Grüne für mehr betreute Taubenschläge in Koblenz

„Eine Win-win- Situation für Tier und Mensch“

23.05.2017 - 15:10

Koblenz. Gibt es mehr Tauben am Saarplatzkreisel? Ganz klar ja! Ist der seit einem Jahr installierte Taubenwagen daran schuld? Ganz klar nein!

Bei dem vermehrten Vorkommen handelt es sich um vergrämte Tiere, die im geschlossenen Brückenbau nisteten und lebten.

Im März hatte das Tiefbauamt die vorhandenen Brutplätze der Tauben verschlossen und Taubenvergrämungen in Form von Gittern, Plexiglas oder Spikes angebracht. Somit sind diese Tiere jetzt obdachlos geworden, sind irritiert und werden sichtbarer im Straßenbild. Stadttauben sind verwilderte Haustiere und sehr standorttreu. Sie halten sich natürlich weiterhin im Umkreis ihrer alten Brutplätze auf.

Der Taubenwagen schafft Abhilfe, kann aber keinesfalls alle der geschätzten 200 Tiere aufnehmen.

Ein ähnliches Problem findet sich in Lützel. Durch die Vergrämungen an der Europabrücke ist ein Schwarm von schätzungsweise 60 Tauben obdachlos geworden, die nun eine neue Bleibe suchen. Da sie Nischenbrüter sind, werden sie ihre Nester nicht in Bäumen bauen können, sondern weichen jetzt in umliegende Wohngebiete aus.

Der Verein „Stadttaubenhilfe Koblenz-Neuwied e.V.“ wurde schon mehrfach zu Hilfe gerufen, da sich Taubenpärchen auf Balkonen Nester gebaut und gebrütet haben. So wurden bei diesen Aktionen mehrere flugunfähige Jungtauben gesichert, knapp 20 Küken gerettet und viele Nester mit Eiern entnommen.

Nicole Merzbach führt dazu aus: „Es wäre schön, wenn auch an anderen Stellen, an denen vergrämt wird, alternative Brutplätze mit der Möglichkeit des Austauschs der Eier zur Verfügung stünden. Denn nur weil man Brutplätze verschließt, lösen sich die Tauben nicht in Luft auf. Unser Verein, die ‚Stadttaubenhilfe Koblenz-Neuwied e.V.‘ wäre – bei entsprechender Unterstützung durch die Stadt – bereit, weitere Taubenschläge mit Eiaustausch zu betreuen.“ Ergänzend dazu Sylvie Weber, Tierschutzbeauftragte der Grünen-Ratsfraktion: „Dies würde eine Win-win-Situation für alle bedeuten: mehr Sauberkeit in der Stadt, zufriedenere Bürger und ein kleinerer, dafür gesunder Taubenbestand.“

Pressemitteilung

der Stadtratsfraktion Koblenz

Bündnis 90/Die Grünen

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