Weiberfastnacht und der Karnevalssamstag in Rheinbreitbach

Straffes Programm und Partystimmung

14.02.2018 - 10:55

Rheinbreitbach. Schon vor 5 Uhr morgens vernahmen erste Rheinbreitbacher die Weckmöhnen, die bei eisigen Temperaturen durch die Gassen zogen. Gegen 9 Uhr trafen sie dann auf eine größere Fraktion der KG „Me haalen et us“, und gemeinsam stärkte man sich beim Empfang der Sparkasse, wo eine Auswahl an Mett- und Käsebrötchen sowie Krapfen, Kölsch und Sekt auf sie warteten. Doch es galt keine Zeit zu verlieren, denn das straffe Programm sah für wenig später schon den Empfang der Volksbank vor. Hier trafen nun die Kleinen der Burggarde, Sterne und Flöhe samt Eltern und Betreuern, hinzu, die Filialleiter Heinz Runkel und seinen Angestellten gleich mehrere Tänzchen darboten. Runkel ist selbst KG-Mitglied – und das schon seit 50 Jahren! Dafür wurde er von den anwesenden Vorstandsmitgliedern mit einer Urkunde und Flasche Wein geehrt (und die anwesenden Vorstände durften zum Dank ein paar Gläschen Baileys trinken…). Derart gestärkt setzte sich der gesamte Jeckentrupp in Bewegung zum Sturm auf den Kindergarten Sonnenschein. Dort bekamen die Karnevalisten den selbst gebastelten Krümelmonster-Orden der Kinder überreicht. Kinderprinzessin Pia I. dankte es ihnen mit einem Kamelle-Regen. Der Kindergarten Maria Magdalena war das nächste Ziel, hier gab es Schiffchen-Orden, getreu dem diesjährigen Motto „Schifffahrt am Rhein“. Sterne und Flöhe setzten zu ihrem dritten Tanz an, Prinzessin Pia zum zweiten Kamelle-Regen, und auch hier gab es Jubel und Applaus für diesen besonderen Besuch. Zum Abschied sang man gemeinsam „Einmal am Rhein“ – und Große wie Kleine schunkelten selig durch den Kindergarten. Jetzt waren die großen Kinder an der Reihe: Im Foyer der Gebrüder-Grimm-Schule hatten sie sich eingefunden, um dabei zu sein, wenn ihre Lehrer gefesselt und abgeführt würden. Und genau so kam es dann: schulfrei für die Pänz und ein Imbiss für die abgekämpften Jecken im Lehrerzimmer.


Zwei großartige Partys


Während Burggarde und Prinzessin noch mehrere Termine absolvierten, begaben sich die meisten KG-Mitglieder kurz nach Mittag zur Hans-Dahmen-Halle, wo ab 15:11 Uhr SWR3 mit DJ Michael Leuphold zur SWR3-Elchparty aufspielte.

Bis zum frühen Abend war die Halle gut gefüllt mit tanzwütigen Karnevalisten von nah und fern, denen wie schon im Jahr zuvor eine großartige Party mit Nebelkanonen und Luftgitarrencontests geboten wurde.

Einmal schaltete der Saal sogar live ins Programm von SWR3 und für einen kurzen Moment war der Rheinbreitbacher Karneval von Köln bis Mainz, in ganz Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg zu hören.

Nur zwei Tage später wurde in der Hans-Dahmen-Halle erneut eine großartige Party gefeiert. Neben Hunderten Besuchern kamen insgesamt fünf Livebands. Den Anfang machten die Schäl Pänz, die den Saal mit Karnevalsklassikern in Stimmung brachten. Dann zog erstmals in der Geschichte des Rheinbreitbacher Karnevals die Erpler Gulaschkapell in den Saal ein und spielte etwa eine halbe Stunde lang, bis der Saal so richtig brodelte und kochte. Es folgten Hi-Five, die ein Jubiläum feiern konnten, denn tatsächlich kommen die Männer aus dem Ruhrgebiet schon seit sage und schreibe 25 Jahren nach Rheinbreitbach! Diesmal hatten sie als Verstärkung noch Sängerin Nicole mitgebracht und konnten so noch mal ganz neue Facetten ihres ohnehin schon breiten Repertoires zeigen. Zu späterer Stunde gab es dann noch Gastauftritte der Unkler Barhocker sowie der Eifler Karnevalsshowband Botzedresse. Nach sieben Stunden Karnevalfeiern sahen gegen drei Uhr nachts dann aber auch die Letzten ein, dass alles mal ein Ende haben muss: Fastellovend 2018 in Rheinbreitbach war zu Ende.

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Kommentare
Christoph Wagner:
Gute Sache!
Andreas Nöthen:
Die ewig gestrigen dürfen nicht gewinnen. Die Aussage eines Dr. Fleischer der Marktplatz sei belebt genug ist dumm und hat mit städtischer Entwicklung nun gar nichts zu tun. Diese im Fernsehen von Fleischer geäußerte Meinung ist kontraproduktiv. Der Marktplatz kann nach meiner Meinung nicht belebt genug sein. Dies zum Wohle aller Bürger und so ist der "Fleischer Beitrag" mehr als nur zu vernachlässigen. Genau die Leute, die in anderen Städten die Ratsstuben bewundern wollen sie in Mayen nicht und lehnen Investoren ab um die sich jede andere Gemeinde wohl ein Bein ausreißen würde. Wer soll denn dies verstehen.
juergen mueller:
Ich finde es gut, dass es so etwas wie die AG-60-Plus gibt und damit ältere Menschen (wie auch meine Wenigkeit), die ihr politisches Interesse offen aufzeigen, auch wenn man einen Tagesordnungspunkt wie GroKo (mit berechtigten Bauchschmerzen) nur "abhaken" kann. Bauchschmerzen sind angesagt, wenn man sich den Koalitionsvertrag mit seinen über 170 Seiten einmal reingezogen hat, in dem das Wörtchen "SOLLEN" gleich hundertfach vorkommt, denn ... SOLLEN ... heisst NICHT WOLLEN, sondern nur, dass man beabsichtigt oder in Erwägung zieht, dass es so umgesetzt wird wie es "gesollt" wurde. Was letzten Endes für UNS dabei positiv herauskommt, dürfte nicht so wichtig gewesen sein, sondern nur, dass es zu einer Regierungsbildung und natürlich zu einer Verteilung lukrativer, politischer Posten gekommen ist. Letzten Endes ging es nur um ein Kämpfen gegen Verlust von Amt u. Mandat, von Posten, Diäten, Bezüge, von Macht, Anerkennung u. (vermeintlichem) Ansehen. Alles andere ist blauäugiges Denken.
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