Hegering-Versammlung im Gemeindehaus in Boos

Wildkrankheiten für Mensch und Tier gefährlich

Hygiene und Schutzhandschuh dürfen nie fehlen

Wildkrankheiten
für Mensch und Tier gefährlich

Gut besuchte Hegeringwersammlung in Boos – Referat KG-Vorsitzender Walter Kemp.Foto: privat

20.03.2017 - 11:01

Boos. Bei der diesjährigen Hegering-Versammlung im Gemeindehaus in Boos konnte Hegeringleiter Axel Schneider wieder über 40 Teilnehmer begrüßen, wobei sein besonderer Gruß dem Kreisgruppenvorsitzenden Walter Kemp sowie Veterinär Dr. Rudolf Schneider von der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz galt. Die Wildschweinbejagung ist im Hinblick auf die nach wie vor hohen Schadensmeldungen weiter ein Schwerpunkt im jagdlichen Geschehen. Dieses Jahr wurden erfreulicher weise einige gute reife Keilerwaffen präsentiert. Im gesamten Hegering Nachtsheim mit seinen 19 Revieren wurden im laufenden Jagdjahr nach den bis jetzt vorliegenden Meldungen 172 Sauen erlegt. Im Rückblick auf das abgelaufene Jahr hob Axel Schneider die Aktivitäten hervor, insbesondere die gemeinsame Hegeringansitzjagd von elf Revieren mit gutem Erfolg, die Ende Januar stattfand. Für Januar 2018 wird der Termin noch festgelegt. Das bei allen Teilnehmern in Vorjahren beliebte Hegeringfest wird 2018 am Sonntag, 30. September auf dem Schießstand in Mayen stattfinden, wobei dann jeder seine Schießfertigkeit mit Schrot und Kugel prüfen kann. Es kann auch der bei vielen Jagden schon erwünschte bzw. geforderte Schießnachweis erbracht werden. Man hofft auf eine rege Teilnahme zur Förderung der Geselligkeit und dem Informationsaustausch. Kreisgruppenvorsitzender Walter Kemp stellte eingehend den dieses Jahr in der Kreisgruppe stattfindenden Landesjägertag am Donnerstag, 18. und Freitag, 19. Mai in Andernach vor und rief zur regen Teilnahme auf, um die Kreisgruppe bestens zu repräsentieren. Nach zwölf Jahren Beitragsstabilität muss aufgrund gestiegener Kosten, insbesondere in der Verbesserung der Außendarstellung durch Öffentlichkeitsarbeit als auch im Bereich Naturschutz, ab 2017 eine Beitragserhöhung von bisher 85 Euro auf 108 Euro erfolgen. Dies fand bei den Anwesenden die grundsätzliche Zustimmung, wobei eine frühere Kommunikation wünschenswert gewesen wäre. Die Einführung einer teuren Hundegruppenversicherung durch den Landesjagdverband wird dem Grunde nach zwar als positiv, in der Höhe der Kosten jedoch von den Teilnehmern sehr kritisch gesehen, zumal die eigene Hundesolidaritätskasse in der Kreisgruppe sich mehr als bewährt hat. Hier konnten so die Infos von Kassiererin Carola Weber 2016/2017 16 Schadensfälle mit über 7.000 Euro Leistungen zur Unterstützung der betroffenen Hundeführer ausgezahlt werden. Veterinär Dr. Schneider gab einen eingehenden Überblick über die Ansteckungsgefahr für Jäger mit Hepatitis E, insbesondere durch ungenügende Schutzmaßnahmen beim Aufbrechen, Versorgen und Verwerten von Wildschweinen. Augenmerk ist dabei auf die Unbedenklichkeit der Leber zu legen. Bei 68 Prozent der untersuchten Wildschweine konnten Antikörper nachgewiesen werden. Hygiene, insbesondere Schutzhandschuhe sind dabei oberstes Gebot. Die nach wie vor verpflichtenden Monitoringuntersuchungen bei Wildschweinen bis 30 kg werden nicht umfänglich beachtet, wurden doch nur 21 Proben zur Untersuchung eingereicht, obwohl nachweislich mehr junge Stücke erlegt wurden. Zur Vermeidung möglicher Bußgeldkonsequenzen sollte man sich hier mehr bemühen. Die Tollwut ist zwar in Deutschland seit 2008 kein Thema mehr, aber nach wie vor sollten für das laufende Monitoring insbesondere kranke, auffällig und Fallwildfüchse zur Untersuchung eingereicht werden. Dies wird mit Prämien von 50 Euro honoriert. Besondere Aufmerksamkeit fanden seine Ausführungen zur aufgetretenen Geflügelpest als auch der mit Ansteckungsgefahr für den Jäger verbundenen Brucellose, die sich u.a. durch Fieber und Müdigkeit bemerkbar macht. Stv. Hegeringleiter Karl Theisen erläuterte die ausgestellten Rehgehörne und Keilerwaffen.


