Audi-Sieg beim 49. ADAC Barbarossapreis

Carsten Knechtges erneut erfolgreich

09.10.2017 - 10:17

Mayen. Mit wechselhaften Witterungsbedingungen starteten am vergangenen Samstag die VLN-Akteure in ihren vorletzten Meisterschaftslauf. Nach vier Siegen des Porsche Teams von Manthey Racing in den sieben Rennen zuvor, konnten sich bei dem, vom MSC Sinzig ausgerichteten 49. ADAC Barbarossapreis, Markus Winkelhock (Schorndorf) und Dries Vanthoor (Belgien) im Audi R8 LMS von Land Motorsport durchsetzen. Während mit diesem Erfolg das Fahrerduo der Ingolstädter-Marke den zweiten Saisonsieg sicherte, war es für die beiden Piloten ihr erster Sieg bei einem VLN-Lauf überhaupt. Der 19-jährige Belgier Dries Vanthoor trug sich zudem mit diesem Erfolg als jüngster VLN-Sieger aller Zeiten in die Statistik der Serie ein. Platz zwei belegten Hubert Haupt (München), Abdulaziz al Faisal (Saudi-Arabien) und Yelmer Buurman (Niederlande) mit einem Mercedes GT3 vom Black-Falcon Team aus Meuspath. Die Mannschaft des Wochenspiegel-Teams Monschau, Georg Weiss (Monschau), Jochen Krumbach (Eschweiler) und Oliver Kainz (Mayen) überquerten mit dem Ferrari 488 GT3 als Dritte die Ziellinie. Auf Position vier landeten Sebastian Morris (Großbritannien), Alex Lambertz (Heinzberg) und Jordan Tresson (Frankreich) mit dem Walkenhorst Motorsport BMW M6 GT3. Auf Rang fünf folgten Frank Stippler (Bad Münstereifel) und Dieter Schmidtmann (Mechernich) im Audi R8 LMS von Phoenix Racing. Als schnellstes nicht GT3 Auto erreichten Frank Kräling (Winterberg), Marc Gindorf (Monaco) und Christopher Brück (Köln) als Sieger in der SP7 Klasse mit ihrem Porsche 911 GT3 von GetSpeed Performance als Sechste das Ziel. Ferdinand und Johannes Stuck (beide München) holten sich mit ihrem KTM X-BOW einen überraschenden siebten Rang. Auf den weiteren Plätzen folgten zwei GetSpeed Cup-Porsche. Komplettiert wurden die Top 10 von einem weiteren Cup-Porsche vom Team 75 Motorsport.

Mit einer Rundenzeit von 8:00,903 Minuten hatte sich Jochen Krumbach im morgendlichen Zeittraining mit dem Ferrari die Poleposition gesichert. Bereits in der Startphase musste Krumbach sich jedoch den Attacken von Markus Winkelhock im Audi geschlagen geben.

Zu Beginn der ersten Nordschleifen Runde hatten sich hinter dem ehemaligen Formel-1-Piloten im führenden Land-Audi, der Ferrari, der Schnitzer-BMW, der Manthey-Porsche von Kevin Estre, sowie der Audi von Phönix Racing mit Frank Stippler einsortiert. Der BMW, der nur zu Testzwecken das Rennen bestritt, bog bereits nach der ersten Runde in die Box ab. Im zweiten Umlauf zog Frank Stippler mit dem Phoenix-Audi auf der Döttinger Höhe gleich an zwei Konkurrenten vorbei und schloss auf das führende Schwesterfahrzeug auf. In Runde vier dürfte der Blutdruck bei den Teamchefs in der Box der beiden Audi Teams deutlich angestiegen sein, als diese sich bei einem Überrundungsvorgang beinahe von der Strecke katapultierten. Nutznießer war Kevin Estre, der mit dem Manthey-Porsche an Stippler vorbeizog. Fortan entbrannte ein packendes Duell um die Plätze zwischen Manthey- und Phoenix-Racing. Rundenlang fuhren die beiden Kontrahenten im Zentimeterabstand durch die „Grüne Hölle“.


