Freudenberg Sealing Technologies

Remagener Firma mit Innovationspreis ausgezeichnet

Auszeichnung für elektromagnetisches Pulsfüge verfahren zur Herstellung von Membranspeichern

Remagener Firma mit
Innovationspreis ausgezeichnet

Guido Ernst (l.) und Herbert Georgi besuchten die Remagener Firma. Foto: AB

20.03.2017 - 14:36

Remagen. Als eines von sechs Unternehmen wurde die Firma Freudenberg Sealing Technologies aus Remagen im Februar 2017 mit dem Innovationspreis 2017 ausgezeichnet. Wirtschaftsminister Dr. Volker Wissing übergab in Trier die Preise, die das Wirtschaftsministerium gemeinsam mit den Arbeitsgemeinschaften der Industrie- und Handelskammern sowie der Handwerkskammern ausgelobt hatte. Das Unternehmen erhielt diese Auszeichnung in der Kategorie „Sonderpreis Industrie“. Aufgrund der Auszeichnung hatte Geschäftsführer Günter Fischer in der vergangenen Woche Bürgermeister Herbert Georgi, Landtagsabgeordneten Guido Ernst und den Wirtschaftsförderer der Stadtverwaltung Remagen Marc Bors zu einer Betriebsbesichtigung eingeladen.

Grund für die Auszeichnung des Remagener Unternehmens ist, dass das Remagener Unternehmen Freudenberg ein elektromagnetisches Pulsfügeverfahren entwickelt hat, mit dessen Hilfe Membranspeicher schneller und kostengünstiger hergestellt werden können. Membranspeicher werden in Hydrauliksystemen eingesetzt, etwa im Automobilbau bei automatischen- oder Doppelkupplungsgetrieben. Sie bestehen aus zwei Gehäusehälften aus Aluminium. In Remagen hat man eine Druckkammer entwickelt, in der die Gehäuseteile des Membranspeichers mithilfe der elektromagnetischen Pulsumformtechnik zusammengefügt werden und gleichzeitig ein Teil des Speichers mit Stickstoff befüllt werden kann. So kann der Energieverbrauch beim Herstellungsprozess deutlich gesenkt werden. Die Reduzierung der Prozessschritte führt zu einer signifikant kürzeren Prozesszeit, der Materialeinsatz sinkt. Das Verfahren bietet eine hohe Stabilität und Bauteilsauberkeit und ermöglicht durch den Leichtbauwerkstoff Aluminium zusätzliche Anwendungen in den Bereichen Automotive und Industrie“, begründet die Jury ihre Entscheidung.


Nachhaltigkeit und umweltverträgliche Mobilität


Die Gewichtsreduzierung von Bauteilen und Komponenten insbesondere für die Automobilindustrie ist Schwerpunkt der „LESS“-Initiative von Freudenberg Sealing Technologies. Das Kürzel „LESS“ steht für Low Emission Sealing Solution und somit für Nachhaltigkeit und umweltverträgliche Mobilität: in Motor, Getriebe, Nebenaggregaten sowie alternativen Antriebskonzepten wie E-Mobility.

Wie Geschäftsführer Günter Fischer dem Besuch erläuterte, gehören dem Unternehmen in Remagen rund 320 Mitarbeiter an. Im kommenden Jahr feiert Freudenberg Sealing Technologies 60jähriges Bestehen am Standort Remagen. Gleichzeitig wurde die Firma Integral Accumulator vor 20 Jahren von Freudenberg Sealing Technologies übernommen.

Freudenberg Sealing Technologies ist als Markt- und Technologiespezialist in der Dichtungstechnik ein führender Zulieferer, Entwicklungs- und Servicpartner für Kunden verschiedenster Marktsegmente wie beispielsweise der Automobilindustrie, der zivilen Luftfahrt, dem Maschinen- und Schiffsbau, der Lebensmittel- und Pharmaindustrie oder der Land- und Baumaschinenindustrie. Im Geschäftsjahr 2015 erzielte Freudenberg Sealing Technologies einen Umsatz von rund 2,3 Milliarden Euro und beschäftigte über 15 000 Mitarbeiter. Das Unternehmen gehört zur weltweit tätigen Freudenberg-Gruppe, die mit den Geschäftsfeldern Dichtungs- und Schwingungstechnik, Vliesstoffe und Filtration, Haushaltsprodukte sowie Spezialitäten und Sonstiges im Geschäftsjahr 2015 einen Umsatz von mehr als 7,5 Milliarden Euro erwirtschaftete und in rund 60 Ländern mehr als 40 000 Mitarbeiter beschäftigte.

