Etwa 40 000 Exemplare des Magazins „Faszination Westerwald“ sind in 35 Tourist-Infos kostenlos zu haben

Es menschelt im neuen Tourismusheft

Die Landräte Kaul, Lieber und Schwickert stellten in Waldbreitbach das neue Konzept vor

Es menschelt im neuen Tourismusheft

An der Scheidsmühle präsentierten die Landräte Michael Lieber, Achim Schwickert und Rainer Kaul sowie Autor Jörg Hohenadl und Geschäftsführer Christoph Hoopmann das Magazin. Foto: HEP

18.04.2017 - 12:40

Waldbreitbach/Westerwald. „Bewaffnete Polizisten werden notfalls in Hessen einmarschieren, um die vorrevolutionäre Situation zu beenden“, sagte 1980 der rheinland-pfälzische Innenminister Heinz Schwarz (Leubsdorf). Das war im vergangenen Jahrtausend, denn das „feindliche Land“ ist jetzt zum engen Partner von Rheinland-Pfalz geworden, vor allem im Tourismus. Da wird im Westerwald gemeinsam mit Nordrhein-Westfalen kräftig an einem Strang gezogen. Denn der vor allem beim Militär oft besungene Teil des Rheinischen Schiefergebirges („Oh du schöner Westerwald“) macht ja nicht Halt vor politischen Grenzen, sondern nur vor geografischen: Rhein, Sieg, Dill und Lahn.

Wie die Gemeinsamkeit aussieht, präsentierten jetzt die Landräte Rainer Kaul (Kreis Neuwied), Michael Lieber (Kreis Altenkirchen), Achim Schwickert (Westerwaldkreis) sowie Christoph Hoopmann, Geschäftsführer der Westerwald-Touristik in Montabaur und einige Mitarbeiterinnen im Handwerksmuseum in Waldbreitbach: Das 100-seitige Heft „Faszination Westerwald“.

Dieses bahnbrechende Werk, es hat eine Auflage von 35 000 und kostete rund 40 000 Euro, hat mit den bisher üblichen Fremdenverkehrsprospekten nichts mehr zu tun, denn darin „menschelt“ es sich. „Wir erzählen Geschichten, wo die Menschen der Region im Vordergrund stehen“, informierte Hoopmann.

Autor Jörg Hohenadl von der Mittelstands-Förderungsgesellschaft mbH des Kreises Neuwied erläuterte: „Die 30 Geschichten erzählen von Landschaft, Leistungen sowie dem Können und der Leidenschaft von Personen und Gruppen. Angereichert ist dies durch Specials wie Rad und Wandern sowie bestimmten Themen wie Geopark, Camping, Genuss, Handwerk, Tradition, magische Orte mit Mystik sowie Sagen und Legenden.“

Als Beispiel nannte er den Katharinenmarkt in Hachenburg, wo seit drei Generationen die Familie von Karl-Heinz Mertens aus Neuwied frisch gebrannte Mandeln anbietet. Natürlich fehlt auch der Waldbreitbacher Gustel Hertling mit seinem Krippenmuseum nicht, wo 2450 Exponate gezeigt werden. Thema ist auch der Rengsdorfer Kräutergarten wo Ingrid Runkel in ihrem Element ist.

Führungen auf dem weithin sichtbaren Förderturm der ehemaligen Eisenerzgrube Georg in Willroth bietet die Bürgerinitiative um Hans-Jürgen Kalscheid an, dessen Vater der letzte Betriebsleiter der Grube war. Zum Wandern wird die Iserbachschleife von Anhausen über Thalhausen und Isenburg mit Burgfest und Weihnachtsmarkt empfohlen.

Die Themen und Geschichten, die der Westerwald bietet, scheinen schier unerschöpflich. „Wir verschießen unser Pulver nicht auf einmal durch eine selektive Berichterstattung. Denn in den nächsten Jahren erscheinen weitere Magazine, um eine Leserbindung der Touristen aber auch der einheimischen Bevölkerung zu erreichen“, kündigte Jörg Hohenadl an.

Und wo gibt es die „Faszination Westerwald“? In allen 35 Touristinfos der Verbandsgemeinden im Westerwald sowie in größeren Gastronomiebetrieben und zwar kostenlos. „Bezahlt wurde das Magazin unter anderem durch Anzeigen unserer Partner, ein Exemplar kostet uns etwas mehr als einen Euro“, führte Hoopmann aus. „Und die drei Kreise haben die Produktion ebenfalls mit Zuschüssen unterstützt“, fügte Landrat Rainer Kaul hinzu.

Teil dieses Tourismuskonzepts sind auch die Radwege. Für E-Bike-Touren im Westerwald wurde ein Info-Heft vorgestellt, über das noch berichtet wird.

HEP

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Kommentare
Michael Daum:
Eine wichtige Info fehlt in diesem Beitrag: Wie viele interessierte Bürger haben denn an der Veranstaltung teilgenommen?
Armin Linden:
Ich muss Nicole777 abosolut beipflichten. Der Deutsche freiwillig, der Somalier auf PsychKG. etabliert incl. Vollpension. Ich habe seit Jahrzehnten, nicht soviele desolate Vorgänge, spéziell hier im AW Kreis erlebt. Alles schaut zu. Die KV. AW., Polizei & Gesundheitsämter halten sich alle generell fein säuberlich zurück. Die Polizei AW. könnte man glatt schliessen. Keiner merkt es mehr. Diese BRD & dieser L.K., ist bei "Lawrence von Arabien" Stilecht angekommen. Nur erhielt Peter O´Toole mehrere Oscars. Zustände wie bei Idi Amin im Kongo seinerzeit ! Hier funktioniert nur noch das Job-Center, Sachbearbeitung bis der Arzt kommt, Haft für Knöllchen u. GEZ.
Nicole777:
Der Deutsche ist also auf freiwilliger Basis in der Psychiatrie und der Somalier aufgrund des PsychKG eingewiesen. Beide begehen die gleiche Straftat und werden unterschiedlich behandelt. Wenn sich beide Männer in einer psychiatrischen Einrichtung befinden - egal ob freiwillig oder nicht -, gehe ich davon aus, dass BEIDE psychisch erkrankt sind. Diese Ungleichbehandlung erschließt sich mir nicht ...

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Marion Morassi:
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