Breitband in Rheinland-Pfalz

Das Land fördert den weiteren Ausbau

02.01.2018 - 14:13

Schnelles Internet: Vor 15 Jahren waren viele Internetnutzer noch mit 6 Mbit pro Sekunde glücklich. 2017 hat sich der Standard deutlich verändert. Heute gilt eine Bandbreite von weniger als 6 Mbit pro Sekunde langsam. Beispiel: Um online TV-Dienste in HD in Anspruch zu nehmen, wird eine Bandbreite von 50 Mbit pro Sekunde empfohlen. Schnelles Internet ist aber nicht nur eine Sache, die private Nutzer interessiert. Mit dem Fortschreiten der Digitalisierung in Industrie und Handel sowie dem Entstehen neuer Branche rund um IT-Dienstleistungen wird die Bandbreite zum Wirtschafts- und Standortfaktor. Heißt: Regionen, in denen der Ausbau der Breitbandnetze nicht oder nur schleppend vorankommt, geraten aufs Abstellgleis.

Auf den ersten Blick macht der Ausbau der Netze Fortschritte. Eine Geschwindigkeit von bis zu 2 Mbit pro Sekunde ist, laut Breitband-Atlas des BMVI inzwischen, quasi flächendeckend verfügbar. Mit dieser Geschwindigkeit erreichen heute mindestens 95 Prozent Deutschlands das Netz. Gravierender die Situation bei einer Bandbreite bis 16 Mbit pro Sekunde. Hier gibt es, gerade in den neuen Bundesländern, nach wie vor Regionen, in denen die Abdeckung nur zwischen 50 Prozent bis 75 Prozent beträgt. Bei 50 Mbit pro Sekunde wird die Situation noch schwieriger. In Bayern, Thüringen und Sachsen liegt die Abdeckung in einigen Regionen noch unter 50 Prozent.


Wie sieht es in Rheinland-Pfalz aktuell aus?


Angesichts des bislang nicht überall vorangekommenen High-Speed-Ausbaus pocht die Industrie, wie das IT-Fachblatt heise.de berichtet, unter anderem in Mecklenburg-Vorpommern, auf mehr Tempo. Gerade Bundesländer mit einer sehr starken ländlichen Prägung stehen vor Problemen. Der Breitbandausbau ist hier nur teilweise wirtschaftlich. Wie sieht die Situation in Rheinland-Pfalz aus?

Das nach der Bevölkerung viertgrößte Bundesland ist Sitz bekannter Unternehmen, von denen einige im IT-Bereich Fuß gefasst haben. Ein Beispiel ist United Internet. Besonders Firmen mit einer internationalen Ausrichtung sind auf schnelles Internet angewiesen. Es geht dabei nicht nur um den Versand von E-Mails.

Heute berührt das Internet viele Geschäftsbereiche, etwa durch:

• Supportangebote in Echtzeit (Live Chat)

• Konferenzen per Video mit Auslandsvertretungen

• Versand größerer Datenmengen (Cloud-Computing, Backup-Systeme).

An diesen drei Beispielen wird die Bedeutung schneller Netzwerkverbindungen klar. Rheinland-Pfalz hinterlässt im Zusammenhang mit dem Thema Breitband für Privatkunden und Gewerbenutzer einen gemischten Eindruck.

Hintergrund: Bis zu einer Bandbreite von 10 Mbit pro Sekunde ist in vielen Kommunen und Standorten eine Netzabdeckung verfügbar. Ist eine höhere Bandbreite erforderlich, kann es gerade für Gewerbekunden mitunter schwierig werden. Das Land will knapp 2 Millionen Euro in die Hand nehmen, um den Netzausbau im Landkreis Südwestpfalz voranzubringen und schnelles Internet zur Verfügung zu stellen.


Wie können Nutzer von Breitband profitieren?


Im Zusammenhang mit dem Breitbandausbau stellt sich immer wieder die Frage, warum dieser Aufwand überhaupt betrieben wird? Schließlich gab es vor 30 Jahren noch kein Internet in seiner heutigen Dimension und trotzdem hat der Alltag funktioniert.

Breitband ist kein abschließend definierter Begriff. Die ITU (International Telecommunication Union) spricht ab einer Datenrate im Downstream von 2 Mbit pro Sekunde, was 2048 kBit/s entspricht, von Breitband. In den USA gilt seit 2015 dagegen ein Downstream ab 25 Mbit pro Sekunde als Breitband.

