Der Löschzug Unkel lud am Sonntag zu seinem traditionellen Frühjahrs-Frühschoppen ein

Vier Neuzugängen standen zwei Verabschiedungen gegenüber

Vier Neuzugängen standen
zwei Verabschiedungen gegenüber

Am Dorfbrunnen neben dem Dom präsentierte die Unkeler Wehrleitung die Beförderten und Geehrten des Löschzugs Unkel. Foto: DL

11.01.2017 - 08:31

Unkel. Zu seinem traditionellen Neujahrs-Frühschoppen im Scheurener Hof hatte der Unkeler Löschzug am Sonntag im Anschluss an die Familienmesse in Sankt Pankratius eingeladen. Wie in den Vorjahren hatte das Tambourcorps „Rheinklänge“ die Feuerwehrleute musikalisch dorthin geführt. Gefolgt waren ihnen aber auch zwei Abordnungen der Sternsinger, um nach dem Singen des „Dreikönigslied“ ihre Sammeldosen rundgehen zu lassen, obwohl eigentlich mit der Messe die Aktion in Unkel beendet war. „Wir nutzen den Frühschoppen der Feuerwehr, um unser Spendenaufkommen noch etwas zu erhöhen. Schließlich kommt dieses nicht nur dem diesjährigen Beispielland Kenia mit Projekten in zugute“, so Gemeindereferentin Rita Cosler. Nach einer wärmenden Suppe wurden zunächst Sarah Klein, René Abel, Rico Stein und Daniel Göllner von Wehrleiter Ulrich Rechmann und VG-Chef Karsten Fehr über ihre Dienstpflichten und die Folgen bei Nichtbeachtung aufgeklärt, bevor der frisch gewählte, aber noch nicht offiziell ernannte Wehrführer Akin Karga mit der Begrüßung der Ehrengäste seine Feuertaufe bestand. So konnte er auch in Namen seiner beiden Stellvertreter, Uwe Schumacher und Lionel Gironde, außer den Wehrleitern, Ulrich Rechmann und Ralf Wester, und dem Chef der Wehr Delegationen der übrigen vier Löschzüge aus der Verbandsgemeinde, Stadtbürgermeister Gerhard Hausen sowie dessen Vorgänger und Ehrenmitglied der Wehr, Werner Zimmermann, willkommen heißen ebenso wie den Ehrenwehrleiter Hans-Josef Fröhlich und den Ehrenwehrführer Werner Schumacher, den Vorsitzenden des Fördervereins, Hans Otto, genannt „Dieter“, Jammel, den Jugendfeuerwehrwart Robert Rohkrämer und die Musiker des Tambourcorps.

Anschließend wünschte Karsten Fehr allen Anwesenden, vor allem aber den Feuerwehrkameraden ein gutes, glückliches und insbesondere gesundes Neues Jahr, „sodass Sie am Ende von 2017 auf möglichst viele gute Tage mit wenigen Feuerwehreinsätzen zurückblicken können.“ Einen Rückblick auf 2016 ließ er unmittelbar folgen. Ganze 47 Mal, zu 14 Brand- und 33 Hilfeleistungseinsätzen war die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Unkel im Vorjahr ausgerückt und hatte damit zehn Einsätze mehr als in 2015 absolviert. 2015 waren es 17 Brandeinsätze und 20 Hilfeleistungen gewesen. „Insgesamt hatte die Wehr der VG Unkel in 2016 114 Einsätze“, beendete Karsten Fehr seinen Ausflug in die Statistik, um direkt für Verständnis zu werben, dass er angesichts einer umfangreichen Tagesordnung keine lange Rede halten werde. So beschränkte er sich darauf, den Kameraden Dank zu sagen für Ihren ehrenamtlichen und unermüdlichen Einsatz am Tag und in der Nacht, wochentags und an Sonn- und Feiertagen sowie dafür, dass sie eine Vorbildfunktion für Jugend und Gesellschaft wahrnehmen.

„In diesen Dank beziehe ich aber auch die Familien und Partnerinnen ein, die mit ihrem Verständnis die Arbeit der Feuerwehrkameraden unterstützen“, so der Chef der Wehr, bevor er nach der Verpflichtungen per Handschlag, darunter nach seiner Rückkehr aus Berlin auch Hauptfeuerwehrmann Daniel Göllner, zusammen mit Ulrich Rechmann zu den Beförderungen überging. So gehören Matthias Becker, Maik Ramsch und Tobias Langen seit Sonntag als Feuermänner zu der 34-köpfigen Mannschaft von Akin Karga, der zudem auf Sebastian Kirschbaum und Andreas Gersthahn als Hauptlöschmeister bauen kann. Der Nachfolgen von Sascha Wiemer selber wurde zum Brandmeister befördert.

„Der Minister des Innern, für Sport und Infrastruktur in Rheinland-Pfalz, verleiht heute zudem drei Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr Unkel für 25-jährige, aktive, pflichttreue Tätigkeit bei der Feuerwehr das silberne Feuerwehr – Ehrenzeichen“, kündigte Karsten Fehr dann an. Brandmeister Alexander Jammel, Hauptlöschmeister Florian Krupp und Löschmeister Alexander Menden erhielten neben der Ehrennadel und der entsprechenden Urkunde von Karsten Fehr den Silbernen Florianstaler der Verbandsgemeinde.

