Sternsinger-Aktion 2017

„Gemeinsam für Gottes Schöpfung – in Kenia und weltweit“

10.01.2017 - 15:30

Trier/Sinzig. Die Sternsinger waren in diesen Tagen überall unterwegs.

Die Sorge um die Umwelt und schwindende Ressourcen bestimmt das Leben eines Großteils der Bevölkerung Afrikas. Der Klimawandel und seine Folgen tragen entscheidend dazu bei, dass sich Armut und soziale Spannungen ausbreiten und intensivieren. Die Auswirkungen sind vor allem in ländlichen Regionen spürbar, wo die Menschen fast ausschließlich von der Landwirtschaft leben. Sie können sich nicht mehr auf die gewohnte Abfolge der Wetterperioden einstellen; es fehlt an Vorkehrungen, um wetterbedingte Schwankungen und damit verbundene Ernte- und Einkommensverluste auszugleichen.

Die Region Turkana im Nordwesten Kenias steht im Fokus der Aktion Dreikönigssingen 2017. Die Menschen hier leiden in besonderem Maße unter den klimatischen Veränderungen; die Landschaft ist von immer länger werdenden Dürreperioden sichtbar gezeichnet. Seit Jahren schon setzen sich die Projektpartner des Kindermissionswerks „Die Sternsinger“ wie die Ordensgemeinschaft St. Paul erfolgreich dafür ein, gemeinsam mit den Menschen vor Ort sichere Lebensgrundlagen und bessere Zukunftsperspektiven zu schaffen: So koordinieren sie Ernährungs- und Gesundheitszentren, Bildungsinitiativen, Landwirtschafts- und Wasserprojekte und setzen sich auch für den Frieden in der Grenzregion zu Äthiopien ein.

Am Beispiel der Region Turkana sollen die Sternsinger erfahren, wie die Friedens- und Entwicklungsarbeit der Projektpartner hilft, Lebensweisen positiv zu verändern und ressourcenschonend zu nutzen.


Segen bringen, Segen sein


Rund 400 kleine Könige aus dem Bistum Trier haben am 28. Dezember die Pfarrkirche Maria Himmelfahrt in Saarlouis-Roden gefüllt.

Zusammen mit Weihbischof Robert Brahm, Diözesanjugendpfarrer Matthias Struth, Jugendpfarrer Christian Heinz und Pfarrer Hans-Kurz Trapp feierten sie ihren Aussendegottesdienst. Neben den Kindern und Jugendlichen in ihren prachtvollen Gewändern und Kronen war auch eine Abteilung der Pfadfinder und der Malteser-Jugend dabei.

Die Sternsingeraktion steht in diesem Jahr unter dem Motto: „Gemeinsam für Gottes Schöpfung“.

„Wir müssen gut mit Gottes Schöpfung umgehen, damit niemand verdursten oder verhungern muss“, betonte Weihbischof Brahm bei der Aussendefeier und fügte hinzu: „Der wichtigste Teil dieser Schöpfung sei der Mensch.“ Er lobte die jungen Sternsinger dafür, dass sie sich mit den Spenden, die sie sammeln, für bedürftige Menschen in der ganzen Welt einsetzen.


„Eine Mücke ist klein, kann aber viel bewegen.“


Für einen heiteren Moment sorgte Jugendpfarrer Christian Heinz, der die Sternsinger mit Mücken verglich: „Eine Mücke ist klein, kann aber viel bewegen.

Manchmal steht man sogar nachts auf, weil so eine kleine Mücke um einen herumschwirrt“, sagte er und erntete dafür herzliches Lachen. „Sternsinger sind wie Mücken – ihr bewegt die Welt mit eurer Tat“, gab Heinz den kleinen Königen mit auf den Weg.

Am Ende des Gottesdienstes segnete Weihbischof Brahm noch die Kreide, mit der die Kinder den Segen „20*C+M+B*17“ über jede Haustüre schreiben. Die drei Buchstaben stehen für die lateinische Formel „Christus mensionem benedicat“.

Auf Deutsch: „Christus segne dieses Haus“.

