Seine Amtszeit begann exakt mit dem Jahreswechsel.

Christian Müller ist Langenfelds neuer Ortsbürgermeister

Christian Müller ist
Langenfelds neuer Ortsbürgermeister

02.01.2017 - 08:52

Langenfeld. Nachdem der langjährige Ortsbürgermeister Alfred Schomisch im Juni zum neuen Bürgermeister der Verbandsgemeinde Vordereifel gewählt wurde und bereits vorab erklärt hatte, im Falle seiner Wahl nicht weiter als Ortsbürgermeister zur Verfügung zu stehen, waren die Langenfelder im vergangenen Jahr nach der Landtagswahl zum dritten Mal an die Urnen gerufen. Als einziger Bewerber für die Urwahl des neuen Ortsbürgermeisters am 6. November stand Christian Müller zur Verfügung und wurde mit über 70 % Zustimmung bedacht, wobei die außerordentlich hohe Wahlbeteiligung von deutlich über 60 % überraschte bei nur einem zur Auswahl stehenden Kandidaten. Bereits in der letzten Gemeinderatssitzung am 28. November wurde der neue Ortsbürgermeister von seinem noch amtierenden Amtsvorgänger ernannt und vereidigt. Die Amtszeit von Christian Müller begann jedoch erst exakt mit dem Jahreswechsel.

Und es wird eine relativ kurze Zeitspanne sein, die lediglich bis zu den Kommunalwahlen 2019 reicht. BLICK aktuell hat mit dem neuen Ortsbürgermeister gesprochen, um etwas über seine Absichten und Ziele zu erfahren. Der 48-jährige neue Ortsbürgermeister ist in Rieden aufgewachsen und wohnt seit 1996 in Langenfeld. Im gemeinsamen Haushalt mit seiner Ehefrau Bärbel lebt auch die 16-jährige Tochter Anna Maria. Nach seiner Ausbildung und dem betriebswirtschaftlichen Studium war Müller etwa 25 Jahre für verschiedene Banken tätig, bevor er zum Jahresbeginn 2016 als Referent für Finanzfragen zum Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau wechselte. Christian Müller ist Geschäftsführer des Waldbauvereins Mayen-Koblenz e.V., gehört dem Vorstand der Feuerwehr seines Wohnortes an und ist als begeisterter Jäger Vorsitzender im Jagdvorstand.

Sein politisches Engagement startete der junge Christian Müller bereits im Alter von 18 Jahren in Rieden, wo ihm schon damals die Idee vorschwebte, irgendwann einmal Bürgermeister werden zu wollen. Dass es ausgerechnet in Langenfeld sein würde, war damals aber noch nicht entfernt abzusehen und zwischenzeitlich fehlte ihm wegen der privaten und beruflichen Verpflichtungen auch die Zeit für intensives politisches Engagement. Seit 2006 ist Christian Müller Mitglied im Langenfelder Gemeinderat. Der Finanzfachmann will die Ortspolitik seines Vorgängers im Grunde weiterführen, dabei aber der Haushaltspolitik in Zeiten günstiger Zinsen ein Stück weit mehr Aufmerksamkeit widmen. „Große Sparpotenziale sind dabei allerdings bei unseren bescheidenen Mitteln auch für mich nicht zu erkennen“ versichert Müller.

Günstige Auswirkungen auf den Ort kann der neue Ortsbürgermeister wahrnehmen durch vermehrtes Renovieren alter Häuser von jungen Einheimischen und Zugezogenen.

Dieses untypische Phänomen wird zudem unterstützt durch den Zuzug von Städtern oder Großstädtern im Zusammenhang mit dem Kamalashila Institut. „Die offenherzige Art der Langenfelder macht es Fremden leicht, sich in Langenfeld wohlzufühlen“ so Ortsbürgermeister Müller, der die Ansiedlung des Instituts als Glücksfall betrachtet.

„Man kann darüber sehr froh sein, denn die Anziehungskraft durch Seminare fördert auch den Tourismus“, freut sich der neue Ortschef, dem die heimische Gastronomie sehr am Herzen liegt. Der junge Ortsbürgermeister träumt als Zukunftsperspektive davon, für Langenfeld aufgrund der zahlreichen Attraktionen den Titel eines Luftkurortes zu erwerben.

