Ausschuss für Wirtschaftsförderung, Bau, Vergabe und Tourismus der Stadt Meckenheim tagte

Was macht der Wirtschaftsförderer?

Jahresbericht von Dirk Schwindenhammer wurde diskutiert – Breitbandausbau bleibt vorerst ein Sorgenkind

13.02.2018 - 11:17

Meckenheim. Hauptthema der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Wirtschaftsförderung, Bau, Vergabe und Tourismus war der Jahresbericht von Wirtschaftsförderer Dirk Schwindenhammer. In seinem rund einstündigen Vortrag präsentierte er den Vertretern der Politik eine Zusammenstellung der Aufgaben und Tätigkeiten in seinem Verantwortungsbereich aus dem vergangenen Jahr. Die Wirtschaftsförderung in Meckenheim ist dabei zuständig für die Bereiche Unternehmensservice, Gewerbeflächenmanagement, Netzwerkarbeit, Tourismusförderung sowie Standort- und Stadtmarketing. Neben klassischen Aufgaben wie der Akquise von neuen Unternehmen gehört dabei auch die Beratung von Existenzgründern und Unternehmen zum Aufgabengebiet. Diese Tätigkeit kann recht vielfältig sein, geht es doch auch um die ausreichende Versorgung von Unternehmen mit Fachpersonal, die Breitbandversorgung oder die Entwicklungsmöglichkeiten am Standort. Gerade das Thema Breitbandversorgung macht Schwindenhammer einige Sorgen, denn hier wäre er gerne weiter als der derzeitige Ist-Stand, allerdings ist die Stadt auf die Kooperation mit den Netzwerkbetreibern angewiesen.

Bei alldem dürfen natürlich die bestehenden Unternehmen nicht vernachlässigt werden, so hat man im vergangenen Jahr gezielt Gespräche mit 40 Unternehmen geführt, und auch das MeGA-Projekt an der Geschwister-Scholl-Hauptschule hat neben der Garantie eines Ausbildungsplatzes auch den gewünschten Nebeneffekt, dem Thema Fachkräftemangel in der Apfelstadt zu begegnen. Das Thema Bildung nimmt einen hohen Stellenwert ein, so gestaltete man am 13. Juni 2017 gemeinsam mit den Partnern von Handwerk und Meckenheimer Verbund den 4. Berufsfelderkundungstag an allen drei weiterführenden Schulen der Stadt.


Wirtschaftsdialog zeigte regionale Trends auf


Darüber hinaus gibt es eine gute Kooperation in diesen Themen auch mit dem Rhein-Sieg-Kreis, wobei man unter anderem im Juli eine Veranstaltung im Meckenheimer Rathaus zum Thema Fachkräfte durchführte. Netzwerken und Dialog sind eine zentrale Aufgabe, dabei gilt es auch einen Mehrwert für die Unternehmen vor Ort zu generieren. Nicht zuletzt aus diesem Grund gab es den Wirtschaftsdialog mit Dr. Reimer Molitor im vollen Ratssaal, bei dem dieser den Meckenheimer Unternehmen regionale Megatrends aufzeigte und eine Richtung vorgab, wie und wohin sich die Region in den nächsten 20 Jahren hin entwickeln könnte.


Nachfrage nach Gewerbeflächen auf hohem Niveau


Auch im Bereich Gewerbeflächenmanagement kann die Wirtschaftsförderung Erfolge verzeichnen, allerdings gibt es derzeit zahlreiche Nachfragen, nur leider keine Kapazitäten mehr, dies wird sich erst mit der Erschließung des neuen Unternehmerparks Kottenforst ändern. Auch an einigen Bestandsimmobilien in der Stadt wird gearbeitet, ganz aktuell unter anderem am ehemaligen Jobcenter am Neuen Markt, das verkauft werden soll. Nachdem der entsprechende Beschluss im November 2017 im Haupt- und Finanzausschuss erfolgte, ist man nun im Bereich der Ausschreibung, wobei es bereits Gespräche mit ersten Interessenten gibt. Ebenfalls konnten auch leerstehende Gebäude neu vermarktet werden, so unter anderem in der Buschstraße 9 an die Wige Solutions GmbH, die von Meuspath am Nürburgring nach Meckenheim kommt und zwischen 80 und 90 neue Arbeitsplätze schafft. Auch das Gebäude der ehemaligen METEK in der Birkenmaarstraße 1 konnte an die Firma gkn vermarktet werden, auch hier kann man mit zusätzlich 100 neuen Arbeitsplätzen rechnen. Wesentlich aufwendiger gestaltet sich dagegen der Umbau des Markt-Centers am Neuen Markt, aber auch hier gibt es Bewegung, so gibt es innerhalb des Gebäudes mehrere Umzüge, und für die Fläche im EG wird noch ein neuer Mieter gesucht.


