JSG Grafschaft - A-Jugend

Dämpfer für die Aufstiegshoffnungen

JSG Bachem siegt knapp, aber verdient 1:0 in Vettelhoven

13.06.2017 - 09:33

Vettelhoven. Gleich der erste Spieltag in der Relegationsrunde um den Aufstieg in die Bezirksliga führte die beiden am stärksten eingeschätzten Teams der JSG Grafschaft und der JSG Bachem auf der Sportanlage in Vettelhoven zusammen. Kenner sahen dabei die Gäste leicht favorisiert, weil sie sich auf ihr eingespieltes B-Jugend-Bezirksliga-Team abstützen konnten, dass durch wenige, aber sehr starke ältere Spieler noch verstärkt wurde. Die Grafschafter A-Jugend musste sich dagegen für die Relegationsspiele aus Teilen von drei Mannschaften kurzfristig neu formieren und bestritt an diesem Tag ihr erstes gemeinsames Spiel, sodass Zweifel an einer überzeugenden Mannschaftsleistung durchaus angebracht waren. Bei herrlichem Wetter und unter dem Blick zahlreicher Zuschauer übernahm denn auch der Gast vom Anpfiff an das Kommando auf dem Platz und brachte die Gastgeber ein ums andere Mal mit gut strukturiertem Kombinationsspiel in große Schwierigkeiten. Allerdings führte die spielerische Dominanz zunächst nicht zu zählbaren Erfolgen, weil die herausgespielten Chancen teils leichtfertig vergeben wurden und einmal auch Aluminium für die verbissen kämpfende Heimabwehr aushalf. Da die Gastgeber aber kaum in ihr eigenes Spiel fanden, resultierte aus dem Dauerdruck der Gäste schließlich doch etwas Zählbares: nach einer Unaufmerksamkeit der Abwehr stand ein Bachemer Stürmer frei vor dem Grafschafter Torhüter und schob überlegt zum völlig verdienten 0:1-Pausenstand ein.


Kritische Analyse in der Pause


Die Halbzeitpause wurde offensichtlich von Mannschaft und Trainerteam der Grafschafter für eine kritische Analyse und entsprechende Umstellungen sowohl in der Aufstellung als auch im Spielsystem genutzt, denn nun entwickelte sich zunehmend ein Spiel auf Augenhöhe mit einem beiderseitigen Schlagabtausch auf kämpferisch und auch spielerisch ansprechendem Niveau, und es mehrten sich auch die Torchancen der Gastgeber. Einen sehenswerten Distanzschuss von Tom Frank konnte der bestens aufgelegte Gästekeeper gerade noch aus dem Torwinkel zur Ecke ablenken. Schließlich brachten die letzten 20 Spielminuten einen Sturmlauf der nun überlegenen Grafschafter auf das Tor der Gäste. Die hatten den 0:1-Endstand letztlich ihrem Torwart Konstantin Papageorgiou zu verdanken, der in der Schlussphase zweimal durch tolle Reflexe den schon sicher geglaubten Ausgleichstreffer verhinderte.


Verdienter Sieg der Gäste


Bei aller Enttäuschung über die knappe Niederlage mussten die Grafschafter doch anerkennen, dass der Sieg der Gäste insgesamt verdient war. Welches Potenzial in dieser neuen A-Jugend der JSG Grafschaft steckt, wurde leider erst in der zweiten Spielhälfte deutlich, als die Mannschaft mehr und mehr an Geschlossenheit und Spielverständnis gewann. Großen Anteil an dieser Entwicklung hatte der erst zur zweiten Hälfte eingewechselte Oliver Bachem. Mit einer starken Defensivleistung im Mittelfeld sowie als Ankurbler des Offensivspiels über den rechten Flügel zeigte er seine beste Saisoleistung. Mit Blick auf den Bezirksligaaufstieg müssen jetzt in den verbleibenden zwei Spielen gegen die JSG Vulkaneifel Ettringen und den TuS Hausen Siege her, aber auch dann wären die Grafschafter auf Fehltritte der JSG Bachem angewiesen. Am Mangel an Kampfmoral und Einsatzwillen der jungen Mannschaft wird es jedenfalls kaum scheitern.

