BUND-Kreisgruppe Ahrweiler - Veranstaltungsreihe „Gewässer-Nachbarschaft Ahr“

Schutzmaßnahmen vor Hoch- wasser nach Starkniederschlägen

Neben kommunalen Maßnahmen war auch Eigeninitiative gefragt

17.10.2017 - 10:15

Niederzissen. Der große Sitzungssaal in der Verbandsgemeindeverwaltung in Niederzissen war bis auf den letzten Platz gefüllt. Die Einladung der Gemeinnützigen Fortbildungsgesellschaft für Wasserwirtschaft und Landschaftsentwicklung aus Mainz im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Gewässer-Nachbarschaft Ahr“ interessierte sehr. Ein Thema war „Starkregen und Hochwasserereignisse in den letzten Jahren in Niederzissen“. Verbandsbürgermeister Johannes Bell schilderte und analysierte mit anschaulichem Bild- und Filmmaterial die Situation eines Starkregenereignisses im Einzugsbereich des von der generellen Bedrohungssituation bei Hochwasser eher „harmlosen“ Bächelsbaches. Eine große Gewitterzelle hatte im August 2014 oberhalb von Niederzissen am höchsten Punkt in kürzester Zeit ihre beträchtlichen Wassermassen ausgeschüttet. Diese nahmen reißend ihren Weg über asphaltierte Wirtschaftswege. Das Wasser folgte im steilen Relief dem Kerbsohlental und nahm massenhaft feines Erdmaterial mit Richtung Bächelsbach. Diese Schlammlawine ergoss sich talwärts in Richtung der angrenzenden Wohngebiete und führte zu beachtlichen Schäden an und in den Wohnhäusern.


Die bisher getroffenen Gegenmaßnahmen


Die nachmittägliche Exkursion im betroffenen Gebiet zeigte die Gegenmaßnahmen auf, die seither getroffen worden sind. Eine tiefe und langgezogenen Mulde im asphaltierten Wirtschaftsweg und mehrere miteinander verbundene einfache Rückhaltebecken sollen die Wassermassen bremsen, sammeln und nach und nach Richtung Bächelsbach abgeben. Zudem wurde vor den Häuserzeilen quer zum Hang ein tiefer Graben gezogen, der das bei Starkregen anfallende Wasser an den Häusern vorbei in den Bächelsbach ableiten soll.

Auch Eigeninitiative ist gefragt, wie das Beispiel an den ehemals betroffenen Häusern zeigt, wo zwei Nachbarn sich sinnvollerweise ein eigenes Grabensystem zum Schutz geschaffen haben mit einem strategischen Durchlass bei der Stützwand aus Beton.

Aber auch am Bächelsbach selbst wurden Maßnahmen von kommunaler Seite zur Renaturierung ergriffen: Rückhalteflächen, ökologisch angepasste Durchlässe und grobe Rechen vor dem eigentlichen Durchlass wurden eingebaut, damit sich dieser bei Hochwasser nicht zusetzt.

Reinhard van Ooyen und weitere Mitglieder der BUND-Kreisgruppe begrüßten als Teilnehmer der Veranstaltung die Maßnahmen. Bleibt die bange Frage zu beantworten, ob dieses Ereignis ein lokal „einmaliger Ablauf“ war oder aufgrund des laufenden Klimawandels sich derartige Ereignisse an anderer und ungeschützter Stelle werden wiederholen können – für den BUND eher mit einem Ja zu beantworten.

Pressemitteilung

BUND-Kreisgruppe Ahrweiler

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Kommentare
17.10.2017 11:24 Uhr
Uwe Klasen schrieb:

Nun ja, abgesehen von den positiven Auswirkungen der Renaturierung des Bächelsbaches und den negativen Erfahrungen der Betroffenen, so kann der BUND vielleicht die Aussage ("eher mit einem Ja zu beantworten") mit Daten des Umweltbundesamtes (Monitoringbericht 2015) neu beurteilen, worin "es keine erkennbare Zunahme von Starkregen in Deutschland gebe; das Ergebnis gelte auch für den Sommer: "Die Zahl der Tage mit einer Niederschlagssumme von 20 Millimeter und mehr im Sommer ist seit 1951 nahezu unverändert geblieben". Und, lt. den Prognosen der Computermodelle zum (anthroprogonen) Klimawandel sollen ja die Sommer in Deutschland trockener werden. Wie immer, nichts genaues ist bekannt!



