Hintergründe des Karlsruher Projekts

Alternativen für die Alte Druckerei

Dank gebührt der Investorin, die sich bereit erklärt hat, diesen Weg mit zu beschreiten

Alternativen für die Alte Druckerei

Thomas und Christof Zimmermann sowie Manfred Ruch mit den Studierenden der Karlsuni Klarruhe im Studienobjekt „Alte Druckerei“.Foto: BL

19.06.2017 - 11:53

Sinzig. Für die Planungen die Bebauung der Alten Druckerei entwickeln sich möglicherweise Alternativen. Vor Ort sind zur Zeit zwei Studierendengruppen aus Karlsruhe. Die sollen Pläne und Alternativen entwickeln. Über die Hintergründe informierten jüngst in der Alten Druckerei Christoph Zimmermann und Manfred Ruch von der Sinziger Unterstützer-Gruppe. Der Besuch der Studierenden ist das konkrete Ergebnis einer Reihe von Gesprächen, die eine Sinziger Unterstützergruppe mit der Eigentümerin der Alten Druckerei, der Kölner NOVA Investment, geführt hat. Diese Gruppe hat ihren Ursprung in der Kunstausstellung ARTAHR, die in diesem Jahr bereits zum vierten Mal in den Räumen der Alten Druckerei stattfindet.

In den vergangenen beiden Jahren hatte sich auch die Investorin und Kunstliebhaberin Dr. Manijeh Pischnamazzadeh von der Qualität dieser Veranstaltung überzeugen lassen. Bei dieser Gelegenheit wurden auch die ersten persönlichen Kontakte zu den Machern der ARTAHR geknüpft und die ersten Gespräche über mögliche Alternativen für das Gelände der Alten Druckerei geführt. Im Dezember 2016 kam es schließlich zu einem Treffen der Sinziger Unterstützergruppe mit Frau Pischnamazzadeh, ihrem Partner in der NOVA Investment, Prof. Hossein Abdoh-Tabrizi, und ihrem Projektleiter Thorsten Leffeck in Sinzig. Teilnehmer waren die ehemalige rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerin und jetzige Präsidentin der privaten Karlshochschule Karlsruhe, Eveline Lemke, die ARTAHR-Mitbegründer Christoph Zimmermann und Thomas Zimmermann, Eigentümer der Buchhaltung Walterscheid, sowie der damals amtierende Vorsitzende des Bürgerforums Sinzig und jetzige Bürgermeisterkandidat Manfred Ruch. Ziel dieser Gespräche war es, die Chancen für ein alternatives Nutzungskonzept auszuloten, das den kompletten Abriss der Alten Druckerei und des historischen Gebäudes in der Mühlenbachstraße 40 überflüssig machen könnte. Die Vorgabe war und ist klar: Jedes Konzept muss sich für die Investorin wirtschaftlich rechnen. Auf dieser Grundlage haben auch die Studierenden aus Karlsruhe dieses Projekt übernommen.

Die Sinziger Unterstützergruppe hat von Beginn an deutlich gemacht, dass sie keine Investitionen in Sinzig verhindern will. Es geht vielmehr darum, die wirtschaftlichen Chancen für eine Alternative zu prüfen, die für die Belebung der Sinziger Innenstadt einen erheblichen Schub bedeuten könnte. Das Projekt der beiden Studierendenteams ist einer der ersten Schritte auf diesem Weg. Dank gebührt der Investorin, die sich bereit erklärt hat, diesen Weg mit zu beschreiten.

