Daniel Ris sammelt viele Sympathiepunkte im direkten Kontakt und begeisterte mit seiner Art

Festspielintendant auf Hausbesuch

20.03.2017 - 10:10

Mayen. Bereits im vergangenen Herbst überraschte der neue Intendant der Mayener Burgfestspiele, Daniel Ris, mit einer Ankündigung über eine seiner Ideen für die Festspiele zu werben. „Ich komme zu Ihnen nach Hause und lese ein paar Stücke und diskutiere gerne mit Ihnen über die Festspiele oder Theater“. so Ris seiner Zeit.

Die erste, die diese Anregung noch am gleichen Tag aufgriff, war Dorothea Endres-Blasweiler aus Mayen, die mit ihrem Ehemann seit Jahren zu den Stammgästen der Burgfestspiele gehört. „Der machte schon bei seiner Vorstellung einen so sympathischen Eindruck, da habe ich das Angebot doch direkt angenommen.“ Berichtet Dorothea Endres-Blasweiler.

Als nun der konkrete Termin vereinbart war, lud das Ehepaar Blasweiler theaterbegeisterte Freunde ein, die sich zunächst ebenfalls sehr überrascht zeigten, dann aber gerne die Gelegenheit nutzen wollten, den „Neuen“ mal kennen zu lernen.

In familiärer Atmosphäre plauderte Ris, während sich alle kleine Leckereien schmecken ließen, über sich und seinen beruflichen Werdegang und beantwortete jede Menge Fragen rund um das Konzept der Feststpiele unter seiner Regie. Ziemlich schnell wurde deutlich, dass sich Ris als Teamplayer in einem „wunderbaren Team“ sieht und besonders viel Wert auf Vielfalt bei den Inszenierungen legt.


Vergleiche zum Vorgänger lehnt er ab


Vergleiche zu seinem Vorgänger Peter Nüesch lehnt Ris ab, obwohl er schon oft darauf angesprochen worden sei, was er denn nun tun wolle, „um das besser zu machen.“ „Das ist nicht mein Thema. Ich habe meine Vorstellungen bei den Bewerbungsgesprächen geäußert und mit meinem Konzept wurde ich verpflichtet. Diese Ideen werden wir nun umsetzen und dann werden wir sehen, wie die Resonanz sein wird.“.

Es werde anders werden als vorher, räumt Ris auf Nachfrage ein, um noch einmal deutlich zu machen, dass er sich nicht im Wettbewerb mit seinem Vorgänger, den er sehr schätze, sehe.

Nachdem das Eis gebrochen war trug Ris Texte der Autoren der diesjährigen Burgfestsspiele vor. Es ging von Astrid Lindgren über Friedrich Schiller, wobei Ris hier seine persönliche Faszination für die Werke Schillers nicht verleugnete, bis hin zu amüsanten Texten von Elke Heidenreich.

Zum kleinen Horrorladen hatte er ein Interview mit dem Regisseur der ersten Hollywoodproduktion dieses Stoffes. „Ein unfassbar schlechter Film, der dann später als Musical zum Kult wurde.“ So das Fazit im Interview und eine interessante Information für das staunende Publikum.

Zu Herzen ging die Lesung bei den Stücken des mittlerweile verstorbenen Wolfgang Herrndorf (Tschick), als Ris aus dessen Tagebuch las, welches dieser kurz nach der Diagnose eines unheilbaren Kopftumores begonnen hatte.

So wechselten sich Melancholie und Lachen ab und immer wieder wechselte man von der Lesung zur interessierten Plauderrunde.

Nach etwa zweieinhalb Stunden, die wie Flug vergangen waren, aller Orten strahlende Gesichter.

Bei Daniel Ris, der seine Premiere bei den Hausbesuchen absolvierte, bei den Gastgebern, die den Intendanten bereits vorher kennengelernt hatten und vor allem bei den Gästen, die sich allesamt begeistert zeigten. „Schöner Abend, netter Intendant – wir freuen uns auf die Burgfestspiele.“ war die einhellige Meinung.

BLA

Artikel bewerten

rating rating rating rating rating
Kommentare
Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.
Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag erstellen zu können.
 
