Eishockey: EHC Neuwied - Grefrath 9:5

Asbachs Premiere, Güßbachers Strip und Platz zwei

Asbachs Premiere,
Güßbachers Strip und Platz zwei

09.01.2017 - 09:48

Neuwied. Michael Güßbacher ließ sich nicht zweimal bitten, als das Publikum den Torhüter des EHC „Die Bären“ 2016 nach dem Hauptrundenabschluss der Eishockey-Regionalliga West am Sonntagabend zur Tanzeinlage aufforderte. „Das kann jeder“, dachte sich der 21-Jährige. „Irgendetwas Stripmäßiges“ bestellte er beim DJ im Neuwieder Icehouse und ließ schließlich zu „You can leave your hat on“ auf dem Eis die Ausrüstungshüllen fallen. Beim T-Shirt machte der Landsberger Schluss. Die Bären waren bester Laune beim letzten Spiel der ersten Saisonphase. Zwischenrunden- und Play-off-Einzug hatten sie durch die Wertung der Partie in Neuss am Grünen Tisch bereits vor dem Eröffnungsbully sicher, mit neun Toren beim 9:5-Erfolg über die Grefrather EG stellten die Neuwieder einen Saisonbestwert in eigener Halle auf und verbesserten sich im Endspurt auch durch Hamms überraschende Niederlage bei der Soester EG noch auf Rang zwei hinter den Ratinger Ice Aliens – das ließ den Stimmungspegel bei Spielern wie Fans weit nach oben steigen. „Wir können mit der Leistung sehr zufrieden sein“, sagte Jens Hergt. Lediglich ein paar zu viele Gegentore musste der Trainer als Schönheitsfehler akzeptieren.

Die Grefrather spielten keinesfalls schlecht. Offensichtlich beschwingt durch den 4:3-Erfolg nach Penaltyschießen über Soest am Vortag, spielten die Phoenix in der Anfangsphase frei auf und überraschten die Bären durch Matthias Holzkis Führungstreffer in der fünften Minute. Der EHC brauchte etwas Zeit, um in Fahrt zu kommen, aber nachdem der ehemalige Neuwieder Marvin Haedelt im Tor der Niederrheiner die ersten Möglichkeiten entschärft hatte, brach Sven Schlicht den Bann. Er netzte genauso in Überzahl ein (12.) wie Rylee Orr (16.).

Auch im Mittelabschnitt setzten die Feuervögel den ersten Stich. Dennis Holstein bejubelte in der 23. Minute den Ausgleich. Danach kamen die Hausherren immer besser ins Rollen und setzten das kleine Grefrather Aufgebot von zwölf Feldspielern früh unter Druck. So eroberte Philipp Felföldy an der Bande die Scheibe und legte für Willi Hamann auf, der die Scheibe in den kurzen Winkel jagte – es war sein erstes Tor im achten Spiel nach der Rückkehr aus Diez an den Rhein (27.). Gästetrainer Karel Lang bescheinigte seinem Team bei der Pressekonferenz „sich sehr gut verkauft“ zu haben, mit zunehmendem Kräfteverschleiß machte sich der Leistungsunterschied zwischen beiden Teams dann aber doch immer deutlicher bemerkbar. Zumal Neuwied über die komplette Spielzeit hinweg mit vier Reihen agierte. „Das geht sehr häufig schief. Aber unsere Jungs haben das super gemacht. Sie haben bei den kurzen Wechseln viel Laufarbeit betrieben. So muss das sein“, beobachtete Hergt zufrieden.

Auch Eigengewächs Sven Asbach erhielt im vierten Block reichlich Einsatzzeit und nutzte diese zu seinen ersten Treffer im Seniorenbereich.

„Für Sven freut mich das besonders“, so Hergt, unter dessen Trainerregie der 19-Jährige einst seine ersten Schritte auf dem Eis machte. „Sven ist ein Spieler, der sich noch deutlich weiterentwickeln kann.“ In Minute 48 erlebte er diesen besonderen Premierenmoment, in einem Aktivenspiel den Puck erstmals ins Tor bugsiert zu haben. Es war auch das Tor zum 8:4-Zwischenstand – zuvor hatten Stephan Fröhlich (28.), Sven Schlicht (32.), Felix Köbele (42.) und Robin Schütz (43.) das Ergebnis in die Höhe geschraubt, während Jerome Baum (33.) und Sven Schiefner (47.) das etwas nachlässig gewordene Neuwieder Defensivverhalten ausnutzten -, das Asbach den Titel „Spieler des Spiels“ einbrachte. Stephan Fröhlich kennt das Torgefühl schon viel besser. Mit seinem 23. Saisontreffer erhöhte er auf 9:4 (55.), bevor Lukas Bisel für Grefrath den Schlusspunkt setzte (57.).

