Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK

CDU Mayen hatte zum Neujahrsempfang eingeladen

Gemeinsames Zusammenwirken statt emotionaler Populismus

09.01.2017 - 09:54

Mayen. „Wenn man von etwas überzeugt ist, dann ist nie nur der Kopf beteiligt, sondern immer auch der Bauch – darüber würde ich gern mit Ihnen heute Abend sprechen“ leitete die CDU-Bundestags-Abgeordnete (MdB) Mechthild Heil ihre Ansprache zum diesjährigen Neujahrsempfang der Mayener CDU ein. Nicht über Köln, Berlin und Istanbul, innere Sicherheit, de Maizière oder Obergrenze – und auch nicht über Rente oder Vollzeitstellen wolle sie die aktuelle Debattenvielfalt verstärken. Es gelte eher, Emotionen zu thematisieren, die in unseren „postfaktischen Zeiten“ vielfach Argumente ersetzen. Als emotional-geprägt benannte MdB Heil zahlreiche Beiträge aus den sogenannten sozialen Medien. Auch manche Politiker, die meinen, „zuspitzen“ zu müssen, um gehört zu werden, bedienten sich solcher medialen Präsenz: „Geschreibsel, das die Grenzen des Anstandes verletzend und hasserfüllt überschreitet, muss im Netz gelöscht und beim Schreiberling bestraft werden“.


Emotionale, pauschale Behauptungen


Aber auch in persönlichen Gesprächen kommen Emotionen hoch, etwa mit folgenden pauschalen Behauptungen, benennt Mechthild Heil aus eigenen Kommunikations-Erfahrungen mit dem Bürger, folgende Behauptungen zusammenfassend: „Die bekommen alles, ich nix! Ich habe Abstiegsängste. Ich will einfach in Ruhe und ungestört mein Leben leben.

Ich fühle mich Entscheidungen hilflos ausgesetzt. Aber ich bin doch das Volk. Wieso wollen wir mit der ganzen Welt Handel treiben? Wieso sind unsere Grenzen offen. Mir reicht, wenn Deutschland groß und mächtig ist. Die anderen brauchen wir nicht“. Solchen Behauptungen setzte die örtliche Direktkandidatin der CDU zur Bundestagswahl 2017, Mechthild Heil, detaillierte Fakten entgegen zur gelebten Solidarität in Deutschland, zum christlichen Menschenbild und der „Schere zwischen Arm und Reich“. Die „Angst für Deutschland“ relativiere sich durch Fakten wie: „Die Zahl der versicherungspflichtig Beschäftigten steigt, die Zahl der Arbeitslosen und geringfügig Beschäftigten geht zurück. Und: Die Wirtschaft brummt, die Löhne und Renten steigen und unser Wachstum ist weiter solide.“ Es gebe keine Anzeichen, dass dies in den nächsten Jahren nicht so sein wird, darum sollten wir uns nichts anderes einreden lassen.


Die Welt wartet nicht auf uns ...


„Wenn wir unseren Wohlstand, unseren Frieden, unsere Freiheit erhalten wollen, dürfen wir uns nicht zurücklehnen, ausruhen und uns einigeln. Wenn wir unsere Werte erhalten wollen, dann werden wir Deutsche alleine nicht weit kommen, sondern nur im europäischen Verbund, der sieben Prozent der Weltbevölkerung ausmacht (Deutschland: ein Prozent). Die Welt wartet nicht auf uns – sie schreitet voran, mit oder ohne uns“, so Mechthild Heil mit der Finalfrage: „Wem traue ich die Lösung unserer Probleme zu – Ideen von LePen, Putin oder Trump? Einer Frau von Storch, Frau Petry oder den Herren Meuthen und Pretzell? Ich traue keinen von denen! Ich vertraue Angela Merkel“, so ihr Fazit unter Hinweis „auf deren Zuverlässigkeit und überall anerkanntem Engagement, auf christlichen Grundwerten begründet, weit weg von Populismus.“


