Starke Niederschläge Anfang Juni in Mayen, Monreal, Mendig

Planung zur Eindämmung der Hochwasser gestartet

11.06.2017 - 14:02

Mendig. Starke Niederschläge führten Anfang Juni zum Anstieg der Bach- und Flusspegel in der Eifel (beispielsweise in Mayen, Monreal, Mendig). In der Stadt Mendig trat der Kellbach infolge Starkregens in kurzer Zeit über die Ufer. So wurden knapp zwanzig Gärten in unmittelbarer Nähe des Kellbaches überspült. Die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren mussten zur Hilfeleistung ausrücken.

Die Verbandsgemeindeverwaltung Mendig ist bereits seit Spätherbst 2016 mit der Thematik befasst und hat einen Zuschuss für die Erstellung eines örtlichen Hochwasserschutzkonzeptes beim Land Rheinlang-Pfalz beantragt. Mit Schreiben vom 7. Juni wurde der vorzeitige Maßnahmenbeginn zugelassen. Damit sind zwar leider noch keine Zuschüsse bewilligt, aber mit der Erstellung des Konzepts kann bereits begonnen werden.

Ein solcher Planungsauftrag wurde unmittelbar nach Erhalt der Mitteilung an das Ingenieurbüro Dr. Siekmann u. Partner in Thür erteilt.

Ziel des Hochwasserschutzkonzeptes ist es, die Anwohner an den kritischen Stellen zu informieren, zu sensibilisieren und zu beraten.

Weiterhin sollen im Konzept, gemeinsam unter Beteiligung der Anlieger, technische Maßnahmen des Hochwasserschutzes dargestellt und bewertet und sinnvolle Maßnahmen schlussendlich umgesetzt werden.


Maßnahmen wurden bereits umgesetzt


Ergänzend zu den beantragten Hilfen beim Land Rheinland-Pfalz hat die Verbandsgemeindeverwaltung zwischenzeitlich mehrere Maßnahmen umgesetzt, die zu einer Entlastung führen sollen. Beispielsweise wurde das Stauwehr am Obermendiger Weiher erhöht, der Bauchlauf vor dem Entenweiher naturnah ausgebaut, das Beller Bachtal optimiert und der Bachlauf im Bereich der Mühlenstraße renaturiert. Derzeit werden bauliche Maßnahmen im unteren Bereich des Gänsehalses geplant, die Oberflächenwasser vom Gänsehals kommend, bereits vor der Ortslage Bell abfangen sollen, um letztendlich damit auch die Gewässer in der Ortslage Mendig zu entlasten. Das Hochwasserschutzkonzept wird uns helfen, seriöse Antworten zu finden, auf deren Basis konkrete Maßnahmen entwickelt und umgesetzt werden können. Das Konzept wird die Basis einer gemeinsamen Erörterung mit den Bürgern/Anliegern sein, da wirksamer Hochwasserschutz nur gelingen kann, wenn alle mitmachen. Es wird in allen Diskussionen über den Hochwasserschutz vergessen, dass Hochwasserschutz eine Gemeinschaftsaufgabe ist. Die Verbandsgemeinde Mendig hat die notwendigen Schritte eingeleitet und steht an der Seite der Bürgerinnen und Bürger. Pressemitteilung

Verbandsgemeinde Mendig

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Kommentare
Uwe Klasen:
Über 25.000 Windenergieanlagen drehen mittlerweile in Deutschland ihre Rotoren und trotzdem liefern diese, je nach "Ertragsjahr", nur zwischen 15% - 25% des benötigten Stroms. Und diesen auch nur Zufälig, keinesfalls nach Bedarf. Die "ertragreichen" Standorte sind längst zugebaut mit Windrädern, nun sollen, auf Druck der Lobbyisten, auch noch die letzten, möglichen, Standorte folgen. Dabei sind diese nur rentabel weil die durch die Förderung nach dem EEG erhalten! Arten- und Menschenschutz werden dazu ausgeblendet!
Daniel Faßbender:
Familien sind doch nicht die Zielgruppe dieses Bades. Das war es nie und wird es auch in Zukunft nicht sein. Kinder sind eher ein Ärgernis für das wirkliche Klientel. Früher waren es die Kurgäste, heute sind es salopp geschrieben, die überwiegend zahlungskräftigen Rentner und ein paar Hotelgäste aus dem Quellenhof. Welche Familie mit einem oder mehreren Kindern kann oder will sich denn den Eintritt überhaupt noch leisten? Der Tageseintritt für zwei Erwachsene mit zwei Kindern liegt bei fast 40 EUR. Für mich ein Grund da nicht hinzugehen.
Michael Daum:
Es ist wirklich unfassbar! Jetzt wo das bestellte Gutachten nicht das erhoffte Ergebnis zeigt, ist es plötzlich nicht aussagekräftig bzw. war nicht umfangreich genug. Da man sich ja offenbar so in die alternativlose Einschätzung verrannt hat, dass Bad Breisig ohne Therme nicht vorstellbar ist, fragt man sich doch, warum man dann Geld (ich meine mal etwas von 30.000€ gelesen zu haben) für ein Gutachten verschwendet. Offenbar sind nur Gutachten, die die eigene Weltsicht unterstützen, ordentliche Gutachten. Und wenn die Ergebnisse erst dann vorliegen, nachdem die Weichen für eine Sanierung schon gestellt sind, spricht das auch für sich. Eine merkwürdige Einstellung und sicherlich eine gute Erklärung für die vielen Probleme der Stadt. Wenn man auf die hohe Lebensqualität in der Stadt abstellt, so sollte man vielleicht auch mal darlegen, wie man diese auf lange Sicht zu finanzieren gedenkt. Leider ist die Enteignung der Bürger über immer höhere Steuern und Abgaben ja zu einfach.
Gudrun Freier:
Schön, dieser Bericht von dem großen Ereignis
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