Stellungnahme zum Pressebericht der „Freien Wähler“ betreffend den geplanten Fußweg am Schloss Bürresheim

Dreist … oder einfach nur dumm ?

12.10.2017 - 11:51

Mayen. Als Stadtrat in Mayen ist man es ja schon gewohnt, sich in Sitzungen regelmäßig mehr oder weniger sinnlose Anfragen und wüste Diskussionen der Vertreter der freien Wähler mit dem Oberbürgermeister anhören zu müssen. Auch die sich wiederholende Beschimpfung der vermeintlichen großen Koalition von CDU und SPD ist inzwischen nur noch ermüdend.

Jetzt meint die FWM-Fraktion aber, Aufmerksamkeit erregen zu müssen, indem man Sachverhalte behauptet, die so schlicht falsch sind. Egal ob dies nun aus noch unbekannten Motiven, aus schlichter Dreistigkeit zur Effekthascherei oder schlicht aus Dummheit geschieht - man kann das nicht so stehen lassen.

Die FWM spricht in ihrem Artikel von einem „neuen Fußweg mit Brückenbauwerk“. Das ist bereits falsch. Tatsächlich handelt es sich um die Wiederherstellung eines vermutlich bereits seit Jahrhunderten genutzten Fußwegs vom Schloss Bürresheim in das Nitztal. Auch die Brücke ist dabei nicht neu; die alten Wiederlager sind immer noch teilweise vorhanden.

Anschließend wird „der Verwaltung“ und in Person dem Oberbürgermeister pauschal „schlechtes Projektmanagement“ und nicht „funktionierendes Konfliktmanagement“ vorgeworfen. Hätte die FWM sich auch nur ansatzweise mit dem sich darstellenden Sachverhalt befasst, dann wüsste man, dass die Verwaltung und sogar bereits frühere Oberbürgermeister alles Erdenkliche versucht haben, hier Konflikte mit einer betroffenen Person zu vermeiden. Wenn man der Verwaltung überhaupt einen Vorwurf machen könnte, dann allenfalls, dass man sich letztlich nahezu 10 Jahre (!) von einer Privatperson an der Umsetzung einer in jeder Hinsicht sinnvollen Maßnahme zugunsten der Allgemeinheit abhalten ließ.

Anschließend wird von einer „Wegevermessung für 15.000 Euro“ gesprochen, die einen „Konflikt mit einer Eigentümerin“ provoziert hätte, die den Wanderweg „mitten durch ihre Wiese nicht befürworten“ könnte.


Vermeintliche „Eigentümerin“ verweigert Einigung


Fakt ist – und das könnte und sollte auch die FWM wissen -, dass die vermeintliche „Eigentümerin“ seit Jahren widerrechtlich den betreffenden Weg, der sich im Eigentum der Stadt Mayen befindet, eingezäunt und der Öffentlichkeit unzugänglich gemacht hat, um ihn selbst als Pferdeweide zu nutzen. Jeglicher Vorschlag der Verwaltung, sich ohne Kostenproduktion anhand vorhandener Karten auf eine Wegführung zu einigen, oder zumindest sonst notwendige Vermessungskosten durch Begradigungen auf ein Minimum zu reduzieren, wurden von dieser „Eigentümerin“ verweigert, was schließlich die teuere Vermessung notwendig machte. Schade ist daher nur, dass die Stadt trotz der vorsätzlich von dieser Privatperson provozierten Kosten nun nur die Hälfte davon zurückverlangen kann.

Nur am Rande sei noch einmal bemerkt, dass diese „Eigentümerin“ sich seit mehr als 10 Jahren jeglicher Einigung verweigert und bis heute keinerlei Skrupel hat, den öffentlichen Weg weiterhin eingezäunt und damit der Öffentlichkeit unzugänglich zu halten.

Die Vermessung war dementsprechend auch auf jeden Fall notwendig; zum einen, um das Eigentum der Stadt zu sichern; zum anderen, um die geplante Maßnahme seriös weiter planen zu können.

Sollte die FWM das städtische Eigentum kostenlos aufgeben wollen, dann sollte man das sagen ….. und auch die Motive dafür.

Nächste Behauptung im Artikel der FWM ist, die geplante Holzbrücke solle 93.000 Euro kosten. Dies dürfte nun eine vorsätzliche Falschaussage sein, denn die FWM war bei den Beratungen zum Haushaltsplan 2017 auch dabei und muss daher wissen, dass dieser Betrag für die gesamte Maßnahme eingestellt wurde; das heißt Brücke plus Weg plus Ausschilderung etc……

Nach derzeitigem Kenntnisstand werden die veranschlagten Kosten jedoch wohl nicht benötigt werden. Die beschränkte Ausschreibung der Brücke sollte bereits jetzt im Ausschuss beschlossen werden, um später keine Zeit zu verlieren, denn es gibt nur ein begrenztes Zeitfenster, in dem die Arbeiten zur Herstellung der Brücke ausgeführt werden können.


Es fehlt derzeit lediglich noch ein Umweltgutachten


Schließlich behauptet die FWM, nach „ihrer Kenntnis hätten Fachbehörden dem Bau der geplanten Brücke eine klare Absage erteilt“. Hier wäre es interessant, zu erfahren, worauf sich diese „Kenntnis“ begründet“. Fakt ist, dass bisher alle beteiligten Behörden und Verwaltungen ihre Zustimmung erteilt haben. Es fehlt derzeit lediglich noch ein Umweltgutachten, welches aufgrund gesetzlicher Regelungen erst im Frühjahr erstellt werden darf.