Weitere Artikel

Beim Konzert des GV „Eintracht“ Kürrenberg e.V. wurde gesungen und geswingt

Ein musikalisches Feuerwerk

Kürrenberg. Der GV „Eintracht“ Kürrenberg e.V. lud zu einem Konzert unter dem Motto: „Kürrenberg singt und swingt“ in die Pfarrkirche ein. Viele Gäste folgten der Einladung und mussten es nicht bereuen. Der GV „Eintracht“ Kürrenberg e.V. hatte mit seinem Vorsitzenden Hugo Nowicki und dem Dirigenten Gerhard Schlich ein fulminantes Programm zusammengestellt. mehr...

Wein- und Obstbauverein Monreal überreichte Urkunden

Weinköniginnen sind nun Ehrenmitglieder

Monreal. Nachdem die Mitgliederversammlung des Wein- und Obstbauvereins Monreal den Beschluss gefasst hat, ihre ehemaligen Weinköniginnen Andrea Engel und Jessica Hausmann als Dank für ihre „Königinnenzeit“ zu Ehrenmitgliedern zu ernennen, wurde ihnen jetzt eine eigens dafür geschaffene Urkunde überreicht. mehr...

Konzert in der Mayener Clemenskirche

Orgelmusik zur Marktzeit

Mayen. Das dritte Konzert in der Reihe „Orgelmusik zur Marktzeit“ in der Mayener Clemenskirche beginnt am Samstag, 29. Juli um 11.30 Uhr. Solist an der Orgel ist Dekanatskantor Michael Steinbach aus Emmelshausen. mehr...

Weitere Artikel

Informationsfahrt der CDU Langenfeld

Besuch der Firma Rhodius und der NS-Ordensburg Vogelsang

Langenfeld. Die Informationsfahrt der CDU Langenfeld führte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zunächst nach Burgbrohl zur Rhodius Mineralquellen und Getränke. Dr. Karl Tack, der erst kürzlich die Geschäftsführung und Leitung des Unternehmens an Sohn und Tochter abgegeben hat, erläuterte zunächst die Unternehmensstruktur und -philosophie. mehr...

Katholische Pfarreiengemeinschaft Mayen

# Pingjum goes Media

Mayen. # Pingjum goes Media 2017 – unter diesem Motto stand die diesjährige Ferienfreizeit der Katholischen Pfarreiengemeinschaft Mayen nach Harlingen in den Niederlanden. mehr...

Vermisstensuche in Rheinbrohl erfolgreich beendet

Demenzkranker lebend aufgefunden

Rheinbrohl. Der seit Dienstag, 18.07.2017 vermisste Hans Peter Felix RENN konnte nach zweitägigen, aufwändigen Suchmaßnahmen unter Beteiligung von Feuer-wehrkräften, Mantrailern, Polizeihubschrauber sowie Wasserschutzpolizei und einher-gehender Öffentlichkeitsfahndung am Donnerstagnachmittag durch Bereitschafts-polizeikräfte in einem Hang in der Nähe des Seniorenheims Rheinbrohl lebend aufgefunden und medizinischer Versorgung zugeführt werden. mehr...

Weitere Artikel

Seniorenkreis der Kolpingfamilie Andernach

Wer grillt, der bleibt …

Andernach. Familien mit schulpflichtigen Kindern freuen sich auf die „schönste Zeit im Jahr“, auf die Ferien. Im Urlaub gilt es, auszuspannen und mal etwas anderes zu sehen. Bei der Kolpingfamilie Andernach beginnt der Start ins zweite Halbjahr schon traditionell mit einem Grillfest, sozusagen unter dem Motto: Wer nicht verreist ist, kommt zum Sommerfest. Die Anmeldungen ließen es schon erahnen; es würde eine Rekordbeteiligung geben. mehr...

Basar in Mülheim-Kärlich

Rund ums Kind

Mülheim-Kärlich. Die Elternausschüsse der Kindertagesstätten Schillerstraße und Urmitz/Bahnhof laden ein zum Spielzeug- und Kleiderbasar „Rund ums Kind“ am Samstag, 2. September, 10 bis 11.30 Uhr (Einlass für Schwangere um 9.30 Uhr) in der Mehrzweckhalle Urmitz/Bahnhof, Beethovenstraße 18, Mülheim-Kärlich. Der Erlös aus dem Kuchenverkauf sowie die Standgebühren kommen den beiden Kitas zugute. Die Standgebühr je Tisch beträgt 7,00 Euro. mehr...

