Hochwasserschutz für Lahnstein

Labonte bittet Umweltministerin Höfken um finanzielle Hilfe

11.01.2017 - 16:24

Lahnstein. Ebenso herzlich wie nachdrücklich hat sich Oberbürgermeister Peter Labonte nach dem offiziellen Aus des „technischen Hochwasserschutzes“, der vom Land Rheinland-Pfalz finanziert worden wäre, nun an Umweltministerin Ulrike Höfken gewandt und um anderweitige finanzielle Unterstützung für die Stadt Lahnstein beziehungsweise deren Bürger/innen gebeten. „Konkrete finanzielle Hilfen würden den Bürger/innen nicht nur ein gewisses Sicherheitsgefühl für den Hochwasserfall geben, sondern ihnen auch deutlich machen, dass sie mit ihren Sorgen und Nöten nicht alleine gelassen werden“, so Labonte. Ihm schwebt eine finanzielle Förderung der individuellen und objektschützenden Maßnahmen der Bevölkerung vor, die es bislang nicht gibt.

Hierfür würde sich die Stadt gegebenenfalls auch als Pilotkommune für eine entsprechende Studie zur Verfügung stellen, die den Kosten-Nutzen-Grad einer solch neuen Förderung untersucht.

Im Gegensatz zu anderen Hochwasserschutzprojekten wäre der finanzielle Aufwand der öffentlichen Hand hier nach Meinung von Labonte deutlich geringer.

Außerdem könne dadurch die bestehende Ungerechtigkeit zwischen denjenigen Menschen in Stadt und Land beseitigt werden, deren Eigentum aufgrund einer positiven Nutzen-Kostenanalysen kostenfrei durch das Land geschützt werde und denjenigen, die – wie in Lahnstein – hiervon ausgenommen werden.

(Die erweiterte Machbarkeitsstudie des Landes für den Hochwasserschutz in Lahnstein hatte nämlich zum Ergebnis, dass dieser unwirtschaftlich und nicht finanzierbar sei.)

In Kürze werden sich die städtischen Gremien mit dem Thema eines „örtlichen Hochwasserschutzkonzeptes“ befassen. Die Kosten für die Erstellung dieser Konzepte werden in der Regel zu 90 Prozent vom Land Rheinland-Pfalz gefördert. Ein Solches will auch Lahnstein für das Stadtgebiet aufstellen lassen, wenn schon der technische Hochwasserschutz durch das Land nicht umgesetzt werden kann. In diesem örtlichen Konzept sollen Empfehlungen über individuelle Schutzmaßnahmen für die Betroffenen ausgesprochen und Detailuntersuchungen von einzelnen Objekten im Hochwassergebiet durchgeführt werden.

„Die spezielle Lage unserer Stadt im Bereich der Zusammenflüsse von drei Bundeswasserstraßen (Rhein, Mosel, Lahn), die alle drei Auswirkungen im Hochwasserfall auf die Stadt Lahnstein haben, hat nicht nur dazu geführt, dass ein technischer Hochwasserschutz für den Aufgabenträger, das Land Rheinland-Pfalz, zu teuer erscheint, sondern sie ist auch der Grund dafür, dass auch in Zukunft immer wieder nicht unerhebliche Schäden durch Hochwasser für die Betroffenen und die Stadt entstehen werden“, führt Labonte aus Er appelliert daher an Höfken, den gemachten Vorschlag wohlwollend zu prüfen.

Pressemitteilung

Stadt Lahnstein

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Kommentare

Hunde aus Rumänien übernommen

Claudia Heinen :
Danke an alle die das ermöglicht haben
Elke Kums:
Toller Bericht und ein herzliches Danke an Alle, besonders an das TH Ransbach-Baumbach
Birgit Rödiger :
Wir Danke euch von Herzen für eure Hilfe und den Hunden eine Chance auf ein schönes Leben zu geben.
Heinz Wagner :
Vielen Dank für diesen super Artikel. Bitte sprechen Sie Herrn Press, unseren herzlichsten Dank aus. Gerne laden wir Herr Press, schon zu unseren nächsten Aktivitäten ein. MfG Heinz Wagner 1. Vorsitzender Steinhauergesellenzunft
juergen mueller:
Ergänzend darf ich hinzufügen, dass besagten Politikern anscheinend NICHT bekannt ist, dass immer mehr KINDER unter 15 Jahren, die länger als 4 Jahre von Hartz IV abhängig sind,in Deutschland an der ARMUTSGRENZE leben u. sich deren Zahl von 12/2013 bis 2016 dramatisch erhöht hat. Familienplanung bedeutet heute oftmals Armutsrisiko für die Kinder. Trotz wachsender Steuereinnahmen (bis 2020 = ca. 54 MILLIARDEN EURO) hält die Politik das Ausmaß an Kinderarmut in Deutschland anscheinend NICHT für handlungsbedürftig, eine IGNORANZ mit UNFÄHIGKEIT auf Kosten der Jüngsten. Anstatt ohne Hirn u. Wissen einfach nur als Plaudertasche dazustehen, sollten sich Frau Artz u. Herrn Jakob erst einmal mit der Realität befassen.
juergen mueller:
Ich bin immer wieder erstaunt, mit welcher Selbstverständlichkeit Politiker uns ihre teils paranoide Weltanschauung von Frieden, Sicherheit und sozialer Gerechtigkeit suggerieren. Die europäische Gemeinschaft bedeutet für Senioren Frieden und für Kinder eine sichere Zukunft. Noch nie war die Gefahr so groß in einen Kriegskonflikt hineingezogen zu werden und die sichere Zukunft unserer Kinder beginnt (oder sollte beginnen) bereits mit dem Erhalt eines Glücksloses für den Erhalt eines KITA-Platzes. Das zu wissen scheint Frau Artz u. Herr Jakob fremd zu sein. Und es geht noch weiter mit der angeblich so sicheren Zukunft. Eine sichere Rente z.B. ist doch so instabil wie lange nicht mehr, ebenso wie eine generelle Grundsicherung im Alter, die man wohl eher treffenderweise als Armutsgrenze bezeichnen kann (was allerdings nicht für Politiker gilt). Friedenssicherung, Wirtschaftskraft, Sicherung der Arbeitsplätze - altbekannte, ausgeleierte Phrasendrescherei mit Stammtischcharakter.
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