Preise und Streckenbericht


Die Goldmedaille ging an den stärksten Bock mit 80,3 Punkten und 290 gr. schwer, Revier Anschau, Erleger Heinz Potthoff, Silber mit 77,9 Punkten, 295 gr., Revier Luxem, Erleger Wolfgang Rösler und Bronze 77,5 Punkte, Revier Monreal, Erleger Andreas Mager.

Der stärkste Keiler fiel im Revier Anschau, fünf bis sechs Jahre alt, 96,2 Punkte, Erleger Heinz Potthoff. Beim Rotwild wurden von 75 Freigabe inklusive Pool-Regelung nur 34 Stücke erlegt, davon zehn männlich (alle Klasse III) und 24 weiblich. Ausgestellt waren 68 Gehörne, fünf Keilerwaffen, vier Hirschgeweihe und eine Muffelschnecke, die ein gutes Abbild der Reviere boten. Für das Ausstellen der Trophäen galt allen der Dank von Axel Schneider, der dann auch nach dem Verblasen der Strecke eine informative und harmonische Versammlung mit einem kräftigen Waidmannsheil für das kommende Jagdjahr schließen konnte.

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Kommentare
Uwe Klasen:
Über 25.000 Windenergieanlagen drehen mittlerweile in Deutschland ihre Rotoren und trotzdem liefern diese, je nach "Ertragsjahr", nur zwischen 15% - 25% des benötigten Stroms. Und diesen auch nur Zufälig, keinesfalls nach Bedarf. Die "ertragreichen" Standorte sind längst zugebaut mit Windrädern, nun sollen, auf Druck der Lobbyisten, auch noch die letzten, möglichen, Standorte folgen. Dabei sind diese nur rentabel weil die durch die Förderung nach dem EEG erhalten! Arten- und Menschenschutz werden dazu ausgeblendet!
Daniel Faßbender:
Familien sind doch nicht die Zielgruppe dieses Bades. Das war es nie und wird es auch in Zukunft nicht sein. Kinder sind eher ein Ärgernis für das wirkliche Klientel. Früher waren es die Kurgäste, heute sind es salopp geschrieben, die überwiegend zahlungskräftigen Rentner und ein paar Hotelgäste aus dem Quellenhof. Welche Familie mit einem oder mehreren Kindern kann oder will sich denn den Eintritt überhaupt noch leisten? Der Tageseintritt für zwei Erwachsene mit zwei Kindern liegt bei fast 40 EUR. Für mich ein Grund da nicht hinzugehen.
Michael Daum:
Es ist wirklich unfassbar! Jetzt wo das bestellte Gutachten nicht das erhoffte Ergebnis zeigt, ist es plötzlich nicht aussagekräftig bzw. war nicht umfangreich genug. Da man sich ja offenbar so in die alternativlose Einschätzung verrannt hat, dass Bad Breisig ohne Therme nicht vorstellbar ist, fragt man sich doch, warum man dann Geld (ich meine mal etwas von 30.000€ gelesen zu haben) für ein Gutachten verschwendet. Offenbar sind nur Gutachten, die die eigene Weltsicht unterstützen, ordentliche Gutachten. Und wenn die Ergebnisse erst dann vorliegen, nachdem die Weichen für eine Sanierung schon gestellt sind, spricht das auch für sich. Eine merkwürdige Einstellung und sicherlich eine gute Erklärung für die vielen Probleme der Stadt. Wenn man auf die hohe Lebensqualität in der Stadt abstellt, so sollte man vielleicht auch mal darlegen, wie man diese auf lange Sicht zu finanzieren gedenkt. Leider ist die Enteignung der Bürger über immer höhere Steuern und Abgaben ja zu einfach.
Gudrun Freier:
Schön, dieser Bericht von dem großen Ereignis
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