52. Kasernenerstürmung in Rheinbach

Entführung generalstabsmäßig geplant

13.02.2018 - 15:05

Rheinbach. Bei strahlendem Wetter versammelten sich traditionsgemäß die Narren an der Kaserne der Bundeswehr in Rheinbach, um bei der 52. Kasernenerstürmung dabei zu sein. Auf dem Vorplatz wurde für das leibliche Wohl bestens gesorgt. Die Kameraden der Bundeswehr hatten für die wartenden Gäste kühle Getränke und warme Speisen vorbereitet. Die Eingangsfront zur Kaserne war verbarrikadiert und hinter dem Tor hatten die Verteidiger der Kaserne ihre Kamelle-Kanone in Stellung gebracht. Wer fehlte, war der ranghöchste Offizier und Standortältester, Brigade General Wolfgang E. Renner. Und hier kam nun die Erklärung durch Oberst Rainer Beeck, der bekannt gab, dass General Renner wohl schon in den frühen Morgenstunden entführt worden wäre. Man habe ein Bekenner-Video erhalten, der Gekidnappte werde an einen unbekannten Ort gefangen gehalten. Begleitet von Ihren Musikzügen kamen die Stadtsoldaten Rheinbach, der NCR Blau Gold, das Karnevalskomitee Blau Weiß, der Närrische Schornbusch,die Gro-Rhei-Ka Prinzengarde, die Karnevalsvereine aus Merzbach, Hilberrath, Wormersdorf, Queckenberg, Oberdrees und der Prinzenklub Groß-Rheinbach, um die Kaserne zu erobern. Angeführt wurden die Narren von den Tollitäten der Kernstadt Prinzessin Astrid I und dem Kinderprinzenpaar Emma I und Amira I. Unterstützt wurden Sie von den Dreigestirnen aus Wormersdorf Prinz Dirk III, Bauer Zappes I, Jungfrau Tonia I und Kinderprinzessin Johanna II. Von Queckenberg waren Prinz Johannes I, Bauer Andre I und seine Lieblichkeit Dominika I. zur Kaserne gekommen. Die Wortführung auf der Eroberer Seite und in Vertretung vom Kommandanten der Stadtsoldaten Willi Hohn, übernahm die Präsidentin des Karnevalskomitees Sigrid Wiersberg . An ihrer Seite hatten die Kommandanten von NCR Blau Gold, Dieter Bückmann, von der Gro-Rhei-Ka, Lars Klier und Peter Kochems von dem Närrischen Schornbusch Stellung bezogen. Aber Brigadegeneral Renner war immer noch in der Hand der Entführer, als plötzlich ein dunkler Transporter mit dunkel getönten Scheiben vorfuhr. Noch unheimlicher war, dass dieser Bus von einem ortsansässigen Bestattungshaus stammte. Gesteuert wurde der Bus, mit der Aufschrift „ Gefangenen-Transport“, von dem Kommandant des NCR, Dieter Bückmann in Begleitung vom Vorsitzenden Jörg Nawrath und Geschäftsführer Conny Opladen. Geplant war von den Karnevalisten die Kaserne ohne Gegenwehr zu übernehmen, im Tausch gegen den Gefangenen General Renner, der dann in Handschellen den Bus verlies. Und anstatt für seine Freilassung zu kämpfen verbrüderte er sich mit den Entführern. Was war passiert? In den frühen Morgenstunden hatte man General Renner auf dem Weg zur Kaserne gekidnappt. Im VW-Bus ging es nach Effelsberg in der Eifel wo ein Bekennervideo gedreht und an die Bundeswehr in Rheinbach geschickt wurde. Anschließend machte man eine tolle Fahrt durch die Eifel mit leckerem Frühstück und besuchte alle Orte rund um Rheinbach, um anschließend pünktlich an der Kaserne anzukommen. Im Laufe der Verhandlung zur Übernahme griff die Kernstadt Prinzessin Astrid I zu einer List. Sie erklärte General Renner an diesem Nachmittag zu ihrem Prinzen, der darauf die Kaserne ohne Erstürmung dem närrischen Volk übergab. Das war die erste Erstürmung in 52 Jahren, die kampflos verlief. Im weiteren Programm mussten Bürgermeister Stefan Raetz und seine Vertreter noch ein Gebot der Prinzessin erfüllen. In Panzerknacker Kostümen mussten sie einen Sketch auf der Bühne im dekorierten Speisesaal der Kaserne aufführen. In Begleitung von Musikus Jens Nötzel hatte man sich viel Mühe gemacht, den Ansprüchen der Prinzessin zu genügen. Durch das karnevalistische Programm führten Sabine Wiersberg von Blau-Weiß und Stabsfeldwebel Dieter Schürheck.

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Kommentare
Christoph Wagner:
Gute Sache!
Andreas Nöthen:
Die ewig gestrigen dürfen nicht gewinnen. Die Aussage eines Dr. Fleischer der Marktplatz sei belebt genug ist dumm und hat mit städtischer Entwicklung nun gar nichts zu tun. Diese im Fernsehen von Fleischer geäußerte Meinung ist kontraproduktiv. Der Marktplatz kann nach meiner Meinung nicht belebt genug sein. Dies zum Wohle aller Bürger und so ist der "Fleischer Beitrag" mehr als nur zu vernachlässigen. Genau die Leute, die in anderen Städten die Ratsstuben bewundern wollen sie in Mayen nicht und lehnen Investoren ab um die sich jede andere Gemeinde wohl ein Bein ausreißen würde. Wer soll denn dies verstehen.
juergen mueller:
Ich finde es gut, dass es so etwas wie die AG-60-Plus gibt und damit ältere Menschen (wie auch meine Wenigkeit), die ihr politisches Interesse offen aufzeigen, auch wenn man einen Tagesordnungspunkt wie GroKo (mit berechtigten Bauchschmerzen) nur "abhaken" kann. Bauchschmerzen sind angesagt, wenn man sich den Koalitionsvertrag mit seinen über 170 Seiten einmal reingezogen hat, in dem das Wörtchen "SOLLEN" gleich hundertfach vorkommt, denn ... SOLLEN ... heisst NICHT WOLLEN, sondern nur, dass man beabsichtigt oder in Erwägung zieht, dass es so umgesetzt wird wie es "gesollt" wurde. Was letzten Endes für UNS dabei positiv herauskommt, dürfte nicht so wichtig gewesen sein, sondern nur, dass es zu einer Regierungsbildung und natürlich zu einer Verteilung lukrativer, politischer Posten gekommen ist. Letzten Endes ging es nur um ein Kämpfen gegen Verlust von Amt u. Mandat, von Posten, Diäten, Bezüge, von Macht, Anerkennung u. (vermeintlichem) Ansehen. Alles andere ist blauäugiges Denken.
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