CDU fordert bestmögliche Unterstützung der Schule als Lern- und Lebensraum

Lammert: „Attraktive Schulen sind wichtiger Standortfaktor“

Lammert: „Attraktive Schulen
sind wichtiger Standortfaktor“

Standortfaktor Schulen: CDU-Kommunalpolitiker besuchten die Nicolaus-August-Otto-Schule in Nastätten. Foto: privat

05.12.2017 - 09:56

Rhein-Lahn-Kreis/Nastätten. Eine lebendige Gesellschaft lebt vom regen Austausch miteinander. Aus diesem Grund hat die CDU-Kreistagsfraktion des Rhein-Lahn-Kreises bereits 2014 die Veranstaltungsreihe „CDU im Dialog“ ins Leben gerufen. „Wir wollen wissen, was die Menschen in unserer Heimat bewegt und deshalb mit Bürgern oder Vertretern verschiedenster Institutionen ins Gespräch kommen. Und zwar regelmäßig, nicht nur zu Wahlkampfzeiten“, erklärt Matthias Lammert, Landtagsabgeordneter und CDU-Fraktionsvorsitzender im Kreistag, der mit seinen beiden Stellvertretern Günter Groß und Udo Rau diesmal nach Nastätten einlud.

Die 33. Dialog-Veranstaltung führte die Kommunalpolitiker und zahlreiche Gäste nach Nastätten in die Nicolaus-August-Otto-Schule. Modern, offen und mit gut durchdachtem Konzept: So stellte Schulleiter Ulrich Landes seine Schule vor. Die Kommunalpolitiker waren beeindruckt von der Leistungsfähigkeit der Bildungseinrichtung. Gleichzeitig erkannte man auch Unterstützungsbedarf durch den Landkreis als Schulträger sowie durch das Land Rheinland-Pfalz.

Die Nicolaus-August-Otto-Schule ist die einzige Integrierte Gesamtschule im Rhein-Lahn-Kreis. Schüler mit Hauptschul-, Realschul- und Gymnasialempfehlung werden gemeinsam unterrichtet und können unterschiedliche Bildungsabschlüsse, bis hin zum Abitur, erreichen. Die Schule verfolgt das Ziel, dass jedem Schüler durch individuelle Förderung die optimalen Entwicklungschancen geboten werden. „Der Klassenverband setzt sich aus Leistungsstarken und –schwachen zusammen. Der Erwerb sozialer Kompetenzen, die Wertschätzung individueller Fähigkeiten sowie die Wahrnehmung sozialer Unterschiede sind Leitlinien des pädagogischen Konzepts. Leistungsbereitschaft, Selbstständigkeit und Durchhaltevermögen der Kinder und Jugendlichen gestärkt werden. Wir verstehen uns als `Miteinander-Schule´“, erklärt Schulleiter Landes.

Matthias Lammert weiß, dass als Grundvoraussetzung ausreichend Lehrer zur Verfügung stehen müssen. „Das Land muss mehr Geld in Lehrpersonal stecken. Aktuell ist Unterrichtsausfall an der Tagesordnung. Hinzu kommen befristete Arbeitsverhältnisse, die sicherlich nicht zur Motivation der Pädagogen beitragen.


„Nicht auf dem Rücken der Kinder sparen“


Man darf nicht auf dem Rücken der Kinder sparen.“ Er versprach, dass die rheinland-pfälzische CDU das wichtige Thema weiterhin konsequent im Landtag verfolgen werde.

Die Inklusion von Kindern mit erhöhtem Förderbedarf und die Integration Schülern mit nichtdeutschsprachigem Elternhaus stellt Schulen und Lehrpersonal vor stetig wachsende Herausforderungen. Neben der Betreuung der Kinder und Jugendlichen im Unterricht nehme auch die Elternarbeit nach den regulären Schulzeiten erheblich zu, bestätigen anwesende Vertreter anderer Schulen aus dem Kreisgebiet. Entgegen früherer Zeiten, sei die Schülerschaft heute extrem heterogen und erfordere jeweils individuell angepasste pädagogische Ansätze.


Schule als Lern- und Lebensraum


„Schule ist Lern- und Lebensraum zugleich. Die Schuljahre sind prägend für das gesamte Leben“, sagt Kreistagsmitglied und Bürgermeister Jens Güllering. Als Träger der weiterführenden Schulen begleitet der Rhein-Lahn-Kreis diese schulischen Einrichtungen. Nicht in der pädagogischen Ausrichtung, sondern beispielsweise bei Aus- und Umbauarbeiten oder bei der Beschaffung von neuen und modernen Ausstattungsgegenständen. Der Digitalisierung kommt hierbei eine wichtige Rolle zuteil. Smartboards ergänzen die gewohnten Kreidetafeln, Beamer die in die Jahre gekommenen Folien-Projektoren und auch Tablet-Computer werden immer häufiger zur Unterstützung im Unterricht eingesetzt. Alleine mit der Anschaffung ist es jedoch nicht getan. „Man muss Gedanken auch zu Ende denken und die Rahmenbedingungen zur sinnvollen Nutzung schaffen. Dazu gehören stabiles Highspeed-Internet und geschultes Personal“, sagt Güllering. Man werde nach Wegen suchen, wie man die kreiseigenen Schulen noch besser unterstützen könne. Starke Schulen vor Ort sparen den Kindern und Jugendlichen lange Wege zu weiter entfernten Bildungseinrichtungen.

„Attraktive Schulen sind ein Pfund für unsere Region. Die Kinder sollen ihre Freizeit mit der Familie oder mit Freunden verbringen und nicht mit Busfahren“, steht für den stellv. Fraktionsvorsitzenden Günter Groß fest. In seinem Schlusswort stellte CDU-Kreistagsmitglied Udo Rau dazu fest, dass die Schulpolitik in den letzten Jahren einen gesellschaftlich begründeten Paradigmenwechsel erfahren habe, der in einer enormen Geschwindigkeit ablief. Es sei nun wichtig, dass endlich Ruhe einkehre, damit sich Schulleitungen und Lehrer wieder auf deren eigentlichen Aufgaben konzentrieren können. „Darauf hat unser Nachwuchs einen Anspruch“, so Rau.

Die nächste Veranstaltung der Reihe „CDU im Dialog“ findet am 18. Dezember in Diez statt. Mehr Infos im Internet unter www.cdu-rhein-lahn.de

Pressemitteilung Büro MdL

Matthias Lammert, CDU

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Stefan Werle:
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Alle Bemühumgen um ein geeintes Europa sind grundsätzlich zu befürworten, aber wenn sich Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron in die deutsche Innenpolitik einmischt dann bestimmt nicht wegen "Pulse of Europe"! Eher weil er für Frankreich größere Vorteile mit EDIS („Europäische Einlagensicherung“ also die Haftung für die (nationalen) Bankeinlagen werden vergemeinschaftet) sieht, welcher ein noch größerer Schulden-Topf als der ESM wird! Und dies ist ein weiterer Schritt auf dem Weg zum EU-Superstaat, der die nationalen Demokratien permanent übergehen kann! Dies ist sicher nicht das was die Menschen in Europa möchten!
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