Arge-Mitgliederversammlung in Cochem – IHK-Vertreter sprach über Stadtmarketing

Erstes Ziel: Einheitliche Öffnungszeiten

15.03.2017 - 10:26

Cochem. Rund 40 Mitglieder konnte Thomas Theiß als Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Cochemer Gewerbetreibender im Hotel „Germania“ begrüßen. Hauptredner des Abends war der Regionalleiter der IHK Knut Schneider, der neue Ideen zum Thema Stadtmarketing im Gepäck hatte. Zunächst aber erinnerte Thomas Theiß in einem Rückblick an die Aktivitäten des vergangenen Jahres: „Mit dem Notinsel-Netzwerk in unserer Stadt haben wir Erfolg gehabt“, sagte der Vorsitzende, als er die 39 Standorte im Stadtgebiet erwähnte, wo hilfesuchende Kinder Zuflucht suchen können, wenn sie sich etwa verlaufen oder den Anschluss an die Eltern im Gewühl der Stadt verloren haben. Ebenfalls konnte man – so Theiß - mit der Losaktion 2016 punkten, denn 10.000 Lose wurden im November/Dezember 2016 an die Kunden verteilt.

Die Illumination verschiedener Häuser und Gebäudekomplexe zur Weihnachtszeit fand nicht bei allen 63 Mitgliedern der Arge Zuspruch. „Da war ja kaum noch ein Besucher in der Stadt“, wurde moniert und auch die frühen Schlusszeiten in den Geschäften wurden in dem Zusammenhang kritisiert. Schnell entwickelte sich eine lebhafte Diskussion, die als Quintessenz das Ergebnis hatte, dass man unbedingt einheitlichere Öffnungszeiten braucht. „Eine Kernzeit, bei der der Kunde weiß, dann haben in Cochem die Geschäfte auf“, war die Forderung eines Mitglieds. Knut Schneider unterstützte diese Idee und bemerkte, dazu, dass die Illumination aber eine „tolle Sache“ ist, die erst mal eine Zeit braucht, um zu fruchten. Außerdem empfahl der Experte, vielleicht einen kleinen Wettbewerb in Zusammenarbeit mit dem Lichter-Spektakel zu überlegen, um mehr Kundschaft anzulocken und zu binden. „Dazu gehört aber auch, dass abends noch länger Licht im Schaufenster ist“, ergänzte ein Arge-Mitglied.

Der IHK-Regionalleiter referierte im Anschluss vor den Mitgliedern über neue Ansätze beim Stadtmarketing. „Spinnen Sie ruhig, machen Sie etwas verrücktes, was Aufsehen erregt“, so eine seiner vielen Ideen. Nächster Kritikpunkt war die in manchen Geschäften veraltete Schaufenster-Optik, die „wie im Jahre 1985 gestaltet und eingerichtet ist, während der Firmenwagen das neueste Automodell ist“, war seine provokante Ansicht. Der Fachmann riet, neue Wege zu gehen und ein Einkaufserlebnis zu bieten, das innovativ und vielleicht auch etwas teurer sei, sich aber im Endeffekt lohne. Zwar kam Widerspruch aus den Reihen der Arge-Mitglieder, die teilweise monierten, dass seine Ideen und Beispiele vielleicht bei großen Ballungszentren wirken würden, aber nicht in der Moselregion. Dennoch hatte der IHK-Mann eine Fülle von guten Beispielen, die er den Geschäftsleuten offerierte.

Als Nonplusultra propagierte Schneider ein Quartierskonzept, das allerdings Geld kostet und auf fünf Jahre hinaus konzipiert sein müsste. Stadtbürgermeister Wolfgang Lambertz erklärte in diesem Zusammenhang, dass die Stadt ein solches Konzept für die Sanierung des historischen Stadtbereichs schon habe. „Dafür sind 780.000 Euro im Etat veranschlagt, die abgerufen werden können. „Ich fordere alle auf, das Angebot wahrzunehmen“ appellierte der Stadtchef an die Arge-Mitglieder.

Thomas Theiß gab zum Schluss der Veranstaltung noch Termine bekannt, wobei am 1. und 2. April der traditionelle Ostermarkt in Cochem in gewohnter Weise stattfindet. Am zweiten Tag ist dann ein verkaufsoffener Sonntag und an beiden Tagen in Cochem die Autoschau.

TT

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Motocross Fahrer schlägt einen Spaziergänger

juergen mueller:
Hallo m.m, schon gelesen (ich meine die Zeitung - oder liest man keine?). Nur zur Richtigstellung. Die Prügelattacke geht auf das Konto einer Spezie, die zu dem Typ Zweibeiner gehört, der seine Frustration und sein Gewaltpotenzial so auslebt, wie es ihm genehm ist und sich einen Scheiß darum schert, ob bei seinem unnatürlichen Verhalten andere zu Schaden kommen können, sondern dies eher bewusst in Kauf nimmt. Hinzukommt, dass er nicht den Arsch in der Hose hat sich bei der Polizei zu melden, um seine Version dieses Vorfalles abzugeben. Wäre mir dieses Geschehen widerfahren, versprochen, wäre dies anders ausgegangen und gewiss nicht zu meinem Nachteil, da auch ich die traurige Erfahrung machen musste, dass man mit Reden alleine nichts bewirken kann, sondern nur mit Handeln.
m.m:
ob die da fahren durften hin oder her ,geht ja um die Körperverletzung und die ging anscheinend vom Wanderer aus ,der Motorradfahrer hat sich verteidigt. vielleicht ist die Gegendarstellung ja auch längst bei der Polizei eingetroffen ...
juergen mueller:
Fakt ist erst einmal, dass die Motocross-Fahrzeuge NICHTS dort zu suchen hatten. Und was die Gegendarstellung auf Facebook betrifft, so würde es mich interessieren, von wem diese Gegendarstellung abgegeben wurde - warum auf Facebook und nicht bei der Polizei. Desweiteren, ich gehe mal davon aus, dass die beteiligten Motocross-Fahrer auch auf Facebook präsent sind - WARUM melden sich diese nicht bei der Polizei um zu einer Klärung beizutragen?
juergen mueller:
"Das kann so nicht weitergehen". Große Worte von einem, der OB unserer Stadt werden will und, egal was so nicht weitergehen kann, immer wieder betont, sich dafür einzusetzen, wenn er denn OB geworden ist. Mir fehlt alleine schon an den Worten der Glaube, da nie die Rede davon ist, wie das alles und wovon bezahlt werden soll. Das in "vielen" Fällen (und das sind viele) dies auch mit geringem Aufwand möglich sei, daran dürfte Herr Langner wohl nur selbst glauben, zumal ER das alleine auch NICHT entscheiden kann. Es sind immer wieder diese gleichlautenden, wiederholten Beteuerungen und Versprechungen, die es in ihrer Vielzahl (zumindest mir) unmöglich machen, darin auch nur einen Funken von Wahrheit u. Umsetzungsvermögen zu erkennen bei der ebensolchen Vielzahl eigentlicher Probleme, die die STADT wie in einer Art Zwangsjacke einengen und Träumereien ausschliessen müsste. Aber im WAHLKAMPF gelten nunmal andere Maßstäbe und da kommt es auch nicht unbedingt auf Wahrheiten an.
Manuela Keck:
Das ist ganz großartig. Die Facebookgruppe behind the police dankt ihnen dafür. http://www.facebook.com/groups/behindthepolice
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