Die kommende Zeit bis zur nächsten Kommunalwahl betrachtet Christian Müller als Zeit der Bewährung. Er geht aber fest davon aus, dass es Spaß machen wird, und ist optimistisch. Auch pflegt er bereits ein gutes Verhältnis zu den Ortsbürgermeistern der benachbarten Orte. Eine Kandidatur bei der nächsten Kommunalwahl zum Verbandsgemeinderat betrachtet der neue Langenfelder Ortsbürgermeister als eine Option, „der ich mich erst noch nähern muss“.

Weiteres Neuerungspotenzial sieht Müller beim Unterhalt einer Brachfläche am Ortsrand. „Ich möchte die Fläche vom derzeit dort gelagerten Holz befreien und eine Streuobstwiese davon machen“, so seine Vision, die als erste örtliche Gemeinschaftsaufgabe realisiert und später durch Patenschaften gepflegt werden könnte.

Der Erfolg dieser Maßnahme könnte Modellcharakter für weitere Projekte haben. Besonders am Herzen liegt Christian Müller abschließend der Dank an alle Langenfelder, für seinen tollen und in dieser Form unerwarteten Erfolg. „Bei vielen habe ich mich natürlich schon persönlich bedankt“ versichert der neue Ortschef, „aber bisher habe ich keine geeignete Gelegenheit gefunden, allen zu danken verbunden mit den besten Wünschen für ein gesundes und erfolgreiches neues Jahr.“

Dazu bietet BLICK aktuell heute gerne die Gelegenheit und bedankt sich gleichzeitig für das gegebene Interview.

WE

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Kommentare
Uwe Klasen:
So wie es derzeit ist, hier sei als schlechtestes Beispiel der Fraktionszwang genannt, kann es einfach nicht weitergehen! Das sollten endlich auch die Politiker in Bund und Ländern erkennen und entsprechende Regelungen für die aktive Mitbestimmung der Bürger in die Wege leiten! Vorbild Schweiz!
juergen mueller:
In Braubach`s "vielbefahrener" Ortsdurchfahrt gilt nunmehr Tempo 30. Dies dürfte sich jedoch nicht auf das Verkehrsaufkommen auswirken, das nach wie vor bestehen bleibt. Hier in RÜBENACH besteht das gleiche Problem, wo tagtäglich PKW, BUSSE und SCHWERLASTVERKEHR seit Jahrzehnten mitten durch den Ort fahren u. das in einem Maße (was tagtäglich durch eine eigens von der Bürgerinitiative erworbene u. installierte Meßanlage registriert wird), zu deren Lösung es nur eine einzig verwertbare Lösung gibt: "Die einer ORTSUMGEHUNG". Tempo 30 ändert an der Situation "VERKEHRSAUFKOMMEN" überhaupt nichts, sondern führt nur dazu, dass sich (vor allem zu den Hauptverkehrszeiten) lange Stau`s mit stehenden Fahrzeugen bilden, stehende Fahrzeuge mit laufendem Motor, die Lärm verursachen u. mit ihren Abgasen die Luft verpesten, was besonders an heissen u. schwülen Tagen, wo sowieso innerhalb des Ortes die Luft "steht", zu spüren ist.
juergen mueller:
Glaubt man den Ausführungen zum Nachdenken von Herrn Klasen, dann wäre es allen CO"-Jüngern angeraten, auch an dieser radelnden Veranstaltung zum Klima- und Umweltschutz nicht teilzunehmen, denn nach seiner These trägt auch die Ausatemluft (nicht nur vorne), insbesondere bei Dauerbelastung zu einem erhöhten Ausstoß an CO2 u. damit zur Erderwärmung bei. Das müsste dann ja auch auf z.B. sexuelle Betätigungen zutreffen, oder? Also auch einstellen. Aber WAS ist mit UNSEREM Energieverbrauch (Fabrikmaschinen, Autos, Computer, Handys, Küchengeräte etc.)? Diese Energie wird erzeugt durch Verbrennung von Kohle, Öl, Gas = CO2. Wald- Grünflächen, die CO2 speichern, schrumpfen/verschwinden - mehr Ackerland u.Viehwirtschaft, da der Mensch weltweit immer mehr Fleisch isst = mehr Rinder/Schweine, die Unmengen von Methan-/Treibhausgas in die Luft rülpsen/furzen. Ich finde - wer radelt sündigt nicht u. wenn er dabei auch mal kräftig ausatmet oder ein Fürzchen lässt - der Umwelt wird`s nicht schaden.
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