Das neue Konzept verspricht besseren Service und weniger Verkehrsbelastung

Stadtlinienverkehr in Andernach soll ab 2021 deutlich verbessert werden

Stadtlinienverkehr in Andernach
soll ab 2021 deutlich verbessert werden

Die Verantwortlichen des Kreises Mayen-Koblenz und der Stadt Andernach stellten in einem Pressegespräch das künftige Verkehrskonzept für den Stadtlinienverkehr in Andernach vor.Foto: -UBU-

13.11.2017 - 21:00

Andernach. Daran, dass wir uns in naher Zukunft in schwebenden Objekten fortbewegen, glaubt Landrat Dr. Alexander Saftig nicht, obwohl ihm das ein Mitarbeiter aus dem Silicon Valley bei seinem jüngsten Aufenthalt in den USA prognostiziert habe. E-Mobilität und autonome Fahrzeuge seien da schon realistischer. „Wir sind hellwach, was die Entwicklung angeht“, so Saftig. „In der Entwicklung der Mobilität von morgen wollen der Landkreis und die Stadt Andernach zur Speerspitze gehören“, so der Andernacher OB Achim Hütten anlässlich der Präsentation zur Verbesserung des Stadtlinienverkehrs ab 2021 im historischen Rathaus.


Engere Vertaktung und mehr Verbindungen


Unabhängig von den künftigen Antriebssystemen wird es in Andernach ab 2021 eine engere Vertaktung, mehr Verbindungen auch an Wochenenden, kürzere Fahrzeiten sowie eine effizientere Linienführung geben. Der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) soll in Andernach und in den Stadtteilen deutlich verbessert werden. Die Änderungen in Andernach, für die sich die Stadt und die Gremien stark gemacht haben und die ab Dezember 2021 gelten, werden im Zuge der Umsetzung des Nahverkehrsplans im Kreis Mayen-Koblenz durch den Landkreis als Auftraggeber realisiert.


Europaweite Ausschreibung erforderlich


Die detaillierte Linienführung stimmen der Kreis und der Verkehrsverbund Rhein-Mosel (VRM) derzeit mit der Stadt Andernach sowie den anderen betroffenen Gemeinden ab. „Wir werden gemeinsam mit dem Kreis die Linien an die Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger anpassen“, betont Hütten. „Wir haben eine große Chance, den Menschen in unserer Stadt eine Mobilität zu ermöglichen, die ihnen nicht nur einen besseren Service bietet, sondern die auch die Verkehrsbelastung reduziert und umweltfreundlich ist“, ergänzt Hütten. Der Oberbürgermeister wolle sich auch dafür stark machen, dass die Möglichkeit des Einsatzes von Bussen mit Elektroantrieb geprüft werde.

Das Konzept soll mit dem Auslaufen der bestehenden Verträge der Regionalbuslinien Ende 2021 umgesetzt werden. Im Vorfeld ist eine europaweite Ausschreibung durch den Kreis erforderlich, der auf Basis eines neuen EU-Rechts als Aufgabenträger die Kosten für den Betrieb der Linien übernimmt, wenn kein Verkehrsunternehmen die Leistungen eigenwirtschaftlich erbringen kann.


Barrierefreie Bushaltestellen


Hierdurch spare die Stadt Andernach, die bislang über die Stadtwerke den Linienverkehr finanziert hat, deutlich Kosten ein. Die Stadt komme dann noch für Infrastruktur wie beispielsweise Haltestellen auf, die zudem bis 2022 durchgängig barrierefrei gestaltet werden sollen. Für die entsprechende Umgestaltung der Bushaltestelle vor dem Altenzentrum St. Stephan stehen laut Hütten bereits 50.000 Euro bereit. „Die Bushaltestelle wird als Erste angegangen“, betont Bürgermeister Claus Peitz, damit auch die Menschen, die auf Gehhilfen oder einen Rollstuhl angewiesen sind, die Möglichkeit haben, selbstständig in die Innenstadt zu fahren. Weitere 250.000 Euro sollen dann in den nächsten Jahren für die Barrierefreiheit weiterer Haltestellen aufgewendet werden. Lars Hörnig, Geschäftsführer der Stadtwerke Andernach, geht langfristig noch von höheren Investitionen aus. „Möglicherweise werden noch weitere Haltestellen benötigt“, so Hörnig. Hierzu müsse die finale Endabstimmung abgewartet werden.

