Podiumsdiskussion auf dem Maifeld

Den demografischen Wandel aktiv gestalten

19.11.2017 - 14:00

Polch. Den demografischen Wandel im ländlichen Raum gestalten, war das Thema einer Podiumsdiskussion, zu dem die Verbandsgemeinde Maifeld vergangenes Wochenende ins Forum Polch eingeladen hatte. Neben Vertretern einiger Kommunen folgten eher wenige Bürger dieser Einladung, obwohl das Thema für alle Bürgerinnen und Bürger interessant sein dürfte.

Während Familien auf dem Maifeld ideale Voraussetzungen finden, ging es bei der Veranstaltung um die Frage, was der ländliche Raum bieten müsse, damit er auch für Senioren und Jugendliche attraktiv bleibt und Letztere nach Studium und Ausbildung zurückkommen und sich im Maifeld niederlassen.

Das Ergebnis einer Umfrage, die im Vorfeld der Veranstaltung erhoben wurde, ergab dass sich Jugendliche und Senioren dem Maifeld gleichermaßen verbunden fühlten und gerne dort lebten, worüber sich insbesondere Bürgermeister Maximilian Mumm freute. Auch in ihren Grundbedürfnissen lagen die Generationen nicht weit auseinander. So wünschten sich Jung und Alt eine verbesserte Mobilität, wobei bei der jungen Generation zudem schnelles Internet ein wichtiges Kriterium war.

Nach der Einführung zum Thema „Jugend im ländlichen Raum“ durch Nadine Neckenich und Katharina Machno, berichteten Elisa Ternes und Jyliara Funk vom Jugendbeirat über die Wünsche und Bedürfnisse ihrer Altersgenossen, die sich aus einem Fragebogen ergaben, der im Vorfeld stichprobenartig an insgesamt 450 Maifelder der Jahrgänge 1998, 2000 und 2002 versendet wurde. Dass die Jugendlichen sich ihrem Heimatort verbunden fühlten, führt Mumm auf die gute Jugendarbeit zurück. Ihre Entscheidung, langfristig im Ort sesshaft zu werden, machten die Jugendlichen von einer besseren Verkehrsanbindung abhängig. Mumm verwies in der Podiumsdiskussion auf das neue Verkehrskonzept des Landkreises Mayen-Koblenz, das ab 2021 deutlich verbesserte Verbindungen aufweise.


Mobilität wichtig für Jung und Alt


Die Mobilität sei für Jung und Alt gleichermaßen wichtig, betonte Marc Battenfeld (Demografie-Beauftragter der VG Maifeld). „Sie ist auch im Alter ein Schlüsselfaktor für Lebenszufriedenheit.“ Mit dem Seniorentaxi seien bereits erste Schritte realisiert worden. Weitere Maßnahmen seien bereits eingeläutet wie beispielsweise die sogenannte „Mitfahrerbank“. Aber auch die Wohnsituation im Ort sowie entsprechende Angebote wie beispielsweise Tagespflegeeinrichtungen, sowie die hausärztliche Versorgung sind wichtige Kriterien um den Herausforderungen der Hochaltrigkeit im ländlichen Raum gerecht zu werden. „Es gibt bisher noch keine Landflucht. Doch es gibt schon „Schwärmstädte“ die viele Angebote für Senioren bereithalten“, betont Thomas Pfundstein von der Landeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung. Dem müsse man ebenso entgegentreten wie der Vereinsamung der älteren Menschen, sagt Mumm, dem es ein großes Anliegen sei, auch die Rentner in der Verbandsgemeinde zu halten. So wurden in der anschließenden Podiumsdiskussion mit Bürgermeister Mumm und Marc Battenfeld, Dieter Müller vom Seniorenbeirat und Dr. Hans-Peter Simon, Allgemeinmediziner aus Münstermaifeld, der zuvor über Maßnahmen zur Sicherstellung der hausärztlichen Versorgung referierte, über Vorschläge von gemeinschaftlichem Wohnen bis hin zum Mehrgenerationenhaus diskutiert.

„Wir werden weniger und immer älter – den Demografischen Wandel kann man nicht aussitzen, man kann nur versuchen, ihn aktiv zu gestalten und sich den Problemen zu stellen“, sind sich Bürgermeister Maximilian Mumm und Marc Battenfeld einig. Erste Schritte wurden bereits realisiert, das Maifelder Jugend- wird ebenso wie das Seniorentaxi gerne angenommen. Weitere Maßnahmen wurden eingeläutet, wie beispielsweise Förderprogramme für Hausärzte. Moderiert wurde die gesamte Veranstaltung von Stefan Pauly.

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Wilma Achatz:
Und kein Wort über diese Tierquälerei! Wichtig scheint nur die unkorrekte Müllentsorgung zu sein und das getötete und gequälte Tier scheint keine Rolle zu spielen. Pfui!
Uwe Klasen:
Es sprach am Wahlabend, Mister 100%, Martin Schulz von einem „schweren und bitteren Tag für die deutsche Sozialdemokratie“ und versicherte, es werde keine Fortsetzung der Großen Koalition mit der Union geben, jedenfalls nicht mit ihm und nicht mit Angela Merkel. Wenn die SPD-Genossen noch einen Rest an Glaubwürdigkeit vermitteln möchten, dann muss eine GroKo abgelehnt werden! Denn das, was derzeit stattfindet, ist doch nur noch ein Totentanz um das goldenen Kalb "Merkel"!
Claus:
"Dabei legte der Bürgermeister auch dar, warum die VG-Weißenthurm einen solchen Aufschwung hat." Letztlich immer noch deshalb, weil man sich bei der Einrichtung des Gewerbegebietes nichts um die Bedenken aus Koblenz (und auch nicht unbedingt was um das geltende Recht, Planverfahren und so...) geschert hat. Damit hat man den Grundstein für die finanzielle Situation der heutigen Verbandsgemeinde gelegt, vielleicht nicht ganz fair, aber auf jeden Fall erfolgreich.
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