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CDU Bendorf – Frühjahrsempfang 2017

„Was tut sich in Bendorf?“ – „Viel.“

Gastredner Bundestagskandidat Josef Oster möchte in der Bundespolitik beibehalten, was er gelernt hat

20.03.2017 - 10:54

Bendorf. Über 100 Gäste konnte Bernhard Wiemer, der Stadtverbandsvorsitzende der Bendorfer CDU beim traditionellen Frühjahrsempfang am Sonntag in den Räumen des Berghotels Rheinblick begrüßen. Darunter neben dem Bundestagskandidaten Josef Oster auch Landrat Dr. Alexander Saftig, Landtagsabgeordneter Josef Dötsch, Bürgermeister Michael Kessler, Beigeordnete, zahlreiche Kreistags- und Stadtratsmitglieder sowie CDU-Vorstände und Vertreter von Wirtschaft, Gruppen, Vereinen und Institutionen.

Wiemer kündigte neben Dötsch und Kessler den CDU-Kandidaten im Wahlkreis Koblenz für die nächste Bundestagswahl, Josef Oster als Redner an und erklärte, dass der bisherige Bundestagsabgeordnete Michael Fuchs zur nächsten Bundestagswahl nicht mehr antritt. Als geeigneten Nachfolgekandidaten habe er Josef Oster vorgeschlagen, der Stadtverband Bendorf sowie die drei Kreisverbände der CDU sprachen sich geschlossen für Oster aus.

In seinen Grußworten blickte Josef Dötsch noch einmal kurz auf die Landtagswahl im vergangenen Jahr zurück, bei der es der CDU entgegen aller Erwartungen und Prognosen nicht gelungen war, einen Politikwechsel herbeizuführen. Josef Dötsch: „Die Stimmenergebnisse in Bendorf und die Stimmen, die hier auf mich als Direktkandidat entfallen sind, haben ihren wesentlichen Beitrag dazu geleistet, dass wir zum Glück den hiesigen Wahlkreis für die CDU wieder deutlich verteidigen konnten. Dafür möchte ich mich bei Ihnen allen recht herzlich bedanken.“ Er übte erneut Kritik an der amtierenden Landesregierung, unter anderem die unzureichende Planungspolitik im Land betreffend. Der Landtagsabgeordnete: „Im vergangenen Jahr konnten 46 Millionen Euro Fördergelder vom Bund nicht abgerufen werden, weil in Rheinland-Pfalz zu den einzelnen Projekten, die vom Bund finanziert werden sollten, die Planungsreife nicht gegeben war. Hierfür hat das Land zu sorgen.“ Er verwies auf Beispiele aus Bendorf – dort könne trotz vorhandener Bundesmittel wegen der fehlenden Planungsarbeiten durch das Land bislang die Hauptstraße nicht in einen ordnungsgemäßen Zustand versetzt werden. Auch das für Bendorf wichtige wirtschaftliche Projekt der Hafenerweiterung sei im laufenden Haushalt der Landesregierung bisher nicht enthalten. Ebenso sei die lange Ausbauphase der L306 nicht zuletzt auf eine mangelnde Planungsphase zurückzuführen. „Sie sehen, es gibt viele Dinge, die wir in Mainz auch für Bendorf noch vorantreiben müssen. Die Wählerinnen und Wähler haben mich mit dieser Aufgabe betraut, ich gehe diese Aufgabe auch in Zukunft mit viel Freude und Engagement an“, so Dötsch zum Abschluss seiner Rede.


BM Kessler: „Es tut sich viel in Bendorf.“


Anschließend fragte Bürgermeister Michael Kessler unter anderem: „Was tut sich in Bendorf?“, um zugleich die Antwort zu geben: „Es tut sich viel in Bendorf. Bendorf ist in Bewegung, Bendorf wächst auch an Einwohnern. Wir tun etwas für Kinder und unsere Jugend. Wir kümmern uns um die Grundschulen und die Kitas.“ Als Schwerpunkt wies er auf die letzten Sanierungsarbeiten an der Medardusschule und den Beginn der Generalsanierung der Bodelschwingh-Schule in diesem Jahr hin, auch sei die Grundschule Stromberg nicht von der Schließung bedroht.