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Kommentare
Uwe Klasen:
"Die installierte Gesamtleistung aus Windenergie" ist obsolet, da diese weder Zeit- noch Bedarfsgerecht zur Verfügung steht. Um die aus Solar- und Windstrom erzeugten Schwankungen auszugleichen müssen(!) die herkömmlichen Kohle- und Kernkraftwerke mitlaufen, damit im Bedarfsfall genügend Strom zur Verfügung steht um das Netz zu stabilisieren! Die Brennelementesteuer war Verfassungswidrig, kann also den Betreibern des KKW nicht vorgeworfen werden. Zur Weiterverwendung von abgereicherten Brennelementen siehe Reaktortyp BN-800! Außerhalb Deutschlands schreitet die Entwicklung voran!
Matthias Kaißling:
Die installierte Gesamtleistung aus Windenergie betrug Ende 2016 45.910 MW. Also rund 4mal soviel wie die 8 noch im Betrieb stehenden AKW in Deutschland. Wenn also der Kohle bzw den AKWs nicht Vorrang gegeben würde, könnte die Windkraft sehr wohl mithelfen den Bedarf zu decken. AKWs sind im übrigen auch nur deshalb für die Betreiber rentabel, weil sie nicht für die Entsorgung des Atommülls zahlen müssen, sondern stattdessen noch zusätzlich Steuergelder bekommen (6 Mrd.€ Rückerstattung aus der BrennelementeSteuer)
Uwe Klasen:
Über 25.000 Windenergieanlagen drehen mittlerweile in Deutschland ihre Rotoren und trotzdem liefern diese, je nach "Ertragsjahr", nur zwischen 15% - 25% des benötigten Stroms. Und diesen auch nur Zufälig, keinesfalls nach Bedarf. Die "ertragreichen" Standorte sind längst zugebaut mit Windrädern, nun sollen, auf Druck der Lobbyisten, auch noch die letzten, möglichen, Standorte folgen. Dabei sind diese nur rentabel weil die durch die Förderung nach dem EEG erhalten! Arten- und Menschenschutz werden dazu ausgeblendet!
Andrea Montermann:
Vielen herzlichen Dank an die Redaktion für diesen hervorragenden Bericht. Als Künstlerin fühle ich mich sehr geehrt und freue mich sehr darüber, wie gut das Ausstellungsprojekt des Landesmuseums recherchiert und vortrefflich dargestellt wurde!! Großes Kompliment an die Autorin!
Daniel Faßbender:
Familien sind doch nicht die Zielgruppe dieses Bades. Das war es nie und wird es auch in Zukunft nicht sein. Kinder sind eher ein Ärgernis für das wirkliche Klientel. Früher waren es die Kurgäste, heute sind es salopp geschrieben, die überwiegend zahlungskräftigen Rentner und ein paar Hotelgäste aus dem Quellenhof. Welche Familie mit einem oder mehreren Kindern kann oder will sich denn den Eintritt überhaupt noch leisten? Der Tageseintritt für zwei Erwachsene mit zwei Kindern liegt bei fast 40 EUR. Für mich ein Grund da nicht hinzugehen.
Michael Daum:
Es ist wirklich unfassbar! Jetzt wo das bestellte Gutachten nicht das erhoffte Ergebnis zeigt, ist es plötzlich nicht aussagekräftig bzw. war nicht umfangreich genug. Da man sich ja offenbar so in die alternativlose Einschätzung verrannt hat, dass Bad Breisig ohne Therme nicht vorstellbar ist, fragt man sich doch, warum man dann Geld (ich meine mal etwas von 30.000€ gelesen zu haben) für ein Gutachten verschwendet. Offenbar sind nur Gutachten, die die eigene Weltsicht unterstützen, ordentliche Gutachten. Und wenn die Ergebnisse erst dann vorliegen, nachdem die Weichen für eine Sanierung schon gestellt sind, spricht das auch für sich. Eine merkwürdige Einstellung und sicherlich eine gute Erklärung für die vielen Probleme der Stadt. Wenn man auf die hohe Lebensqualität in der Stadt abstellt, so sollte man vielleicht auch mal darlegen, wie man diese auf lange Sicht zu finanzieren gedenkt. Leider ist die Enteignung der Bürger über immer höhere Steuern und Abgaben ja zu einfach.
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