Ortsbeirat Sinzig tagte

Bauleitplanung und Alternative zur Löwentreppe

Dr. Joachim Schewe präsentierte seine Überlegungen in der Bürgerfragestunde

12.02.2018 - 08:59

Sinzig. Mit Fragen der Bauleitplanung und mit alternativen zur Löwentreppe beschäftigte sich der Ortsbeirat der Kernstadt Sinzig in seiner jüngsten Sitzung. In der Sitzung vom 21. November hatte sich der Ortsbeirat intensiv mit der Sanierung der Löwentreppe beschäftigt. In der Bürgerfragestunde erläuterte Dr. Joachim Schewe, heutiger Hausherr im Zehnthof, seine alternativen Überlegungen zum Aufgang.

Er plädierte dafür, die alte Serpentinenwegeführung und die schmalen Treppen aus dem historischen Lunapark wieder zu aktivieren. Diese sind sehr gut auf der Luftschiffaufnahme aus dem Jahr 1911 zu erkennen. Joachim Schewe legte dem Ortsbeirat ein Arbeitsartspapier für seine Überlegungen vor. Dabei betonte er ausdrücklich, dass der denkmalgeschützte Löwe von seinen Überlegungen nicht tangiert sei. Joachim Schewe führte auch an, dass eine solche Planung möglicherweise zu einer großen Kosteneinsparung führen könnte. Vonseiten des Ortsbeirates wurden diese Überlegungen ausdrücklich begrüßt. Es wurde aber auch darauf hingewiesen, dass das Bauamt der Stadt Sinzig sich diesen Überlegungen einmal annehmen soll und dass Letztenendes die Entscheidung im Stadtrat fallen wird.

Claudia Thelen erkundigte sich erneut nach der Verkehrssituation in der Renngasse. Ortsvorsteher Gunter Winterreise erklärte, dass zusätzliche Überlegungen bei einem gemeinsamen Rundgang mit dem Ordnungsamt und Ortsbeirat im März weitergeführt werden sollen. Um die Umgebung Demontagehalle zu einer Veranstaltungshalle in der Eisenbahnstraße 21 in Sinzig ging es im nächsten Tagesordnungspunkt. Diese Bauvoranfrage wurde im Ortsbeirat durchaus kontrovers diskutiert. Vor allen Dingen die Lärmbelästigung für die benachbarte Wohnbebauung wurde ins Feld geführt. Bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung wurde aber letztlich folgende Entschluss gefasst: Der Ortsbeirat erteilt das gemeindliche Einvernehmen gemäß Paragraf 36 Abs. 1 Bau Gesetzbuch zu der Bauvoranfrage zur Nutzungsänderung einer Demontagehalle in eine Veranstaltungshalle Eisenbahnstraße 21.

Die Anfrage der Helmich-Gruppe (Baugesellschaft Dinslaken) wurde intensiv diskutiert. Dabei geht es um ein neues Dienstleistungszentrum der Post, das die bisherigen Standorte an der Rheinschiene ersetzen soll. Letzten Endes erteilte der Ortsbeirat bei einer Enthaltung und einer Gegenstimme seine Zustimmung. Grundvoraussetzung: Die Stadt Sinzig klärt, wie viele neue Arbeitsplätze tatsächlich entstehen, und mit welchem Gewerbesteuersaufkommen pro Jahr zu rechnen ist. Danach soll der Sachverhalt im Ortsbeirat erneut behandelt werden.

Der Ortsbeirat einigte sich darauf dass der Aktionstag „Sauberes Sinzig“ in Zusammenarbeit mit der AG Verschönerung des Bürgerforums in diesem Jahr am Samstag, 7. April stattfinden wird. Treffpunkt soll um 10 Uhr der Parkplatz gegenüber den Stadtwerken an der Ahr-Brücke in der Kölner Straße sein. Überlegt werde, ob aufgrund des großen Müllaufkommens im vergangenen Jahr direkt zwei Container geordert werden sollen. Als Termin für die gemeinsame Stadtbegehung mit Vertretern des Ordnungsamtes wurde Samstag, 10. März festgelegt. Treffpunkt wird um 10 Uhr am Markt sein.

BL

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Kommentare
Christoph Wagner:
Gute Sache!
Andreas Nöthen:
Die ewig gestrigen dürfen nicht gewinnen. Die Aussage eines Dr. Fleischer der Marktplatz sei belebt genug ist dumm und hat mit städtischer Entwicklung nun gar nichts zu tun. Diese im Fernsehen von Fleischer geäußerte Meinung ist kontraproduktiv. Der Marktplatz kann nach meiner Meinung nicht belebt genug sein. Dies zum Wohle aller Bürger und so ist der "Fleischer Beitrag" mehr als nur zu vernachlässigen. Genau die Leute, die in anderen Städten die Ratsstuben bewundern wollen sie in Mayen nicht und lehnen Investoren ab um die sich jede andere Gemeinde wohl ein Bein ausreißen würde. Wer soll denn dies verstehen.
juergen mueller:
Ich finde es gut, dass es so etwas wie die AG-60-Plus gibt und damit ältere Menschen (wie auch meine Wenigkeit), die ihr politisches Interesse offen aufzeigen, auch wenn man einen Tagesordnungspunkt wie GroKo (mit berechtigten Bauchschmerzen) nur "abhaken" kann. Bauchschmerzen sind angesagt, wenn man sich den Koalitionsvertrag mit seinen über 170 Seiten einmal reingezogen hat, in dem das Wörtchen "SOLLEN" gleich hundertfach vorkommt, denn ... SOLLEN ... heisst NICHT WOLLEN, sondern nur, dass man beabsichtigt oder in Erwägung zieht, dass es so umgesetzt wird wie es "gesollt" wurde. Was letzten Endes für UNS dabei positiv herauskommt, dürfte nicht so wichtig gewesen sein, sondern nur, dass es zu einer Regierungsbildung und natürlich zu einer Verteilung lukrativer, politischer Posten gekommen ist. Letzten Endes ging es nur um ein Kämpfen gegen Verlust von Amt u. Mandat, von Posten, Diäten, Bezüge, von Macht, Anerkennung u. (vermeintlichem) Ansehen. Alles andere ist blauäugiges Denken.
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