Diese Unterschiede machen deutlich, wie fließend die Grenzen am Ende sind. Der Nutzen des Netzausbaus orientiert sich nicht allein an der Bandbreite.

• Audio-Streaming: Sogenanntes Musik- oder Audio-Streaming setzt im Kern darauf, dass Audio-Dateien nicht beim Nutzer liegen, sondern zentral auf Servern. Der User ruft die Audio-Dateien bei Bedarf (on Demand) ab und kann diese am PC oder entsprechenden Geräten wie netzwerkfähigen HiFi-Anlagen abspielen.

• Video-Streaming: Das Video-Streaming ist im Kern mit dem Audio-Streaming vergleichbar. Nur werden hier keine Musikstücke, sondern Filme und Serien abgerufen. Inzwischen wird diese Form des Video-on-Demand von vielen Medienunternehmen unterstützt. Eine Sondervariante sind TV-Angebote, die über das Internet übertragen mit den klassischen Empfangskanälen Kabel und Satellit konkurrieren.

• Gaming: PC- und Konsolenspiele haben sich in den letzten 20 Jahren zu einem Markt entwickelt, an dem Entwickler und Hardware-Hersteller jedes Jahr Milliarden umsetzen. Waren es lange Einzelspieler-Titel, ist inzwischen aus keinem Spiel ein Multiplayermodus wegzudenken. Diverse Spiele setzen komplett auf diese Komponente. Die Spiele setzen inzwischen teilweise sehr hohe Bandbreiten voraus, um flüssig und störungsfrei gespielt werden zu können.

• Internettelefonie: Zunehmend mehr Festnetzkunden telefonieren genau genommen nicht mehr übers klassische Festnetz, sondern über das Internet. Dahinter verbirgt sich VoIP oder Voice over IP. Dieses Konzept hat sich durchgesetzt, macht aber auch eine gewisse Datenrate für den Anschluss erforderlich.

Um die genannten Funktionen umsetzen zu können, ist die Bandbreite das „Nadelöhr“. Wer als privater Nutzer oder Gewerbekunde Breitband nutzen will, kann auf verschiedene Wege setzen. Telekom-/DSL-Anbieter liegen bezüglich der Datenrate, gerade in den Städten, zwischen 50 Mbit pro Sekunde bzw. 100 Mbit pro Sekunde (VDSL). Der Vorteil: Die Angebote sind sehr großflächig verfügbar.

Sehr hohe Datenraten von mehreren hundert Mbit pro Sekunde erreichen Anbieter, die auf das Kabelnetz setzen. Leider sind diese Angebote regional stark begrenzt. Meist sind kabelgestütztes Internet und kabelgestützte Telefonie nur in größeren Städten verfügbar. Prinzipiell ist zu empfehlen, im Rahmen eines Umzugs oder bevorstehenden Vertragsendes die Optionen detailliert zu prüfen und vor dem Hintergrund der Bandbreite eine Entscheidung zu treffen. Eventuell lässt sich die Datenrate so mit einem Klick drastisch verbessern.


Was ist bei einem Anbieterwechsel zu beachten?


Ähnlich der Situation bei Strom und Gas ist der Wechsel des Telefon-/Internetproviders heute ohne weiteres möglich. Einige der großen Netzbetreiber haben in den letzten Jahren Discountgesellschaften gegründet, einige Unternehmen sind vollkommen unabhängig. Trotz der Auswahl sollten Verbraucher einige Punkte beachten, um am Ende nicht unangenehme Überraschungen zu erleben.

• Augen nach Neukunden-Aktionen offenhalten: Am Markt für Internet- und Telefonie-Dienstleistungen findet ein reger Wettbewerb statt. Für Verbraucher ergibt sich hieraus ein Vorteil. Der Wechsel zu einem anderen Anbieter kann sich durch bessere Leistungen zum gleichen Preis oder bei den Kosten lohnen. Es zahlt sich aus, auf eine kurze Mindestlaufzeit zu achten, um eventuell schnell wieder wechseln zu können. Dies sorgt gleich für zukünftiges Sparpotenzial.

