„Rock´n´Raw“- Konzert in Mayschoß

Rock´n´Roll-Attacke an der Mittelahr

Drei frische Bands der AW-Rockszene begeisterten mit neuen Songs

20.03.2017 - 11:57

Mayschoß. Der pittoreske Weinort Mayschoß liegt am Fuße der Saffenburg und ist als kleines Weinidyll bekannt.

Doch am Freitagabend herrschte in der beschaulichen Ortsgemeinde ein ganz anderer Ton: Im Tin Star Saloon wurden die E-Gitarren umgeschnallt und die Verstärker auf „Vollgas“ gedreht.

Unter dem Motto „Rock´n´Raw“ gaben sich gleich drei Bands aus der Rock-Szene des Ahrtals das Plektrum und die Drumsticks in die Hand. Wer hier nun musikalische Nachwuchskräfte erwartete, konnte gleich wieder gehen.

Denn der Abend gehörte den alten Rock´n´Roll-Hasen des Ahrtals.

Die drei Bands „St. Andreas“, „The Mighty Clit Commanders“ und „Slin´s Straßenköter“ haben zwar die Gemeinsamkeit, relativ junge Bandprojekte zu sein – die Darsteller auf der Bühne sind jedoch allesamt erfahrene Rocker, tief verwurzelt mit der Musik und teilweise seit Jahrzehnten auf den Bühnen im Ahrtal zu Hause. Entsprechend groß war auch die Resonanz.

Etwas über 100 Besucher kamen in den Saloon und das verwunderte nicht.

Zum Klassentreffen des Rock´n´Roll-Leistungskurses kommt man eben gerne, um sich neue Songs anzuhören und in alten Zeiten zu schwelgen.

Und: Man kennt sich eben. So entstand ein Konzertabend auf dem Niveau einer Familienfete, der vor allem zwei

Aspekte vereinte: Herzlichkeit und Lautstärke.


Eisbrecher mit langer Punkrock-Vita


Den Anfang machten die fünf Jungs von „St. Andreas.“ Die sechs Musiker mit Frontmann und Sänger Florian Riske aus Dernau präsentierten schnörkellosen Punkrock der alten Schule. Mit teilweise drei E-Gitarren gleichzeitig gab es natürlich mächtig was auf die Ohren und die Männer verstehen ihr Handwerk. Denn die Kombo setzt größtenteils aus den Ex-Mitglieder der Kultkapelle „Nothing to prove“ zusammen, die schon in den späten Neunzigern Punkrockfans begeisterte. Bei „St. Andreas“ trat man so mit neuem Sänger das Erbe an und das solide Bühnenstück konnte die Fans durchaus begeistern.


Vollgas mit den Rock´n´Roll-Kommandaten


Nach den Anheizern von „St. Andreas“ wurde es Zeit für das erste Highlight des Abends. Das Quintett der „Mighty Clit Commanders“ betrat die Bühne und sorgte für ein musikalisches Ausrufezeichen. Mit Kontrabass statt E-Bass, bedient von Ronny Sorgatz, nähern sich die Jungs um Frontmann Stefan „Steve“ Brungs dem Rockabilly und auch Gitarrist Andreas „Teichi“ Teichert hatte einige verspielte Harmonien nach Mayschoß mitgebracht. Der Mix aus rohem Rock´n´Roll und handfestem Punkrock kam gut

an. Angesichts der sympathischen Bühnenshow und des extravaganten Bandnamens gab´s im

Publikum somit nicht nur wippende Füße sondern auch ein breites Grinsen.


Vorhang auf für den „Drei-Mann-Asphaltkocher“


Dass auch zu dritt kräftig gerockt werden kann, bewies die Rock´n´Roll-Allzweckwaffe „Slin“ aus Walporzheim, der sich mit seinen „Straßenkötern“ Anger und Randy noch zwei verstärkende Musiker auf die Bühne holte.

Logischerweise firmierte das Triumvirat der gut gelaunten Rotzigkeit unter dem vielsagenden Namen „Slin´s Straßenköter“ und zauberten eine etwas andere Interpretation der Songs von Slin, der sonst als rockiger Alleinunterhalter die halbe Bundesrepublik in seine Welt entführt.

Stets erzählt Slin in seinen eingängigen Songs Geschichten aus dem Leben, die jeder kennt: Mal geht’s um den desolaten Zustand des eigenen Personenkraftwagens, mal einfach um Whiskey.

