treffens: …an einem lauen Sommerabend, umgeben von duftenden farbenfrohen Blumen, mit netten Menschen und leckeren Köstlichkeiten? mehr...

Weitere Artikel

Die Volkshochschule Andernach ist stolz auf ihre Absolventen

Migranten freuen sich über bestandenen Deutsch Test

Andernach. Bei der Integration von ausländischen Bürgern ist die deutsche Sprache ein elementarer Schlüssel - auch was die berufliche Zukunft anbelangt. Deshalb sind nach dem neuen Ausländerrecht Zuwanderer zur Integration und zum Nachweis entsprechender Deutschkenntnisse verpflichtet. Dieser Verpflichtung hat sich jetzt erneut eine Gruppe neuer Mitbürger aus Andernach und den Verbandsgemeinden Pellenz... mehr...

Sportgemeinschaft Gimmingen

Jubiläumsfeier

Gimmingen. Die Sportgemeinschaft Gimmigen feiert Geburtstag. Der Fußball in Gimmigen wird 40 Jahre alt. Das wird gefeiert. Am Freitag, 11. August mit einem Altherrenturnier auf „Koppet“, dem Waldplatz an der Katharinenhütte. Um 18 Uhr geht es los. Dazu gibt es Würstchen vom großen Schwenkgrill. Am Samstagnachmittag rollt der Fußball im „Branntegarten“ am Bach. Das 18. Gimmiger Dorfturnier sucht ab 14:30 Uhr den neuen Dorfmeister. mehr...

CZA e. V. Dernau

Sommerfest

Dernau. Am 13. August lädt in Dernau die Evangelische Freie Kirchengemeinde CZA e. V. zum jährlichen Sommerfest ein. Um 12 Uhr geht es auf der Festwiese los – zu finden am Ortseingang aus Richtung Ahrweiler kommend. Dort begrüßt eine Burgen-Hüpfburg schon von weitem alle kleinen und großen Gäste zum fröhlichen Zeitvertreib. Es ist zwar keine „feste Burg“, doch soll sie uns auch schon auf das diesjährige... mehr...

Weitere Artikel

Energietipp der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz

Warmes Wasser doppelt teuer

Bad Neuenahr. Heißes Wasser aus dem Hahn ohne zu warten – die Zirkulation macht’s möglich. Dieser Luxus kostet allerdings Geld, denn in zentralen Trinkwassersystemen geht für die ständige Bereithaltung oft mehr Energie verloren als für das tatsächlich gezapfte Warmwasser. Da dieser Aufwand nicht gesondert erfasst wird, wird er oft unterschätzt. In älteren Zirkulationsleitungen kreist das warme Wasser nach dem Schwerkraftprinzip ohne elektrische Pumpe. mehr...

 
gesucht & gefunden
Kommentare
Uwe Klasen:
So wie es derzeit ist, hier sei als schlechtestes Beispiel der Fraktionszwang genannt, kann es einfach nicht weitergehen! Das sollten endlich auch die Politiker in Bund und Ländern erkennen und entsprechende Regelungen für die aktive Mitbestimmung der Bürger in die Wege leiten! Vorbild Schweiz!
juergen mueller:
In Braubach`s "vielbefahrener" Ortsdurchfahrt gilt nunmehr Tempo 30. Dies dürfte sich jedoch nicht auf das Verkehrsaufkommen auswirken, das nach wie vor bestehen bleibt. Hier in RÜBENACH besteht das gleiche Problem, wo tagtäglich PKW, BUSSE und SCHWERLASTVERKEHR seit Jahrzehnten mitten durch den Ort fahren u. das in einem Maße (was tagtäglich durch eine eigens von der Bürgerinitiative erworbene u. installierte Meßanlage registriert wird), zu deren Lösung es nur eine einzig verwertbare Lösung gibt: "Die einer ORTSUMGEHUNG". Tempo 30 ändert an der Situation "VERKEHRSAUFKOMMEN" überhaupt nichts, sondern führt nur dazu, dass sich (vor allem zu den Hauptverkehrszeiten) lange Stau`s mit stehenden Fahrzeugen bilden, stehende Fahrzeuge mit laufendem Motor, die Lärm verursachen u. mit ihren Abgasen die Luft verpesten, was besonders an heissen u. schwülen Tagen, wo sowieso innerhalb des Ortes die Luft "steht", zu spüren ist.
juergen mueller:
Glaubt man den Ausführungen zum Nachdenken von Herrn Klasen, dann wäre es allen CO"-Jüngern angeraten, auch an dieser radelnden Veranstaltung zum Klima- und Umweltschutz nicht teilzunehmen, denn nach seiner These trägt auch die Ausatemluft (nicht nur vorne), insbesondere bei Dauerbelastung zu einem erhöhten Ausstoß an CO2 u. damit zur Erderwärmung bei. Das müsste dann ja auch auf z.B. sexuelle Betätigungen zutreffen, oder? Also auch einstellen. Aber WAS ist mit UNSEREM Energieverbrauch (Fabrikmaschinen, Autos, Computer, Handys, Küchengeräte etc.)? Diese Energie wird erzeugt durch Verbrennung von Kohle, Öl, Gas = CO2. Wald- Grünflächen, die CO2 speichern, schrumpfen/verschwinden - mehr Ackerland u.Viehwirtschaft, da der Mensch weltweit immer mehr Fleisch isst = mehr Rinder/Schweine, die Unmengen von Methan-/Treibhausgas in die Luft rülpsen/furzen. Ich finde - wer radelt sündigt nicht u. wenn er dabei auch mal kräftig ausatmet oder ein Fürzchen lässt - der Umwelt wird`s nicht schaden.
Regionale Kompetenzen

 
Service
Lesetipps
GelesenBewertet