Spektakulärer Crash endete glimpflich für Fahrer


Nach dem Fahrerwechsel von Kevin Estre auf Matteo Cairoli endete das Rennen für den Manthey-Porsche. Estré schlug aufgrund eines Fahrfehlers in der Hatzenbach in die Leitplanken. Infolgedessen drehte sich der Porsche um 180-Grad auf dem Grünstreifen. Was folgte, war die wohl spektakulärste Szene des Rennens. Der nachfolgende BMW 318is konnte nicht mehr ausweichen und stieß frontal mit dem Porsche zusammen, richtete sich empor und landet jenseits der Leitplanke auf dem Dach. Beide Fahrer blieben dabei glücklicherweise unverletzt. Fortan verlief das Rennen an der Spitze ohne weitere Höhepunkte.

Neben dem Kampf um den Tagessieg rückte beim vorletzten Saisonlauf auch die Meisterschaftsentscheidung in den Focus. Michael Schrey (Wallenhorst) konnte mit seinem sechsten Sieg in der BMW M235i Racing Cup Klasse die Entscheidung zwischen ihm und den Piloten von Adrenalin Team Pixum Motorsport, Norbert Fischer (Köln), Christian Konnerth (Winnenden) und Daniel Zils (Bendorf) auf den finalen Lauf vertagen. Die Piloten des Adrenalin Teams hatten sich zuvor den Sieg in der V5 gesichert. Mit den Klassensiegen dieser beiden Teams zerschlugen sich auch alle Meisterschaftshoffnungen für Marcel Manheller (Döttingen), der erneut gemeinsam mit Carsten Knechtges (Mayen) die Klasse V4 gewinnen konnte. Da aber nur die sieben besten Läufe in die Meisterschaftswertung eingehen, kann Manheller als bester Lokalmatador maximal noch Position drei in der Meisterschaft erreichen. Neben dem Einsatz im BMW 325 des MSC Adenau in der Produktionswagenklasse V4 bestritt Knechtges das Rennen auch noch mit einem Porsche 911 GT3 Cup in der Klasse SP7. Gemeinsam mit Jürgen Bleul (Urbar) und Takis (Schweiz) sicherte sich Knechtges mit dem zweiten Rang in dieser Klasse eine weitere Podiumsplatzierung.


Nett: „Das Team hätte mehr verdient gehabt“


Enttäuschung für das Fahrertrio des Teams von Nett Racing Achim Nett (Mendig), Jürgen Nett (Mayen) und Bradley Philpot Großbritannien), die mit Position 6 in der TCR Klasse nicht die erhoffte Podiumsplatzierung einfahren konnten. „Das Team hätte heute auf jeden Fall mehr verdient. Was die Jungs heute geleistet haben, ist beispiellos“, sagte Fahrer und Teamchef Jürgen Nett nach dem Rennen. Das Lob des Teamchefs an seine Mannschaft zeigte, dass es ebenso wie beim Lauf zuvor, für die Crew mehr Arbeit gab, als nur die routinemäßigen Boxenstopps abzuwickeln. Als Erstes stoppte ein Kabelbruch in der Zündspule die Positionsverbesserungen des von Position fünf gestarteten Bradley Philpot. Auch wenn der Fehler in nur fünf Minuten analysiert und behoben war, war erst einmal die Konkurrenz enteilt. Einzelne Regenschauer nährten aber die Hoffnung auf eine erfolgreiche Aufholjagd durch den Regenspezialisten Jürgen Nett, der als zweiter das Cockpit der Peugeot 208 TCR übernommen hatte. Und er sollte die Hoffnungen nicht enttäuschen, bis zu 15 Sekunden machte der Geschäftsführer und Serviceleiter des Mayener Autohauses Nett pro Runde auf den profillosen Slicks auf die Mitbewerber um den Klassensieg gut, bevor ein erneutes technisches Problem auch ihn einbremste. In einer abermals rekordverdächtigen Zeit von rund fünf Minuten wurde eine Antriebswelle gewechselt. Achim Nett übernahm dabei für den Schlussturn das Steuer des Peugeot 308 EuroRepar TCR und brachte diesen letztendlich auf Position 6 ins Ziel. Bereits am 21. Oktober startet mit dem 42. DMV Münsterpokal die VLN in ihr Saisonfinale, mit der Meisterschaftsendscheidung.