Brahm bedankte sich schließlich bei den Sternsingern für den „großen und guten Beitrag“, den sie leisteten. „Mit eurer Hilfe“, sagte der Weihbischof in seiner Predigt, „können Menschen in Kenia und anderswo auf der Welt besser leben!“

Um den 6. Januar herum zogen Kinder in ganz Deutschland, als die Heiligen Drei Könige verkleidet, von Tür zu Tür, brachten den Segen und sammelten Spenden. Insgesamt gibt es rund 1.500 Projekte weltweit, die von der gemeinsamen Aktion des Kindermissionswerks und des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) unterstützt werden.


In Sinzig wurden 48 kleine Könige ausgesandt


48 kleine „Heilige Drei Könige“ machten nach dem Aussendegottesdienst am Freitag in Sinzig und Koisdorf auf ihre Rundreise. In Bad Bodendorf Westum und Löhndorf ging es am Samstag los. Und in Franken waren die Sternsinger dann am Sonntag unterwegs.

Dank der Spendenfreudigkeit auch mit großem Erfolg. Dechant Achim Thieser nannte „BLICK aktuell“ am Montag eine erste Zahl. 19.218,64 Euro wurden gesammelt. „Erfahrungsgemäß kommen noch einige Überweisungen als Spenden dazu, sodass wir die 20.000er Marke locker erreichen werden“; so Thieser.

BL

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Kommentare

Hunde aus Rumänien übernommen

Claudia Heinen :
Danke an alle die das ermöglicht haben
Elke Kums:
Toller Bericht und ein herzliches Danke an Alle, besonders an das TH Ransbach-Baumbach
Birgit Rödiger :
Wir Danke euch von Herzen für eure Hilfe und den Hunden eine Chance auf ein schönes Leben zu geben.
Heinz Wagner :
Vielen Dank für diesen super Artikel. Bitte sprechen Sie Herrn Press, unseren herzlichsten Dank aus. Gerne laden wir Herr Press, schon zu unseren nächsten Aktivitäten ein. MfG Heinz Wagner 1. Vorsitzender Steinhauergesellenzunft
juergen mueller:
Ergänzend darf ich hinzufügen, dass besagten Politikern anscheinend NICHT bekannt ist, dass immer mehr KINDER unter 15 Jahren, die länger als 4 Jahre von Hartz IV abhängig sind,in Deutschland an der ARMUTSGRENZE leben u. sich deren Zahl von 12/2013 bis 2016 dramatisch erhöht hat. Familienplanung bedeutet heute oftmals Armutsrisiko für die Kinder. Trotz wachsender Steuereinnahmen (bis 2020 = ca. 54 MILLIARDEN EURO) hält die Politik das Ausmaß an Kinderarmut in Deutschland anscheinend NICHT für handlungsbedürftig, eine IGNORANZ mit UNFÄHIGKEIT auf Kosten der Jüngsten. Anstatt ohne Hirn u. Wissen einfach nur als Plaudertasche dazustehen, sollten sich Frau Artz u. Herrn Jakob erst einmal mit der Realität befassen.
juergen mueller:
Ich bin immer wieder erstaunt, mit welcher Selbstverständlichkeit Politiker uns ihre teils paranoide Weltanschauung von Frieden, Sicherheit und sozialer Gerechtigkeit suggerieren. Die europäische Gemeinschaft bedeutet für Senioren Frieden und für Kinder eine sichere Zukunft. Noch nie war die Gefahr so groß in einen Kriegskonflikt hineingezogen zu werden und die sichere Zukunft unserer Kinder beginnt (oder sollte beginnen) bereits mit dem Erhalt eines Glücksloses für den Erhalt eines KITA-Platzes. Das zu wissen scheint Frau Artz u. Herr Jakob fremd zu sein. Und es geht noch weiter mit der angeblich so sicheren Zukunft. Eine sichere Rente z.B. ist doch so instabil wie lange nicht mehr, ebenso wie eine generelle Grundsicherung im Alter, die man wohl eher treffenderweise als Armutsgrenze bezeichnen kann (was allerdings nicht für Politiker gilt). Friedenssicherung, Wirtschaftskraft, Sicherung der Arbeitsplätze - altbekannte, ausgeleierte Phrasendrescherei mit Stammtischcharakter.
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