Gemeinsamkeiten stärken


Bereits in seiner Begrüßungsrede hatte CDU-Vorsitzender Bernhard Mauel gemeinsames Zusammenwirken in der Politik als Erfolgsrezept mit praktischen Beispielen dargelegt. Dabei belegten folgende Stichworte ein breites Erörterungs-Feld, das er mit bemerkenswerten Denkansätzen und Erfahrungswerten belegte: EU, Berlinattentäter, Silvester in Köln, (Haushalt-) Situation in Rheinland Pfalz und in Mayen. „Wir in der CDU haben uns immer als europäische Befürworter gesehen. Es gilt, in der EU wieder auf Erfolgskurs zu kommen. Die Briten werden nach ihrem Austritt aus der EU kein Erfolgskonzept entwickeln können“, so Mauel, der als aktuelle Erfordernissen in der Deutschland-Politik beispielhaft folgende Feststellungen traf: „Die von de Maizière formulierten Geheimdienst-Erfordernisse lassen sich nur realisieren, wenn die Länder „mitgehen“. Als Konsequenzen aus dem Berlin-Attentat gilt es, nicht nur einen härteren Kurs zu propagieren, sondern die Reparatur dessen, was aus den Fugen geraten ist. Und: Ich rate dringend, dass wir alle hinter unseren Sicherheitskräften stehen. Das, was Frau Peter abgesondert hat, dürfen wir nicht widerstandslos hinnehmen. Systemdefekte im Denken dieser grünen Leute werden durch solche Äußerungen deutlich“, so Mauel.

In der Landesregierung von Rheinland-Pfalz sei Rainer Brüderle der letzte infrastrukturorientierte Minister gewesen, begründete der CDU-Vorsitzende seine Meinung mit den aktuellen Stichworten „Autobahnen, Hahn, Chinesen-Engagement und Kommunen-Belastung“.

In der städtischen Politik habe sich das Zusammenwirken zwischen CDU- und SPD-Fraktion bewährt. Zuletzt sei dies bei der städtischen Haushalts-Aufstellung deutlich geworden. „Ich kenne aus drei Jahren keinen vernünftigen Einsparungs-Vorschlag von unserem OB Treis. Das mussten wir im Rat dann machen, auch mit Unterstützung weiteren Ratskollegen.“

Das Zusammenwirken verschiedener politischer Farben wurde bereits bei der Begrüßung der geladenen Gäste durch Bernhard Mauel deutlich und von ihm mit Beispielen kommentiert. Da „passte“ geradezu der gelungene finale Abschluss des Neujahrs-Treffens mit dem Einmarsch der Mayener Karnevalisten unter Führung des Präsidenten der „Alten Großen“ Christoph Schwab, auch ohne Prinz, aber mit den zwei neuen Ordensträgern Mechthild Heil und Bernhard Mauel.

PRESS

Artikel bewerten

rating rating rating rating rating
Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag erstellen zu können.
Anzeige

12. ADAC Winter-Kart-Trophy in Bad-Hönningen 2. Lauf

Die Hatz um die Pylonen geht weiter

Bad Hönningen. Der zweite Lauf der 12. ADAC-Winter-Kart-Trophy wurde in der ehemaligen Halle der Fa. Artus in Bad-Hönningen ausgetragen. mehr...

KG Bad Breisig lädt ein

Bei der Kinderparty stehen die Kids im Mittelpunkt

Bad Breisig. Die KG Bad Breisig lädt alle Kinder und ihre Familien ein, am Sonntag, 29. Januar, um 14.11 Uhr in die Jahnhalle zu kommen (Einlass 13.30 Uhr). An diesem Tag stehen die kleinen Jecken im Mittelpunkt des Tages. Hier kann getobt, getanzt, gesungen und gelacht werden, und die Bühne der Jahnhalle steht zur Erstürmung bereit. mehr...

Neujahrsgrillen der Freiwilligen Feuerwehr Waldorf

Zahlreiche Gäste trotz kühler Witterung

Waldorf. Auch in diesem Jahr hatte die Freiwillige Feuerwehr Waldorf wieder zum Neujahrsgrillen auf dem Platz vor dem Feuerwehrgerätehaus geladen. Viele Waldorfer Bürger folgten der Einladung und verbrachten einen Grillabend „zu ungewohnter Jahreszeit“ bei der Feuerwehr. Der Wettergott spielte in diesem Jahr mit. Zwar war es kühl, doch mit wärmenden Feuern und Heizstrahlern hatte man vorgebeugt. Bei saftigen Steaks und schmackhaften Grillwürstchen konnten sich so die Besucher stärken. mehr...

KG Wohlgemut Wehr

Der Kartenvorverkauf beginnt

Wehr. Ein abwechslungsreiches und interessantes Programm bietet die KG Wohlgemut Wehr bei ihrer traditionellen Kappensitzung am Samstag, 18. Februar, an. Die Sitzungspräsidenten Günter Schorn und Frank Heckenbach präsentieren „Größen“ des heimischen Karnevals, die in der Bütt oder mit musikalischen Beiträgen für Stimmung sorgen. mehr...

