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Kriminalitätsentwicklung im Polizeipräsidium Koblenz 2016

Leichter Rückgang der Fallzahlen

Aufklärungsquote erreichte einen Spitzenwert im Fünf-Jahresvergleich

14.03.2017 - 13:41

Koblenz. Jede Straftat ist im Grunde genommen eine zuviel, in der Gesamtübersicht ist aber die Bilanz von 2016 nicht beunruhigend, erklärte Polizeipräsident Wolfgang Fromm zu Beginn des Pressegesprächs zur Kriminalitätsentwicklung für das Jahr 2016 im Polizeipräsidium Koblenz. Es gibt aber auch einige „Phänomenbereiche“ wo es Handlungsbedarf seitens der Polizei, aber auch der Gesellschaft gibt, so Fromm weiter und hierbei nannte er als Beispiel den Bereich Wohnungseinbruchsdiebstahl.


Aufklärungsquote bei Wohnungseinbrüchen ist gestiegen


Die Aufklärungsquote bei Wohnungseinbrüchen ist gestiegen und daher will die Polizei hier noch engagierter und intensiver eintreten. Insgesamt werden im größten Polizeipräsidium von Rheinland-Pfalz für das Jahr 2016 ein leichter Rückgang der Fallzahlen verzeichnet und die Aufklärungsquote erreichte einen Spitzenwert im Fünf-Jahresvergleich. Weiter gibt es hier im Bereich die niedrigste Häufigkeitszahl im Land.

Zur Kriminalstatistik im Jahr 2016 wurden insgesamt 74.267 Straftaten angezeigt, 1.378 weniger als im Jahr zuvor. Ein leichter Rückgang der registrierten Straftaten um 1,8 Prozent gab es zu verzeichnen. Gleichzeitig erreichte die Aufklärungsquote mit 61,3 Prozent den Spitzenwert seit 2012. „Die Polizei im nördlichen Rheinland-Pfalz leistet fühl- und messbar gute Arbeit“, so der Polizeipräsident. „Statistisch gesehen liegt das Risiko, Opfer einer Straftat zu werden im Bereich des Polizeipräsidiums Koblenz landesweit auf niedrigstem Niveau“, stellte er, mit Blick auf die Häufigkeitszahlen fest. So liegt die Kriminalitätsbelastung im Bereich des PP Koblenz bei 6.018.

Mit der unerwarteten Flüchtlingswelle musste sich auch die Polizei beschäftigen und sah sich vor neue Herausforderungen gestellt. „Das sich Zuwanderung nicht auch auf die Kriminalitätslage auswirkt, war realistisch nicht anzunehmen“, erläuterte Fromm in seiner Ausführung. Die allermeisten Zuwanderer halten sich an unsere Gesetze, wurde im Pressegespräch deutlich. Lediglich im Bereich der Polizeidirektion Montabaur ist hier ein Anstieg der Fallzahlen feststellbar. Dieser Anstieg ist dem Standort einer Aufnahmeeinrichtung für Asylbegehrende (AfA) in Diez geschuldet. Dort wurden 2016 allein 1.740 ausländerrechtliche Verstöße erfasst. Die hier registrierten Verstöße gegen das Aufenthalts-, Asylverfahrens- und Freizügigkeitsgesetz fließen in die Kriminalstatistik der Polizeidirektion Montabaur ein.

Weiter zur Kriminalstatistik insgesamt – hier nahmen die Diebstahlsdelikte mit insgesamt 28,4 Prozent den größten Teil der erfassten Straftaten ein. Ein besonderes Problem stellt sich zum Thema Gewalt gegen Polizeibeamte dar und hier gibt es nach wie vor ein hohes Fallaufkommen. 753 Fälle, wobei aber glücklicherweise die Zahl, der dabei verletzten Beamtinnen und Beamten stagnierte.


Einsatz von „Bodycams“ zeigt Wirkung


Bei den Beamten kommt seit einiger Zeit die sogenannte „Bodycam“ zum Einsatz und diese zeigen auch ihre Wirkung. Diese Kameras werden im öffentlichen Raum eingesetzt und liefern Bilder von den Taten wenn sie im Einsatz sind und stellen ein Beweismittel dar. Diese Kameras sollen flächendeckend im ganzen Land eingesetzt werden.

Leider setzt sich im Bereich der „Gewaltkriminalität“, also Mord, Totschlag, Raub, räuberische Erpressung, Vergewaltigung, sexuelle Nötigung sowie gefährliche und schwere Körperverletzung mit Todesfolge, der positive Trend der letzten Jahre nicht fort. Während im Vorjahr 1.804 Straftaten erfasst wurden, wurde in diesem Bereich für 2016 ein Plus von 10,9 Prozent beziehungsweise 215 verzeichnet. Die Aufklärungsquote lag hier aber erfreulicherweise mit 82,1 Prozent über dem Niveau des Vorjahres.

Auch die Bekämpfung der Betäubungsmittelkriminalität nimmt weiterhin einen hohen Stellenwert ein. Die erfassten Fallzahlen liegen bei 5.038 und die Aufklärungsquote bei 94,4 Prozent. Im Jahr 2016 starben an den (Langzeit-) Folgen des Betäubungsmittel-Konsums im Jahr 2016 insgesamt 23 ausschließlich männliche Personen, die im Durchschnitt 40 Jahre alt waren.

Die komplette Fassung und Übersicht über die Kriminalstatistik des Polizeipräsidiums Koblenz findet sich auch unter: www.polizei.rlp.de unter „Statistiken“. US

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Kommentare

1. Juden-Deportation vor 75 Jahren

Udo Klein:
Ich teile diese Meinung nicht. Ich persönlich ,Jahrgang 1954 , trage nicht eine direkte Verantwortung der Verbrechen der Nazi Gewaltherrschaft aber ich trage eine Verantwortung dafür, dass so etwas sich niemals wiederholt. Und es ist unsere Verantwortung immer wieder an diese Verbrechen zu erinnern und zu mahnen.
Counsel :
Es waren schlimme Zeiten. Aber: Die Allermeisten, und zumal die vielen Bürger mit Migrationshintergrund, angeblich 25 %, haben das Dritte Reich nicht erlebt. Es leben nur noch wenige Opfer, die als Kinder ins KZ kamen, und praktisch keine Täter mehr. Die Personen, die überhaupt noch eine Erinnerung haben können, über 80 Jahre alt. Und wenn Sie theoretisch an den Verbrechen beteiligt sein könnten, sind sie höchstens Jahrgang 1929 (bei Kriegsende 16Jahre alt) und heute 87 und älter. Da könnte man sich auch an die Verbrechen im 30jährigen Krieg "erinnern". Heutige Deutsche haben mit dem Holocaust so wenig zu tun wie mit der Ausrottung der Indianer oder den laut Altem Testament göttlich angeordneten Völkermorden an den Amalekitern, (Amoriter), Hethitern, Perissitern, Jebusitern und Hiwwitern. Heute wohnt der Tod vor allem im Nahen Osten.
 
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