Namedyer Senioren waren in Koblenz

Leinen los

Namedy. Anfang Juli war die Namedyer Seniorengruppe mit dem Schiff unterwegs nach Koblenz. Um 12:05 Uhr war es so weit, Leinen los. Mit vielen Gästen und guter Laune im Gepäck verging die Zeit schnell. In Koblenz angekommen wartete schon der Altstadtexpress. Es gab viel zu sehen bei der gemütlichen Fahrt durch die Stadt. Los ging’s von der Kastor Kirche vorbei an der Mosel dem Görres Platz und der Liebfrauenkirche und wieder hinab an den Rhein. mehr...

 
 
gesucht & gefunden
Kommentare

Motocross Fahrer schlägt einen Spaziergänger

juergen mueller:
Hallo m.m, schon gelesen (ich meine die Zeitung - oder liest man keine?). Nur zur Richtigstellung. Die Prügelattacke geht auf das Konto einer Spezie, die zu dem Typ Zweibeiner gehört, der seine Frustration und sein Gewaltpotenzial so auslebt, wie es ihm genehm ist und sich einen Scheiß darum schert, ob bei seinem unnatürlichen Verhalten andere zu Schaden kommen können, sondern dies eher bewusst in Kauf nimmt. Hinzukommt, dass er nicht den Arsch in der Hose hat sich bei der Polizei zu melden, um seine Version dieses Vorfalles abzugeben. Wäre mir dieses Geschehen widerfahren, versprochen, wäre dies anders ausgegangen und gewiss nicht zu meinem Nachteil, da auch ich die traurige Erfahrung machen musste, dass man mit Reden alleine nichts bewirken kann, sondern nur mit Handeln.
m.m:
ob die da fahren durften hin oder her ,geht ja um die Körperverletzung und die ging anscheinend vom Wanderer aus ,der Motorradfahrer hat sich verteidigt. vielleicht ist die Gegendarstellung ja auch längst bei der Polizei eingetroffen ...
juergen mueller:
Fakt ist erst einmal, dass die Motocross-Fahrzeuge NICHTS dort zu suchen hatten. Und was die Gegendarstellung auf Facebook betrifft, so würde es mich interessieren, von wem diese Gegendarstellung abgegeben wurde - warum auf Facebook und nicht bei der Polizei. Desweiteren, ich gehe mal davon aus, dass die beteiligten Motocross-Fahrer auch auf Facebook präsent sind - WARUM melden sich diese nicht bei der Polizei um zu einer Klärung beizutragen?
juergen mueller:
"Das kann so nicht weitergehen". Große Worte von einem, der OB unserer Stadt werden will und, egal was so nicht weitergehen kann, immer wieder betont, sich dafür einzusetzen, wenn er denn OB geworden ist. Mir fehlt alleine schon an den Worten der Glaube, da nie die Rede davon ist, wie das alles und wovon bezahlt werden soll. Das in "vielen" Fällen (und das sind viele) dies auch mit geringem Aufwand möglich sei, daran dürfte Herr Langner wohl nur selbst glauben, zumal ER das alleine auch NICHT entscheiden kann. Es sind immer wieder diese gleichlautenden, wiederholten Beteuerungen und Versprechungen, die es in ihrer Vielzahl (zumindest mir) unmöglich machen, darin auch nur einen Funken von Wahrheit u. Umsetzungsvermögen zu erkennen bei der ebensolchen Vielzahl eigentlicher Probleme, die die STADT wie in einer Art Zwangsjacke einengen und Träumereien ausschliessen müsste. Aber im WAHLKAMPF gelten nunmal andere Maßstäbe und da kommt es auch nicht unbedingt auf Wahrheiten an.
Manuela Keck:
Das ist ganz großartig. Die Facebookgruppe behind the police dankt ihnen dafür. http://www.facebook.com/groups/behindthepolice
Regionale Kompetenzen

 
Service
Lesetipps
GelesenBewertet