Dritter Spieltag der Regionalliga Südwest

Baskets entscheiden Herzschlagfinale für sich

73:72-Sieg gegen die bisher ungeschlagene SG Dürkheim/Speyer

10.10.2017 - 19:00

Koblenz. Am dritten Spieltag der Regionalliga Südwest empfingen die Conlog Baskets Koblenz das bis dahin noch ungeschlagene Team der SG Dürkheim/Speyer. Speyer hat in den ersten beiden Saisonspielen überzeugende Leistungen abgeliefert und dabei unter anderem den amtierenden Meister aus Schwenningen zu Hause deutlich besiegt. Für die Baskets ihrerseits galt es, nach der bitteren Niederlage in Lich vor heimischem Publikum ein Zeichen zu setzen und die schwere Aufgabe konzentriert anzugehen.

Das Team von Josip Bosnjak, das mehrere Wochen auf Andro Anzulovic verzichten muss und mit Emilio Banic bereits einen Ersatz präsentieren konnte, startete in einer voll besetzten Sporthalle auf der Karthause sehr konzentriert in die Partie. Center Martins Abele mit vier Punkten und Paulius Semaska und Zeljko Novak mit zwei erfolgreichen Dreiern sorgten für einen perfekten 10:0-Start der Baskets nach drei Minuten.


Gäste fanden erst spät ins Ziel


Erst nach vier Minuten gelangen dem Amerikaner Jordan Rezendes die ersten Punkte für die Gäste, die von der starken Verteidigung der Baskets in der Anfangsphase überrascht worden waren und zunächst gar nicht ins Spiel fanden. Nach einem Alley-Oop Dunking des Koblenzers Marlin Mason musste Gästecoach Mbassa bereits nach fünf Minuten bei einem Spielstand von 16:5 für die Baskets seine erste Auszeit nehmen.

Fortan kamen die Gäste besser ins Spiel und konnten durch den im ersten Viertel sehr starken Amerikaner Rezendes, der mit 13 von 17 Punkten sein Team fast im Alleingang im Spiel hielt, die Partie bis zum Ende des ersten Viertels ausgeglichen gestalten.

Im zweiten Abschnitt lieferten sich die Teams zu Beginn einen offenen Schlagabtausch. Neuzugang Emilio Banic sorgte mit seinem zweiten erfolgreichen Dreier nach 15 Minuten für eine 40:26-Führung der Baskets. Wie bereits im ersten Viertel fanden die Gäste gegen Ende des zweiten Abschnitts im Angriff bessere Abschlüsse und verkürzten den Rückstand bis zur Pause auf 44:40.


Perfekter Start in die zweite Halbzeit


In der zweiten Halbzeit erwischte Speyer einen perfekten Start. Innerhalb von fünf Minuten wurde der Rückstand in eine Sieben-Punkte-Führung verwandelt. Auch in der Folge spielte Speyer seine individuellen Stärken konsequent aus und konnte den Vorsprung bis ins letzte Viertel erfolgreich verteidigen (53:60).

Das letzte Viertel, das keiner der anwesenden Zuschauer und Spieler so schnell vergessen wird, begann für die Baskets erfolgsversprechend. Durch Punkte der Aufbauspieler Semaska und Haufs konnten die Baskets schnell den Rückstand auf drei Punkte verringern. Speyer zeigte sich davon unbeeindruckt und antwortete mit einigen erfolgreichen Abschlüssen, sodass die Führung wieder auf acht Punkte anwuchs (57:65).


Zunehmende Nervosität bei beiden Teams


Nach einer Auszeit von Baskets-Coach Josip Bosnjak versenkte Henning Schaake, der zusammen mit Paulius Semaska mit jeweils 16 Punkten Topscorer der Baskets war, zuerst einen Wurf von jenseits der Dreipunktelinie und kurz danach gelang ihm ein Drei-Punkte-Spiel, das die Baskets bis auf zwei Punkte heranbrachte (67:69). Nach einem Korbleger des Speyerer Centers Acosta war es wieder der Koblenzer Flügelspieler Schaake, der sein Team mit einem Layup auf zwei Punkte heranbrachte.

Beiden Teams war nun die Nervosität in einer von der Spannung her kaum zu übertreffenden Partie anzumerken, und es schlichen sich auf beiden Seiten Fehlwürfe oder Ballverluste ein. Nach einem Offensivfoul des Speyerers Acosta kamen die Baskets 34 Sekunden vor dem Spielende in Ballbesitz. Marlin Mason, dem im Laufe des Spiels das Wurfglück nicht hold war, bekam nach einer Auszeit den Ball an der Dreipunktelinie, er setzte zum Dribbling durch die Zone an und vollstreckte den Angriff mit einem krachenden Dunking zum 71:71-Ausgleich. Gästecoach Mbassa und seinem Team blieben noch 22 Sekunden, um das Match zu ihren Gunsten zu entscheiden.


Korb fiel beim Ertönen der Schlusssirene


Baskets-Spieler Yassin Mahfouz, der zum ersten Mal als Kapitän für die Baskets auflief, sollte in der Schlussphase des Spiels der entscheidende Mann werden.