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Kommentare
Tobias Schneider:
Ich bin Hofmann-Göttig dankbar, dass er schweren Schaden in Millionenhöhe von der Stadt abgewendet hat. 2010/2011 wollte Walterpeter Twer als der Herausgeber der Rheinzeitung die Stadt drängen, der TUS Koblenz für viele Millionen ein neues Stadion zu bauen. (Die TUS war damals kurz in der 2. Bundesliga.) Das hätte die Stadt viele Millionen gekostet. Hofmann-Göttig war standhaft und hat der TUS erklärt, dass die Stadt sich das nicht leisten kann. Hätte sich Walterpeter Twer durchgesetzt, hätte die Stadt jetzt ein riesiges Stadion für einen unterklassigen Verein und Millionen zusätzlicher Schulden am Hals. Daher: Danke JoHo, dass Sie trotz der publizistischen Macht von Herrn Twer Rückgrat bewiesen haben. Die RZ hat den OB danach lange nicht mehr im Bild abgedruckt oder wohlwollend über ihn berichtet. Ich vermute, dass das aktuelle Herumreiten auf den Verfehlungen von Herrn Hofmann-Göttig gerade in der Rheinzeitung ein spätes Nachtreten von Herrn Twer ist.
juergen mueller:
Ihren Einkommensvergleich kann ich weder nachvollziehen noch akzeptieren. Es ist mir bekannt was in der Wirtschaft, Ärzte- u. Apothekerschaft verdient wird, aber auch, welchem Verantwortungs- u. Entscheidungsbewußtsein z.B. letztere unterliegen. Hat es negative Folgen, dann hat es strafrechtliche Konsequenzen - ein Politiker bestreitet erst einmal, tritt dann zurück, kassiert dennoch automatisch Übergangsgeld (für jedes Jahr als MdB einen Monat in voller Höhe - derzeit 9542 Euro bis zu 1 1/2 Jahre). Langzeitabgeordnete kassieren defacto bis zu 171.756 Euro. Dazu kommt ein bereits für jedes Jahr als MdB fälliger Pensionsanspruch von 239 Euro monatlich. DAS alles zahlt der STEUERZAHLER. Eine solch generöse Altersversorgung gibt es nur bei uns. Das ist KEIN Ärgernis, sondern eine Sauerei hoch 3. Ich wüsste nicht, dass die von Ihnen angesprochenen mittelständischen Unternehmen oder Radiologen in diesen Genuss kommen, sondern vielmehr für ihr Geld hart "arbeiten" müssen.
Thomas Schmitz:
Hallo Herr Müller, klar, kann man die Bezahlung jetzt nicht mit der Bezahlung eines durchschnittlichen Angestellten vergleichen. Aus meiner Tätigkeit als Steuerberater weiß ich, was so manch Inhaber eines mittelständischen Unternehmens oder zum Beispiel ein Radiologe an Einkommen hat. Zum Teil übersteigt das die von Ihnen genannten Beträge deutlich. Wenn man dann sieht, welche Bedeutung die Entscheidungen eines Abgeordneten für uns alle haben kann, halte ich die Bezahlung nicht für unangemessen.
juergen mueller:
Es gibt Zeitgenossen, die einen auf der Straße unaufgefordert anquatschen - JA, ich habe diesen Artikel zum Anlass genommen mich zu der Finanzierung der MdB durch den Steuerzahler zu äussern. Vergessen habe ich zu erwähnen, dass diese 2014 mal so einfach beschlossen, ihre Einkünfte an den sogen. Nominallohnindex zu koppeln (durchschnittliche Entwicklung der Bruttomonatsverdienste der Beschäftigten), um einer öffentlichen, strittigen Debatte, verbunden mit der Diätenerhöhung, zu entgehen. Desweiteren, sich unsere sogen. Volksvertreter neben ihrem "regulären Politikersalär" eine Reihe versteckter Nebenleistungen gönnen. Auch die Frage bleibt, warum die MdB nicht selbst für ihre Pension privat vorsorgen müssen, sondern der Steuerzahler? Warum bekommen diese eine STEUERFREIE Kostenpauschale von monatl. 4318 Euro? Warum muss der Steuerzahler für diese ungerechtfertigte Vollalimentation mit seiner Arbeitskraft aufkommen um selbst nachher Altersarmut genießen zu dürfen?

Den Rücken der Gläubigen stärken

Thorsten Meier:
Guten Tag Herr Hambürger, ich verstehe nicht, was Sie unter UNSERE Kollekten und Kirchensteuer verstehen. Wenn Sie aus der Kirche ausgetreten sind, wird von Ihrem Gehalt doch keine Kirchensteuer eingezogen. Es zwingt Sie doch auch keiner, Geld für eine Kollekte zu geben. Warum sprechen Sie Kirche das Recht ab, frei über die Nutzung Ihrer Gelder zu entscheiden? Die Kirche maßt sich doch auch nicht an, Ihnen vorzuschreiben, was Sie mit ihrem Geld machen. Liebe Grüße Thorsten Meier
juergen mueller:
Die jetzige Aufregung kann ich beim besten Willen als einer derjenigen nicht verstehen, der bereits vor 38 Jahren seinen Kirchenaustritt begründet vollzogen hat. Limburg und Södertälje gab es zu diesem Zeitpunkt ebenfalls schon - auch, dass kirchlicherseits Spenden z.B. für ein Kinderhilfswerk eingefordert wurden, Spenden, von denen ein kirchlicher Würdenträger seine "PENTHOUSWOHNUNG" renovieren ließ. An der Scheinheiligkeit und der Macht des Geldes hat sich auch nach Jahrhunderten kirchlicherseits NICHTS geändert, im Gegenteil, es gehört nach wie vor dazu. Der Slogan:"Den Rücken der Gläubigen stärken" ist genauso vermessen u. penetrant heuchlerisch scheinheilig, wie, als wenn ein Politiker "der Gläubigen" mit ersetzt "der Bürger" hinausposaunt. Wem bekannt ist, welcher "Reichtümer (Bares inkl. Immobilien, Ländereien)" sich die Kirche erfreuen darf, der sollte sich doch fragen:"WARUM stärkt man den Rücken der Gläubigen u. Hilfsbedürftigen nicht davon?" WARUM immer "DIE ANDEREN?"
Armin Linden:
Ich kann Sie sehr gut verstehen M. Hambürger. Wer sich mit Kirchen, mit beiden - i.d. Tiefe beschäftigt, stellt fest, was für ein Partyzug mit Riesem Anhang seit Jahren unterwegs ist. Party all over the world. Bonifatius - Caritas ..egal wer. Am besten ist die Partymeile der Evangelisten. Die nehmen direkt Familie u. Partner mit. Ordentlich abfüttern. Dieses ganze unkultivierte Verhalten, wurde hier bei uns massiv durch Deutsche Bischöfe gefördert. Nichts anderes. Da fällt auch "Benedetto" als Türöffner Kirche ist kein Vorbild mehr. Pfarrer vor Ort müssen ran. Trier - München - Berlin feiert Party. Jetzt bauen wir erst mal in Schweden-
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