Dass die Bären den Grefrathern hinten die eine oder andere großzügige Aktion servierten, war auch dem eingelegten Offensivmodus geschuldet. Zu einem Abend mit Euphorie und bester Laune gehört das irgendwie dazu. „Nach vorne war das wirklich gut“, freute sich Hergt über den Torhunger seines Teams. Die nächste Chance, diesen wieder an den Tag zu legen, besteht bereits am Freitagabend: Dann eröffnet der EHC ab 20 Uhr die Zwischenrunde mit einem Heimspiel gegen den Neusser EV. Zwei Tage später geht es zu den Hammer Eisbären.

Neuwied: Güßbacher (Köllejan) – Schütz, Trimboli, D. Schlicht, Halfmann, Neumann, Kopetzky – Fröhlich, Sting, Orr, Blumenhofen, Köbele, Felföldy, Leuschner, Asbach, S. Schlicht, Bill, Hamann.

Grefrath: Haedelt – Schwarte, Krölls, Schneider, Baum – Schroll, Haazen, Holzki, Holstein, Bergmann, Schiefner, Nelleßen, Bisel.

Schiedsrichter: Markus Eberl.

Zuschauer: 692.

Strafminuten: Neuwied: 22 – Grefrath: 14 + Disziplinarstrafe gegen Holstein.

Tore: 0:1 Matthias Holzki (Schiefner) 5‘, 1:1 Sven Schlicht (Fröhlich, Köbele) 12‘, 2:1 Rylee Orr (Schütz, Köbele) 16‘, 2:2 Dennis Holstein (Schroll) 23‘, 3:2 Willi Hamann (Felföldy) 27‘, 4:2 Stephan Fröhlich 28‘, 5:2 Sven Schlicht (D. Schlicht, Hamann) 32‘, 5:3 Jerome Baum (Nelleßen, Holzki) 33‘, 6:3 Felix Köbele (S. Schlicht, Fröhlich) 42‘, 7:3 Robin Schütz (Halfmann) 43‘, 7:4 Sven Schiefner (Baum) 47‘, 8:4 Sven Asbach (Kopetzky) 48‘, 9:4 Stephan Fröhlich (Köbele) 55‘, 9:5 Lukas Bisel (Baum, Holzki) 57‘.


Vorschau


Die Spieltermine des EHC in der Zwischenrunde der Regionalliga West:

Freitag, 13. Januar, 20 Uhr: Neuwied - Neusser EV Sonntag, 15. Januar: Lippe Hockey Hamm - Neuwied

Freitag, 20. Januar, 20 Uhr: Neuwied - EC Lauterbach

Sonntag, 22. Januar, 18 Uhr: Ratinger Ice Aliens - Neuwied Freitag, 27. Januar: EG Diez-Limburg - Neuwied

Sonntag, 29. Januar: Neusser EV - Neuwied

Freitag, 3. Februar, 20 Uhr: Neuwied - Lippe Hockey Hamm

Sonntag, 5. Februar: EC Lauterbach - Neuwied

Freitag, 10. Februar, 20 Uhr: Neuwied - Ratinger Ice Aliens

Sonntag, 12. Februar, 19 Uhr: Neuwied - EG Diez-Limburg

Anmerkung: Die Anfangszeiten der Auswärtsspiele stehen noch nicht fest.