Das ganze kommt im groovigen Gewand daher; Anleihen aus Rock´n´Roll und Classic Rock sind unverkennbar. Der „Drei-Mann-Asphaltkocher“, so die augenzwinkernde Selbstbezeichnung, hatte es wieder einmal drauf und verlangte dem Publikum alles ab.

Das Fazit: Ein richtig guter Abend der ganz alten Schule und einem gut gelaunten Publikum, dass handgemachte Rockmusik durchweg zu schätzen wusste.

Artikel bewerten

rating rating rating rating rating
Kommentare
Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.
Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag erstellen zu können.
 
Weitere Artikel

Beim Konzert des GV „Eintracht“ Kürrenberg e.V. wurde gesungen und geswingt

Ein musikalisches Feuerwerk

Kürrenberg. Der GV „Eintracht“ Kürrenberg e.V. lud zu einem Konzert unter dem Motto: „Kürrenberg singt und swingt“ in die Pfarrkirche ein. Viele Gäste folgten der Einladung und mussten es nicht bereuen. Der GV „Eintracht“ Kürrenberg e.V. hatte mit seinem Vorsitzenden Hugo Nowicki und dem Dirigenten Gerhard Schlich ein fulminantes Programm zusammengestellt. mehr...

Wein- und Obstbauverein Monreal überreichte Urkunden

Weinköniginnen sind nun Ehrenmitglieder

Monreal. Nachdem die Mitgliederversammlung des Wein- und Obstbauvereins Monreal den Beschluss gefasst hat, ihre ehemaligen Weinköniginnen Andrea Engel und Jessica Hausmann als Dank für ihre „Königinnenzeit“ zu Ehrenmitgliedern zu ernennen, wurde ihnen jetzt eine eigens dafür geschaffene Urkunde überreicht. mehr...

Konzert in der Mayener Clemenskirche

Orgelmusik zur Marktzeit

Mayen. Das dritte Konzert in der Reihe „Orgelmusik zur Marktzeit“ in der Mayener Clemenskirche beginnt am Samstag, 29. Juli um 11.30 Uhr. Solist an der Orgel ist Dekanatskantor Michael Steinbach aus Emmelshausen. mehr...

Weitere Artikel

Informationsfahrt der CDU Langenfeld

Besuch der Firma Rhodius und der NS-Ordensburg Vogelsang

Langenfeld. Die Informationsfahrt der CDU Langenfeld führte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zunächst nach Burgbrohl zur Rhodius Mineralquellen und Getränke. Dr. Karl Tack, der erst kürzlich die Geschäftsführung und Leitung des Unternehmens an Sohn und Tochter abgegeben hat, erläuterte zunächst die Unternehmensstruktur und -philosophie. mehr...

Katholische Pfarreiengemeinschaft Mayen

# Pingjum goes Media

Mayen. # Pingjum goes Media 2017 – unter diesem Motto stand die diesjährige Ferienfreizeit der Katholischen Pfarreiengemeinschaft Mayen nach Harlingen in den Niederlanden. mehr...

Vermisstensuche in Rheinbrohl erfolgreich beendet

Demenzkranker lebend aufgefunden

Rheinbrohl. Der seit Dienstag, 18.07.2017 vermisste Hans Peter Felix RENN konnte nach zweitägigen, aufwändigen Suchmaßnahmen unter Beteiligung von Feuer-wehrkräften, Mantrailern, Polizeihubschrauber sowie Wasserschutzpolizei und einher-gehender Öffentlichkeitsfahndung am Donnerstagnachmittag durch Bereitschafts-polizeikräfte in einem Hang in der Nähe des Seniorenheims Rheinbrohl lebend aufgefunden und medizinischer Versorgung zugeführt werden. mehr...

Weitere Artikel

Seniorenkreis der Kolpingfamilie Andernach

Wer grillt, der bleibt …

Andernach. Familien mit schulpflichtigen Kindern freuen sich auf die „schönste Zeit im Jahr“, auf die Ferien. Im Urlaub gilt es, auszuspannen und mal etwas anderes zu sehen. Bei der Kolpingfamilie Andernach beginnt der Start ins zweite Halbjahr schon traditionell mit einem Grillfest, sozusagen unter dem Motto: Wer nicht verreist ist, kommt zum Sommerfest. Die Anmeldungen ließen es schon erahnen; es würde eine Rekordbeteiligung geben. mehr...