• Die alte Rufnummer einfach mitnehmen: Laut Bundesnetzagentur besteht ein Anspruch auf die Mitnahme der alten Rufnummer. Als Portierung bezeichnet, sollte dieser Vorgang vom Verbraucher durchdacht sein, auch wenn der Großteil vom alten und neuen Anbieter abgewickelt wird. Achtung: Damit die Übertragung reibungslos verläuft, müssen die Angaben beim abgebenden und annehmenden Unternehmen jeweils identisch sein. Es empfiehlt sich, die Daten beim bisherigen Anbieter noch einmal zu prüfen.

• Zusatzpakete ausbuchen: Leider passiert dies immer wieder, ein Tarifpaket wird im Internet bestellt und ausversehen wurde ein Zusatzpaket eingebucht. In den ersten sechs Monaten kostenlos, macht es sich anschließend deutlich auf der Monatsrechnung bemerkbar. Aus diesem Grund sollte die Bestellung unbedingt noch einmal geprüft werden.

• Datenpakete genau unter die Lupe nehmen: Schnelles Internet ist bequem und sorgt dafür, diese Annehmlichkeit auch zu genießen. Allerdings besteht nach wie vor die Gefahr, dass zu viel Datenvolumen verbraucht wird. Anbieter behalten sich mitunter vor, ab einem gewissen Datenvolumen die Bandbreite zu drosseln.

Das Land fördert den weiteren Ausbau

Der Breitbandausbau ist in Deutschland ebenfalls noch ausbaufähig. Das Land fördert entsprechende Maßnahmen. Foto: Fotolia.com ©ThomBal #145427108


Fazit: Der Netzausbau muss Fahrt aufnehmen


Deutschland hinkt beim Netzausbau anderen EU-Staaten nach wie vor hinterher. Bund und Länder wollen den Ausbau daher zusätzlich fördern. Gerade in ländlichen Regionen bleibt die Geschwindigkeit immer noch hinter den Erwartungen zurück. Gefragt sind am Ende aber nicht nur Politiker. Netzbetreiber müssen dafür sorgen, dass die bestehenden Netze ausgebaut werden. Hier spielen automatisch wirtschaftliche Rahmenbedingungen eine Rolle. Heißt: Der Breitbandausbau muss sich am Ende in einem messbaren Erfolg niederschlagen. Es reicht nicht, nur vom Ausbau zu reden. Unterm Strich ist eine gemeinsame Anstrengung nötig, um Haushalten und Unternehmen das schnelle Internet zur Verfügung zu stellen. Dies ist letztlich auch eine Zukunftsfrage für die deutsche Wirtschaft.

Artikel bewerten

rating rating rating rating rating
Kommentare
Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.
 
Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag erstellen zu können.
Weitere Artikel

Etliche Tiere bei Brand auf Bauernhof in Polch-Kaan verendet

Defektes Kabel hat vermutlich Schmorbrand ausgelöst

Polch-Kaan. Am frühen Sonntagmorgen, 21. Januar, gegen 4:50 Uhr war es zu einem Brand auf dem Gelände eines Bauernhofes gekommen, in dessen Folge Teile des Wohnhauses und ein Holzanbau Opfer der Flammen wurden. Drei Bewohner des Anwesens wurden leicht verletzt. Die Schadenshöhe dürfte sich auf mindesten 100.000 Euro belaufen. Die Kriminalinspektion Mayen nahm noch am Sonntag mit zwei Brandermittlern vor Ort die Ermittlungen zur Brandentstehung auf. mehr...

Ein Schulprojekt in Gambia wird durch Spenden an die „Hachenburger Frischlinge“ unterstützt

3.000 Kilometer für den guten Zweck

Sessenhausen/Afrika. Für einen guten Zweck fahren sechs kernige Westerwälder 8.000 Kilometer von Hachenburg über Dakar nach Banjul, Gambia. Der Zweck: Eine möglichst hohe Spendensumme zum Bau einer Schule in Gambia zu sammeln. Ihr Motto: „Hilfe“ erfahren, im wahrsten Sinne des Wortes. mehr...

