Paveier und Gäste stimmten bei zwei Konzerten im Kurhaussaal auf die besinnliche Zeit ein

Kölsche Weihnacht hoch zwei

Kölsche Weihnacht hoch zwei

Die Paveier bei ihrem Auftritt im Kurhaussaal in Bad Neuenahr. Foto: -FIX-

07.12.2017 - 09:30

Bad Neuenahr. Für die vor allem aus dem Kölner Karneval bekannten „Paveier“ hat sich die Weihnachtszeit zu einer zweiten Session entwickelt, zumindest was den Terminkalender angeht. 23 Konzerte gibt die Band im Rahmen ihrer diesjährigen Weihnachtstour „Paveier & Gäste“. Wegen der großen Nachfrage fanden am Wochenende gleich zwei Konzerte im Kurhaussaal in Bad Neuenahr statt, bei denen insgesamt rund 1000 Fans der Kölschen Weihnacht in den Advent eingestimmt wurden. Die sechs Paveier Hans Ludwig (Bubi) Brühl, Johannes Gokus, Klaus Lückerath, Markus Steinseifer, Sven Welter und Detlef Vorholt kamen traditionell nicht alleine in die Kurstadt. Mit dabei waren Gäste verschiedenster Genres von Klassik und Gospel, über Flitsch-Spieler (Mandolinen-Spieler) bis hin zum Krätzchensänger. Während draußen vereinzelt die ersten Flocken auf das Ahrufer rieselten, eröffneten die Paveier das Weihnachtskonzert mit „D´r Winter ist jekumme“ (Der Winter ist gekommen). Musikalisch begleitet von dem Streichquartett Himmel und Ääd (Himmel und Erde) erklang besinnlich und nachdenklich das gleichnamige Paveier-Stück.

Lustig wurde es, als das Kölsche Urgestein Ludwig Sebus als erster Gast die Bühne betrat. Er klärte das Publikum über den Ursprung des Begriffes Paveier auf, der aus Zeit der französischen Besatzung stammt und eigentlich Straßenpflasterer bedeutet. Für ihn hätten sich die Paveier, seit über 30 Jahren im Musikgeschäft, in persönliche Edelsteine verwandelt, so Sebus. In „Alles su widder dun“ (Alles so wieder tun) blickte der 92-jährige Krätzchensänger auf sein bewegtes Leben zurück. Für berührende Momente in der ersten Konzerthälfte sorgte die Sopranistin Constanze Störk von den Kölner Hochschule für Musik und Tanz mit ihrer Darbietung des unbekannten Liedes „Weihnachten“ von Engelbert Humperdinck. Mucksmäuschenstill war es, als die junge Sopranistin in der blauen Glitzerrobe ihre Interpretation von Schuberts „Ave Maria“ vortrug. Störk setzte durch ihren Auftritt nicht nur den klassischen Akzent des Abends, sondern schaffte Raum für besinnliche Momente. Umso heiterer die Darbietung von „Heilig Abend auf dem Dom“, bei der sich vier der Paveier zu Beginn der zweiten Konzerthälfte im Kilt an Dudelsäcken versuchten. Wie bereits im vergangenen Jahr zählten der Gospelchor Burgbrohl und der Kinderchor der katholischen Hauptschule großer Griechenmarkt in Köln zu den Gästen in Bad Neuenahr. Die Burgbrohler Sänger stellten ihr rheinisches Blut beim Paveier-Hit „Nit alle Engel hän Flüjel“ (Nicht alle Engel haben Flügel) unter Beweis. Mit „Oh happy Day“ gaben sie einen Gospelklassiker zum Besten. Kölsche Kinderstimmen gab es beim Auftritt des Chores der katholischen Hauptschule großer Griechenmarkt in Köln zu hören. J.P. Weber an der Flitsch (Mandoline) begeisterte das Publikum mit einer Soloeinlage beim Song „Bal brennt e Bäumche“ (Bald brennt ein Bäumchen) und seinem unverwechselbaren Humor.

Bei aller Fröhlichkeit blieb die Bedächtigkeit nicht auf der Strecke. Es waren die großen Themen des Weihnachtsfestes - Frieden, Liebe und Nächstenliebe - die besungen wurden. Dabei begeisterten die Paveier ihre Fans mit neuen und alten Liedern, tollen Gästen und einer großen Portion „Kölsche Frohsinn“.

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Jahn:
Tolle Aktion der Linken! Hochachtung!! Es ist traurig, dass es diesem Staat einfach nicht gelingen will, Armut überhaupt abzuschaffen!! Ein Staat, der zu den wohlhabendsten Europas gehört. 900 Milliarden Euro geben die NATO-Staaten aktuell aus. Geld, was in anderen Bereich, Bildung, Forschung, Familiepolitik, in der Pflege, bei Renten oder in Krankenhäusern fehlt. Friedliche Lösungen und Humanismus müssen wieder zum Grundverständnis allen Wirkens gehören. Krieg ist die Widerlegung aller Werte. Die Linke ist eine Friedenspartei - im Moment die Einzige.

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Stefan Werle:
Leider vergessen: Die Original-Goldbach Musikanten spielten erneut auf mit ihren Weihnachtliedern
Uwe Klasen:
Alle Bemühumgen um ein geeintes Europa sind grundsätzlich zu befürworten, aber wenn sich Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron in die deutsche Innenpolitik einmischt dann bestimmt nicht wegen "Pulse of Europe"! Eher weil er für Frankreich größere Vorteile mit EDIS („Europäische Einlagensicherung“ also die Haftung für die (nationalen) Bankeinlagen werden vergemeinschaftet) sieht, welcher ein noch größerer Schulden-Topf als der ESM wird! Und dies ist ein weiterer Schritt auf dem Weg zum EU-Superstaat, der die nationalen Demokratien permanent übergehen kann! Dies ist sicher nicht das was die Menschen in Europa möchten!
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