Sinziger Verein bedenkt zahlreiche Hilfsorganisationen

„Wir helfen“ schüttet 30.000 Euro aus

20.03.2017 - 16:26

Sinzig. Der Verein „Wir helfen“ bewegt sich auf die 100-Mitglieder-Marke zu. In Sachen Spenden ist der Verein aber ein ganz großer. Denn im Jahr 2016 konnte der in Sinzig ansässige wohltätige Verein aus Einnahmen des mittelalterlichen Barbarossamarkts in Sinzig und des mittelalterlichen Nikolausmarktes in Remagen mehr als 30.000 Euro mehreren sozialen und wohltätigen Organisationen zur Verfügung stellen. „Wir helfen“ ist 2010 aus dem Förderverein Frauenhaus hervorgegangen. Er ermöglichte dem das Frauenhaus betreibenden Verein „Frauen für Frauen“ am Barbarossamarkt mit dem vom Verein organisierten und vom Sinziger Mineralbrunnen gesponserten Getränkestand eine ansehnliche Einnahme. Förderverein und Frauenhaus waren durch Elisabeth Groß und Petra Leidner vertreten

Ein Scheck von „Wir helfen“ bewegte sich im Jahr 2016 meist in der stattlichen Höhe von 2.500 Euro. Die Vertreter des Vereins und der Hilfsorganisationen trafen sich jüngst zu einem kleinen Umtrunk in Sinzig.

So gab es Dankeswort von Landrat Jürgen Pföhler, dessen Aktion „Nachbar in Not“ bedacht wurde. „Machen Sie weiter so“, so der Landrat aufmunternd. Weitere Spenden gingen an die Bürgerstiftung Remagen vertreten durch Anton Wypior, die Ökumenische Flüchtlingshilfe Rhein-Ahr vertreten durch Werner Ex und Hans-Joachim Dedenbach, e.V., die Katholische Kirchengemeinde Sinzig (Erika Büchel), an die Tafel Sinzig in Form von Sachspenden übers Jahr verteilt (Maike Weising und Angelika Schorn), an den Deutschen Kinderschutzbund Ahrweiler (Lucinda Spielmanns und Ulrike Kaiser), die evangelische Kirchengemeinde für das Koordinationsbüro und an die Arbeiterwohlfahrt (Wiltrud Post) in Sinzig für den Betrieb der Kindererholung in der Harterscheid.

„Wir freuen uns darüber, dass wir anderen Menschen helfen dürfen“, gab Vorsitzende Inge Fleischmann, die zu diesen Treffen mit ihrem Vize Ludger Lohmer eingeladen hatte, die Motivation des Vereins wieder.

Alle Aktionen und Veranstaltungen organisiert der Verein „Wir helfen“ mit vielen Freiwilligen ehrenamtlich, sodass die Einnahmen und Spendengelder in voller Höhe dort ankommen, wo Hilfe benötigt wird. Neben rein finanzieller Hilfe sammelt er Sachspenden oder rekrutiert Helfer für den guten Zweck. Beste Einnahmequelle ist die mittlerweile besucherstärkste Sinziger Veranstaltung, der mittelalterliche Barbarossamarkt am zweiten Septemberwochenende im Schlosspark. Regelmäßig sind dort mehr als 80 Schausteller und Künstler vertreten, die mit Standgebühren oder „einem Zehnten“ neben dem Eintrittsgeld der Besucher und den Einnahmen aus dem Getränkestand des Vereins zum finanziellen Erfolg beitragen.

Ähnliches gilt für den kleineren Nikolausmarkt im Rahmen des Weihnachtsmarkts am zweiten Dezemberwochenende in Remagen. Nachdem sich die mittelalterlichen Stände und Aktionen als Besuchermagnet herausgestellt haben, hat die Stadt Remagen erneut ihre Unterstützung ausgeweitet und mehr Gelände und Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt. So sollen die Stände ausgedehnt werden bis zur Kulturwerkstatt, wo geplant ist, den bisher in Sinzig ansässigen „Elfenlandmarkt“ zu beheimaten.


Regelmäßige Unterstützung durch Sponsoren


Besonders erfreulich für den Verein ist das regelmäßige Sponsoring durch die EVM, die Volksbank Koblenz Mittelrhein, durch den Sinziger Mineralbrunnen und einige weitere private Organisationen. Auch Privatpersonen sind aufmerksam: An Stelle eines Geburtstagsgeschenks bitten sie Freunde und Verwandte um Geld, das sie dem Verein zweckgebunden zuwenden. Die Lotto Rheinland-Pfalz Stiftung hat 2017 aus ihrem Ehrenamtstopf einen Betrag zur Anschaffung eines Verkaufsstands gestiftet.