Zuerst schickte Mahfouz nach einem Foul seinen Gegenspieler Acosta an die Freiwurflinie. Dieser verwandelte den ersten Freiwurf, ließ den Zweiten jedoch liegen. Mahfouz angelte sich den Fehlwurf, passte den Ball zu seinem Aufbauspieler Paulius Semaska, der den Ball in die gegnerische Hälfte dribbelte. Nach einem Pass seines Teamkollegen Mason rettete Semaska den Ball kurz vor der Auslinie und warf ihn Richtung Korb. Mahfouz bekam noch die Finger an den Ball und tippte ihn unmittelbar vor dem Ertönen der Schlusssirene ins Netz.

Nachdem die Schiedsrichter sich kurz untereinander abstimmten und den Korb zählen ließen, brachen bei den Spielern und Zuschauern alle Dämme, und der Jubel in Koblenz kannte keine Grenzen mehr. In einem Herzschlagfinale siegten die Baskets mit 73:72 gegen die SG Dürkheim/Speyer und lieferten allen Beteiligten ein Finale, das alles zu bieten hatte.


Anmeldungen für die Fahrt nach Tübingen


Am kommenden Sonntag um 17.30 Uhr müssen die Conlog Baskets Koblenz bei den extrem heimstarken Tigers Tübingen antreten, die nach drei Spieltagen die gleiche Bilanz wie die Baskets aufweisen können.

Anmeldungen für die Fahrt können per E-Mail an fanbeauftragte@luetzelbaskets.de ab sofort erfolgen.

Das nächste Heimspiel findet am 21. Oktober um 19.30 Uhr in der Schulsporthalle auf der Karthause gegen die BG Eisbären statt.

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Kommentare

Der Landrat brachte 500 Euro mit

Gudrun Kast :
Sehr schöner Bericht, liebe Monika Fuchs
Uwe Klasen:
Nun ja, abgesehen von den positiven Auswirkungen der Renaturierung des Bächelsbaches und den negativen Erfahrungen der Betroffenen, so kann der BUND vielleicht die Aussage ("eher mit einem Ja zu beantworten") mit Daten des Umweltbundesamtes (Monitoringbericht 2015) neu beurteilen, worin "es keine erkennbare Zunahme von Starkregen in Deutschland gebe; das Ergebnis gelte auch für den Sommer: "Die Zahl der Tage mit einer Niederschlagssumme von 20 Millimeter und mehr im Sommer ist seit 1951 nahezu unverändert geblieben". Und, lt. den Prognosen der Computermodelle zum (anthroprogonen) Klimawandel sollen ja die Sommer in Deutschland trockener werden. Wie immer, nichts genaues ist bekannt!
Kugelmann:
Demokratie lebt vom WANDEL! Macht zu lange ausgeübt, führt zu Selbstüberschätzung derer, die sie glauben zu haben. „Siegessicherheit macht nämlich leichtsinnig und TRÄGE!“ Von 49. 359 Wahlberechtigten wählten 37.653 (76,28%) den CDU-Kandidaten nicht! Das bedeutet, dass sich der neue OB in den kommenden Jahren auch wieder auf eine Mehrheit von Mitbürgern abstützen muss, die sich wenig für Kommunalpolitik interessiert sowie politisch anders orientiert ist. Das macht wie so oft deutlich, welchen Stellenwert das Amt und die Person für die Bürger Neuwieds mittlerweile (40,1 % Wahlbeteiligung) besitzen. Bei einer Wahlbeteiligung (Stichwahl) von nur noch 40,41 % wurden dann aus 11.706 Stimmen 59,56 % für ihn, was letztlich heißt, dass der zukünftige Oberbürgermeister sich auf eine ihn gewählte Minderheit/Wahlberechtigte abstützt, die in naher Zukunft auch wieder unter „Artenschutz“ gestellt wird. „Wer trägt denn nun die Verantwortung für dieses „Desinteresse? Zweifelsohne Politiker mit ihrem Auftreten und Verhalten selbst.“ Wenn die negativen Erfahrungen der Bürger beim direkten Kontakt mit Politikern und Staat überwiegen, formt sich ein Bild des Versagens, des Rückzugs und der Verärgerung. Dagegen muss die Politik vorgehen - durch das Handeln vor Ort. Insofern ist es richtig, Probleme zu benennen, die der Bürger wirklich hat. Noch besser ist es, diese auch lösen zu wollen – ohne Kompetenzgerangel. Deshalb muss es heute und zukünftig lauten „Mehr Staat wagen“. Nicht, um die Wirtschaft zu reglementieren oder die Bürger zu überwachen, sondern um dort besser zu funktionieren, wo es einen berechtigten Anspruch an den Staat gibt. Im Klartext: „Dort, wo der Bürger den Staat wirklich braucht. Das kostet Geld – für die Verwaltung, Lehrer, Polizisten, Schulgebäude, Krankenhäuser etc.. Aber es ist gut angelegtes Geld. Weil Vertrauen in den Staat auch Vertrauen in die Demokratie bedeutet. Und das sollte auf keinen Fall verloren gehen.“ „BEGEISTERN durch VORBILD!“ Dem neuen Oberbürgermeister sind viel Glück und Stehvermögen zu wünschen, auf das er nicht zu einem Getriebenen und Erfüllungsgehilfen einer siegestrunkenen CDU wird, die doch schon jahrelang mit den „Hufen“ gescharrt hatte.
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