Sitzung für Menschen mit Handicap in Koblenz

Spektakuläre Tänze und ein emotionaler Abschied

Nach 28 Jahren geht Organisator und Moderator Heinz Kölsch von Bord

11.01.2018 - 13:22

Koblenz. Am Ende wurde es ganz emotional. Denn ein ganz großer des Koblenzer Karnevals verlässt seine Bühne. Gemeint ist der langjährige Vize-Präsident der Arbeitsgemeinschaft Koblenzer Karneval (AKK) Heinz Kölsch. Ganze 28 Jahre organisierte, verantwortete und moderierte - dies tat er 24 Jahre lang - er die „Sitzung für Menschen mit Handicap“. Jetzt endet seine Ära, den er wird zum Ende der laufenden Session sein Amt in jüngere Hände legen.


Publikum in bester Stimmung


Was direkt spürbar ist: Dieses Event der AKK sowie des Behindertensportverbandes Rheinland-Pfalz ist für die anwesenden Menschen mit teils schwerer körperlicher oder geistiger Einschränkung aus dem Großraum Koblenz ein echtes Highlight im Jahreskalender. Die allein rund 600 Personen mit Handicap, so wie die vielen weiteren Zuschauer aus den teilnehmenden Vereinen sorgten bei bester Stimmung für eine voll besetzte Koblenzer Rhein-Mosel-Halle. Sie ist damit die größte Karnevalssitzung ihrer Art in Deutschland. Organisator Heinz Kölsch, so wie sein AKK-Team zeigen damit eindrucksvoll, wie wunderbar der Karneval auch für Inklusion stehen kann.

Als Heinz Kölsch vier Stunden vorher gemeinsam mit dem ebenfalls scheidenden Koblenzer Oberbürgermeister Prof. Dr. Joachim Hofmann-Göttig, im Karneval „JoHo“ genannt, so wie dem Rheinland-Pfälzischen Innen- und Sportminister Roger Lewentz die Veranstaltung eröffnete, wusste er noch nicht, welche Emotionen dieser Abend noch bieten würde.


Koblenzer Tanzsport-Feuerwerk


Der Veranstaltungsplan sorgte für reichlich Tanzsportaction auf der Bühne.

Bereits vor der offiziellen Begrüßung gab es eine grandiose Show der von Petra Knopp und Sandra Engel trainierten AKK-Garde. Eine Selektion aus allen Koblenzer Tanzgruppierungen. Nach dem Auftritt des Koblenzer Tollitätenpaar Prinz Marcel und der fantastischen Confluentia Rebbeca zeigte die Formation des Horchheimer Carnevalsverein einen sensationellen 80er Jahre Tanz.

Darauf folgten die von Ricarda Kiefer trainierten „Kapuzemänner Kesselheim“ mit ihrer „karnevalistischen Walpurgisnacht“ und die Formation der Funken Rot-Weiß-Gold Metternich.

Diese retteten die Welt mit ihren „Powerwoman“. Die Große Koblenzer Karnevalsgesellschaft reiste in den Wilden Westen und der Heimatverein der Tollitäten, der NC Blau-Weiß Niederberg brachten dessen Stiere auf die Bühne. Zwischendurch sorgte Thorsten Schupp alias Torty de Banana immer mal wieder mit bekannten Schlager- und Partysongs für einige Polonaisen im Saal.

Für die tänzerischen Highlights sorgten an diesen Abend die „Funny Girls und Boys“, die Tanzgruppe des Möhnenvereins der Fidele Mädcher aus Wallersheim mit einen aufwendigen Discothema sowie die „Freibeuter“ des Narren Club Waschem. Beide zeigten tolle Flugeinlagen und wunderbare aufbauten.

Das traditionelle Finale von AKK-Sitzungen präsentierte auch an diesem Abend natürlich Torty de Banana alias Thorsten Schupp mit dem Kultlied „Kowelenzer Schängelche“, bevor die Mädels der Wallersheimer Vereine dem emotional ergriffenen, scheidenden Conférencier des Abends jeweils eine Rose zum Abschied gaben.

Roland Schäfges

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Kommentare
11.01.2018 20:09 Uhr
Y.K schrieb:

Schade, dass bei der finalen Übergabe der Rosen der Verein der "Kesselheimer Kapuzenmänner" und somit die "Großen Funken Kesselheim" vergessen wurden, welche die Rosen mitverteilt haben!
Wenn man Vereine bennent, sollten auch alle Beteiligten genannt werden!



 
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Uwe Klasen:
Es sprach am Wahlabend, Mister 100%, Martin Schulz von einem „schweren und bitteren Tag für die deutsche Sozialdemokratie“ und versicherte, es werde keine Fortsetzung der Großen Koalition mit der Union geben, jedenfalls nicht mit ihm und nicht mit Angela Merkel. Wenn die SPD-Genossen noch einen Rest an Glaubwürdigkeit vermitteln möchten, dann muss eine GroKo abgelehnt werden! Denn das, was derzeit stattfindet, ist doch nur noch ein Totentanz um das goldenen Kalb "Merkel"!
Claus:
"Dabei legte der Bürgermeister auch dar, warum die VG-Weißenthurm einen solchen Aufschwung hat." Letztlich immer noch deshalb, weil man sich bei der Einrichtung des Gewerbegebietes nichts um die Bedenken aus Koblenz (und auch nicht unbedingt was um das geltende Recht, Planverfahren und so...) geschert hat. Damit hat man den Grundstein für die finanzielle Situation der heutigen Verbandsgemeinde gelegt, vielleicht nicht ganz fair, aber auf jeden Fall erfolgreich.
Claus:
Eine sehr schöne Idee, mal so einen Rückblick mit eher regionalen/lokalen Persönlichkeiten zu füllen. Welche ehemaligen Stars gehen mussten, kommt in zig Sendungen und Zeitungen vor. Der gesellschaftliche Nutzen der hier genannten ist wahrscheinlich noch höher zu bewerten. Danke dafür.
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