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Kreistag des Rhein-Lahn-Kreises stimmt Realisierung einer Mittelrheinquerung bei Sondersitzung zu

Mittelrheinbrücke soll kommen

Puchtler: „Es geht um die ganze Region, es geht um das Mittelrheintal“

11.01.2017 - 08:46

Bad Ems. Zu einer öffentlichen Sondersitzung des Kreistags des Rhein-Lahn-Kreises in Bad Ems kamen auch zahlreiche Zuschauer aus den umliegenden Ortsgemeinden, aus den Bürgerinitiativen und auch aus der Mitarbeiterseite des Hauses. Landrat Frank Puchtler begrüßte auch besonders Gäste aus dem benachbarten Kreistag des Rhein-Hunsrück-Kreises aus Simmern. Einziger Tagesordnungspunkt war das Thema „Mittelrheinbrücke“. Und auf Einladung des Landrates nahm auch der rheinland-pfälzische Minister für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau und stellvertretender Ministerpräsident Dr. Volker Wissing an der Sitzung teil. Es ging um ein bedeutendes Projekt, welches wichtig und existenziell und eine Größe hat, die man mit Partnern angeht, stellte Frank Puchtler in seiner Eingangsrede fest. Für den Landrat ist die Mittelrheinbrücke ein großes Ziel: „Es geht hierbei um eine Entwicklungsperspektive und das weit über unsere aktuelle Generation hinaus. Denn wenn es gelingt, den Brückenschlag zu meistern, dann werden nicht nur aktuelle und zukünftige Generationen, sondern viele Menschen die Möglichkeit haben zusammen zu kommen, wirtschaftlich aktiv zu sein, sozial und gemeinschaftlich. Von daher ist es wichtig, das wir diese Schritte entsprechend gehen.“ Das Thema bewegt den ganzen Kreis. Es geht nicht nur um ein Projekt von Institutionen, es geht um die ganze Region, es geht um das Mittelrheintal. Es ist ein Weltkulturerbe und braucht eine Entwicklungschance, so Puchtler weiter. Kreistag und Kreisausschuss des Rhein-Lahn-Kreises haben bereits mehrfach Beschlüsse mit dem Wunsch zur Realisierung der Mittelrheinbrücke gefasst. In einem gemeinsamen Termin im September 2014 bekräftigte man damals die Forderung nach einer Mittelrheinbrücke, da sie lebensnotwendig für das Welterbetal sei. Um mit dem Planungsprozess für diese Brücke starten zu können, bittet das Land die beiden Landkreise dem Landesbetrieb Mobilität Rheinland-Pfalz (LBM) den Auftrag zur Erstellung der Unterlagen und Einleitung des Raumordnungsverfahrens einzuleiten. Gemäß einer Kosteneinschätzung des LBM werden sich nach Angaben des Landes Rheinland-Pfalz die externen Kosten für die Vorbereitung des Raumordnungsverfahrens für eine Mittelrheinquerung auf rund 659.000 Euro belaufen, hiervon ist seitens des Landes Rheinland-Pfalz vorgesehen, die Kosten in Höhe von 459.000 Euro zu übernehmen. Des Weiteren ist vorgesehen, dass der LBM die in vorliegender Aufstellung nicht bezifferten, gleichwohl bei den dortigen Dienststellen für das Raumordnungsverfahren anfallenden Kosten der Personalbereitstellung intern trägt. Hierzu trug nun bei der Sondersitzung der rheinland-pfälzische Minister die nächsten Schritte zur Realisierung der Mittelrheinbrücke vor. Das Ziel ist eine Rheinquerung zu erreichen und die Landesregierung hat sich darauf verständigt, die Menschen in der Region dabei zu unterstützen. „Wir wollen die Mittelrheinbrücke haben“, so der Minister. „Ich werde alles, im Rahmen meiner mir zur Verfügung stehenden Möglichkeiten im Amt des Verkehrsministers tun, um diese Brücke nach vorne zu bringen und ich lade sie ein, dass wir das gemeinsam tun – Schritt für Schritt“, so Volker Wissing in seiner Ausführung. Nicht nach hinten blicken, sondern gerade nach vorne und überlegen, wie man das Ziel erreichen kann, erläuterte er weiter. Wichtig für ihn sind dabei verlässliche Planungsvorgaben, man muss wissen, an welcher Stelle kann denn diese Brücke entstehen und danach weiß man auch, wie man weiter vorgehen kann, so Wissing. Jedoch hält er ein Raumordnungsverfahren für unabdingbar. Im Anschluss kann erst ermittelt werden, welche Kosten tatsächlich auf kommunaler Seite zukommen und in welchem Umfang, sich das Land daran beteiligt. In der Sondersitzung folgten im Anschluss kurze Erklärungen und Einlässe der einzelnen Fraktionen. Hierbei war man sich fast geschlossen einig, die Mittelrheinbrücke soll kommen. Bündnis 90 / Die Grünen zeigte sich bei diesem Vorhaben nicht komplett einverstanden und die Fraktion der Linken stellte sich ganz dagegen. Doch die sehr große Mehrheit sprach sich in der abschließenden Abstimmung für eine Rheinüberquerung aus und man will gemeinsam die weiteren Schritte nun einleiten. Nun steht noch die Zustimmung des Kreistags des Rhein-Hunsrück-Kreises aus, der am 20.Februar 2017 zusammen kommt. Bei dieser Sitzung in Bad Ems spürte man deutlich, im Rhein-Lahn-Kreis will man nun keine Zeit mehr verlieren, alle wollen die Mittelrheinbrücke und das sehr schnell. US

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Kommentare
Armin Linden:
Das desolate System der Sparkassen vor Jahren - offene Schalter - hat zu diesem unseeligen Zustand geführt. Vormals gab es Trennwände aus Glas. Funktionierte einwandfrei. Die Leute der Bank, hatten Schutz vorab ! Vorstände der Sparkassen - wohl aus Langeweile - erfanden "Neue Sicherheitskonzepte". Das war einfach. Sie standen ja nicht hinter dem Schalter.
Armin Linden:
Das ist sicherlich keine einfache Situation. Vieles war allerdings vor Jahren absehbar. Tempo raus in der Rekultivierung ! Auch ein LGB, das sich sehr zurücknahm. Die Verfüllung des Süd - u. Nordfeldes wurde seinerzeit in geschlossenen Systemen geplant. Transport in Silozügen DIN ISO 9002 zertifiziert. Eigene Logistik & Spedition. Stationär eingeblasen in Mischanlage. Mittels Wasser, Zement + Aschen zu einer Masse konditioniert, Baumechanisch verdichtet. Monitoring. Teures Verfahren i.d. Herstellung. Dies will man heute, mittels LGB vermeiden. Selbst unser Wasser wurde im Produktbaustoff eingemischt - weg ! Ein durchdachtes geschlossenes System. Ca.1.5 Mill. cbm in To. vermischt. Diese Art industrieller Deponieprozesse, heute bei den LGB entschwunden. Selbst die Stoffe, wurden "vereinfacht". Beim Süd- u. Nordfeld bedenken, eine fehlende Baugrundlage für die L79 wurde geschaffen. Glauben Sie, CCU + LGB würden heute M.€. für eine "Nordumgehung" incl. "Süd-L79" ausgeben ? Nie.

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