Zu dem geplanten Projekt als Solches ist abschließend Folgendes zu sagen: Die Wiederherstellung des alten Wegs vom Schloss Bürresheim in das Nitztal mit dem unmittelbaren Anschluss an den Traumpfad Förstersteig und den überörtlichen Wanderweg des Eifelvereins stellt eine in vielfacher Hinsicht sinnvolle und geradezu zwingende Maßnahme zum Wohle der Allgemeinheit und zur Förderung des Tourismus in unserer Region dar.

Durch diesen Weg erfahren sowohl das Schloss, wie auch der Traumpfad eine erhebliche Wertsteigerung, indem eine unmittelbare Verbindung geschaffen wird, die dem Nutzer ganz neue Aussichten eröffnet. Wie die Burg Elz, so wird auch Schloss Bürresheim künftig von Wanderern auf besten Wanderwegen unmittelbar erreichbar sein. Gleichzeitig beginnt dieser Weg unmittelbar an der bereits vorhandenen öffentlichen Bushaltestelle am Schloss und ermöglicht den Besuchern den Verzicht aufs Auto und statt dessen Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel.

Zudem bedeutet dieser Wegeanschluss auch nicht weniger, als die längst fällige wandermäßige Erschließung des Nitztals. Dem Besucher wird hier auf einer familienfreundlichen Wanderstrecke durch nahezu unberührte Natur auf ca. 15 km zwischen Bürresheim und Virneburg ein Schloss, ein Besucherbergwerk (Bendisberg), eine Wallfahrtskappelle (St. Jost) und eine begehbare Burgruine (Virneburg) , sowie der unmittelbare Anschluss an drei Traumpfade (Förstersteig, Wanderrather, Virne-Burgweg) geboten werden. Pressemitteilung

SPD-Fraktion im

Mayener Stadtrat

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Kommentare

Der Landrat brachte 500 Euro mit

Gudrun Kast :
Sehr schöner Bericht, liebe Monika Fuchs
Uwe Klasen:
Nun ja, abgesehen von den positiven Auswirkungen der Renaturierung des Bächelsbaches und den negativen Erfahrungen der Betroffenen, so kann der BUND vielleicht die Aussage ("eher mit einem Ja zu beantworten") mit Daten des Umweltbundesamtes (Monitoringbericht 2015) neu beurteilen, worin "es keine erkennbare Zunahme von Starkregen in Deutschland gebe; das Ergebnis gelte auch für den Sommer: "Die Zahl der Tage mit einer Niederschlagssumme von 20 Millimeter und mehr im Sommer ist seit 1951 nahezu unverändert geblieben". Und, lt. den Prognosen der Computermodelle zum (anthroprogonen) Klimawandel sollen ja die Sommer in Deutschland trockener werden. Wie immer, nichts genaues ist bekannt!
Kugelmann:
Demokratie lebt vom WANDEL! Macht zu lange ausgeübt, führt zu Selbstüberschätzung derer, die sie glauben zu haben. „Siegessicherheit macht nämlich leichtsinnig und TRÄGE!“ Von 49. 359 Wahlberechtigten wählten 37.653 (76,28%) den CDU-Kandidaten nicht! Das bedeutet, dass sich der neue OB in den kommenden Jahren auch wieder auf eine Mehrheit von Mitbürgern abstützen muss, die sich wenig für Kommunalpolitik interessiert sowie politisch anders orientiert ist. Das macht wie so oft deutlich, welchen Stellenwert das Amt und die Person für die Bürger Neuwieds mittlerweile (40,1 % Wahlbeteiligung) besitzen. Bei einer Wahlbeteiligung (Stichwahl) von nur noch 40,41 % wurden dann aus 11.706 Stimmen 59,56 % für ihn, was letztlich heißt, dass der zukünftige Oberbürgermeister sich auf eine ihn gewählte Minderheit/Wahlberechtigte abstützt, die in naher Zukunft auch wieder unter „Artenschutz“ gestellt wird. „Wer trägt denn nun die Verantwortung für dieses „Desinteresse? Zweifelsohne Politiker mit ihrem Auftreten und Verhalten selbst.“ Wenn die negativen Erfahrungen der Bürger beim direkten Kontakt mit Politikern und Staat überwiegen, formt sich ein Bild des Versagens, des Rückzugs und der Verärgerung. Dagegen muss die Politik vorgehen - durch das Handeln vor Ort. Insofern ist es richtig, Probleme zu benennen, die der Bürger wirklich hat. Noch besser ist es, diese auch lösen zu wollen – ohne Kompetenzgerangel. Deshalb muss es heute und zukünftig lauten „Mehr Staat wagen“. Nicht, um die Wirtschaft zu reglementieren oder die Bürger zu überwachen, sondern um dort besser zu funktionieren, wo es einen berechtigten Anspruch an den Staat gibt. Im Klartext: „Dort, wo der Bürger den Staat wirklich braucht. Das kostet Geld – für die Verwaltung, Lehrer, Polizisten, Schulgebäude, Krankenhäuser etc.. Aber es ist gut angelegtes Geld. Weil Vertrauen in den Staat auch Vertrauen in die Demokratie bedeutet. Und das sollte auf keinen Fall verloren gehen.“ „BEGEISTERN durch VORBILD!“ Dem neuen Oberbürgermeister sind viel Glück und Stehvermögen zu wünschen, auf das er nicht zu einem Getriebenen und Erfüllungsgehilfen einer siegestrunkenen CDU wird, die doch schon jahrelang mit den „Hufen“ gescharrt hatte.
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