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Kommentare

Verlorenes Benzin löst Massenkarambolage aus

schneeifler:
Nicht richtig ! verlorenes Benzin in Verbindung mit Raserei löste Massenkarambolage aus ! Es wäre mir ja egal wenn die Raserei nur auf der Nordschleife stattfinden würde. Aber die Zufahrtstraßen und letzte Woche sogar die Innenstadt von Adenau werden zu Ersatzrennstrecken auserkoren. Insbesondere auf der Anreise und Abends wenn die Nordschleife geschlossen hat ! Die Polizei tut so oder ist tatsächlich hilflos- Kontrollen wenn überhaupt - nur Montagsmorgens bei den Pendlern ! Am Wochenende ist Feuer frei um und auf dem Ring ! Das spricht sich natürlich bei den Rasern rund ....
Hermann-Josef Andres:
Mit besonderem Interesse habe ich den Artikel über den Bewerber Peter Michels für das Amt des Bürgermeisters der Verbandsgemeinde Cochem gelesen. Als Mitarbeiter der Verbandsgemeindeverwaltung Cochem-Land/Cochem mit 37-jähriger Berufserfahrung und Betriebszugehörigkeit, überwiegend in leitender Funktion, sowie als langjähriges Mitglied der Personalvertretung und aktueller Personalratsvorsitzender bin ich doch mehr als verwundert über diesen Artikel. Peter Michels ist in der Verwaltung durchaus als versierter Redner (umgangssprachlich: Schwätzer), jedoch nicht unbedingt als „Macher“ bekannt. Dies überlässt er wohl gerne anderen. Auch für seine Ideen, die in dem Artikel angeführt werden, möchte er jeweils zusätzliches Personal einstellen. Ich stelle mir dabei natürlich die Frage, was er eigentlich selbst arbeiten möchte, oder ob sich seine Arbeit auf die Organisation von „Weinveranstaltungen“ begrenzt. Dies würde dann aber auch seinem Auftreten in den letzten Jahren entsprechen. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass er zwar seit 2008 bei Kommunalverwaltungen beschäftigt ist, jedoch weder eine Verwaltungsausbildung hat und über elementare Verwaltungskenntnisse verfügt. Was die Haltung zu Bädern und Grundschulen betrifft, vollzieht er hier eine elegante 180° Wendung. Hieß es bis vor kurzem noch „weg mit der Kleinstaaterei und den kleinen Einrichtungen“ (das galt für Schulen und Bäder gleichermaßen) möchte er nun als Retter der kleinen Grundschulen auftreten und Vorreiter für den Weiterbestand der Bäder sein. Wegen seiner teilweise mehr als grenzwertigen Äußerungen über Kolleginnen und Kollegen während seiner Dienstzeit bei der VGV Cochem, bin ich davon überzeugt, dass er bei der weit überwiegende Mehrzahl des Personals weder Zustimmung oder gar Unterstützung finden wird. Für die Leitung einer Einrichtung mit insgesamt rd. 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auf den verschiedensten Ebenen (es gibt nicht nur den Tourismus) halte ich ihn sowohl fachlich als auch in der Frage der Personalführung für nicht geeignet. Vielleicht hätte es auch in der Überschrift besser geheißen: „Lasst mich nur reden (schwätzen), ihr macht das schon“.
Toni Göbel:
Bm-Kandidat Michels, der sich als Macher bezeichnet, war nicht der Ideengeber für die Wohn-Pflegegemeinschaft in Greimersburg. Ideengeber für dieses lobenswerte Projekt war der Greimersburger Alt-Ortsbürgermeister Paul Lauxen. Auch an der tollen Breitband-Initiative im Kreis Cochem-Zell hatte er in der Funktion als „Leiter der Kommunikation“ ebenso wenig maßgeblichen Anteil wie in der kurzen Zeit als Wirtschaftsförderer der fusionierten Verbandsgemeinde an der positiven wirtschaftlichen Entwicklung in vielen Ortsgemeinden der VG Cochem. Macher waren auch hier in erster Linie andere. Bei der Wirtschaftsförderung ist hier an vorderster Stelle der bis zu der Fusion hierfür zuständige langjährige Mitarbeiter der VGV Cochem zu benennen, der bereits vor der Fusion viele Projekte in den Ortsgemeinden mit angestoßen hat und der mit seinen Ideen und seinem herausragenden Engagement als Macher maßgeblichen Anteil an der positiven Entwicklung in vielen Ortsgemeinden hatte.
Melanie :
ja da hast Du echt Recht Elke,denen passiert nichts!!! die dürfen doch in unserm Land machen was Sie wollen!!!Das macht mich echt wütend!!! Wir müssen in unserem eigenen Land Angst um uns und unsere Kinder haben! Mein Gott,wo sind wir nur hin gekommen!!!! Armes Deutschland!!!!
Nico Di Mascio:
Nein leider eine Stunde nach der Festnahme. Und wenn überhaupt!
Elke Kurth:
Die Frage ist, was passiert mit den Tätern, wenn sie verhaftet werden? Laufen sie bereits am nächsten Tag breit grinsend durch die Fußgängerzone? Leider haben diese Menschen vollkommene Narrenfreiheit in Deutschland.
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