Die Mendiger SPD-Fraktion zum Stand der Dinge in Sachen „Neubaugebiete in Obermendig“

Alle größeren, innerörtlichen Baulücken sind bereits geschlossen

19.06.2017 - 09:53

Mendig. Um die beiden Neubaugebiete in Obermendig ranken sich inzwischen eine große Zahl von ernst-zunehmenden Befürchtungen, aber auch Halbwahrheiten und glatten Fehlinformationen. Zwar hat der Stadtbürgermeister am 17. Mai in einer Informationsveranstaltung im Saale Bolz bereits zum geplanten Vorgehen Stellung bezogen, aber verschiedene Unklarheiten haben sich so hartnäckig gehalten, dass wir nun diesen Weg gewählt haben, um Sie weiter zu informieren.

Zunächst einmal möchten wir festhalten, dass wir es für unsere Aufgabe halten, in einem wohl abgewogenen Rahmen Neubaugebiete zu schaffen. Es ist völlig klar, dass dabei auch die Interessen der bereits ansässigen Anwohner so weit wie möglich beachtet werden sollen. Ebenso klar ist es auch, dass der Flächenverbrauch und die weitere Belastung der Umwelt so gering wie möglich sein sollen. Aus diesem Grund haben wir uns in der Vergangenheit auch darauf beschränkt, innerörtliche Baulücken zu schließen. Aber nach der Schaffung der Neubaugebiete Im Pflanzgarten, der Geschwister-Möhlig-Straße und der Dammstraße können wir feststellen, dass die wesentlichen größeren, innerörtlichen Baulücken nunmehr geschlossen sind. Sicherlich gibt es hier und da noch einzelne unbebaute Grundstücke, aber diese sind in der Regel in Privathand und stehen damit oftmals dem Markt nicht zur Verfügung.


Neues Baugebiet


Aus diesem Grunde haben wir uns entschieden, ein Baugebiet am Rande der bisherigen Bebauung schaffen zu wollen.

Warum nun ausgerechnet am Sonnenhang? Die kurze Antwort ist: Weil es anderswo nicht möglich ist.

Etwas ausführlicher: Nehmen sie eine Karte von Mendig zur Hand. Wenn wir im Norden, ostwärts der B 262 beginnen, so haben wir dort bergrechtliche Hindernisse. Sei es durch vergangenen Abbau, durch derzeitigen Abbau und auch durch Ausbeuterechte für Bims, die eine Expansion in diese Richtung unmöglich machen. Gehen wir im Uhrzeigersinn weiter, so kommt das Flugplatzgelände. Dann ist es im Südosten die B 256, die wegen des Lärmschutzes eine Ausdehnung verhindert. Weiter in Richtung Süden kann eine Ausweitung von Großfindel nicht betrieben werden, weil die geologische Beschaffenheit des Baugrundes dies nicht zulässt. Wiederum weiter im Westen schließt sich der „Kirjerähn“ an und auch hier kommt eine Wohn-bebauung nicht in Betracht. Als Nächstes folgt nun das Gelände südlich und westlich der Wasserschöpp, wo die Bebauungs-möglichkeiten ausgeschöpft sind.

Und damit sind wir, praktisch durch ein Ausschlussverfahren, im Bereich des nun beabsichtigten Baugebietes angelangt. Und für dieses Gelände wurde nun das Verfahren zur Schaffung eines Baugebietes eingeleitet. Das bedeutet genau jetzt, dass die verschiedensten Fragestellungen zu prüfen sind, ob und wie dort die Schaffung eines Neubaugebietes möglich ist.