Weitere Artikel

Karnevalssonntag zieht wieder der Zuch durch die Breisiger Straßen

Jetzt für Karnevalsumzug anmelden

Bad Breisig. In diesem Jahr ist es wieder soweit. An Karnevalssonntag wird der große Festumzug durch die Stadt gehen. Die KG-Korps sind schon kräftig dabei, ihre Wagen auf Vordermann zu bringen und Kamelle oder Strüßje zu ordern. Prinz Michale I: „Der Karnevalszug ist der Höhepunkt eines jeden Prinzenpaares. Wir hoffen natürlich auf schönes, sonniges Wetter. Aber viel mehr würden wir uns freuen, wenn die Jecken an diesem Tag einen tollen und abwechslungsreichen Zuch bestaunen können. mehr...

Lesung im Lesecafé der Evangelischen Öffentlichen Bücherei

„Hüpfsteine - Geschichten von gestern für heute“

Bad Breisig. Am Mittwoch, 1. Februar, um 15.30 Uhr stellt die Brühler Autorin Hildegard Kohnen, die schon in den vergangenen Jahren im Gemeindezentrum der Christuskirche gelesen hat und somit vielen Zuhörern bekannt ist, ihr neu erschienenes Buch „Hüpfsteine – Geschichten von gestern für heute“ vor. mehr...

Neujahrsempfang des Kultur- und Heimatvereins Niederzissen

Sozialwissenschaftler Professor Dr. Stefan Sell referierte

Niederzissen. Zu Beginn des Jubiläumsjahres zum zehnjährigen Bestehen des Kultur- und Heimatvereins Niederzissen konnte der 1. Vorsitzende Richard Keuler beim nunmehr achten Neujahrsempfang des 2007 gegründeten Vereins im Foyer der Bausenberghalle in Niederzissen zahlreiche Gäste begrüßen. Er freute sich über den großen Zuspruch und hieß alle zum Start ins neue Jahr willkommen. Besonders begrüßte... mehr...

SPD-Fraktion lehnte Haushalt 2017 der Stadt Bad Breisig ab

Seit zwölf Jahren ist der Haushalt nicht ausgeglichen

Bad Breisig. Für die SPD-Fraktion nahm Sprecher Bernd Lang zum Haushaltsplan 2017 der Stadt Stellung: „Seit 2004, also seit zwölf Jahren, wurde kein ausgeglichener Haushalt vorgelegt, kein ausgeglichener Haushalt beraten, kein ausgeglichener Haushalt abgestimmt und beschlossen. Obwohl sich die Schlüsselzuweisungen in diesem Zeitraum erfreulich entwickelten. Obwohl Bund, Land und Kreis die Stadt in den letzten Jahren regelrecht mit Zuschüssen zuschütteten. mehr...

Anzeige
Service
Anzeige
Kommentare
Florian Landenberger:
Liebe Frau Koslik, vielen Dank für Ihre Anmerkung. Bei der Entwicklung der DIKE-App steht für uns das Thema Prävention im Vordergrund. Es dreht sich also nicht vorrangig um Situationen, bei denen Sicherheitskräfte wie Polizei, Feuerwehr o.ä. hinzugezogen werden müssen. Vielmehr geht es darum Auffälligkeiten frühzeitig zu erkennen, Beobachtungen zu melden und dadurch Gefährdungssituationen zu vermeiden bzw. auf ein Minimum zu reduzieren. Wenn Einsätze von Polizei oder Feuerwehr dennoch unvermeidbar sind, so werden die Einsatzkräfte zukünftig auch von den in der DIKE-App durch die Nutzer gegebenen Informationen profitieren, da sie durch die zusätzlichen Hinweise noch gezielter und effektiver eingreifen können. Das ist die zentrale Zielsetzung unserer App. Zweifelsohne ist die Vernetzung mit Polizei und Feuerwehr also absolut sinnvoll und über kurz oder lang absolut wünschenswert. Genau daran arbeiten wir aktuell!
Heike Koslik:
Blöd nur, dass die Behörden, Polizei und Feuerwehr diese App nicht nutzen. Damit verschwindet auch der Einzige Nutzen der App. Wozu also dann registrieren??? 99,9 Prozent der angemeldeten Nutzer werden diese App wohl nie brauchen. Aber sehr gut, dass sie da ist!
Regionale Kompetenzen

 
Lesetipps
GelesenBewertet