„Die neue Kita am Lohweg mit den geplanten sechs Gruppen ist im Rohbau. Wann genau die ersten Kinder aufgenommen werden können, ist aus heutiger Sicht noch unbestimmt“, so Kessler weiter. Er zeigte sich sehr beeindruckt von der vorbildlichen Jugendarbeit, die in Sayn geleistet wird und stellte bald Investitionen in die Umwandlung des Sportplatzes in einen Kunstrasenpatz in Aussicht.


Entweder – oder gar nicht


Ebenfalls ging der Bürgermeister in seiner Rede auf die Sayner Hütte ein. Er höre immer wieder, das Gemäuer gehöre abgerissen und mit dem vielen Geld, das in das Hüttenprojekt gesteckt werde, könne man viele andere Dinge machen. Hierzu stellte er klar: „Das Geld, das dort investiert wird, kommt zu 80 bis 90 Prozent nicht aus Mitteln der Stadt Bendorf, sondern aus Töpfen des Landes, des Kreises, des Bundes, der Europäischen Gemeinschaft und der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Diese Gelder wären für irgendetwas anderes nie zu organisieren gewesen. Inzwischen hat auch die Politik in Mainz quer durch alle Parteien verstanden, dass wir mit der Sayner Hütte etwas weltweit Einzigartiges haben.“

Zum aktuellen Streitthema Erdogan und Trump positionierte er sich ganz klar: „Was wir zurzeit an Verhalten durch zwei Präsidenten zweier mit uns befreundeten Länder erleben, ist schockierend und unanständig. Wer die roten Linien des Anstands bewusst und wiederholt verletzt und andere erniedrigt, der spaltet bewusst, um seine politischen Ziele zu erreichen. Und das geht für uns von der CDU gar nicht, und das geht für uns in Bendorf gar nicht.“


Josef Oster ist bereit für die Bundespolitik


Als letzter Redner stellte sich der neue Bundestagskandidat Josef Oster vor. Der 46 Jahre alte Kandidat wohnt in Güls, er hat sein berufliches Fundament in der Kreisverwaltung Cochem-Zell erworben; sein politisches Handwerk lernte er einige Jahre in Berlin als Leiter des Büros des Abgeordneten und heutigen Staatssekretärs Peter Bleser. Im Jahre 2002 wurde Oster zum Verbandsbürgermeister der Verbandsgemeinde Bad Ems gewählt und bisher immer wiedergewählt. Er will die Nachfolge des Abgeordneten Michael Fuchs antreten, der seit 15 Jahren dem Bundestag angehört und sich in diesem Jahr nicht mehr zur Wahl stellt.

Josef Oster: „Die Kommunalpolitik ist die Schule der Demokratie. Diese über einen so langen Zeitraum gemachte Erfahrung kann man sehr gut gebrauchen, wenn man in der Bundespolitik Verantwortung übernehmen will. Kommunalpolitik wird auch etwas sein was ich als einen meiner Arbeitsschwerpunkte mitnehmen will nach Berlin. Ich möchte als Fürsprecher für unsere Städte und Gemeinden tätig sein.“

Eingehend auf den Wahlkampf führte er aus: „Die aktuelle Situation könnte kaum spannender sein. Wir erleben in Deutschland eine politische Phase, die kräftig diskutiert und heftig umkämpft ist. Ich sehe es durchaus auch als positiv an, dass sich die SPD neu aufgestellt und ein Stück weit neuen Schwung in die deutsche Politik getragen hat, das ist wichtig insgesamt für unser Parteiensystem. Auch wir als CDU-Vertreter haben ein Interesse daran, dass wir starke Volksparteien haben, zu denen die SPD gehört. Der Politik in Deutschland tut das durchaus gut. Allerdings will ich meinen Beitrag dazu leisten, das dort ‚die Bäume nicht in den Himmel wachsen‘. Wir wollen den Blick in die Zukunft richten und dafür Sorge tragen, dass wir die derzeitigen wirtschaftlichen Erfolge, die ja einiges möglich machen, auch in der Zukunft erleben können. Mit der heutigen Politik schaffen wir die Grundlagen und stellen die Weichen für nachfolgende Generationen.“

