10.772 Aktive Sportler feierten das zehnjährige Jubiläum vom StrongmanRun am Nürburgring

Extrem-Hindernislauf: Ultimativer Adrenalinkick und reichlich Gänsehaut

22.05.2017 - 10:06

Nürburg. Bei der siebten Auflage des Fisherman´s Friend StrongmanRun am Nürburgring gab es für die laufbegeisterten Akteure nach der Zielankunft in diesem Jahr gleich zwei Gründe zum Feiern. Neben dem persönlichen Erfolgserlebnis die 24,4 Kilometer Gesamtdistanz beziehungsweise 12,2 Kilometer bei der Rockie Runde mit den entsprechenden Hindernissen bewältigt zu haben, feierte auch die Veranstaltung ihr zehnjähriges Jubiläum. Was die britische Kultmarke Fisherman´s Friend als Markenevent 2007 auf einem Truppenübungsplatz in Münster, ins Leben gerufen hatte, legte letztlich auch Dank des Erfolges seit 2011 am Nürburgring, den Grundstein für diesen neuen Sporttrend. Beflügelt durch diesen Zuspruch schossen seither die Hindernisläufe wie Pilze aus dem Boden, selbst die Initiatoren des StrongmanRun platzierten in den letzten beiden Jahren mit den Läufen in Wacken, Ferropolis und in diesem Jahr erstmals auch in Köln gleich drei neue Events in Deutschland.

Die Vielzahl dieser Läufe hinterließ auch erstmals seit der Austragung des Events auf dem Nürburgring, bei den Voranmeldungen ihre Spuren. War der Lauf auf dem Nürburgring in den Jahren zuvor in nur wenigen Tagen nach dem Start der Anmeldefrist schon auf Monate im Voraus ausgebucht, konnten sich in diesem Jahr noch kurz entschlossene Teilnehmer bis wenige Stunden vor dem Lauf einen Startplatz sichern. Dennoch blieb mit letztlich 10.772 Teilnehmern Starterfeld fast auf dem Niveau der letzten Jahre und die Veranstaltung damit weiterhin das Maß aller Dinge bei den Hindernisläufen. Dort wo sonst das Grün der Startampel die Hatz der Rennboliden durch die „Grüne Hölle“ freigibt, nahmen auch die Extremsportler beim StrongmanRun, mit viel Elan ihre Distanzen von entweder 24 Kilometern mit 40 Hindernisse oder 22 Kilometern mit 20 Hindernisse unter die Solen ihrer Laufschuhe.

Dabei waren es besonders die Hindernisse, die den Akteuren all ihre Kondition abverlangten, wenn es hieß, sich in kaltes Wasser zu stürzen, durch knietiefen Schlamm zu waten oder steile Holz- und Strohballenhindernisse zu erklimmen. Neben den ambitionierten Sportlern stand für Viele aber der Spaßfaktor über dem sportlichen Ehrgeiz und so waren auch am Ring, wie in den Jahren zuvor, die Akteure in den diversesten Kostümen wie Frosch- oder Eisbärenkostüm, Rotkäppchen sowie Cowboys und Indianer am Start. Insgesamt erreichten 8608 Läufer das Ziel, von denen viele sogar noch die Energie für ein zufriedenes Lächeln beim Zieleinlauf hatten, besonders natürlich die Sieger. Nach seinen Gesamtdistanz-Siegen 2013 und 2014 siegte Felix Grelak (Essen) mit einer Zeit von 53:56 Minuten vor Pascal Weiner (GER) mit 59:41 Minuten auf der 12 Kilometer-Strecke. Melvin Busch(GER) erreichte als Dritter eine Minute später das Ziel. Schnellste der Damenwertung auf dieser Strecke war Joana Fries (GER) mit einer Zeit von 01:08:10 Stunden, gefolgt von Manuela Dannwolf (GER) die 01:08:59 Stunden benötigte. Annika Schöchlin (GER) wurde mit einer Zeit von 01:17:18 Stunden Dritte. Auf der Gesamtdistanz überquerten Andre Calitz nach 1:52:07 Stunden die Ziellinie. Der 34-jährige Südafrikaner ist der erste Ausländer, der auf dem Nürburgring den Strongmanrun gewinnen konnte. Nur 34 Sekunden später erreichte Patrick Schönball (Ludwigshafen) als Zweiter das Ziel. Komplettiert wurde das Podium von Thomas Wittwer (Baden-Baden) der nach weiteren 33 Sekunden die Ziellinie überquerte. Bei den Frauen siegte Sara Kamzela (Mainz) die mit einer Zeit von 2:29:11 Stunden ihrem Batwoman-Kostüm alle Ehre machte. Die 27-Jährige hatte bereits vor einem Jahr die halb so lange Strecke für sich entschieden. Zweitschnellste Frau war Jana Höflich (GER), mit 2:33:00 Stunden. Greta Fischer (GER) belegte mit 02:33:46 Stunden den dritten Rang. Mit Rang 4 schrammten in der Teamwertung für die Gesamtdistanz die Lokalmatadore des TUWI Adenau, Guido Rohen, Lukan und Guido Setzlach nur knapp an einem Podiumspatz vorbei. Insgesamt verwies das Trio mit seiner hervorragenden Leistung noch 403 Teams auf die nachfolgenden Plätze. Unter den 400 Teams, die bei der Rookie Runde gewertet wurden konnten die unter dem Teamnamen „Quiddelbacher Flitzer“ gestarteten Rita und Daniel Hansen gemeinsam mit Florian Nisius mit dem 17. Rang eine weitere Topplatzierung erringen. Ebenso wie in den vergangenen Jahren testeten auch in diesem Jahr wieder einige Prominente ihre Ausdauer, unter anderem auch Willi Herren. Während einige Athleten das Event als Werbung für wohltätige Zwecke nutzten, schnürte der deutsche Stimmungssänger und ehemaliger Schauspieler seine Laufschuhe als Botschafter für die vom 18. bis 20. August stattfindende Veranstaltung „Nürburgring Olé - Die größte Party Deutschlands“. BURG

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Cäsario Sonilinia:
Als zugezogener Nicht-Rheinbacher las ich in der Vergangenheit einiges über den Verein. Qualität wird hier ersichtlich gross geschrieben; Zeit für mich aus der Komfortzone zu gelangen und dort ein Probetraining zu absolvieren. Ansonsten - viel Glück auf der WM!!
Bernhard Mauel:
Hervorzuheben ist das unglaubliche Engagement der Schützen aus den rund 150 Nitztalern, die ein super tolles Wochenende hingelegt haben.Alle Achtung!!! Unser Land braucht tatkräftige Vereine, die wir unterstützen müssen um die Gemeinschaft zu stärken. Allen aus den Schützenfamilien ein herzlicher Dank.

Verlorenes Benzin löst Massenkarambolage aus

schneeifler:
Nicht richtig ! verlorenes Benzin in Verbindung mit Raserei löste Massenkarambolage aus ! Es wäre mir ja egal wenn die Raserei nur auf der Nordschleife stattfinden würde. Aber die Zufahrtstraßen und letzte Woche sogar die Innenstadt von Adenau werden zu Ersatzrennstrecken auserkoren. Insbesondere auf der Anreise und Abends wenn die Nordschleife geschlossen hat ! Die Polizei tut so oder ist tatsächlich hilflos- Kontrollen wenn überhaupt - nur Montagsmorgens bei den Pendlern ! Am Wochenende ist Feuer frei um und auf dem Ring ! Das spricht sich natürlich bei den Rasern rund ....
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