BURG

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Kommentare

Der Landrat brachte 500 Euro mit

Gudrun Kast :
Sehr schöner Bericht, liebe Monika Fuchs
Uwe Klasen:
Nun ja, abgesehen von den positiven Auswirkungen der Renaturierung des Bächelsbaches und den negativen Erfahrungen der Betroffenen, so kann der BUND vielleicht die Aussage ("eher mit einem Ja zu beantworten") mit Daten des Umweltbundesamtes (Monitoringbericht 2015) neu beurteilen, worin "es keine erkennbare Zunahme von Starkregen in Deutschland gebe; das Ergebnis gelte auch für den Sommer: "Die Zahl der Tage mit einer Niederschlagssumme von 20 Millimeter und mehr im Sommer ist seit 1951 nahezu unverändert geblieben". Und, lt. den Prognosen der Computermodelle zum (anthroprogonen) Klimawandel sollen ja die Sommer in Deutschland trockener werden. Wie immer, nichts genaues ist bekannt!
Kugelmann:
Demokratie lebt vom WANDEL! Macht zu lange ausgeübt, führt zu Selbstüberschätzung derer, die sie glauben zu haben. „Siegessicherheit macht nämlich leichtsinnig und TRÄGE!“ Von 49. 359 Wahlberechtigten wählten 37.653 (76,28%) den CDU-Kandidaten nicht! Das bedeutet, dass sich der neue OB in den kommenden Jahren auch wieder auf eine Mehrheit von Mitbürgern abstützen muss, die sich wenig für Kommunalpolitik interessiert sowie politisch anders orientiert ist. Das macht wie so oft deutlich, welchen Stellenwert das Amt und die Person für die Bürger Neuwieds mittlerweile (40,1 % Wahlbeteiligung) besitzen. Bei einer Wahlbeteiligung (Stichwahl) von nur noch 40,41 % wurden dann aus 11.706 Stimmen 59,56 % für ihn, was letztlich heißt, dass der zukünftige Oberbürgermeister sich auf eine ihn gewählte Minderheit/Wahlberechtigte abstützt, die in naher Zukunft auch wieder unter „Artenschutz“ gestellt wird. „Wer trägt denn nun die Verantwortung für dieses „Desinteresse? Zweifelsohne Politiker mit ihrem Auftreten und Verhalten selbst.“ Wenn die negativen Erfahrungen der Bürger beim direkten Kontakt mit Politikern und Staat überwiegen, formt sich ein Bild des Versagens, des Rückzugs und der Verärgerung. Dagegen muss die Politik vorgehen - durch das Handeln vor Ort. Insofern ist es richtig, Probleme zu benennen, die der Bürger wirklich hat. Noch besser ist es, diese auch lösen zu wollen – ohne Kompetenzgerangel. Deshalb muss es heute und zukünftig lauten „Mehr Staat wagen“. Nicht, um die Wirtschaft zu reglementieren oder die Bürger zu überwachen, sondern um dort besser zu funktionieren, wo es einen berechtigten Anspruch an den Staat gibt. Im Klartext: „Dort, wo der Bürger den Staat wirklich braucht. Das kostet Geld – für die Verwaltung, Lehrer, Polizisten, Schulgebäude, Krankenhäuser etc.. Aber es ist gut angelegtes Geld. Weil Vertrauen in den Staat auch Vertrauen in die Demokratie bedeutet. Und das sollte auf keinen Fall verloren gehen.“ „BEGEISTERN durch VORBILD!“ Dem neuen Oberbürgermeister sind viel Glück und Stehvermögen zu wünschen, auf das er nicht zu einem Getriebenen und Erfüllungsgehilfen einer siegestrunkenen CDU wird, die doch schon jahrelang mit den „Hufen“ gescharrt hatte.
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