„Nun habe ich noch drei Verabschiedungen vorzunehmen, zunächst muss ich nach 18 Jahren Dienst in der freiwilligen Feuerwehr Unkel und 27 Jahren im Dienst der Feuerwehr heute Sascha Wiemer verabschieden“, kündigte der Chef der Wehr an, um dann dem Schock bei den Feuerwehrkameraden mit den späten Zusatz entgegenzuwirken, „aber zum Glück nur als Wehrführer und nicht aus der Feuerwehr. Im Löschzug bleibt er uns weiterhin erhalten“, so Karsten Fehr. Anders verhielt es sich bei Oberbrandmeister Rainer Menden, der mit seinem 60. Geburtstag am 11. Juni nach 43 Jahren Dienst in der freiwilligen Feuerwehr aus dem Löschzug ausgeschieden war und seitdem die Alterswehr verstärkt. Auch Brandmeister Manfred Stieger war kurz nach seinem 60. Geburtstag Mitte Mai aus dem aktiven Dienst ausgeschieden und in die Alterswehr eingetreten.

„Wie wäre wohl unser Gemeinwesen beschaffen ohne die Freiwillige Feuerwehr“, fragte Gerhard Hausen rein rhetorisch. Zwar sei diese im Ansehen weit oben angesiedelt, es ärgere ihn jedoch, mit welcher Selbstverständlichkeit viele in der Bevölkerung davon ausgehen würden, dass die Feuerwehr jederzeit zur Verfügung stehen würde. „Ich bin mir bewusst, dass wir mit Ihnen eine gut ausgebildete und hochmotivierte Truppe haben, der ich wünsche, dass sie stets gesund und wohlbehalten von ihren Einsätzen zurückkommt“, hob er Bürgermeister hervor. Mit leeren Händen war er auch nicht gekommen. So überreichte Gerhard Hausen den drei „25-Jährigen“ das Stadtwappen auf einer Schiefertafel, während er für die beiden „Altgedienten“ und den Ex-Wehrführer ein Bild von der Unkeler Rheinpromenade mitgebracht hatte. DL

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Uwe Klasen:
So wie es derzeit ist, hier sei als schlechtestes Beispiel der Fraktionszwang genannt, kann es einfach nicht weitergehen! Das sollten endlich auch die Politiker in Bund und Ländern erkennen und entsprechende Regelungen für die aktive Mitbestimmung der Bürger in die Wege leiten! Vorbild Schweiz!
juergen mueller:
In Braubach`s "vielbefahrener" Ortsdurchfahrt gilt nunmehr Tempo 30. Dies dürfte sich jedoch nicht auf das Verkehrsaufkommen auswirken, das nach wie vor bestehen bleibt. Hier in RÜBENACH besteht das gleiche Problem, wo tagtäglich PKW, BUSSE und SCHWERLASTVERKEHR seit Jahrzehnten mitten durch den Ort fahren u. das in einem Maße (was tagtäglich durch eine eigens von der Bürgerinitiative erworbene u. installierte Meßanlage registriert wird), zu deren Lösung es nur eine einzig verwertbare Lösung gibt: "Die einer ORTSUMGEHUNG". Tempo 30 ändert an der Situation "VERKEHRSAUFKOMMEN" überhaupt nichts, sondern führt nur dazu, dass sich (vor allem zu den Hauptverkehrszeiten) lange Stau`s mit stehenden Fahrzeugen bilden, stehende Fahrzeuge mit laufendem Motor, die Lärm verursachen u. mit ihren Abgasen die Luft verpesten, was besonders an heissen u. schwülen Tagen, wo sowieso innerhalb des Ortes die Luft "steht", zu spüren ist.
juergen mueller:
Glaubt man den Ausführungen zum Nachdenken von Herrn Klasen, dann wäre es allen CO"-Jüngern angeraten, auch an dieser radelnden Veranstaltung zum Klima- und Umweltschutz nicht teilzunehmen, denn nach seiner These trägt auch die Ausatemluft (nicht nur vorne), insbesondere bei Dauerbelastung zu einem erhöhten Ausstoß an CO2 u. damit zur Erderwärmung bei. Das müsste dann ja auch auf z.B. sexuelle Betätigungen zutreffen, oder? Also auch einstellen. Aber WAS ist mit UNSEREM Energieverbrauch (Fabrikmaschinen, Autos, Computer, Handys, Küchengeräte etc.)? Diese Energie wird erzeugt durch Verbrennung von Kohle, Öl, Gas = CO2. Wald- Grünflächen, die CO2 speichern, schrumpfen/verschwinden - mehr Ackerland u.Viehwirtschaft, da der Mensch weltweit immer mehr Fleisch isst = mehr Rinder/Schweine, die Unmengen von Methan-/Treibhausgas in die Luft rülpsen/furzen. Ich finde - wer radelt sündigt nicht u. wenn er dabei auch mal kräftig ausatmet oder ein Fürzchen lässt - der Umwelt wird`s nicht schaden.
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