So feierte Kolping die Fastnacht

„Komm zu Kolping und lache – Fassenacht ist Herzenssache“

14.02.2018 - 16:56

Lahnstein. Abwechslung vom Alltag bot der gut besuchte Kolping-Karneval im Pfarrzentrum am Europaplatz. „Komm zu Kolping und lache – Fassenacht ist Herzenssache“ lautete die Devise beim gut dreistündigen Programm. Ex-Prinz Klaus Hohenbild und „Mathe-Musikus“ Elmar Schmitz steuerten mit viel närrischem Wissen zielsicher das Narrenschiff. Eine gute Idee war es, gleich drei Kinder-Tanzformationen zu Beginn auftreten zu lassen: Die Kellermäuse des Möhnenclubs Immerfroh machten mit „Jetzt geht’s los“ Zirkus, das Kinderballett der Funken Blau-Weiß schwang die Beine in die Höhe und das Kindertanzpaar Vessna Metten und Baldur Körper vermittelte einen Eindruck vom zackigen Garde-Paartanz. Einen scharfzüngigen Reim auf das Welt- und Stadtgeschehen machte sich Protokoller Thomas Schneider. („Bei Koalitionsverhandlungen die Köpfe rauchten, jetzt gibt es das Kabinett als Gnadenhof der Verbrauchten“ oder „Vielleicht müsse mir nur noch etwas wade, dann könne mir im Kur-Naturheilwald bade/ Beim Netto einzukaufe bringt den Autofahrer zum Stöhne, denn nicht selten kriegste en Knöllche und mußt Löhne.“) Kelly Carrey, die deutsche Vizemeisterin im Gardetanz zeigte einmal mehratemberaubend ganz großes Können. Nicht umsonst floß viel Trainingsschweiß bei der Mehrgenerationen-Tanzgruppe „Family and friends“ vom NCV unter der Leitung von Sandra Unkelbach. Die „Helden unserer Kindheit“ erlebten schwungvoll fröhliche Urständ zu Melodien, die jeder kennt. Von Tabaluga, dem Barbie-Girl über Super-Mario bis Jim Knopf. In diesem Zusammenhang wurde auch der amtierende Kinderprinz, Luca von Graevenitz, vorgestellt. Das Pastoral-Team von St. Martin mit Pfarrer Thomas Barth, Dietmar Wittenstein und Hella Schröder wurde mit ihren Reimen durch das Auditorium ergänzt. Ein Thema war natürlich die Erweiterung des erweiterten pastoralen Raumes. Ein launiges Lob in einer Sonntagspredigt am Donnerstag gab es von Franziskanerbruder, Bezirksdekan Armin Sturm, der über Papst Franziskus sinnierte. Saskia Wüst und Maike Güllering hatten die NCV-Juniorentanzgarde adrett auf die närrische Rostra gebracht. Gardetanz in tadelloser Synchronität. Mit Clownsgesichtern vorne wie hinten tanzte die Möhnen-Formation „Hip 4 Hopp“ unter der Leitung von Laura Fuß. Eine Augenweide, bei welcher der Narr im Publikum eine gut geputzte Brille benötigte. Zum Witze-Contest, manchmal alt und unterirdisch, manchmal „zum Wegwerfen“ luden „Zwei Dolle“, alias Markus Schild und Thomas Schneider ein und ließen das Stimmungsbarometer steigen. Prinz Thomas II. vom Sparda-Schloß und ihre Lieblichkeit, Lahno Rhenania Laura I. hielten mit großem Gefolge Einzug. Die Lahno hatte nicht ganz Unrecht, als sie feststellte, dass die Kolpingfamilie St. Martin schon seit gefühlten Urzeiten Karneval feiert. Eine gelungene Feuertaufe hatten die Musiker Gerd Stein (Gitarre) und Michael Naß (Comeback am Keyboard), die nonstop für tanzbaren, tollen Sound sorgten. Mit dem Kolping-Ehrenorden wurde in diesem Jahr Karl-Heinz Hatterscheid ausgezeichnet. Mit einer Polonaise der vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, vor und hinter der Bühne, endete die gelungene Veranstaltung. Pressemitteilung

Kolping Lahnstein

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Kommentare
Christoph Wagner:
Gute Sache!
Andreas Nöthen:
Die ewig gestrigen dürfen nicht gewinnen. Die Aussage eines Dr. Fleischer der Marktplatz sei belebt genug ist dumm und hat mit städtischer Entwicklung nun gar nichts zu tun. Diese im Fernsehen von Fleischer geäußerte Meinung ist kontraproduktiv. Der Marktplatz kann nach meiner Meinung nicht belebt genug sein. Dies zum Wohle aller Bürger und so ist der "Fleischer Beitrag" mehr als nur zu vernachlässigen. Genau die Leute, die in anderen Städten die Ratsstuben bewundern wollen sie in Mayen nicht und lehnen Investoren ab um die sich jede andere Gemeinde wohl ein Bein ausreißen würde. Wer soll denn dies verstehen.
juergen mueller:
Ich finde es gut, dass es so etwas wie die AG-60-Plus gibt und damit ältere Menschen (wie auch meine Wenigkeit), die ihr politisches Interesse offen aufzeigen, auch wenn man einen Tagesordnungspunkt wie GroKo (mit berechtigten Bauchschmerzen) nur "abhaken" kann. Bauchschmerzen sind angesagt, wenn man sich den Koalitionsvertrag mit seinen über 170 Seiten einmal reingezogen hat, in dem das Wörtchen "SOLLEN" gleich hundertfach vorkommt, denn ... SOLLEN ... heisst NICHT WOLLEN, sondern nur, dass man beabsichtigt oder in Erwägung zieht, dass es so umgesetzt wird wie es "gesollt" wurde. Was letzten Endes für UNS dabei positiv herauskommt, dürfte nicht so wichtig gewesen sein, sondern nur, dass es zu einer Regierungsbildung und natürlich zu einer Verteilung lukrativer, politischer Posten gekommen ist. Letzten Endes ging es nur um ein Kämpfen gegen Verlust von Amt u. Mandat, von Posten, Diäten, Bezüge, von Macht, Anerkennung u. (vermeintlichem) Ansehen. Alles andere ist blauäugiges Denken.
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