Die Volksbank Rhein-Ahr-Eifel vergibt den „Zukunftspreis Heimat“ am 31. März in Polch. Der Verein „Wir helfen“ ist einer der zehn Preisträger und wird an diesem Tag seine „Platzierung“ erfahren. BL

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Kommentare
juergen mueller:
Auch die RÜBENACHER GEMARKUNG stellt ein NAHERHOLUNGSGEBIET für die Bürgerinnen und Bürger dar - und NICHT nur für die RÜBENACHER. Schon gewusst SPD-Fraktion, dass z.B. der JAKOBSWEG durch die Gemarkung führt und Rübenach eine Wanderkarte mit eingezeichneten Wanderwegen besitzt? Und WER setzt sich dafür ein, dass es bei diesem Nacherholungsgebiet bleibt? Sie bestimmt nicht, Frau Lipinski-Naumann, Sie stimmen eher für eine Erweiterung des GVZ u. nehmen mit Ihren Polit-Kollegen wissentlich eine weitere Beeinträchtigung/Zerstörung von Umwelt u. Natur in Kauf. Wie wäre es einmal mit einem Spaziergang durch die RÜBENACHER GEMARKUNG. Dann werden Sie feststellen (oder auch nicht), dass Sie sich in einem Totgebiet befinden ohne ehemals vorhandene Wildblumen u. Wildtierarten, ohne Vogelgezwitscher etc. - die Folgen einer komplett verfehlten Umweltpolitik. Was die Stadtpolitik bereits im "Kleinen" versaut hat, soll weiteren Bestand haben? UMWELT u. NATUR finden nicht nur im eigenen Garten statt
Uwe Klasen:
Die Mondlandung war auch deshalb möglich weil viele Menschen sich innovativ einbrachten und Lösungen anstrebten. Wenn es aktuell nicht möglich ist den Untergrund entsprechend zu verfestigen dann müssen halt Einschränkungen bei den Kraftfahrzeugen vorgenommen werden! Eine Beschränkung für Kfz mit maximal 7,5 oder auch nur 3,5 t zulässiges Gesamtgewicht wäre eine solche Maßnahme, entsprechend dimensionierte Kfz unterschiedlichster Art gibt es dafür genügend, so dass eine Belieferung mit Gütern oder Entsorgung von Abfällen durchaus möglich wäre.
juergen mueller:
Warum wurde nicht bereits VOR der Bauphase daran gedacht, dass SAND als Untergrund den Anforderungen eines LKW-Anlieferung- sowie z.B. Müllwagen-Verkehrs (26 Tonnen) nicht standhält? Warum ist der SPD-Altstadt-Mitte bei ihren Begehungen (auch der Kornpfortstrasse während der wochenlangen Bauphase) dieser Makel, dessen Beseitigung nun wiederholt Steuergelder kosten soll, nicht aufgefallen? Eine Schuldzuweisung alleine zu Lasten der Verwaltung oder der ausführenden Baubehörde erscheint mir hier als zu einfach gedacht.
juergen mueller:
Die Aussage der Verwaltung u. die (zu)späte Feststellung der SPD-Altstadt-Mitte, die Pflasterung der Kornpfortstrasse vertrage den LKW-Verkehr nicht, spricht Bände. Hat die Verwaltung etwa geglaubt, die Warenanlieferung erfolgt mit der Sackkarre? Was ist mit der wöchentlichen Leerung der Mülltonnen mit einem 26-Tonner? Wenn der SPD-OV-Mitte schon anprangert - FRAGE: "Warum ist hier nicht schon während der monatelangen Bauphase aufgefallen, dass SAND NICHT als LKW-tragfähiger-Untergrund geeignet ist, was jedes Kind bereits weiß? Wozu dann die wöchentliche Begehung der Altstadt(straßen),wenn so etwas nicht auffällt? Die Kornpfortstrasse ist in ihrer GESAMTHEIT NICHT gelungen, wenn neben einer ansehnlichen Oberfläche ein tragbarer Untergrund für die normalen Dinge des Lebens fehlt, Dinge, die es nun einmal mit zu berücksichtigen gilt, wenn man solche Bauvorhaben durchführt. Der Verwaltung die Schuld zuzuschieben an etwas was man mit verbockt hat ist zu einfach aber eben Politik
Thomas Schäfer :
Schade, dass der Verlag diese und andere als Leserbriefe eingesandten Lesermeinungen der gedruckten Ausgabe vorenthalten hat ??
Jürgen Scholten:
Was ich noch vergessen habe !!! Traurig das ein Personalratsvorsitzender solche Kommentare ab gibt !!! Das zeugt von einer großen Voreingenommenheit !!!
Jürgen Scholten :
Sorry dürfte ich mal wissen welche Parteibücher die Herrn haben die diese Kommentare ab geben ??? Unter der Gürtellinie !!!!
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