„Blick aktuell“ zu Besuch beim „Four Motors-Team“ am Nürburging bei einem ganz besonderen Event

Fanta-4-Frontmann Smudo fährt in eine nachhaltige Zukunft

09.10.2017 - 09:57

Nürburg. Hip-Hopper Smudo, Frontmann der legendären "Fanta 4", ist ein leidenschaftlicher Musiker und ein begeistertet Racer, der seine Ambitionen seit rund 20 Jahren im Rennsport auslebt. Aber er ist auch dreifacher Familienvater, der sich schon lange fragt, wie eine nachhaltige Zukunft des Rennsports und damit des Automobils gestaltet werden kann. Als Mitglied des Four Motor-Teams von Thomas Löwis of Menar, das schon seit 2006 mit einem Bioconcept-Car in der Langstreckenmeisterschaft an den Start geht, präsentierte Smudo am Wochenende auf dem Nürburgring die neueste Version des Autos, den Porsche Cayman GT4 Clubsport. Seit 2016 kooperiert das Team mit dem Rennstall und Autohersteller aus Zuffenhausen. Das aktuelle Racing-Modell fährt mit bewährtem und weiterentwickeltem, wiederaufbereitetem Motor- und Getriebeöl und wird von einem innovativen, 20 prozentigen Ethanol-Kraftstoff angetrieben. Ganz aktuell wurden im Four Motors Cayman beim Bau der Türen und des Heckflügels Leichtbauteile aus Biofaserverbünden verbaut, die in Kooperation mit Porsche und dem Fraunhofer WKI hergestellt wurden. Das Forschungs- und Entwicklungsprojekt wird vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft gefördert. Auch wenn Nachhaltigkeit und Rennsport für viele noch wie ein Widerspruch klingt, sieht sich das Team auf dem richtigen Weg. „Gerade angesichts der heutigen Diesel- und Feinstaubdebatten gewinnt umweltschonende Mobilität zunehmend an Bedeutung. Eine Umstellung auf Elektromobilität ist von heute auf morgen nicht möglich. Es müssen Alternativen geschaffen werden, um einen kontinuierlichen Übergang zu schaffen, endliche Ressourcen zu schonen und so lange wie möglich für nachfolgende Generationen verfügbar zu machen“, erläutert von Löwis. Die Leichtbauteile des Cayman GT4 haben nicht nur den Spritverbrauch, wie erwartet, deutlich reduziert, sondern auch ihre Bewährungsprobe bei widrigen Wetterverhältnissen am Wochenende bestanden. Während rund 25 Prozent der Wagen wegen technischer Defekte die Ziellinie nicht erreichten, beendete das Bioconcept-Car als 47. von ursprünglich 158 Fahrzeugen den 8. Lauf des VLN-Langstreckenpokals 2017. Ein tolles Ergebnis, das Hoffnung auf eine Weiterentwicklung des Teams um Thomas von Löwis, Smudo, Axel Duffner und Daniel Schellhaas macht. Smudo jedenfalls, der sich am Freitag als Taxi-Chaffeur auf dem Ring betätigte, freut sich auf die neue Saison und weitere Innovationen zu mehr Nachhaltigkeit. Wie viel Spaß der Musiker nach eigenen Worten immer noch am Rennsport hat, konnten Beifahrer bei der gemeinsamen Fahrt durch die Grüne Hölle ganz hautnah erleben. Da darf man wirklich gespannt sein, mit welchem Bioconcept-Car Smudo in der Grünen Hölle an den Start gehen wird.

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Kommentare

Der Landrat brachte 500 Euro mit

Gudrun Kast :
Sehr schöner Bericht, liebe Monika Fuchs
Uwe Klasen:
Nun ja, abgesehen von den positiven Auswirkungen der Renaturierung des Bächelsbaches und den negativen Erfahrungen der Betroffenen, so kann der BUND vielleicht die Aussage ("eher mit einem Ja zu beantworten") mit Daten des Umweltbundesamtes (Monitoringbericht 2015) neu beurteilen, worin "es keine erkennbare Zunahme von Starkregen in Deutschland gebe; das Ergebnis gelte auch für den Sommer: "Die Zahl der Tage mit einer Niederschlagssumme von 20 Millimeter und mehr im Sommer ist seit 1951 nahezu unverändert geblieben". Und, lt. den Prognosen der Computermodelle zum (anthroprogonen) Klimawandel sollen ja die Sommer in Deutschland trockener werden. Wie immer, nichts genaues ist bekannt!
Kugelmann:
Demokratie lebt vom WANDEL! Macht zu lange ausgeübt, führt zu Selbstüberschätzung derer, die sie glauben zu haben. „Siegessicherheit macht nämlich leichtsinnig und TRÄGE!“ Von 49. 359 Wahlberechtigten wählten 37.653 (76,28%) den CDU-Kandidaten nicht! Das bedeutet, dass sich der neue OB in den kommenden Jahren auch wieder auf eine Mehrheit von Mitbürgern abstützen muss, die sich wenig für Kommunalpolitik interessiert sowie politisch anders orientiert ist. Das macht wie so oft deutlich, welchen Stellenwert das Amt und die Person für die Bürger Neuwieds mittlerweile (40,1 % Wahlbeteiligung) besitzen. Bei einer Wahlbeteiligung (Stichwahl) von nur noch 40,41 % wurden dann aus 11.706 Stimmen 59,56 % für ihn, was letztlich heißt, dass der zukünftige Oberbürgermeister sich auf eine ihn gewählte Minderheit/Wahlberechtigte abstützt, die in naher Zukunft auch wieder unter „Artenschutz“ gestellt wird. „Wer trägt denn nun die Verantwortung für dieses „Desinteresse? Zweifelsohne Politiker mit ihrem Auftreten und Verhalten selbst.“ Wenn die negativen Erfahrungen der Bürger beim direkten Kontakt mit Politikern und Staat überwiegen, formt sich ein Bild des Versagens, des Rückzugs und der Verärgerung. Dagegen muss die Politik vorgehen - durch das Handeln vor Ort. Insofern ist es richtig, Probleme zu benennen, die der Bürger wirklich hat. Noch besser ist es, diese auch lösen zu wollen – ohne Kompetenzgerangel. Deshalb muss es heute und zukünftig lauten „Mehr Staat wagen“. Nicht, um die Wirtschaft zu reglementieren oder die Bürger zu überwachen, sondern um dort besser zu funktionieren, wo es einen berechtigten Anspruch an den Staat gibt. Im Klartext: „Dort, wo der Bürger den Staat wirklich braucht. Das kostet Geld – für die Verwaltung, Lehrer, Polizisten, Schulgebäude, Krankenhäuser etc.. Aber es ist gut angelegtes Geld. Weil Vertrauen in den Staat auch Vertrauen in die Demokratie bedeutet. Und das sollte auf keinen Fall verloren gehen.“ „BEGEISTERN durch VORBILD!“ Dem neuen Oberbürgermeister sind viel Glück und Stehvermögen zu wünschen, auf das er nicht zu einem Getriebenen und Erfüllungsgehilfen einer siegestrunkenen CDU wird, die doch schon jahrelang mit den „Hufen“ gescharrt hatte.
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