Beschleunigtes Verfahren


Die Verbandsgemeindeverwaltung hat bescheinigt, dass dieses Vorgehen im Falle Sonnenhang im sogenannten beschleunigten Verfahren betrieben werden kann. Der Stadtrat hat sich dafür entschieden, dass dann auch so durchzuführen. So geschieht es immer und in allen Fällen, in denen sich dieses so realisieren lässt. Und zwar nicht, um irgendwelche Unannehmlichkeiten unter den Tisch zu kehren, sondern weil es schlicht schneller ist und somit Zeit und Finanzmittel einspart. Aber eines bleibt auch beim beschleunigten Verfahren völlig klar: Wenn ein Gutachten Hinweise auf ein ernstes Problem ergibt, dann wird dem gründlich nachgegangen. Dann ist Schluss mit „beschleunigt“, bis das Problem genau untersucht und eingeordnet ist. Das gilt insbesondere auch für den Umweltschutz und die Abwasserwirtschaft. So ist der Stand des Verfahrens. Wir befinden uns an dessen Anfang und zunächst werden nun die Fakten durch Planer und Sachverständige geprüft. Deren Ergebnisse kommen dann wieder in den Rat, der darüber beschließt. Im weiteren Verlaufe des Verfahrens werden sodann wieder Anlieger, betroffene Behörden und Institutionen gehört und können ihre Bedenken und Anregungen in das Planungsverfahren einbringen. Das alles wird noch eine ganze Zeit dauern, die wir hoffentlich gemeinsam und bestens informiert bestreiten wollen. Pressemitteilung der

SPD-Fraktion im

Stadtrat Mendig

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Kommentare
Thomas Schäfer :
Schade, dass der Verlag diese und andere als Leserbriefe eingesandten Lesermeinungen der gedruckten Ausgabe vorenthalten hat ??
Jürgen Scholten:
Was ich noch vergessen habe !!! Traurig das ein Personalratsvorsitzender solche Kommentare ab gibt !!! Das zeugt von einer großen Voreingenommenheit !!!
Jürgen Scholten :
Sorry dürfte ich mal wissen welche Parteibücher die Herrn haben die diese Kommentare ab geben ??? Unter der Gürtellinie !!!!

Ein Fest, das seinesgleichen sucht

Christian Döpgen:
Handgemachtes von der Firma LivingWood aus Zell (Mosel) www.living-wood.net
juergen mueller:
Warum wurde nicht bereits VOR der Bauphase daran gedacht, dass SAND als Untergrund den Anforderungen eines LKW-Anlieferung- sowie z.B. Müllwagen-Verkehrs (26 Tonnen) nicht standhält? Warum ist der SPD-Altstadt-Mitte bei ihren Begehungen (auch der Kornpfortstrasse während der wochenlangen Bauphase) dieser Makel, dessen Beseitigung nun wiederholt Steuergelder kosten soll, nicht aufgefallen? Eine Schuldzuweisung alleine zu Lasten der Verwaltung oder der ausführenden Baubehörde erscheint mir hier als zu einfach gedacht.
juergen mueller:
Die Aussage der Verwaltung u. die (zu)späte Feststellung der SPD-Altstadt-Mitte, die Pflasterung der Kornpfortstrasse vertrage den LKW-Verkehr nicht, spricht Bände. Hat die Verwaltung etwa geglaubt, die Warenanlieferung erfolgt mit der Sackkarre? Was ist mit der wöchentlichen Leerung der Mülltonnen mit einem 26-Tonner? Wenn der SPD-OV-Mitte schon anprangert - FRAGE: "Warum ist hier nicht schon während der monatelangen Bauphase aufgefallen, dass SAND NICHT als LKW-tragfähiger-Untergrund geeignet ist, was jedes Kind bereits weiß? Wozu dann die wöchentliche Begehung der Altstadt(straßen),wenn so etwas nicht auffällt? Die Kornpfortstrasse ist in ihrer GESAMTHEIT NICHT gelungen, wenn neben einer ansehnlichen Oberfläche ein tragbarer Untergrund für die normalen Dinge des Lebens fehlt, Dinge, die es nun einmal mit zu berücksichtigen gilt, wenn man solche Bauvorhaben durchführt. Der Verwaltung die Schuld zuzuschieben an etwas was man mit verbockt hat ist zu einfach aber eben Politik
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