Schwerer Verkehrsunfall auf A3 bei Dernbach

Ast verfehlt knapp Kopf des 25-jährigen Fahrers

Montabaur. Am Montag, 22. Januar, gegen 16:32 Uhr ereignete sich ein schwerer Verkehrsunfall mit glücklichem Ausgang für den 25-jährigen Fahrzeugführer aus dem Kölner Raum. Dieser befuhr mit seinem PKW die BAB 3 in Richtung Frankfurt auf dem mittleren Fahrstreifen, als durch eine unabhängige Zeugin bestätigt plötzlich ein LKW in der Gemarkung Dernbach unvermittelt vom rechten auf den mittleren Fahrtstreifen zog. mehr...

Weitere Artikel

IG Metall ruft zu Warnstreik in Koblenz auf

Metaller fordern 6 Prozent mehr Geld

Koblenz. Verbunden mit der Forderung 6 % mehr Entgelt und Ausbildungsvergütungen sowie modernen Arbeitszeiten ruft die IG Metall Koblenz am kommenden Dienstag, den 23.01.2018 zu einer Großkundgebung und einem Warnstreik in der Koblenzer Innenstadt auf.Die Demonstration startet um 11 Uhr am Koblenzer Hauptbahnhof. Der Demonstrationszug führt dann durch die Löhrstraße und endet vor der Herz-Jesu-Kirche. mehr...

Briefzustellung: Landrat äußert sich besorgt, dass Postgesetz ausgehöhlt wird

„Die Antwort der Post ist unbefriedigend“

Kreis Ahrweiler. Mit Skepsis begegnet Landrat Dr. Jürgen Pföhler der Antwort, den die Deutsche Post AG auf seine Forderung gibt, dass die Pilotversuche zur reduzierten Briefzustellung gestoppt werden sollen. „Die Antwort der Post ist unbefriedigend und bietet weiterhin Anlass zur Sorge, dass die Testläufe irgendwann zur Regel werden und dass damit das Postgesetz ausgehöhlt wird“, meint der Ahrweiler Landrat und ergänzt: „Die Leidtragenden wären dann die Briefempfänger.“ mehr...

Sanierung der Kreisstraße 90 im Bereich Reichenberg

Kreisstraße bei Reichenberg soll ausgebaut werden

Rhein-Lahn-Kreis. Weiter geht es mit der Sanierung der Kreisstraßen im Rahmen des langfristig angelegten Kreisstraßenbauprogramms des Rhein-Lahn-Kreises. Nun ist Reichenberg an der Reihe: 620.000 Euro soll der geplante Ausbau der Kreisstraße 90 innerhalb der Ortslage Reichenberg und auf freier Strecke kosten. Der Kreis hat dafür jetzt beim Land eine Förderung in Höhe von 65 Prozent beantragt. Dies wären 403.000 Euro, beim Rhein-Lahn-Kreis verbleiben demnach 217.000 Euro. mehr...

Weitere Artikel

Dritte Auflage des Möbel-Arenz-Cups in Mayen

TuS Mayen war der (fast) perfekte Gastgeber

Mayen. Der TuS Mayen erwies sich an zwei Tagen in der Burghalle als (fast) perfekter Gastgeber des dritten Hallenfußballturniers um den Möbel-Arenz-Cup. Geschenke verteilte er aber nicht: Der Fußball-Rheinlandligist setzte sich im Finale gegen die U23 von Fortuna Köln mit 4:2 durch und konnte dadurch die 500 Euro Siegprämie selbst einstecken. Immerhin 350 Euro gingen mit in die Domstadt. Im Spiel... mehr...

EHC „Bären“ Neuwied - Eishockey-Regionalliga West

Trainer Daniel Benske „90 bis 95 Prozent zufrieden“

Neuwied. Noch 142 Sekunden stehen auf der Anzeigetafel, Bully vor Ken Passmann. Der Neusser Schlussmann zieht die Maske noch einmal aus, legt sie auf sein Tor und nimmt einen großen Schluck aus seiner Trinkflasche. Aus gutem Grund. Der 32-jährige Keeper steht im Mittelpunkt, hat in dieser zu Ende gehenden Partie der Eishockey-Regionalliga West zwischen dem mit 3:1 siegreichen EHC „Die Bären“ 2016... mehr...

TTC Zugbrücke Grenzau in der Tischtennis Bundesliga

Grenzau hofft auf Überraschung in Grünwettersbach

Grenzau. Ein Gegner in Schlagdistanz zumindest in der Tabelle. Einer, gegen den man mit einem Sieg nach Punkten gleichziehen könnte. Dieser Ausblick alleine wird für zusätzliche Motivation sorgen, wenn der TTC Zugbrücke Grenzau am Sonntag wieder auf Reisen geht. Von 15 Uhr an sind die Westerwälder beim ASV Grünwettersbach zu Gast. mehr...