Sechs Kommunen wollen sich beim Tourismus vernetzen


Auch im Bereich der Tourismusförderung geschieht so einiges. So nimmt die geplante Apfelroute Gestalt an, geplant ist die Vernetzung von sechs Kommunen sowie die Vermarktung von Radwegen entlang der Anbaugebiete regionaler Kostbarkeiten, Hofläden und Hofcafés. Das Projekt ist bewilligt, es steht ein Projektvolumen von rund 600.000 Euro zur Verfügung, wobei die Kosten zu 80 Prozent bezuschusst werden, die Realisierung soll bis 2019 erfolgen. Wichtig in diesem Zusammenhang ist auch die Vermarktung des Blütenfestes sowie die Stände der Stadt Meckenheim auf zahlreichen regionalen Messen, wo neben der Wirtschaftsförderung auch die Blütenkönigin für die Stadt Werbung betreibt.

In der anschließenden Diskussion gab es viel Lob und Anerkennung für die Arbeit der Wirtschaftsförderung, viel Kritik gab es dagegen für die Netzwerkbetreiber und dass das Thema Breitbandausbau in Meckenheim noch immer an vielen Stellen hakt. Ferdinand Koll von der CDU mahnte auch eine bessere Beschilderung der Parkflächen an und verwies auf die vielen Bußgelder für Falschparken in den letzten Wochen, auch an auswärtige Gäste, was keine gute Außenwerbung darstelle. Der Technische Beigeordnete der Stadt Meckenheim, Heinz-Peter Witt will dieses aufgreifen und insbesondere die Beschilderung an den Jungholzhalle nochmals überprüfen.

STF

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Kommentare
Christoph Wagner:
Gute Sache!
Andreas Nöthen:
Die ewig gestrigen dürfen nicht gewinnen. Die Aussage eines Dr. Fleischer der Marktplatz sei belebt genug ist dumm und hat mit städtischer Entwicklung nun gar nichts zu tun. Diese im Fernsehen von Fleischer geäußerte Meinung ist kontraproduktiv. Der Marktplatz kann nach meiner Meinung nicht belebt genug sein. Dies zum Wohle aller Bürger und so ist der "Fleischer Beitrag" mehr als nur zu vernachlässigen. Genau die Leute, die in anderen Städten die Ratsstuben bewundern wollen sie in Mayen nicht und lehnen Investoren ab um die sich jede andere Gemeinde wohl ein Bein ausreißen würde. Wer soll denn dies verstehen.
juergen mueller:
Ich finde es gut, dass es so etwas wie die AG-60-Plus gibt und damit ältere Menschen (wie auch meine Wenigkeit), die ihr politisches Interesse offen aufzeigen, auch wenn man einen Tagesordnungspunkt wie GroKo (mit berechtigten Bauchschmerzen) nur "abhaken" kann. Bauchschmerzen sind angesagt, wenn man sich den Koalitionsvertrag mit seinen über 170 Seiten einmal reingezogen hat, in dem das Wörtchen "SOLLEN" gleich hundertfach vorkommt, denn ... SOLLEN ... heisst NICHT WOLLEN, sondern nur, dass man beabsichtigt oder in Erwägung zieht, dass es so umgesetzt wird wie es "gesollt" wurde. Was letzten Endes für UNS dabei positiv herauskommt, dürfte nicht so wichtig gewesen sein, sondern nur, dass es zu einer Regierungsbildung und natürlich zu einer Verteilung lukrativer, politischer Posten gekommen ist. Letzten Endes ging es nur um ein Kämpfen gegen Verlust von Amt u. Mandat, von Posten, Diäten, Bezüge, von Macht, Anerkennung u. (vermeintlichem) Ansehen. Alles andere ist blauäugiges Denken.
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