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Kommentare
Tobias Schneider:
Ich bin Hofmann-Göttig dankbar, dass er schweren Schaden in Millionenhöhe von der Stadt abgewendet hat. 2010/2011 wollte Walterpeter Twer als der Herausgeber der Rheinzeitung die Stadt drängen, der TUS Koblenz für viele Millionen ein neues Stadion zu bauen. (Die TUS war damals kurz in der 2. Bundesliga.) Das hätte die Stadt viele Millionen gekostet. Hofmann-Göttig war standhaft und hat der TUS erklärt, dass die Stadt sich das nicht leisten kann. Hätte sich Walterpeter Twer durchgesetzt, hätte die Stadt jetzt ein riesiges Stadion für einen unterklassigen Verein und Millionen zusätzlicher Schulden am Hals. Daher: Danke JoHo, dass Sie trotz der publizistischen Macht von Herrn Twer Rückgrat bewiesen haben. Die RZ hat den OB danach lange nicht mehr im Bild abgedruckt oder wohlwollend über ihn berichtet. Ich vermute, dass das aktuelle Herumreiten auf den Verfehlungen von Herrn Hofmann-Göttig gerade in der Rheinzeitung ein spätes Nachtreten von Herrn Twer ist.
juergen mueller:
Ihren Einkommensvergleich kann ich weder nachvollziehen noch akzeptieren. Es ist mir bekannt was in der Wirtschaft, Ärzte- u. Apothekerschaft verdient wird, aber auch, welchem Verantwortungs- u. Entscheidungsbewußtsein z.B. letztere unterliegen. Hat es negative Folgen, dann hat es strafrechtliche Konsequenzen - ein Politiker bestreitet erst einmal, tritt dann zurück, kassiert dennoch automatisch Übergangsgeld (für jedes Jahr als MdB einen Monat in voller Höhe - derzeit 9542 Euro bis zu 1 1/2 Jahre). Langzeitabgeordnete kassieren defacto bis zu 171.756 Euro. Dazu kommt ein bereits für jedes Jahr als MdB fälliger Pensionsanspruch von 239 Euro monatlich. DAS alles zahlt der STEUERZAHLER. Eine solch generöse Altersversorgung gibt es nur bei uns. Das ist KEIN Ärgernis, sondern eine Sauerei hoch 3. Ich wüsste nicht, dass die von Ihnen angesprochenen mittelständischen Unternehmen oder Radiologen in diesen Genuss kommen, sondern vielmehr für ihr Geld hart "arbeiten" müssen.
Thomas Schmitz:
Hallo Herr Müller, klar, kann man die Bezahlung jetzt nicht mit der Bezahlung eines durchschnittlichen Angestellten vergleichen. Aus meiner Tätigkeit als Steuerberater weiß ich, was so manch Inhaber eines mittelständischen Unternehmens oder zum Beispiel ein Radiologe an Einkommen hat. Zum Teil übersteigt das die von Ihnen genannten Beträge deutlich. Wenn man dann sieht, welche Bedeutung die Entscheidungen eines Abgeordneten für uns alle haben kann, halte ich die Bezahlung nicht für unangemessen.
juergen mueller:
Es gibt Zeitgenossen, die einen auf der Straße unaufgefordert anquatschen - JA, ich habe diesen Artikel zum Anlass genommen mich zu der Finanzierung der MdB durch den Steuerzahler zu äussern. Vergessen habe ich zu erwähnen, dass diese 2014 mal so einfach beschlossen, ihre Einkünfte an den sogen. Nominallohnindex zu koppeln (durchschnittliche Entwicklung der Bruttomonatsverdienste der Beschäftigten), um einer öffentlichen, strittigen Debatte, verbunden mit der Diätenerhöhung, zu entgehen. Desweiteren, sich unsere sogen. Volksvertreter neben ihrem "regulären Politikersalär" eine Reihe versteckter Nebenleistungen gönnen. Auch die Frage bleibt, warum die MdB nicht selbst für ihre Pension privat vorsorgen müssen, sondern der Steuerzahler? Warum bekommen diese eine STEUERFREIE Kostenpauschale von monatl. 4318 Euro? Warum muss der Steuerzahler für diese ungerechtfertigte Vollalimentation mit seiner Arbeitskraft aufkommen um selbst nachher Altersarmut genießen zu dürfen?

Den Rücken der Gläubigen stärken

Thorsten Meier:
Guten Tag Herr Hambürger, ich verstehe nicht, was Sie unter UNSERE Kollekten und Kirchensteuer verstehen. Wenn Sie aus der Kirche ausgetreten sind, wird von Ihrem Gehalt doch keine Kirchensteuer eingezogen. Es zwingt Sie doch auch keiner, Geld für eine Kollekte zu geben. Warum sprechen Sie Kirche das Recht ab, frei über die Nutzung Ihrer Gelder zu entscheiden? Die Kirche maßt sich doch auch nicht an, Ihnen vorzuschreiben, was Sie mit ihrem Geld machen. Liebe Grüße Thorsten Meier
juergen mueller:
Die jetzige Aufregung kann ich beim besten Willen als einer derjenigen nicht verstehen, der bereits vor 38 Jahren seinen Kirchenaustritt begründet vollzogen hat. Limburg und Södertälje gab es zu diesem Zeitpunkt ebenfalls schon - auch, dass kirchlicherseits Spenden z.B. für ein Kinderhilfswerk eingefordert wurden, Spenden, von denen ein kirchlicher Würdenträger seine "PENTHOUSWOHNUNG" renovieren ließ. An der Scheinheiligkeit und der Macht des Geldes hat sich auch nach Jahrhunderten kirchlicherseits NICHTS geändert, im Gegenteil, es gehört nach wie vor dazu. Der Slogan:"Den Rücken der Gläubigen stärken" ist genauso vermessen u. penetrant heuchlerisch scheinheilig, wie, als wenn ein Politiker "der Gläubigen" mit ersetzt "der Bürger" hinausposaunt. Wem bekannt ist, welcher "Reichtümer (Bares inkl. Immobilien, Ländereien)" sich die Kirche erfreuen darf, der sollte sich doch fragen:"WARUM stärkt man den Rücken der Gläubigen u. Hilfsbedürftigen nicht davon?" WARUM immer "DIE ANDEREN?"
Armin Linden:
Ich kann Sie sehr gut verstehen M. Hambürger. Wer sich mit Kirchen, mit beiden - i.d. Tiefe beschäftigt, stellt fest, was für ein Partyzug mit Riesem Anhang seit Jahren unterwegs ist. Party all over the world. Bonifatius - Caritas ..egal wer. Am besten ist die Partymeile der Evangelisten. Die nehmen direkt Familie u. Partner mit. Ordentlich abfüttern. Dieses ganze unkultivierte Verhalten, wurde hier bei uns massiv durch Deutsche Bischöfe gefördert. Nichts anderes. Da fällt auch "Benedetto" als Türöffner Kirche ist kein Vorbild mehr. Pfarrer vor Ort müssen ran. Trier - München - Berlin feiert Party. Jetzt bauen wir erst mal in Schweden-
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