Regionale Kompetenzen

 
gesucht & gefunden
Kommentare
M.Hambürger:
Wenn Herr Schulz am Wahlabend öffentlich gesagt hätte das "wir die Möglichkeit einer eventuellen Koalition mit der CDU/CSU prüfen werden" - dann hätte es dieses Drama nicht gegeben. Eine Absage hätte man man der CDU immernoch nachher geben können.. Das alle beteiligten Parteien keine Neuwahlen möchten kann ich nachvollziehen, auch im Hinblick darauf das bei Neuwahlen die AfD noch mehr Wähler anziehen würde die ihren "alten" Parteien aus Protest den Rücken zuwenden! Tja - "Mutti" hat schon einige "mitregierende" Parteien ins Abseits geschossen (wie zuletzt die FDP). Es ist echt traurig das sich unsere gewählten Politiker nicht der Verantwortung stellen unser Land regieren zu WOLLEN sondern sich lieber auf die Oppositionsbank "flüchten". Und kann es ihnen irgendjemand übelnehmen bei Frau Merkels Kommentar: "ich weiß nicht was wir hätten anders machen sollen" ? Nur die Hände rautenförmig zu halten und alles für das Land Wichtige aussitzen reicht Ihren Wählern nicht mehr Frau Merkel !
Uwe Klasen:
Es sprach am Wahlabend, Mister 100%, Martin Schulz von einem „schweren und bitteren Tag für die deutsche Sozialdemokratie“ und versicherte, es werde keine Fortsetzung der Großen Koalition mit der Union geben, jedenfalls nicht mit ihm und nicht mit Angela Merkel. Wenn die SPD-Genossen noch einen Rest an Glaubwürdigkeit vermitteln möchten, dann muss eine GroKo abgelehnt werden! Denn das, was derzeit stattfindet, ist doch nur noch ein Totentanz um das goldenen Kalb "Merkel"!

Lokale Artenvielfalt erhalten

juergen mueller:
Das Bemühen um den Erhalt von Streuobstwiesen bzw. das Anpflanzen von alten Apfel- u. Kirschsorten darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass es Obstbauern schwer haben, sich gegen Auslandsimporte und damit Preisschwund eigener Produkte zu behaupten. Die Pflege von Apfel-, Kirsch-, Pflaumenplantagen ist mit einem erheblichen Aufwand verbunden, der in keinem Verhältnis zum finanziellen Nutzen steht. Desweiteren sind oft Nachwuchsprobleme der Grund, dass aus Obstanbauflächen reine Ackerflächen werden, was sich wiederum ökologisch negativ auf die Artenvielfalt der Insektenpopulation (Bienen, Hummeln etc.) niederschlägt. Wie man es dreht oder wendet, es ist nichts mehr so wie es früher einmal war.
juergen mueller:
Ob Veranstaltung SPD "Was nun", Neujahrsempfang in gemütlicher Runde, kontroverse Debatten etc., die immerwährenden Durchhalteparolen, Erneuerungswünsche, Selbstlobhudelei und Wortspielchen "Auf vielen Wegen zum Erfolg" täuschen nicht darüber hinweg, dass sich die SPD selbst abschafft. Selbstlob stinkt bekanntlich und das scheinen diverse sogen. Gastredner noch nicht verinnerlicht zu haben. Von den ersten Anzeichen abgesehen, die nach der verheerenden Wahlschlappe zu früh von Herrn Schulz hinaus posaunten Worte "Mit uns keine Große Koalition mehr, Wir gehen in die Opposition", das darauf folgende Einknicken waren weitere Anzeichen dafür, dass die Ära einer großen Partei faktisch keinen Bestand mehr haben wird und in der Folge die Zeit für eine grundlegende Erneuerung gekommen ist. Herr Pilger hat letztlich noch den Aufsprung auf den lukrativen Bundestagszug für weitere 4 Jahre geschafft, was ihm ebenso lukrative Ruhestandsbezüge (wofür 8 Jahre als MdB nötig sind) gewährleistet.
Service
Lesetipps
GelesenBewertet