Zustimmung aus fast allen Fraktionen

Michael Mang zum neuen Bürgermeister gewählt

02.12.2017 - 09:00

Neuwied. Zweimal gratulierte Michael Mang (SPD) seinem Stadtvorstandskollegen Jan Einig (CDU). Zum Gewinn der OB-Wahl und der OB-Stichwahl. Nun hatte Michael Mang (SPD) selbst allen Grund zum Strahlen. Mit 35 von 46 Stimmen wurde er vom Stadtrat zum neuen Bürgermeister gewählt. Erster Gratulant: Oberbürgermeister Jan Einig.


Vereidigung in Kürze


Aller Voraussicht nach wird Michael Mang in der kommenden Stadtratssitzung vereidigt und ins Amt eingeführt. Der Wahl vorausgegangen war ein Antrag der Großen Koalition, auf die Ausschreibung der Stelle zu verzichten. Über die kontroversen Diskussionen im Stadtrat berichtet „Blick aktuell“ gesondert. Eigentlich hätte das Abstimmungsergebnis für Michael Mang besser ausfallen müssen, wenn man die Geschlossenheit von CDU und SPD unterstellt sowie die positiven Aussagen der kleinen Fraktionen. Die Sprecher hatten den Ausschreibungsverzicht zwar kritisiert, den Kandidaten aber gelobt und dessen bisherige Arbeit honoriert.

Einzig die dreiköpfige AfD Fraktion sprach sich im Vorfeld eindeutig gegen Michael Mang aus. Peter Schmalenbach sagte, dass dieser sich nicht in die Sorgen und Nöten der Menschen hineinversetzen könnte und zu jung sei. Dass er Michael Mang dann zusätzlich noch in Verbindung mit der Sicherheit in der Innenstadt brachte und dass Frau sich nur mit dem Taxi vom Kino nach Hause traut, sorgte für einen kleinen Eklat. „Das ist ja unerträglich. Ihre begrenzte Sicht auf die Welt ist völlig indiskutabel“, empörte sich Sven Lefkowitz (SPD).

„Ich verwehre mich davor, Michael Mang so zu diffamieren“, sagte Regine Wilke (Bündnis 90/Die Grünen) und ergänzte, sich als Frau in der Innenstadt sehr wohl sicher zu fühlen. „Es macht mich betroffen, wie sie einen jungen Menschen abqualifizieren. Das ist schon ein starkes Stück“, schimpfte Martin Hahn. Der CDU-Fraktionsvorsitzende sagte an die Adresse der AfD: „Ich wünschte, Sie würden sich mal an den sachlichen Diskussionen beteiligen“.


Vorstellung seiner Arbeit


Michael Mang indes zeigte sich von den Ausführungen der AfD unbeeindruckt. In seiner Vorstellung blickte er auf seine bisherige erfolgreiche Arbeit als hauptamtlicher Beigeordneter zurück. Die Flüchtlingskrise und der Kita-Streik seien zwar allen präsent, es habe aber noch viel mehr Themen gegeben. So habe er die Digitalisierung in der Verwaltung vorangetrieben. Demnächst könne man zudem per paypal bezahlen. Außerdem habe er regelmäßige Treffen mit den Sicherheitsdiensten einberufen und in schwierigen Zeiten die Werkleitung der VHS übernommen. Die dabei eingeleiteten Restrukturierungen seien nicht nur in monetärer Hinsicht erfolgreich verlaufen. Durch zusätzliche Sprachkurse bekommen Migranten und rund 5.900 Analphabeten in Neuwied eine Chance auf Zukunft. Michael Mang zeigte sich zufrieden, dass er seine Zuständigkeiten und Dezernate als Bürgermeister behalten wird. Denn bis dato war der Bürgermeister nicht für Soziales, sondern für das Bauamt zuständig gewesen. Das wird weiterhin von Jan Einig gemanagt. Michael Mang unterstrich das gute Miteinander mit dem Oberbürgermeister. Mit Jan Einig gemeinsam die Stadt zu führen, sei die Entscheidung der Bürger, die ihn bei der OB-Wahl auf Platz zwei gewählt hätten. Gleichwertige Lebenschancen für alle Bürger zu schaffen: Dieser politischen Aufgabe fühlt sich Michael Mang verpflichtet. FF

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Stefan Werle:
Leider vergessen: Die Original-Goldbach Musikanten spielten erneut auf mit ihren Weihnachtliedern
Uwe Klasen:
Alle Bemühumgen um ein geeintes Europa sind grundsätzlich zu befürworten, aber wenn sich Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron in die deutsche Innenpolitik einmischt dann bestimmt nicht wegen "Pulse of Europe"! Eher weil er für Frankreich größere Vorteile mit EDIS („Europäische Einlagensicherung“ also die Haftung für die (nationalen) Bankeinlagen werden vergemeinschaftet) sieht, welcher ein noch größerer Schulden-Topf als der ESM wird! Und dies ist ein weiterer Schritt auf dem Weg zum EU-Superstaat, der die nationalen Demokratien permanent übergehen kann! Dies ist sicher nicht das was die Menschen in Europa möchten!
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