Basar in Mülheim-Kärlich

Rund ums Kind

Mülheim-Kärlich. Die Elternausschüsse der Kindertagesstätten Schillerstraße und Urmitz/Bahnhof laden ein zum Spielzeug- und Kleiderbasar „Rund ums Kind“ am Samstag, 2. September, 10 bis 11.30 Uhr (Einlass für Schwangere um 9.30 Uhr) in der Mehrzweckhalle Urmitz/Bahnhof, Beethovenstraße 18, Mülheim-Kärlich. Der Erlös aus dem Kuchenverkauf sowie die Standgebühren kommen den beiden Kitas zugute. Die Standgebühr je Tisch beträgt 7,00 Euro. mehr...

Namedyer Senioren waren in Koblenz

Leinen los

Namedy. Anfang Juli war die Namedyer Seniorengruppe mit dem Schiff unterwegs nach Koblenz. Um 12:05 Uhr war es so weit, Leinen los. Mit vielen Gästen und guter Laune im Gepäck verging die Zeit schnell. In Koblenz angekommen wartete schon der Altstadtexpress. Es gab viel zu sehen bei der gemütlichen Fahrt durch die Stadt. Los ging’s von der Kastor Kirche vorbei an der Mosel dem Görres Platz und der Liebfrauenkirche und wieder hinab an den Rhein. mehr...

 
 
gesucht & gefunden
Kommentare

Motocross Fahrer schlägt einen Spaziergänger

juergen mueller:
Hallo m.m, schon gelesen (ich meine die Zeitung - oder liest man keine?). Nur zur Richtigstellung. Die Prügelattacke geht auf das Konto einer Spezie, die zu dem Typ Zweibeiner gehört, der seine Frustration und sein Gewaltpotenzial so auslebt, wie es ihm genehm ist und sich einen Scheiß darum schert, ob bei seinem unnatürlichen Verhalten andere zu Schaden kommen können, sondern dies eher bewusst in Kauf nimmt. Hinzukommt, dass er nicht den Arsch in der Hose hat sich bei der Polizei zu melden, um seine Version dieses Vorfalles abzugeben. Wäre mir dieses Geschehen widerfahren, versprochen, wäre dies anders ausgegangen und gewiss nicht zu meinem Nachteil, da auch ich die traurige Erfahrung machen musste, dass man mit Reden alleine nichts bewirken kann, sondern nur mit Handeln.
m.m:
ob die da fahren durften hin oder her ,geht ja um die Körperverletzung und die ging anscheinend vom Wanderer aus ,der Motorradfahrer hat sich verteidigt. vielleicht ist die Gegendarstellung ja auch längst bei der Polizei eingetroffen ...
juergen mueller:
Fakt ist erst einmal, dass die Motocross-Fahrzeuge NICHTS dort zu suchen hatten. Und was die Gegendarstellung auf Facebook betrifft, so würde es mich interessieren, von wem diese Gegendarstellung abgegeben wurde - warum auf Facebook und nicht bei der Polizei. Desweiteren, ich gehe mal davon aus, dass die beteiligten Motocross-Fahrer auch auf Facebook präsent sind - WARUM melden sich diese nicht bei der Polizei um zu einer Klärung beizutragen?
juergen mueller:
"Das kann so nicht weitergehen". Große Worte von einem, der OB unserer Stadt werden will und, egal was so nicht weitergehen kann, immer wieder betont, sich dafür einzusetzen, wenn er denn OB geworden ist. Mir fehlt alleine schon an den Worten der Glaube, da nie die Rede davon ist, wie das alles und wovon bezahlt werden soll. Das in "vielen" Fällen (und das sind viele) dies auch mit geringem Aufwand möglich sei, daran dürfte Herr Langner wohl nur selbst glauben, zumal ER das alleine auch NICHT entscheiden kann. Es sind immer wieder diese gleichlautenden, wiederholten Beteuerungen und Versprechungen, die es in ihrer Vielzahl (zumindest mir) unmöglich machen, darin auch nur einen Funken von Wahrheit u. Umsetzungsvermögen zu erkennen bei der ebensolchen Vielzahl eigentlicher Probleme, die die STADT wie in einer Art Zwangsjacke einengen und Träumereien ausschliessen müsste. Aber im WAHLKAMPF gelten nunmal andere Maßstäbe und da kommt es auch nicht unbedingt auf Wahrheiten an.
Manuela Keck:
Das ist ganz großartig. Die Facebookgruppe behind the police dankt ihnen dafür. http://www.facebook.com/groups/behindthepolice
Regionale Kompetenzen

 
Service
Lesetipps
GelesenBewertet