Wie Günter Fischer erläuterte, schreibt das Unternehmen, das natürlich auch mit Speichern für Hybrid-Fahrzeuge weit in die Zukunft denkt und aktiv ist dunkelschwarze Zahlen. Stolz zeigte sich Fischer über die hohe Qualitätsstabilisierung, die groß geschrieben werde. Stolz zeigte sich Fischer aber auch darüber, dass bei einem Einbruch von 30 bis 40 Prozent im Jahr 2009 dank einer 24-monatigen Kurzarbeit alle Mitarbeiter bleiben konnten. „Danach kam der große Erfolg wie Phönix aus der Asche“, so Fischer. Unglaublich wichtig sei die Zertifizierung, sie sei die Eintrittskarte in den Markt. Die Norm sei eine permanente Verbesserung und eine große Energie in die Entwicklung zu stecken. „Dadurch sind wir in der Lage stabile Produkte auf den Markt zu bringen“, betonte Fischer bevor er voller Stolz mit seinen Gästen den Betrieb in Remagen besichtigte. AB

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Kommentare
Thomas Schäfer :
Schade, dass der Verlag diese und andere als Leserbriefe eingesandten Lesermeinungen der gedruckten Ausgabe vorenthalten hat ??
Jürgen Scholten:
Was ich noch vergessen habe !!! Traurig das ein Personalratsvorsitzender solche Kommentare ab gibt !!! Das zeugt von einer großen Voreingenommenheit !!!
Jürgen Scholten :
Sorry dürfte ich mal wissen welche Parteibücher die Herrn haben die diese Kommentare ab geben ??? Unter der Gürtellinie !!!!

Ein Fest, das seinesgleichen sucht

Christian Döpgen:
Handgemachtes von der Firma LivingWood aus Zell (Mosel) www.living-wood.net
juergen mueller:
Warum wurde nicht bereits VOR der Bauphase daran gedacht, dass SAND als Untergrund den Anforderungen eines LKW-Anlieferung- sowie z.B. Müllwagen-Verkehrs (26 Tonnen) nicht standhält? Warum ist der SPD-Altstadt-Mitte bei ihren Begehungen (auch der Kornpfortstrasse während der wochenlangen Bauphase) dieser Makel, dessen Beseitigung nun wiederholt Steuergelder kosten soll, nicht aufgefallen? Eine Schuldzuweisung alleine zu Lasten der Verwaltung oder der ausführenden Baubehörde erscheint mir hier als zu einfach gedacht.
juergen mueller:
Die Aussage der Verwaltung u. die (zu)späte Feststellung der SPD-Altstadt-Mitte, die Pflasterung der Kornpfortstrasse vertrage den LKW-Verkehr nicht, spricht Bände. Hat die Verwaltung etwa geglaubt, die Warenanlieferung erfolgt mit der Sackkarre? Was ist mit der wöchentlichen Leerung der Mülltonnen mit einem 26-Tonner? Wenn der SPD-OV-Mitte schon anprangert - FRAGE: "Warum ist hier nicht schon während der monatelangen Bauphase aufgefallen, dass SAND NICHT als LKW-tragfähiger-Untergrund geeignet ist, was jedes Kind bereits weiß? Wozu dann die wöchentliche Begehung der Altstadt(straßen),wenn so etwas nicht auffällt? Die Kornpfortstrasse ist in ihrer GESAMTHEIT NICHT gelungen, wenn neben einer ansehnlichen Oberfläche ein tragbarer Untergrund für die normalen Dinge des Lebens fehlt, Dinge, die es nun einmal mit zu berücksichtigen gilt, wenn man solche Bauvorhaben durchführt. Der Verwaltung die Schuld zuzuschieben an etwas was man mit verbockt hat ist zu einfach aber eben Politik
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