Zu den aktuellen Streitpunkten betreffend die Präsidenten der Türkei und der USA zeigte er, wie auch zuvor Bürgermeister Kessler, eine klare Haltung. „Die Wortwahl, die hier an den Tag gelegt wird, ist geradezu unerträglich. Ich bin der Auffassung, dass Kanzlerin Merkel genau richtig reagiert, indem sie sich gerade nicht provozieren und in eine Eskalationsspirale treiben lässt, was Wortwahl und Reaktionen anbetrifft. Ich bin der Auffassung, dass es nicht geht, dass der türkische Wahlkampf nach Deutschland getragen wird. Ich bin klar dafür, dass Auftritte türkischer Politiker hier verboten werden.“

Zum Abschluss machte Oster deutlich, dass er es als einer seiner Schwerpunkte für die Bundespolitik ansehe, zuzuhören, Meinungen und Stimmungen aufzugreifen, um diese mitzunehmen und in die Politik zu überführen.

Stadtverbandsvorsitzender Bernhard Wiemer bedankte sich bei den Rednern und fügte hinzu: „Wir haben 2014 Michael Kessler als Bürgermeister unserer Stadt das Vertrauen geschenkt. Ebenso haben wir in großer Geschlossenheit Josef Dötsch als Landtagsabgeordneten gewählt. Unser Vertrauen galt auch Dr. Alexander Saftig bei seiner Wiederwahl im Jahre 2016. In gleichem Maße sollten wir auch Josef Oster bei der kommenden Bundestagswahl unser Vertrauen entgegenbringen. Unser Land braucht eine verlässliche und starke Regierung unter Führung der CDU. Unser Wahlkreis braucht eine starke Stimme in Berlin. Und dies sollte Josef Oster sein.“

Zum gemütlichen Ausklang des Nachmittags folgten gute Gespräche bei Kaffee und Kuchen in harmonischer Runde.

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Kommentare

1. Juden-Deportation vor 75 Jahren

Udo Klein:
Ich teile diese Meinung nicht. Ich persönlich ,Jahrgang 1954 , trage nicht eine direkte Verantwortung der Verbrechen der Nazi Gewaltherrschaft aber ich trage eine Verantwortung dafür, dass so etwas sich niemals wiederholt. Und es ist unsere Verantwortung immer wieder an diese Verbrechen zu erinnern und zu mahnen.
Counsel :
Es waren schlimme Zeiten. Aber: Die Allermeisten, und zumal die vielen Bürger mit Migrationshintergrund, angeblich 25 %, haben das Dritte Reich nicht erlebt. Es leben nur noch wenige Opfer, die als Kinder ins KZ kamen, und praktisch keine Täter mehr. Die Personen, die überhaupt noch eine Erinnerung haben können, über 80 Jahre alt. Und wenn Sie theoretisch an den Verbrechen beteiligt sein könnten, sind sie höchstens Jahrgang 1929 (bei Kriegsende 16Jahre alt) und heute 87 und älter. Da könnte man sich auch an die Verbrechen im 30jährigen Krieg "erinnern". Heutige Deutsche haben mit dem Holocaust so wenig zu tun wie mit der Ausrottung der Indianer oder den laut Altem Testament göttlich angeordneten Völkermorden an den Amalekitern, (Amoriter), Hethitern, Perissitern, Jebusitern und Hiwwitern. Heute wohnt der Tod vor allem im Nahen Osten.
 
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