Meckenheim hat im Trend gewählt

Reaktionen von Jubel bis Enttäuschung

Vertreter der im Stadtrat vertretenen Parteien kommentieren den Ausgang der Landtagswahl

17.05.2017 - 13:32

Meckenheim. Meckenheim hat gewählt und das bei einer Wahlbeteiligung, die mit 70,99 Prozent rund fünf Prozent über dem Landesschnitt lag. Bei den Erststimmen im Wahlkreis konnte sich auch in Meckenheim Oliver Krauß von der CDU mit 47,27 Prozent klar gegen Folke Große Deters von der SPD mit 25,83 Prozent durchsetzen. Bei den Zweitstimmen und damit der Landesliste kam die CDU nur auf 40,72 Prozent, wovon wohl in erster Linie die FDP profitierte, die hier auf 17,58 Prozent kam. Die SPD erreichte nur 23,04 Prozent und wenn es nach dem Meckenheimer Ergebnis gegangen wäre, die Grünen wären mit 4,92 Prozent nicht mehr im Landtag vertreten. Die AfD kam auf 7,07 Prozent und die Linke auf 3,48 Prozent.


CDU toppt Landesergebnis


Die im Rat der Stadt Meckenheim und im Land vertretenen Parteien kommentierten das Ergebnis. Joachim Kühlwetter für die CDU: „Mit über 47 Prozent bei den Erststimmen  hat die CDU in Meckenheim ein hervorragendes Ergebnis erzielt, welches deutlich über dem Landesschnitt liegt. Die Menschen haben sich klar für einen Politikwechsel entschieden. Jetzt heißt es gemeinsam anpacken für NRW. Bei innerer Sicherheit, Bildung und Infrastruktur gibt es dringenden Handlungsbedarf. Oliver Krauß wird die Region mit Kompetenz und starker Stimme im Landtag vertreten.“


SPD sucht nach Antworten


Für die SPD meinte Fraktionschefin Dr. Brigitte Kuchta: „Dieses Wahlergebnis habe ich nicht erwartet, vor allem nach dem engagierten Wahlkampf von Folke Große Deters. Es spiegelt auch nicht wider, was uns die Menschen auf der Straße , im Wahlkampf gesagt haben. Bei allem frage ich mich immer wieder, wie Demoskopen auf ihre Vorhersagen kommen oder was sie damit bezwecken. Ich bin enttäuscht über den Wahlausgang und suche noch nach Antworten.“


„Einsatz wurde nicht belohnt“


Enttäuscht, aber kämpferisch zeigt sich Tobias von Hasenberg für die Grünen: „NRW hat gewählt, und zwar rege – und diese hohe Wahlbeteiligung im Land und vor Ort macht Mut. Der Ausgang der Landtagswahl aber ist aus grüner Sicht sehr enttäuschend - sowohl in NRW als auch in Meckenheim. Keine Frage: Bei solchen Zahlen muss man mehr als ein Mal schlucken. Denn gerade in einem kleinen Ortsverein wie unserem bringen sich die Mitglieder aus Überzeugung im Wahlkampf ein, nicht aus Gruppenzwang. Unermüdlich hat auch Wilhelm Windhuis als unser Direktkandidat im Linksrheinischen für grüne Ziele geworben. Dafür gebührt allen großer Dank – auch wenn der Einsatz dieses Mal nicht so belohnt wurde, wie wir uns das alle gewünscht hätten. Verzagen aber werden wir wegen einer Wahlschlappe sicher nicht! Als Meckenheimer Grüne bleiben wir vor Ort unserem Stil treu: Wir werden uns im Stadtrat weiter beherzt und mit Blick auf die Interessen aller einbringen – durchdacht und besonnen, aber unbequem.“


Freude bei den Liberalen


Allen Grund zum Jubeln hatte die FDP und auch deren Chef Heribert Brauckmann: „Nach Überzeugung der Meckenheimer Liberalen ist das Wahlergebnis von 12,6 Prozent für die FDP das Ergebnis guter Argumente und eine große Verpflichtung für die nächsten fünf Jahre.“ Der Meckenheimer FDP-Vorsitzende betont: „Rot-Grün ist in Düsseldorf abgewählt. Das macht den Wahlsonntag zu einem guten Tag auch für uns hier in Meckenheim. Denn nun kann die grüne Ex-Ministerin ihre ideologisch geprägte Schulpolitik zum Schaden der Jugend nicht länger fortsetzen. Schon dafür hat es sich gelohnt zu kämpfen.“ STF

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Kommentare
Thomas Schäfer :
Schade, dass der Verlag diese und andere als Leserbriefe eingesandten Lesermeinungen der gedruckten Ausgabe vorenthalten hat ??
Jürgen Scholten:
Was ich noch vergessen habe !!! Traurig das ein Personalratsvorsitzender solche Kommentare ab gibt !!! Das zeugt von einer großen Voreingenommenheit !!!
Jürgen Scholten :
Sorry dürfte ich mal wissen welche Parteibücher die Herrn haben die diese Kommentare ab geben ??? Unter der Gürtellinie !!!!

Ein Fest, das seinesgleichen sucht

Christian Döpgen:
Handgemachtes von der Firma LivingWood aus Zell (Mosel) www.living-wood.net
juergen mueller:
Warum wurde nicht bereits VOR der Bauphase daran gedacht, dass SAND als Untergrund den Anforderungen eines LKW-Anlieferung- sowie z.B. Müllwagen-Verkehrs (26 Tonnen) nicht standhält? Warum ist der SPD-Altstadt-Mitte bei ihren Begehungen (auch der Kornpfortstrasse während der wochenlangen Bauphase) dieser Makel, dessen Beseitigung nun wiederholt Steuergelder kosten soll, nicht aufgefallen? Eine Schuldzuweisung alleine zu Lasten der Verwaltung oder der ausführenden Baubehörde erscheint mir hier als zu einfach gedacht.
juergen mueller:
Die Aussage der Verwaltung u. die (zu)späte Feststellung der SPD-Altstadt-Mitte, die Pflasterung der Kornpfortstrasse vertrage den LKW-Verkehr nicht, spricht Bände. Hat die Verwaltung etwa geglaubt, die Warenanlieferung erfolgt mit der Sackkarre? Was ist mit der wöchentlichen Leerung der Mülltonnen mit einem 26-Tonner? Wenn der SPD-OV-Mitte schon anprangert - FRAGE: "Warum ist hier nicht schon während der monatelangen Bauphase aufgefallen, dass SAND NICHT als LKW-tragfähiger-Untergrund geeignet ist, was jedes Kind bereits weiß? Wozu dann die wöchentliche Begehung der Altstadt(straßen),wenn so etwas nicht auffällt? Die Kornpfortstrasse ist in ihrer GESAMTHEIT NICHT gelungen, wenn neben einer ansehnlichen Oberfläche ein tragbarer Untergrund für die normalen Dinge des Lebens fehlt, Dinge, die es nun einmal mit zu berücksichtigen gilt, wenn man solche Bauvorhaben durchführt. Der Verwaltung die Schuld zuzuschieben an etwas was man mit verbockt hat ist zu einfach aber eben Politik
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