BL

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Kommentare
Uwe Klasen:
"Die installierte Gesamtleistung aus Windenergie" ist obsolet, da diese weder Zeit- noch Bedarfsgerecht zur Verfügung steht. Um die aus Solar- und Windstrom erzeugten Schwankungen auszugleichen müssen(!) die herkömmlichen Kohle- und Kernkraftwerke mitlaufen, damit im Bedarfsfall genügend Strom zur Verfügung steht um das Netz zu stabilisieren! Die Brennelementesteuer war Verfassungswidrig, kann also den Betreibern des KKW nicht vorgeworfen werden. Zur Weiterverwendung von abgereicherten Brennelementen siehe Reaktortyp BN-800! Außerhalb Deutschlands schreitet die Entwicklung voran!
Matthias Kaißling:
Die installierte Gesamtleistung aus Windenergie betrug Ende 2016 45.910 MW. Also rund 4mal soviel wie die 8 noch im Betrieb stehenden AKW in Deutschland. Wenn also der Kohle bzw den AKWs nicht Vorrang gegeben würde, könnte die Windkraft sehr wohl mithelfen den Bedarf zu decken. AKWs sind im übrigen auch nur deshalb für die Betreiber rentabel, weil sie nicht für die Entsorgung des Atommülls zahlen müssen, sondern stattdessen noch zusätzlich Steuergelder bekommen (6 Mrd.€ Rückerstattung aus der BrennelementeSteuer)
Uwe Klasen:
Über 25.000 Windenergieanlagen drehen mittlerweile in Deutschland ihre Rotoren und trotzdem liefern diese, je nach "Ertragsjahr", nur zwischen 15% - 25% des benötigten Stroms. Und diesen auch nur Zufälig, keinesfalls nach Bedarf. Die "ertragreichen" Standorte sind längst zugebaut mit Windrädern, nun sollen, auf Druck der Lobbyisten, auch noch die letzten, möglichen, Standorte folgen. Dabei sind diese nur rentabel weil die durch die Förderung nach dem EEG erhalten! Arten- und Menschenschutz werden dazu ausgeblendet!
Andrea Montermann:
Vielen herzlichen Dank an die Redaktion für diesen hervorragenden Bericht. Als Künstlerin fühle ich mich sehr geehrt und freue mich sehr darüber, wie gut das Ausstellungsprojekt des Landesmuseums recherchiert und vortrefflich dargestellt wurde!! Großes Kompliment an die Autorin!
Daniel Faßbender:
Familien sind doch nicht die Zielgruppe dieses Bades. Das war es nie und wird es auch in Zukunft nicht sein. Kinder sind eher ein Ärgernis für das wirkliche Klientel. Früher waren es die Kurgäste, heute sind es salopp geschrieben, die überwiegend zahlungskräftigen Rentner und ein paar Hotelgäste aus dem Quellenhof. Welche Familie mit einem oder mehreren Kindern kann oder will sich denn den Eintritt überhaupt noch leisten? Der Tageseintritt für zwei Erwachsene mit zwei Kindern liegt bei fast 40 EUR. Für mich ein Grund da nicht hinzugehen.
Michael Daum:
Es ist wirklich unfassbar! Jetzt wo das bestellte Gutachten nicht das erhoffte Ergebnis zeigt, ist es plötzlich nicht aussagekräftig bzw. war nicht umfangreich genug. Da man sich ja offenbar so in die alternativlose Einschätzung verrannt hat, dass Bad Breisig ohne Therme nicht vorstellbar ist, fragt man sich doch, warum man dann Geld (ich meine mal etwas von 30.000€ gelesen zu haben) für ein Gutachten verschwendet. Offenbar sind nur Gutachten, die die eigene Weltsicht unterstützen, ordentliche Gutachten. Und wenn die Ergebnisse erst dann vorliegen, nachdem die Weichen für eine Sanierung schon gestellt sind, spricht das auch für sich. Eine merkwürdige Einstellung und sicherlich eine gute Erklärung für die vielen Probleme der Stadt. Wenn man auf die hohe Lebensqualität in der Stadt abstellt, so sollte man vielleicht auch mal darlegen, wie man diese auf lange Sicht zu finanzieren gedenkt. Leider ist die Enteignung der Bürger über immer höhere Steuern und Abgaben ja zu einfach.
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